Naturschauspiel und Rätsel über den Very Large Telescopes

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Credit: Yuri Beletsky (ESO)

Beschreibung: Was ist der helle, orange Punkt über dem großen Teleskop rechts? Sogar erfahrene Himmelsbeobachter könnten über die Natur der orangen Scheibe grübeln, die zu sehen ist, wenn Sie dieses Panoramabild weiterschieben, das letzten Dezember fotografiert wurde.

Vielleicht hilft es, wenn bekannte Objekte benannt werden. Links verläuft ein diagonales Lichtband, das als Zodiakallicht bekannt ist: Sonnenlicht, das von Staub reflektiert wird, der im inneren Sonnensystem kreist. Der helle, weiße Punkt links über dem Horizont ist die Venus, die ebenfalls durch reflektiertes Sonnenlicht leuchtet. Rechts neben der Venus erhebt sich diagonal vom Boden weg das Band unserer Galaxis, der Milchstraße.

Im Bild scheint sich das Band, das normalerweise hoch am Himmel steht, über das chilenische Hochland zu wölben. Rechts unter dem Bogen der Milchstraße liegen die Große und die Kleine Magellansche Wolke, während rechts das Sternbild Orion steht, umgeben vom roten Ring von Barnards Schleife. Am Boden ist jedes der vier Very Large Telescopes damit beschäftigt das ferne Universum im Auge zu behalten. Der orange Punkt ist – der Mond.

Das Bild wurde während einer totalen Mondfinsternis aufgenommen, als sich der sonst gleißend helle Vollmond durch die dazwischenliegende Erdatmosphäre in eine matte, orange gefärbte Scheibe verwandelte.

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Schatten eines Marsroboters

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Credit: Mars Exploration Rover Mission, JPL, NASA

Beschreibung: Was, wenn Sie Ihren Schatten auf dem Mars sehen würden und dieser nicht menschlich wäre? Dann könnten Sie der Opportunity-Rover sein, der derzeit den Mars erkundet. Opportunity und sein Schwesterroboter Spirit erforschen seit Anfang 2004 den Roten Planeten, fanden Hinweise auf vorzeitliches Wasser und schickten atemberaubende Bilder durch das innere Sonnensystem. Oben ist zu sehen, wie Opportunity von der Sonne weg in den Krater Endurance blickt und seinen eigenen Schatten sieht. Unten links und rechts sind zwei Räder zu sehen, während im Hintergrund der Boden und die Wände des ungewöhnlichen Kraters zu sehen sind. Der Rover Spirit steckt inzwischen fest, doch Opportunity setzt seine lange Reise zum großen Marskrater Endeavor fort.

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Dämmerung der Planeten

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Credit und Bildrechte: Luis Argerich

Beschreibung: Diesen Monat versammeln sich vier der fünf der mit bloßem Auge sichtbaren Planeten am östlichen Horizont in der Dämmerung. Die himmlische Gruppierung ist hier am 5. Mai an einem Strand nahe Buenos Aires in Argentinien kurz vor Sonnenaufgang zu sehen. Der hellste Lichtpunkt von oben ist die Venus. Merkur steht rechts unter der Venus, und noch tiefer nahe der Bildmitte der gleißende Jupiter. Unter Jupiter ist Mars relativ blass zu sehen und kämpft damit durch eine dünne Wolkenbank und das warme Zwielicht zu leuchten. Sehen Sie zu, und wenn der Monat fortschreitet, ändert sich die hinreißende Konfiguration, wobei Mars und Jupiter höher steigen, während Venus und Merkur am Himmel näher zur aufgehenden Sonne wandern.

