HUDF Infrarot: Dämmerung der Galaxien

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Credit: NASA, ESA, G. Illingworth (UCO/Lick und UCSC), R. Bouwens (UCO/Lick und Leiden U.) und das HUDF09 Team

Beschreibung: Wann bildeten sich Galaxien? Um das herauszufinden, wurde das bislang höchstaufgelöste Bild desselben Feldes, das 2004 als Hubble Ultra Deep Field (HUDF) im sichtbaren Licht fotografiert wurde, im nahen Infrarot aufgenommen. Das neue Bild wurde diesen Sommer mit der neu installierten Wide Field Camera 3 des generalüberholten Weltraumteleskops Hubble gemacht. Die Entfernung der zarten roten Flecken, die auf dem obigen Bild erkennbar sind, beträgt wahrscheinlich mehr als eine Rotverschiebung von 8. Daher existierten diese Galaxien wahrscheinlich schon, als das Universum nur wenige Prozent seines gegenwärtigen Alters hatte, und sie könnten Mitglieder der ersten Galaxienklasse sein. Einige große heutige Galaxien bilden einen farbenprächtigen Vordergrund für die fernen Galaxien. Untersuchungen des HUDF09-Teams lassen darauf schließen, dass zumindest einige dieser frühen Galaxien sehr wenig interstellaren Staub besaßen. Die Vertreter dieser frühen Galaxienklasse mit wenig Leuchtkraft enthielten wahrscheinlich sehr aktive Sterne, die Licht abstrahlten, das einen großen Teil der verbliebenen normalen Materie im Universum von kaltem Gas in heißes ionisiertes Plasma verwandelte.

Zur Originalseite

Eismond Tethys von Cassini im Saturnorbit

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Credit: Cassini Imaging Team, SSI, JPL, ESA, NASA

Beschreibung: Welche Prozesse formten die ungewöhnliche Oberfläche des Saturnmondes Tethys? Um das herauszufinden, schickte die NASA im Jahr 2005 die robotische Raimsonde Cassini zu dem rätselhaften Eismond. Oben ist eine der höchstaufgelösten Ganzansichten von Tethys, die bisher gemacht wurden, abgebildet. Die weit verbreitete weiße Farbe von Tethys entsteht vermutlich durch frische Eispartikel, die ständig von Saturns unscharfem E-Ring auf den Mond fallen – Teilchen, die vom Saturnmond Enceladus ausgestoßen werden. Manche der ungewöhnlichen Kratermuster auf Tethys sind dennoch weiterhin nicht besonders gut erklärbar. Genaue Untersuchungen des obigen Bildes von Tethys‘ Südpol enthüllen eine große Kluft, die diagonal von der Mitte abwärts verläuft: Ithaca Chasma. Eine der wahrscheinlichsten Theorien für die Entstehung dieser großen Schlucht gründet darauf, dass dieser gewaltige die ganze Oberfläche umfassende Riss wahrscheinlich entstand, als die inneren Ozeane von Tethys zufroren. Falls diese Erklärung zutrifft, könnte Tethys interne Ozeane beherbergen, möglicherweise ähnlich jenen Ozeanen, die derzeit unter der Oberfläche von Enceladus vermutet werden. Könnte dort uraltes Leben eingefroren sein?

Zur Originalseite

Die internationale Raumstation über dem Horizont

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Credit: Besatzung STS-129, Besatzung Expedition 21, NASA

Beschreibung: Das war das Zuhause. Vor etwas mehr als einer Woche legte die STS-129-Besatzung des Spaceshuttles Atlantis von der internationalen Raumstation (ISS) ab und kehrte zur Erde zurück. Als sich die Shuttlecrew von der Raumstation entfernte, fotografierten sie das obige Bild. Auf der ISS0 sind zahlreiche Module, Ausleger und lange flügelartige Paneele zu sehen. Die Besatzung der Raumfähre nannte die Raumstation fast 12 Tage lang ihr Zuhause. Die Shuttlebesatzung belieferte die Raumstation neu und brachte nützliche Bauteile. Die ISS ist weiterhin die Heimat der fünf Astronauten der Expedition 21. Nun besteht die Besatzung der ISS aus Astronauten, welche die NASA, die europäische Weltraumagentur, Roskosmos und die kanadische Weltraumagentur repräsentieren.

