Raumstation im Mond

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Credit und Bildrechte: Eric J. Zbinden

Beschreibung: Am 2. Februar leuchtete der Mond als zunehmender Halbmond am Abendhimmel der Erde. An einem Beobachtungsort an der Westküste der USA nahe Mt. Hamilton in Kalifornien stieg auch die Internationale Raumstation vom Horizont auf und kreuzte die sonnenbeleuchtete Oberfläche des Mondes. Der Transit der Raumstation dauerte 0,49 Sekunden. Dieses scharfe Foto, ein zeitlich gut geplantes Teleskopbild, zeigt die Raumstation beim Transit vor dem Hintergrund des ebenen Mare Serenitatis (Meer der Heiterkeit) auf dem Mond. Der orbitale Außenposten wanderte in einer Höhe von 389 Kilometern von Nordwesten nach Südosten (von 2 Uhr nach 8 Uhr). Natürlich war der Mond selbst 1000 Mal weiter entfernt. Auf dem beeindruckenden Bild ist auf der schimmernden Station auch eine leichte bläuliche Reflexion des Erdlichtes zu sehen.

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NGC 604: Röntgenstrahlen von einer riesigen Sternbildungsstätte

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Credit: Röntgenstrahlen: NASA / CXC / R. Tuellmann (Harvard-Smithsonian CfA) et al.; sichtbares Licht: NASA/AURA/STScI

Beschreibung: Etwa 3 Millionen Lichtjahre entfernt in der nahe gelegenen Spiralgalaxie M33 befindet sich die riesige Sternbildungsstätte NGC 604 mit einem Durchmesser von etwa 1300 Lichtjahren oder fast 100mal der Größe des Orion-Nebels. Unter den Sternbildungsregionen innerhalb der Lokalen Galaxiengruppe ist NGC 604 die zweitgrößte nach 30 Doradus – auch bakannt als Tarantelnebel in der Großen Magellanschen Wolke. Dieses Farbkomposit aus dem Weltraumzeitalter, erstellt aus Röntgendaten (in blauen Farbtönen) des Weltraumteleskops Chandra und Hubble-Daten in sichtbarem Licht, zeigt, dass die höhlenartigen Blasen und Hohlräume von NGC 604 mit einem heißen, dünnen, Röntgenstrahlen emittierenden Gas gefüllt sind. Faszinierend ist, dass NGC 604 selbst durch eine Wand aus relativ kühlem Gas geteilt ist. Auf der westlichen (rechten) Seite des Nebels lassen Messungen den Schluss zu, dass die Materie wahrscheinlich durch die energiereichen Winde eines Haufens etwa 200 junger, massereicher Sterne auf Röntgenstrahlen-Temperaturen aufgeheizt wird. Auf der östlichen Seite scheinen die mit Röntgenstrahlen gefüllten Höhlungen älter zu sein – naheliegend ist, dass Supernovaexplosionen am Ende der Entwicklung massereicher Sterne zu ihrer Bildung beitragen.

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Ein gefährlicher Sommer auf HD 80606b

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Illustrations-Credit: D. Kasen (et al.UCSC), NASA, JPL-Caltech

Beschreibung: Auf dem fernen Planeten HD 80606b könnten die Sommer gefährlich sein. Mögliche Lebensformen, die in der Atmosphäre von HD 80606b schweben oder sich auf einem seiner (derzeit hypothetischen) Monde aufhalten, fürchten vermutlich die 1500-Kelvin-Sommerhitze, die heiß genug ist, um nicht nur Blei zu schmelzen, sondern auch Nickel. Auf der Erde werden die Sommer durch die tägliche Menge an Sonnenlicht definiert, auf HD 80606b sind sie jedoch stärker dadurch geprägt, wie nahe der Planet seinem Stern kommt. HD 80606b, der etwa 200 Lichtjahre entfernt ist, hat den elliptischsten Orbit aller bisher entdeckten Planeten. Im Maßstab unseres Sonnensystems würden sich die Entfernungen zu seinem Herkunftsstern von außerhalb der Venusbahn bis weit innerhalb des Merkurorbits erstrecken. Auf dieser Sequenz ist die Nachtseite von HD 80606b computersimuliert so dargestellt, wie sie in fast täglichen Intervallen im Infrarotlicht leuchten könnte, während er den seinem Heimatstern nächsten Punkt auf seiner 111-Tage-Bahn durchläuft. Die Simulation basiert auf Infrarotdaten, die Ende 2007 mit dem Spitzer-Weltraumteleskop gewonnen wurden.