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Weiter weg

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Credit: NASA, JPL-Caltech

Beschreibung: Was ist das am weitesten entfernte Raumschiff der Menschheit? Voyager 1, die 1977 gestartet wurde, hält diesen Rekord mit einer Entfernung von 17,5 Milliarden Kilometern von der Sonne. Das entspricht 16 Lichtstunden oder 117 Astronomischen Einheiten (AE). Diese Grafik zeigt die Position von Voyager 1 im Verhältnis zum äußeren Sonnensystem (Ansichten von oben und von der Seite) zusammen mit anderen fernen Raumsonden. Die zweitfernste, Pioneer 10, ist etwa 15,4 Milliarden Kilometer von der Sonne entfernt, aber von Voyager1 aus gesehen auf der gegenüberliegenden Seite des Sonnensystems. Voyager 2 und Pioneer 11, beide ebenfalls weit außerhalb der Umlaufbahn Plutos, sind 14,2 Milliarden respektive 12,4 Milliarden Kilometer von der Sonne entfernt. Die Raumsonde New Horizons, die noch zu Pluto reist, ist derzeit 3 Milliarden Kilometer von der Sonne entfernt und wird das Plutosystem im Juli 2015 erreichen. All diese Raumsonden beschleunigten mithilfe von Swing-by-Manövern, um durch das äußere Sonnensystem zu gelangen. Voyager 1 bewegt sich dennoch am schnellsten und verlässt das Sonnensystem mit einer Geschwindigkeit von etwa 17 Kilometern pro Sekunde. Beide Voyager-Sonden sind noch in Betrieb und bewegen sich auf die äußeren Grenzen des Sonnensystems zu, auf der Suche nach der Heliopause und dem Rand des interstellaren Weltraums.

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Vor 50 Jahren: Freedom 7 fliegt

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Credit: NASA

Beschreibung: Vor fünfzig Jahren, in der Dämmerung des Weltraumzeitalters, zündeten NASA-Kontrolleure „die Kerze an“ und schickten den Mercury-Astronauten Alan Shepard an der Spitze einer Redstone-Rakete in den Weltraum. Seine angeklammerte Raumkapsel wurde Freedom 7 genannt. Der Start des historischen Mercury-Redstone3-Fluges (MR-3), der weltweit direkt zum Fernsehpublikum übertragen wurde, fand am 5. Mai 1961 um 9:34 Eastern Time auf Cape Canaveral in Florida statt. Der Flug der Freedom 7 – der erste Raumflug eines Amerikaners – fand weniger als einen Monat nach dem ersten Vorstoß eines Menschen in den Weltraum statt – dem Flug des sowjetischen Kosmonauten Juri Gagarin. Der 15-minütige Suborbitalflug erreichte eine Höhe von 187,42 Kilometern und eine Maximalgeschwindigkeit von 8.277 km/h. Als Shepard am Wendepunkt der Flugbahn von Freedom 7 zum Planeten Erde blickte, konnte er die Umrisse der Westküste Floridas, den Okeechobeesee im Süden Floridas, den Golf von Mexiko und die Bahamas sehen.

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Himmelsspuren über Griechenland


Credit und Bildrechte: Chris Kotsiopoulos (GreekSky); Musik: Undisclosed Desires (Muse), WMG

Beschreibung: Wenn Sie den Horizont zur richtigen Zeit am richtigen Ort beobachten, können Sie spektakuläre Aneinanderreihungen zwischen Erde und Himmel erleben. In dem obigen Video wurden Sterne, der Mond und sogar eine teilweise verfinsterte Sonne aufgenommen, als sie über malerischen Sehenswürdigkeiten in Griechenland auf- und untergingen. Das inspirierende Video zeigt Effekte an Sternspuren, die hübsch, aber auch trügerisch sind, da Sterne üblicherweise fast die gleiche Helligkeit behalten, während sich die Erde unter ihnen dreht. Außerdem scheinen durch die Zeitraffer-Natur in Teilen des Videos Wolken herumzuspringen und auf ungewohnte Weise zu verschwinden. Mehrere Standbilder dieser Szenen wurden bereits auf APOD veröffentlicht, etwa die partielle Sonnenfinsternis über dem Tempel des Poseidon, Wolken und Sternspuren über einer verlassenen Kirche und Sternspuren über einem alten Schiff. Weitere Vordergrund-Schauplätze sind eine alte Kirche auf dem Peloponnes, eine Steinbrücke in Ioannina, eine fränkische Burg auf Euböa und ein pittoresker Sonnenuntergang über dem Lykabettus in Athen.

