Sonnenuntergang am Portara

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Credit und Bildrechte: Anthony Ayiomamitis (TWAN)

Beschreibung: Heute passiert die Sonne den Himmelsäquator und wandert um 11:44 UT Uhr nach Norden. Dieses astronomische Ereignis, bekannt als Äquinoktium, markiert auf der Nordhalbkugel den ersten Tag des Frühlings und im Süden den Herbst. Es markiert auch den Beginn des Norouz – des persischen Neujahrs. Äquinoktium bedeutet gleiche Nacht. Wenn die Sonne am Himmelsäquator steht, erleben Erdbewohner fast genau 12 Stunden Tageslicht und 12 Stunden Dunkelheit. Natürlich werden danach, wenn die Sonne am Himmel höher steigt und der Sommer näherrückt, die Tage im Norden länger. Betrachten Sie, um das Äquinoktium zu feiern, diese malerische Ansicht der untergehenden Sonne auf der Insel Naxos in der Ägäis. Dieses gut geplante Bild, das letzten Juni aufgenommen wurde, zeigt die Portara (großes Tor) als dramatische Silhouette. Die Portara misst etwa 6 mal 3,5 Meter und ist der große Eingang zum antiken, unvollendeten Tempel des Apollo.

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Saturn: Monde im Transit

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Credit: NASA, ESA, Hubble Heritage Team (STScI/AURA)
Dank an M.H. Wong (STScI/UC Berkeley), C. Go (Philippines)

Beschreibung: Alle 14 bis 15 Jahre blicken wir auf die Kante der Saturnringe. Wenn die hellen, herrlichen Ringe enger zu werden scheinen, wid es zunehmend schwieriger sie zu sehen, sogar mit großen Teleskopen. Doch dies bietet auch eine Gelegenheit mehrfache Transite von Saturnmonden zu beobachten. Während eines Transits gleiten ein sonnenbeleuchteter Mond und sein Schatten über die wolkenbedeckte Oberfläche des Gasriesen. Dieses Hubble-Bild, aufgenommen am 24. Februar, ist Teil einer Sequenz, die den Transit von vier Saturnmonden zeigt. Von links nach rechts sind Enceladus und sein Schatten, Dione und ihr Schatten sowie Saturns größter Mond Titan zu sehen. Der kleine Mond Mimas berührt gerade weit rechts nahe der Ringebene die Saturnscheibe. Die Schatten von Titan und Mimas haben rechts die Scheibe verlassen. Saturn hat einen Äquatordurchmesser von etwa 120.000 Kilometern.

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GLOBE at Night: Helfen Sie, Lichtverschmutzung zu dokumentieren

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Credit und Bildrechte: Projekt Globe at Night, UCAR, Internationales Jahr der Astronomie 2009

Beschreibung: Wie viele Sterne sehen Sie? Im Lauf der nächsten Woche lädt das Projekt GLOBE at Night Menschen auf der ganzen Welt ein, in der Nacht hinauszugehen, hinaufzublicken und zu schauen! Alle sind eingeladen, eine Stunde nach Sonnenuntergang insbesondere das Sternbild Orion im Westen zu betrachten. Anstatt Orions Sterne direkt zu zählen, hat die GLOBE at Night-Webseite die Dinge vereinfacht, indem sie mehrere Sternkarten anbietet, mit denen Sie Ihre Ansicht von Orion vergleichen können. Mögliche Entsprechungen reichen von einem hellen Himmel, bei dem nur wenige Orion-Sterne zu sehen sind, bis hin zu einem sehr dunklen Himmel, bei dem mehr als 100 Orionsterne zu sehen sind. Oben abgebildet sind die Ergebnisse der Beobachtungskampagne des letzten Jahres. 2009 ist das Internationale Jahr der Astronomie, und es ist zu hoffen, dass dieses Jahr eine noch bessere Karte erstellt werden kann. Indem Sie bei dieser einfachen Aktion, die Spaß macht, mitmachen, helfen Sie der Menschheit besser zu verstehen, wie sich die Licht verschmutzung auf der Erde verändert.

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Tychos Supernova-Überrest

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Credit: Röntgen: NASA/CXC/SAO; Infrarot: NASA/JPL-Caltech; Sichtbares Licht: MPIA, Calar Alto, O. Krause et al.

Beschreibung: Welcher Stern erzeugte diesen riesigen Bovisten? Oben abgebildet ist das beste in mehreren Wellenlängen aufgenommene Bild, das bislang von Tychos Supernova-Überrest gemacht wurde – er ist das Ergebnis einer Sternexplosion, die vor über 400 Jahren von dem berühmten Astronomen Tycho Brahe schriftlich belegt wurde. Das obige Bild ist ein Komposit aus einem Röntenbild, das mit dem Weltraum-Röntgenteleskop Chandra aufgenommen wurde, einem Infrarotbild, das vom Spitzer-Weltraumteleskop stammt, und einem Bild im sichtbaren Licht, aufgenommen mit dem 3,5-Meter-Calar Alto-Teleskop im südlichen Spanien. Die sich ausdehnende Gaswolke ist extrem heiß, geringfügig unterschiedliche Ausdehnungsgeschwindigkeiten haben der Wolke eine bauschige Erscheinung gegeben. Obwohl niemand weiß, welcher Stern SN 1572 erzeugt hat, wird ein Stern mit der Bezeichnung Tycho G – zu dunkel, um hier leicht erkennbar zu sein – als möglicher Vorfahre untersucht. Den Erzeugerüberrest von Tychos Supernova zu finden besonders interessant, weil die Supernova unlängst als dem Typ Ia zugehörig bestimmt wurde. Die Spitzenhelligkeit einer Typ Ia-Supernova konnte bereits gut erklärt werden, was sie sehr wertvoll für die Kalibrierung der Trübung weit entfernter Objekte im Universum macht.

