Mond und Venus als Sichel

Vor einem schwarzen Hintergrund sind zwei Sicheln zu sehen: Links unten der Mond, rechts oben winzig klein die Venus.

Credit und Bildrechte: Drew Sullivan (Urzeitliches Sternenlicht)

Letzten Freitag teilten sich Mond und Venus bei einer hübschen Konjunktion den Abendhimmel. Sie waren nur zwei Grad voneinander entfernt und beide in einer Sichelphase. Wie auch unser Mond kann die Venus als volle Scheibe oder schmale Sichel erscheinen.

Die Venus ist häufig das hellste Objekt nach Sonnenuntergang oder vor Sonnenaufgang. Sie wirkt so klein, dass man normalerweise ein Fernglas oder ein kleines Teleskop braucht, um ihre Phase zu erkennen. Dieses Teleskopbild der Konjunktion am Freitag zeigt die ähnlichen Phasen, rechts oben leuchtet die winzige Sichelvenus.

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Der Kokonnebel IC 5146

In der Mitte eines sternklaren Bildes leuchtet ein karminroter Nebel mit Zentralstern, der von einem dunklen Nebel umgeben ist.

Bildcredit und Bildrechte: Neil Fleming, David Plesko

Beschreibung: Im Inneren des Kokonnebels befindet sich ein neu gebildeter Sternhaufen. Der herrliche Nebel, katalogisiert als IC 5146, ist fast 15 Lichtjahre groß und an die 4000 Lichtjahre entfernt in Richtung des nördlichen Sternbildes Schwan (Cygnus). Wie andere Sternbildungsregionen sticht rotes, leuchtendes Wasserstoff hervor, das von jungen, heißen Sternen angeregt wird, und blaues, von Staub reflektiertes Sternenlicht am Rand einer ansonsten unsichtbaren Molekülwolke. Der helle Stern nahe des Zentrums dieses Nebels ist wahrscheinlich nur wenige hunderttausend Jahre alt und liefert die Energie für das Leuchten des Nebels, indem er eine Höhlung im Sterne bildenden Staub und Gas der Molekülwolke freiräumt. Diese außergewöhnlich farbenprächtige Ansicht des Kokonnebels zeigt interessante Strukturen im Inneren und in der Umgebung der Sternbildungsstätte.

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Saturn in Sicht

Der Planet Saturn ist von der Seite zu sehen, er liegt leicht diagonal im Bild, die Ringe sind fast von der Kante zu sehen.

Credit und Bildrechte: Jean-Luc Dauvergne, Francois Colas, OMP

Beschreibung: In den nächsten Tagen können wir sehr gute Teleskopbilder von Saturn erwarten, da sich der beringte Planet seiner Opposition am 8. März nähert – seiner größten Annäherung an die Erde im Jahr 2009. Natürlich bedeutet Opposition die am irdischen Himmel der Sonne gegenüberliegende Seite – eine Anordnung, die Saturn fast jedes Jahr erreicht. Doch während Saturn selbst auf Teleskopbildern größer wird, scheinen seine Ringe zu verschwinden, da die Neigung zu unserer Sichtlinie kleiner wird. Am 4. September werden die Ringe fast unsichtbar sein, weil wir dann auf die Kante blicken. Dieses scharfe Bild vom 28. Februar wurde mit dem 1-Meter-Teleskop am Pic Du Midi aufgenommen, einem Berggipfel-Observatorium in den französischen Pyrenäen. Die Ringe sind fast von der Kante zu sehen, doch in den Wolkenbändern des Gasriesen sind bemerkenswerte Details zu beobachten. Der eisige Mond Tethys ist links neben den Ringen zu sehen.

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Der Helixnebel, aufgenommen am La-Silla-Observatorium

In der Mitte leuchtet ein ringförmiger Nebel mit einem bräunlich-orangefarbenen Rand, der nach innen hin weißlich wird und in der Mitte dunkelblau leuchtet.