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Lenticularis über Washington

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Credit und Bildrechte: Tim Thompson

Beschreibung: Schweben hier UFOs nahe dem Berg? Nein – es sind mehrschichtige linsenförmige Wolken. Feuchte Luft, die an Beggipfeln nach oben gedrängt wird, kann linsenförmige Wolken erzeugen. Wassertröpfchen kondensieren in der feuchten Luft, die unter den Taupunkt gekühlt wird, und Wolken sind opake Gruppen von Wassertröpfchen. Wellen in der Luft, die normalerweise waagrecht verlaufen, können dann senkrecht zu sehen sein, entsprechend der verschiedenen Niveaus, auf denen sich Wolken bilden. An manchen Tagen wird das Zentrum von Seattle in Washington (USA) mit einer ungewöhnlichen Himmelsschau beglückt, wenn sich linsenförmige Wolken beim Mt. Rainier bilden, einem großen Berg, der knapp 100 Kilometer südöstlich der Stadt aufragt. Dieses Bild eines spektakulären Haufens von Lenticularis-Wolken wurde letzten Dezember aufgenommen.

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Komet Lulin kommt näher

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Credit und Bildrechte: Paolo Candy (Cimini Astronomical Observatory)

Beschreibung: Wie hell wird Komet Lulin? Das ist noch nicht abzuschätzen. Obwohl es bekanntermaßen schwierig ist die Helligkeit neu entdeckter Kometen genau vorherzusagen, könnte Komet Lulin gegen Ende des Monats mit bloßem Auge gut sichtbar werden. Wenn Komet Lulin Mitte Februar zum nördlichen Himmel wechselt und um Mitternacht herum aufgeht, sollte er zumindest von Kometenbeobachtern mit Feldstechern und einer guten Sternkarte entdeckt werden können. Beobachtungen zur Ermittlung seiner Bahndaten zeigen, dass der Komet mit der offiziellen Bezeichnung C/2007 N3 (Lulin) an der Sonne vorbeigezogen ist und sich der Erde auf einer Bahn nähert, die ihn Ende Februar weniger als eine halbe Astronomische Einheit heranführt. Komet Lulins Bahn zeigt, dass dies wahrscheinlich seine erste Reise ins innere Sonnensystem ist. Der Komet wurde von Quanzhi Ye von der Sun Yat-sen University auf Bildern, die von Chi-Sheng Lin am Lu-Lin Observatory der National Central University gemacht wurden, entdeckt. Dieses Bild, das letzten Freitag von Italien aus aufgenommen wurde, zeigt Komet Lulins Koma und Schweife: einen Schweif, der von der Sonne wegweist, und einen Gegenschweif – Staub, der dem Kometen auf seiner Bahn nachfolgt und scheinbar zur Sonne zeigt.

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Polarlichtkorona über Norwegen

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Credit und Bildrechte: Frank Andreassen (nettfoto.no)

Beschreibung: Höher als der höchste Funkturm, höher als der höchste Berg, sogar höher als das am höchsten fliegende Flugzeug liegt der Bereich des Polarlichtes. Polarlichter reichen selten tiefer als 60 Kilometer herab und können bis zu 1000 Kilometer hinaufreichen. Polarlichter entstehen durch energiereiche Elektronen und Protonen, welche auf Moleküle der Erdatmosphäre treffen. Vom Weltall aus betrachtet erscheint ein in seiner Gesamtheit betrachtetes Polarlicht als Kreis um einen der Magnetpole der Erde. Diese besonders seltene violette PolarlichtKorona war 2004 hoch über Harstad in Norwegen zu sehen.

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