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Marsmond Deimos von MRO

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Credit: HiRISE, MRO, LPL (U. Arizona), NASA

Beschreibung: Der Mars besitzt zwei winzige Monde, Phobos und Deimos. Oben auf dem kürzlich veröffentlichten Bild der HiRiSE-Kamera an Bord des den Mars umrundenden Mars Reconnaisance Orbiters (MRO) ist Deimos abgebildet, der kleinere Marsmond. Deimos ist mit einem Durchmesser von nur etwa 15 Kilometern einer der kleinsten im Sonnensystem bekannten Monde. Der winzige Marsmond wurde 1877 von Asaph Hall entdeckt, einem amerikanischen Astronomen, der am US Naval Observatory in Washington D.C. arbeitete. Die Existenz der beiden Marsmonde wurde um 1610 von Johannes Kepler prognostiziert – jenem Astronomen, der die Gesetze der Bewegung der Planeten ableitete. In diesem Fall basierte Keplers Vorhersage nicht auf wissenschaftlichen Prinzipien, doch seine Schriften und Ideen waren so einflussreich, dass die beiden Marsmonde in erfundenen Geschichten behandelt wurden, etwa in Gullivers Reisen von Jonathan Swift, geschrieben im Jahr 1726, mehr als 150 Jahre vor ihrer tatsächlichen Entdeckung.

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Eine markante Sonnenprotuberanz von SOHO

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Credit: SOHOEIT Consortium, ESA, NASA

Beschreibung: Was ist mit der Sonne passiert? Sie zeigte eine spektakuläre – aber dennoch nicht ungewöhnliche – Sonnenprotuberanz. Eine Sonnenprotuberanz ist eine Wolke aus solarem Gas, das vom Magnetfeld der Sonne über der Sonnenoberfläche gehalten wird. Im Jahr 2004 fotografierte die Raumsonde SOHO, welche die Sonne umkreist, eine eindrucksvoll große Protuberanz, die über der Oberfläche schwebte und oben abgebildet ist. Die Erde würde leicht unter den schwebenden Vorhang aus heißem Gas passen. Eine ruhende Protuberanz dauert typischerweise etwa einen Monat und kann einen koronalen Massenauswurf (CME) erzeugen, bei dem heißes Gas ins Sonnensystem geworfen wird. Die Wirkungsmechanismen, die eine Sonnenprotuberanz erzeugen und erhalten, hängen auf irgendeine Weise mit dem wechselnden Magnetfeld zusammen und sind immer noch Gegenstand der Forschung.

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Haute-Provence-Sternspuren

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Credit und Bildrechte: Alexandre Santerne / OHP-CNRS

Beschreibung: Montieren Sie Ihre Kamera auf einem Stativ, und schon können Sie die zierlichen Spuren aufzeichnen, die die Sterne ziehen, während der Planet Erde um seine Achse rotiert. Diese dramatische 5 Stunden lang belichtete Aufnahme beispielsweise wurde am 24. Februar am Observatoire de Haute-Provence (OHP) im Südosten Frankreichs gemacht. Dieses Bild, das eigentlich ein Komposit aus 300 aufeinanderfolgenden 1-Minuten-Belichtungen ist, zeigt eindrucksvoll, wie Sterne nahe dem Himmelsäquator in der Projektion fast gerade Linien ziehen, während Sterne nördlich und südlich des Äquators um die nördlichen und südlichen Himmelspole zu kreisen scheinen. In den Kuppeln unten links und rechts unten befinden sich die OHP-Teleskope. Der glänzende Planet Venus hinterlässt den kurzen, hellen Streifen unten rechts, während die Spuren der Sterne nahe der rechten Kuppel enden. Sirius, der Alpha-Stern des Großen Hundes (Canis Major) zieht den hellen Bogen über der linken Kuppel. Der Astronom Alexandre Santerne beleuchtete während der Aufnahmeserie auch kurz eine Eiche im Vordergrund.

