Echos aus den Tiefen eines Roten Riesen

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Illustrationscredit und Bildrechte: Pieter Degroote (Leuven University); Credit: Paul Beck, Joris De Ridder, Conny Aerts (Leuven University) et al., ERC, PROSPERITY

Beschreibung: Eine Reise zur Mitte eines Roten Riesensterns liegt eindeutig im Bereich der Sciencefiction. Doch die Wissenschaft der Asteroseismologie kann die Bedingungen dort erforschen. Die Technik besteht darin, die kleinen Änderungen der Sternhelligkeit, die von der Planeten jagenden Raumsonde Kepler gemessen werden, zeitlich zu bestimmen. Regelmäßige Änderungen lassen auf Sternschwingungen schließen, ähnlich Schallwellen, welche das Gas komprimieren und dekomprimieren, was die Helligkeitsschwankungen verursacht. Wie kürzlich in Roten Riesensternen entdeckt wurde haben einige der gemessenen Schwingungen Perioden, die eine Durchdringung des Sternkerns verursachen müssten. In dieser extremen Umgebung werden sie sogar intensiver und können zur Oberfläche zurückkehren. Diese Echos vom Kern des Roten Riesen sind auf dieser Abbildung aus einer computergenerierten Animation dargestellt. Bemerkenswerterweise können die Perioden, die für die Schwingungen gemessen wurden, sogar Rückschlüsse zulassen wie und wo die Energieproduktion – ob durch Wasserstoff- oder Heliumfusion – im Roten Riesen stattfindet. (Anm.: mehr dazu auf www.der-orion.com)

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Planetarischer Nebel NGC 2438

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Bildcredit und Bildrechte: Daniel López, IAC

Beschreibung: NGC 2438 ist ein planetarischer Nebel – eine gasförmige Hülle, die von einem Milliarden Jahre alten, sterbenden, sonnenähnlichen Stern abgeworfen wird, dessen zentraler Wasserstoff-Vorrat zur Neige gegangen ist. Er liegt etwa 3000 Lichtjahre entfernt innerhalb der Grenzen des nautischen Sternbildes Achterdeck (Puppis). Bemerkenswerterweise scheint NGC 2438 auch am Rand des hellen, relataiv jungen offenen Sternhaufens M46 zu liegen. Doch der Zentralstern dieses planetarischen Nebels ist nicht nur viel älter als die Sterne von M46, er bewegt sich auch mit einer anderen Geschwindigkeit als die Sterne des Haufens. Entfernungsschätzungen zufolge liegt NGC 2438 näher als M46, daher erscheint der Nebel im Vordergrund und nur zufällig in der Sichtlinie des jungen Sternhaufens. Dieses detailreiche Bild von NGC 2438 betont einen zuvor unsichtbaren Hof aus leuchtendem atomarem Gas mit einem Durchmesser von mehr als 4,5 Lichtjahren, der sich jenseits des helleren, inneren Rings des Nebels ausdehnt. Ähnliche Höfe wurden auf Detailbildern anderer planetarischer Nebel gefunden; sie entstanden während früherer aktiver Phasen ihrer alternden Zentralsterne.

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M74: Die perfekte Spirale

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Credit und Bildrechte: Descubre Foundation, Calar-Alto-Observatorium, OAUV, DSA, V. Peris (OAUV), J. L. Lamadrid (CEFCA), J. Harvey (SSRO), S. Mazlin (SSRO), I. Rodriguez (PTeam), O. L. (PTeam), J. Conejero (PixInsight)