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Kugelsternhaufen M15 – Bild von Hubble

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Credit: ESA, Hubble, NASA

Beschreibung: Sterne schwärmen wie Bienen um das Zentrum des hellen Kugelsternhaufens M15. Diese Kugel aus mehr als 100.000 Sternen ist ein Relikt aus den frühen Jahren unserer Galaxis und umkreist immer noch das Zentrum der Milchstraße. M15, einer von etwa 150 noch übrigen Kugelsternhaufen, ist bekanntlich leicht mit dem Fernglas zu sehen. Er besitzt eine der dichtesten Sternkonzentrationen im Zentrum, die wir kennen, und weist einen großen Reichtum an veränderlichen Sternen und Pulsaren auf. Dieses scharfe Bild, das vom Weltraumteleskop Hubble aufgenommen wurde, umfasst etwa 120 Lichtjahre. Es zeigt die dramatische Zunahme der Sterndichte zum Zentrum des Haufens hin. M15 ist etwa 35.000 Lichtjahre entfernt und liegt im Sternbild des geflügelten Pferdes (Pegasus). Neue Hinweise lassen auf ein massereiches schwarzes Loch schließen, das sich im Zentrum von M15 befindet.

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Jupiters Großer Roter Fleck – Bild von Voyager 1

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Credit: NASA, JPL; digitale Bearbeitung: Björn Jónsson (IAAA)

Beschreibung: Dieser Hurrikan ist zweimal so groß wie die Erde. Er wütet zumindest seit wir ihn mit Teleskopen sehen können und flaut offensichtlich auch nicht ab. Es ist Jupiters Großer Roter Fleck, das größte Wirbelsturmsystem im Sonnensystem. Wie die meisten astronomischen Phänomene wurde der Große Rote Fleck weder vorhergesagt, noch konnte er unmittelbar nach seiner Entdeckung erklärt werden. Details, wie und warum der Große Rote Fleck seine Form, Größe und Farbe ändert, bleiben auch heute noch ein Rätsel. Ein besseres Verständnis des Wetters auf Jupiter könnte helfen, auch das Wetter auf der Erde besser zu verstehen. Das obige Bild ist eine unlängst fertiggestellte, digitale Verstärkung eines Bildes von Jupiter, das 1979 von der Raumsonde Voyager 1 aufgenommen wurde, als sie am größten Planeten des Sonnensystems vorbeischwirrte. Voyager 1 ist derzeit etwa 117 AE von der Erde entfernt und damit das am weitesten entfernte, von Menschen gefertigte Objekt im Universum. Sie verlässt voraussichtlich demnächst die Heliosphäre.

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Molekülwolke Barnard 163

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Credit und Bildrechte: T. Rector (U. Alaska Anchorage), H. Schweiker, WIYN, NOAO, AURA, NSF

Beschreibung: Es sieht vielleicht wie eine Ente aus, doch es legt keine Eier, sondern Sterne. Im Zentrum des obigen Bildes liegt Barnard 163, ein Nebel aus molekularem Gas und Staub, der so dick ist, dass sichtbares Licht nicht durchleuchten kann. Die Flügelspanne von Barnard 163 wird in Lichtjahren gemessen. Das Innere ist mit Sicherheit kälter als sein Äußeres; so entstehen Bedingungen, unter denen Gas klumpen und möglicherweise Sterne bilden kann. Barnard 163 ist etwa 3000 Lichtjahre von der Erde entfernt und ist im Sternbild Kepheus, dem König, zu finden. Das rote Leuchten im Hintergrund stammt von IC 1396, einem großen Emissionsnebel, in dem sich der Elefantenrüsselnebel befindet. Barnard 163 auf einem Bild des größeren Emissionsnebels IC 1396 zu finden ist eine Herausforderung, aber möglich.

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