Zur Originalseite

Der prächtige Schweif des Kometen McNaught

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Credit und Bildrechte: Robert H. McNaught

Beschreibung: Der Komet McNaught, der große Komet des Jahres 2007, war der hellste Komet der letzten 40 Jahre. Sein spektakulärer Schweif breitete sich über den Himmel aus und war für viele Beobachter auf der Südhalbkugel an dunklen Beobachtungsorten ein atemberaubender Anblick. Der Kopf des Kometen blieb ziemlich hell und war leicht zu sehen, sogar für Beobachter in der Stadt ohne optische Hilfsmittel. Ein Teil des spektakulären Schweifes war nach Sonnenuntergang auch für viele Beobachter der Nordhalbkugel knapp über dem Horizont sichtbar. Komet C/2006 P1 (McNaught), der eine geschätzte Spitzenhelligkeit von -6 (minus sechs) Magnituden erreichte, wurde vom Entdecker des Kometen im Januar 2007 kurz nach Sonnenuntergang im obigen Bild, das am Siding-Spring-Observatorium in Australien aufgenommen wurde, entdeckt. Die robotische Raumsonde Ulysses flog zufällig durch den den Schweif des Kometen McNaught und fand überraschenderweise heraus, dass die Geschwindigkeit des Sonnenwindes erheblich nachließ.

Zur Originalseite

Himalaya-Himmelslandschaft

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Credit und Bildrechte: Babak Tafreshi (TWAN)

Beschreibung: Capella, der hellste Stern im Sternbild Fuhrmann (Auriga), geht auf diesem Panorama des Daches der Welt bei Nacht gerade über dem Mt. Everest auf. Die Szenerie wurde letzten November in der Nähe von Namche Bazar in Nepal fotografiert, wo sich der Zugang zur Bergkette des Himalaya befindet.

Mondlicht beleuchtet die berühmten Gipfel des Everest (8840 Meter) und des Lhotse (8516 Meter) links in weiter Ferne und einen Stupa (ein buddhistisches religiöses Denkmal) im Vordergrund an der Hauptstrecke zum Everest-Basislager. Das Licht im Tal stammt vom Kloster von Tengboche, das in einer Höhe von etwa 4000 Metern ebenfalls an der Strecke liegt.

Von links nach rechts führen die Sterne des Fuhrmanns über den mondbeleuchteten Gipfeln zum hellen Riesenstern Aldebaran – dem Auge des Stiers (Taurus) -, dem Sternhaufen der Plejaden, Alpha Ceti und schließlich zu Alpha Phoenicis im Phoenix. Gipfel und Sterne sind leicht erkennbar, wenn Sie den Mauspfeil über das Bild schieben.

Zur Originalseite

Der Doppelhaufen

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Credit und Bildrechte: Neil Fleming

Beschreibung: Ein liebliches Sternfeld im heroischen nördlichen Sternbild Perseus enthält dieses berühmte Paar offener oder galaktischer Sternhaufen, h und Chi Persei. Beide Haufen, auch als NGC 869 (rechts) und NGC 884 katalogisiert, sind etwa 7000 Lichtjahre entfernt und enthalten Sterne, die viel jünger und heißer als die Sonne sind. Die beiden Haufen sind nur wenige hundert Lichtjahre voneinander entfernt, und das Alter ihrer Einzelsterne ist ähnlich – ein Hinweis, dass sie wahrscheinlich in der gleichen Sternbildungsregion entstanden sind. Der Doppelhaufen ist im Fernglas immer ein lohnender Anblick und an einem dunklen Beobachtungsort sogar mit bloßem Auge sichtbar. Die Sternfarben (und Strahlen) sind auf dieser hübschen Weitwinkel-Teleskopaufnahme verstärkt.