Beschreibung: Wenn schon nicht perfekt, dann ist diese Spiralgalaxie zumindest eine der fotogensten. M74, ein Inseluniversum mit etwa 100 Milliarden Sternen, das 32 Millionen Lichtjahre entfernt im Sternbild Fische steht, präsentiert einen prächtigen Anblick von oben. Die anmutigen Spiralarme des Grand-Designs der Sc-Galaxie M74 sind von hellen, blauen Sternhaufen und dunklen kosmischen Staubbahnen gesäumt. Das obige Bild umfasst einen halben Vollmonddurchmesser und wurde aus Aufnahmen erstellt, die in einem Zeitraum von 19 Stunden am 1,23-Meter-Teleskop des Calar-Alto-Observatoriums in der Sierra de los Filabres in Spanien gemacht wurden. Es reicht über etwa 30.000 Lichtjahre an der Stirnseite von M74 und enthält Aufnahmen, welche die Emissionen von Wasserstoffatomen aufzeichneten, die das rötliche Leuchten der großen Sternbildungsregionen in der Galaxie aufzeigen.

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Die Milchstraße über Teneriffa

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Credit und Bildrechte: Juan Carlos Casado (TWAN)

Beschreibung: Haben Sie jemals das Band unserer Galaxis, der Milchstraße, gesehen? Vielleicht haben Sie es noch niemals so gesehen – und es wäre auch gar nicht möglich gewesen. Bei klarem Himmel an einem dunklen Ort ist zur richtigen Zeit ein zartes Lichtband am Himmel zu sehen. Dieses Band ist die Scheibe unserer Spiral-Galaxis. Da wir uns in dieser Scheibe befinden, scheint das Band die Erde zu umkreisen.

Das obige spektakuläre Bild des Milchstraßenbogens reicht jedoch weiter, als das bloße Auge sieht. Das Bild ist eine detaillierte Verschmelzung von neun Fotos, welche ein vollständiges 360-Grad-Panorama darstellen. Es wurde kürzlich im Teide-Nationalpark auf Teneriffa (Kanarische Inseln, Spanien) aufgenommen und zeigt den Vulkan Teide nahe der Bildmitte hinter einer vulkanischen Landschaft mit vielen großen Felsen.

Weit hinter diesen irdischen Gebilden sind viele mit bloßem Auge sichtbare Himmelswunder zu sehen, wie das Band der Milchstraße, der helle, zunehmende Mond innerhalb des Bogens und der offene Sternhaufen der Plejaden (finden Sie ihn?). Die detailreiche Aufnahme bringt auch viele Himmelswunder zur Geltung, die normalerweise jenseits der menschlichen Wahrnehmung liegen; viele davon sind auf der kommentierten Bildversion beschriftet, etwa Barnardschleife, die oben als der rote Halbring unter dem Band der Milchstraße zu sehen ist.

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Verona Rupes: die größte bekannte Klippe im Sonnensystem

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Bildcredit: Voyager 2, NASA

Beschreibung: Könnten Sie einen Sprung von der größten Klippe im Sonnensystem überleben? Wahrscheinlich schon. Verona Rupes auf dem Uranusmond Miranda ist zirka 20 Kilometer tief – das ist die zehnfache die Tiefe des Grand Canyon auf der Erde. Bei Mirandas geringer Gravitation würde ein erlebnishungriger Abenteurer etwa 12 Minuten brauchen, um von oben hinunterzufallen und den Boden mit der Geschwindigkeit eines Rennnautos zu erreichen – etwa 200 Kilometern pro Stunde. Trotzdem könnte der Fall bei gutem Schutz durch Airbags überlebbar sein. Das obige Bild von Verona Rupes wurde 1986 von der vorbeifliegenden Raumsonde Voyager 2 aufgenommen. Wie die gigantische Klippe entstand, ist unbekannt, wahrscheinlich entstand sie im Zusammenhang mit einem großen Einschlag oder tektonischer Oberflächenbewegung.