Credit: WFI, MPG/ESO 2,2-Meter-Teleskop, La-Silla-Obs., ESO

Beschreibung: Wird unsere Sonne eines Tages so aussehen? Der Helixnebel ist einer der hellsten und am nächsten gelegenen Exemplare planetarischer Nebel – Gaswolken, erzeugt am Ende des Lebens sonnenähnlicher Sterne. Die äußeren Gase des Sterns, die ins All abgestoßen wurden, erscheinen von unserer Perspektive aus, als ob wir in eine Spirale hineinblicken würden. Der zentrale Kern des Sternenüberrests, der dazu bestimmt ist ein weißer Zwerg zu werden, leuchtet in einem Licht, das so energiereich ist, dass es das zuvor abgestoßenene Gas zum fluoreszieren bringt. Der Helixnebel, um eine technische Beschreibung von NGC 7293 zu geben, liegt etwa 700 Lichtjahre entfernt im Sternbild Wassermann und umfasst etwa 2,5 Lichtjahre. Dieses Bild wurde mit dem Wide Field Imager des 2,2-Meter-Teleskops am La Silla-Observatorium der Europäischen Südsternwarte aufgenommen. Eine Nahaufnahme des inneren Randes des Helixnebels zeigt komplexe Gasknoten unbekannten Ursprungs.

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Earthgrazer: Die große Tageslicht-Feuerkugel von 1972

Hinter einem Badesee mit Schiffen ragen Berge mit etwas Schnee auf, am Himmel ist die Leuchtspur eines Meteors zu sehen.

Credit und Bildrechte: James M. Baker

Beschreibung: Was ist dieser Streifen am Himmel? Ein heller die Erde streifender Meteor. 1972 wurde ein ungewöhnlich heller Meteor aus dem All beobachtet, der von der Erdatmosphäre abprallte, ähnlich einem hüpfenden Stein, der von einem ruhigen See hochspringt. Das eindrucksvolle Ereignis dauerte mehrere Sekunden, war bei Tageslicht zu sehen und Berichten zufolge von Utah in den USA bis Alberta in Kanada zu beobachten. Die Feuerkugel, oben abgebildet, wurde fotografiert, als sie über die Teton Range hinter dem Jackson Lake in Wyoming (USA) streifte. Die große Tageslicht-Bolide von 1972 hatte möglicherweise die Größe eines kleinen LKW und hätte wahrscheinlich eine eindrucksvolle Luftdetonation verursacht, wenn sie die Erde geradliniger getroffen hätte. Die Erde streifende Meteore sind selten, sind aber häufiger zu sehen, wenn der Radiant eines Meteorstroms gerade auf- oder untergeht. Zu dieser Zeit würden Meteore, die der Erde näher kommen als Earthgrazer, die Erde nahe dem Horizont treffen, während Meteore, die weiter entfernt sind als Earthgrazer, sie gänzlich verfehlen würden.

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Omega Centauri: Der größte bekannte Kugelsternhaufen

Der Kugelsternhaufen NGC 5139 - auch Omega Centauri.

Credit und Bildrechte: Thomas V. Davis (tvdavisastropix.com)

Beschreibung: Diese riesige Kugel aus Sternen ist älter als unsere Sonne. Lange bevor sich die Menschheit entwickelte, noch bevor die Dinosaurier lebten, ja sogar ehe unsere Erde überhaupt existierte, verdichteten sich uralte Kugeln aus Sternen und umrundeten eine junge Galaxie – die Milchstraße. Von den etwa 200 Kugelsternhaufen, die bis heute überlebt haben, ist Omega Centauri der größte. Er enthält mehr als zehn Millionen Sterne. Omega Centauri ist auch der hellste Kugelsternhaufen. Mit einer scheinbaren Helligkeit von 3,9 Magnituden ist er für Beobachter des Südhimmels mit bloßem Auge sichtbar. Omega Centauri ist als NGC 5139 katalogisiert, etwa 18.000 Lichtjahre entfernt und hat einen Durchmesser von 150 Lichtjahren. Anders als viele andere Kugelsternhaufen weisen die Sterne in Omega Centauri unterschiedliche Alter und chemische Isotopenhäufigkeiten auf, was darauf schließen lässt, dass der zwölf Milliarden Jahre alte Kugelsternhaufen eine komplexe Geschichte hat.

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