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Kompakte Hickson-Gruppe 90

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Credit: NASA, ESA, R. Sharples (Univ. Durham)

Beschreibung: Der kanadische Astronom Paul Hickson bestimmte, als er den Himmel nach Galaxien absuchte, zusammen mit seinen Kollegen mehrere 100 kompakte Galaxiengruppen, die nunmehr als Hickson Compact Groups (HCGs) bezeichnet werden. Dieses scharfe Hubble-Bild zeigt eine solche Galaxiengruppe, HCG 90, ungewöhnlich detailliert. Drei Galaxien stehen hier in starker Wechselwirkung: eine staubhaltige Spiralgalaxie liegt gestreckt und verzerrt zwischen einem Paar großer elliptischer Galaxien. Die nahe Begegnung wird stark gehäufte Sternbildung auslösen. Auf einer kosmischen Zeitskala wird das Ziehen der Gravitation vielleicht auf die Verschmelzung des Trios zu einer einzigen riesigen Galaxie hinauslaufen. Der Verschmelzungsprozess wird nun als normaler Teil der Entwicklung von Galaxien, darunter unsere eigene Milchstraße, gesehen. HCG 90 liegt etwa 100 Millionen Lichtjahre entfernt im Sternbild Südlicher Fisch. Diese Hubble-Ansicht erstreckt sich in der geschätzten Entfernung über etwa 80.000 Lichtjahre. Natürlich bieten kompakte Hickson-Gruppen auch irdischen Astronomen mit Teleskopen von bescheideneren Ausmaßen lohnende Ansichten.

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Thors Helm (NGC 2359) und ein planetarischer Nebel

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Credit und Bildrechte: Rogelio Bernal Andreo, Ray Gralak

Beschreibung: Thors Helm rechts (NGC 2359) scheint über ein liebliches Sternfeld zu blicken. Die weite Himmelslandschaft umfasst etwa 1,5 Grad oder 3 Vollmonddurchmesser in Richtung Canis Major. Ein genauer Blick in die linke untere Ecke des Bildes zeigt einen zarten runden Nebel – er könnte das Ziel des kosmischen Starrens sein. Thors Helm hat mit 30 Lichtjahren Durchmesser heroische Ausmaße, selbst für einen nordischen Gott. Der Helm ist in Wirklichkeit eher eine interstellare Blase, aufgebläht von den schnellen Winden des hellen, massereichen Sterns nahe dem Zentrum der Blase, die durch eine ihn umgebende Molekülwolke fegen. Der Zentralstern ist als Wolf-Rayet-Stern bekannt und ein extrem heißer Riese, der sich vermutlich in einem kurzen Stadium vor einer Supernova-Explosion befindet. Im Gegensatz dazu ist der zarte, runde Nebel ein planetarischer Nebel – die gasförmige Hülle eines sterbenden Sterns mit weniger Masse. Thors Helm ist etwa 15.000 Lichtjahre von uns entfernt.

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Mond-X

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Credit und Bildrechte: Jerry Lodriguss (Catching the Light)

Beschreibung: Das auffällige X nahe der Mitte dieser Mondlandschaft ist leicht mit einem Fernglas oder einem kleinen Teleskop zu sehen. Dennoch haben es noch nicht allzu viele Menschen gesehen. Der Grund dafür ist, dass dieses lunare X nur vier Stunden lang unmittelbar vor der ersten Viertelphase des Mondes zu sehen ist. Am Terminator (der Schattenlinie zwischen Mondtag und -nacht) entsteht diese X-Illusion durch eine Anordnung der Krater Blanchinus, La Caille und Purbach. Kurz vor der ersten Viertelphase des Mondes würde ein Astronaut, der in der Nähe dieser Krater steht, die langsam aufgehende Sonne sehr nahe am Horizont sehen. Vorübergehend würden die Kraterwände im Sonnenlicht stehen, während die Böden noch dunkel wären. Vom Planeten Erde aus sehen die gegensätzlichen Abschnitte heller Wände vor den dunklen Böden zufällig wie ein X aus. Dieses scharfe Bild des Mond-X wurde am 3. März 2009 gegen 11:59 UT aufgenommen. Der Mond erreichte am 4. März um 7:46 UT das erste Viertel.

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Pferdekopf und Orionnebel

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Credit und Bildrechte: Dale J. Martin (Massapoag Pond Obs.)

Beschreibung: 1500 Lichtjahre von uns entfernt bieten in einem der am leichtesten erkennbaren Sternbilder des Nachthimmels der leuchtende Orionnebel und der dunkle Pferdekopfnebel gegensätzliche kosmische Ansichten. Sie erscheinen in einander gegenüberliegenden Ecken dieses atemberaubenden Mosaiks, das mit einer Digitalkamera aufgenommen wurde, die auf einem kleinen Teleskop montiert war. Die prächtige Emissionsregion, der Orionnebel (auch M42), befindet sich rechts oben. Unmittelbar links davon liegt ein auffälliger bläulicher Reflexionsnebel, der manchmal „laufender Mann“ genannt wird. Der Pferdekopfnebel erscheint als dunkle Wolke – eine kleine Silhouette, die in den langen roten leuchtenden Streifen unten links gekerbt ist. Alnitak ist der östlichste Stern des Gürtels des Orion und ist als hellster Stern links des Pferdekopfes zu sehen. Unter Alnitak befindet sich der Flammennebel mit Wolken aus hellen Emissionen und dramatischen dunklen Staubbahnen. Durchdringende Ranken aus leuchtendem Wasserstoffgas sind auf dieser Langzeitbelichtungsaufnahme derselben Region überall zu sehen.

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