Zur Originalseite

Polarring-Galaxie NGC 660

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Credit und Bildrechte: Immo Gerber und Dietmar Hager (TAO)

Beschreibung: NGC 660 liegt fast in der Mitte dieses faszinierenden Bildfeldes voller Galaxien, die innerhalb der Grenzen des Sternbildes Fische schwimmen. Sie ist mehr als 20 Millionen Lichtjahre entfernt, und ihre auffällige Erscheinung kennzeichnet sie als Polarring-Galaxie. Polarring-Galaxien sind eine seltene Galaxienart, die einen beachtlichen Bestand an Sternen, Gas und Staub aufweisen, der fast senkrecht zur Ebene der flachen galaktischen Scheibe in Ringen kreist. Der bizarre Aufbau könnte durch das zufällige Einfangen von Materie aus einer vorüberziehenden Galaxie durch diese Scheibengalaxie entstanden sein, wobei die eingefangenen Trümmer in einen rotierenden Ring hinausgezogen wurden. Polarring-Galaxien können zur Erforschung der Form des ansonsten unsichtbaren Hofes aus dunkler Materie um die Galaxie herangezogen werden, indem der Gravitationseinfluss der dunklen Materie auf die Rotation des Rings und der Scheibe berechnet wird. Der Ring von NGC 660 ist breiter als die Scheibe und umfasst etwa 40.000 Lichtjahre.

Zur Originalseite

Staubskulpturen im Rosettennebel

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Credit und Bildrechte: John Ebersole

Beschreibung: Wie entstehen die kosmischen Staubskulpturen im Rosettennebel? Teile des Rosettennebels, der für die Schönheit seiner gesamten Erscheinung bekannt ist und auch als NGC 2237 bezeichnet wird, zeigen ihre Pracht auch bei näherer Betrachtung. Oben sind Globulen aus dunklem Staub und Gas zu sehen, die langsam vom energiereichen Licht und den Winden nahe gelegener massereicher Sterne wegerodiert werden. Die Molekülwolken-Globulen würden, wenn man sie lange genug sich selbst überlässt, wahrscheinlich Sterne und Planeten bilden. Das obige Bild wurde in sehr spezifischen Farben von Schwefel (rot schattiert), Wasserstoff (grün) und Sauerstoff (blau) aufgenommen. Der Rosettennebel umfasst etwa 50 Lichtjahre, ist ungefähr 4500 Lichtjahre entfernt und mit einem kleinen Teleskop im Sternbild Einhorn (Monoceros) zu sehen.

Zur Originalseite

NGC 6992: Filamente des Schleiernebels

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Credit und Bildrechte: Daniel Lopez (Observatorio del Teide)

Beschreibung: Büschel wie diese sind alles, was es von einem Milchstraßenstern noch zu sehen gibt. Vor etwa 7500 Jahren explodierte dieser Stern als Supernova; übrig blieb der Schleiernebel, auch bekannt als Cirrusnebel. Zu dieser Zeit war die sich ausdehnende Wolke wahrscheinlich so hell wie die Mondsichel und war für die Menschen, die zu Beginn der Geschichtsaufzeichnung lebten, wochenlang sichtbar. Heute ist der dabei entstandene Supernova-Überrest verblasst und nur noch mit einem kleinen Teleskop zu sehen, wenn man es auf das Sternbild Schwan (Cygnus) richtet. Der übriggebliebene Schleiernebel ist physisch gesehen riesig, und obwohl er etwa 1400 Lichtjahre entfernt ist, bedeckt er mehr als fünfmal die Größe des Vollmondes. Auf Bildern des vollständigen Schleiernebels sollten aufmerksame Leser die oben gezeigten Filamente unten links erkennen können. Das obige Bild ist ein Mosaik und wurde mit dem 2,5-Meter- Isaac-Newton-Teleskop am Roque-de-los-Muchachos -Observatorium auf den Kanarischen Inseln erstellt.

Zur Originalseite