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Die riesige Galaxie NGC 6872

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Bildcredit: Sydney Girls High School Astronomy Club, Travis Rector (Univ. Alaska), Ángel López-Sánchez (Australian Astronomical Obs./ Macquarie Univ.), Australian Gemini Office

Beschreibung: NGC 6872 ist mit einem Durchmesser von als 400.000 Lichtjahren eine riesige Spiralgalaxie, mindestens viermal so groß wie unsere eigene, sehr große Milchstraße. Die Galaxie liegt etwa 200 Millionen Lichtjahre entfernt im südlichen Sternbild Pfau (Pavo). Ihre markante, gestreckte Erscheinung entstand durch ständige gravitative Interaktion, die wahrscheinlich zu einer späteren Verschmelzung mit der nahe gelegenen, kleineren Galaxie IC 4970 führen wird. IC 4970 ist auf diesem kosmischen Farbporträt rechts unter dem riesigen Galaxienkern zu sehen, das mit dem 8-Meter-Teleskop Gemini Süd in Chile aufgenommen wurde. Die Idee für die Abbildung dieser gigantischen Galaxienkollision stammt aus dem Siegerbeitrag eines Aufsatzwettbewerbs, der letztes Jahr vom Sydney Girls High School Astronomy Club an das Gemini-Observatorium eingeschickt wurde. Die Clubmitglieder argumentierten, dass, neben inspirierenden Aspekten und Ästhetik, ein Farbbild mehr als nur ein hübsches Bild wäre. In ihrem preisgekrönten Beitrag merkten sie an: „Wenn genug Farbdaten für das Bild gewonnen werden können, wäre dies eine leicht zugängliche Informationen über die unterschiedlichen Sternpopulationen, Sternbildungen und die realtive Sternbildungsrate im Zusammenhang mit den Wechselwirkungen sowie das Ausmaß an Staub und Gas, das in diesen Galaxien vorhanden ist.“ (Anmerkung der Redaktion: Für australische Schulen ist die Wettbewerbsinformation für 2011 hier abrufbar.)

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Endeavour schaut hinauf

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Credit und Bildrechte: Ben Cooper (Spaceflight Now, Launch Photography)

Beschreibung: Endeavour, der jüngste Shuttle-Orbiter, der erstmals 1992 flog, wird auf seinen 25. und letzten Flug in den niedrigen Erdorbit vorbereitet. Hier ist er in einer Höhe von 122 Metern über dem Boden des Vehicle Assembly Building am John-F.-Kennedy-Raumfahrtzentrum aus einer interessanten Perspektive zu sehen. Endeavour (OV-105) ist an einen externen Tank und Feststoffraketen montiert, um am 11. März zur Startrampe 39A hinauszufahren. Der vollständige Spaceshuttle ist mehr als 18 Stockwerke hoch. Endeavours Start ist mit STS-134 für den 19. April zu Sonnenuntergang vorgesehen. Der Shuttle fliegt zur Internationalen Raumstation und transportiert das AMS-Experiment (Alpha-Magnet-Spektrometer). Der letzte Flug der Endeavour ist der vorletzte geplante Spaceshuttle-Flug.

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Es regnet auf Titan

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Illustrations-Credit und Bildrechte: David A. Hardy (AstroArt)

Beschreibung: Auf Titan hat’s geregnet. Doch wahrscheinlich regnet es auf Titan Methan, und das ist kein Aprilscherz! Die fast vertraute Szenerie in dieser künstlerischen Vision von der Oberfläche des größten Saturnsmondes reicht über eine erodierte Landschaft in einen stürmischen Himmel. Dieses Szenario entspricht saisonalen Regenstürmen, die Titans Oberfläche an den Äquatorregionen des Mondes zeitweise verdunkeln, was mit den Instrumenten an Bord der Raumsonde Cassini beobachtet wurde. Natürlich verläuft auf dem eisigen Titan mit seinen Oberflächentemperaturen von um die -180 Grad Celsius der Zyklus aus Verdampfen, Wolkenbildung und Regen mit flüssigem Methan statt Wasser. Gewitterwolken sind in Titans dicker, stickstoffreicher Atmosphäre ebenfalls möglich.

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