Ungewöhnliches rotes Leuchten über Minnesota

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Credit und Bildrechte: Tyler Blessing

Beschreibung: Was zum Himmel ist das für ein Lodern? Bei seiner Landung im Jahr 2002 in Minneapolis (Minnesota, USA), sah und fotografierte der Passagier Tyler Blessing, unmittelbar nachdem sein Flug am frühen Abend unter die Wolkenhöhe sank, „riesige gebogene Schichten leuchtenden Lichts, das sich von der Wolke bis zum Boden ausbreitete.“ Das Leuchten unterschied sich von anderen ungewöhnlichen Lichtern, die häufiger zu sehen sind, wie etwa Strahlenbüschel, Gegendämmerungsstrahlen oder der Heiligenschein. Eine der wahrscheinlichsten Möglichkeiten, die der Fotografen zunächst erwähnte, ist, dass die Lichtschichten durch untergehendes Sonnenlicht entstanden, das von fallendem Regen gestreut wurde. Das Phänomen könnte aber auch eine seltsame Reflexion am Fenster sein. APOD-Leser, die bereits ihr eindrucksvolles Geschick zeigten ihre kollektive Intelligenz zu vereinigen, um bessere Erklärungsmöglichkeiten für fotografierte Himmels anomalien zu finden, sind eingeladen dieses Bild online zu diskutieren. Es mag helfen, dass das Bild laut EXIF-Daten am 23. September 2002 abends um etwa 20:07 Uhr (Ortszeit) aufgenommen wurde, und dass die Kamera zu dieser Zeit nach Nordwesten gerichtet war. Das Oval am Boden, im Bild unten rechts, ist die Canterbury Downs-Rennbahn.

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Der große Carinanebel

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Credit: Europäische Südsternwarte

Beschreibung: Ein Juwel des südlichen Himmels, der große Carinanebel alias NGC 3372, überspannt mehr als 300 Lichtjahre und ist eine der größten Sternbildungsregionen in unserer Galaxis. Wie auch der kleinere, nördlicher gelegene große Orionnebel ist der Carinanebel leicht mit bloßem Auge zu sehen, obwohl er mit einer Entfernung von 7500 Lichtjahren etwa 5mal soweit entfernt ist. Diese atemberaubende Teleskopansicht des 2,2-Meter-ESO/MPG-Teleskops am La Silla-Observatorium in Chile enthüllt bemerkenswerte Details der leuchtenden Filamente aus interstellarem Gas und dunklen kosmischen Staubwolken dieser Region. Der Carinanebel beherbergt junge, extrem massereiche Sterne, darunter den immer noch rätselhaften veränderlichen Eta Carinae, ein Stern mit mehr als 100 Sonnenmassen. Eta Carinae ist der helle Stern links der dunklen Kerbe in der Mitte dieses Feldes und nahe dem staubigen Schlüssellochnebula (NGC 3324).

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Antarktische Schelfeis-Aussicht

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Credit und Bildrechte: Helmut Rott (U. Innsbruck)

Beschreibung: Alles ist fort außer den Bergen. Der Großteil der ausgedehnten Landschaft aus Eis, das zwischen den oben gezeigten Bergen liegt, ist inzwischen zerfallen. Das obige Bild wurde in der Antarktis vom Gipfel des Grey Nunatak aus aufgenommen, einem der drei Seal-Nunatak-Berge, die das Larsen B-Schelfeis begrenzen. Die anderen beiden Nunataks sind auf dem Bild zu sehen, das 1994 aufgenommen wurde. Während der vergangenen paar Jahre brachen große Brocken des 200 Meter dicken Larsen B Schelfeises ab und zerfielen. Der Grund dafür sind die örtlichen hohen Temperaturen der letzten Jahre, Teil des globalen Klimawandels, die als Erderwärmung bezeichnet wird. Die Region, die während der vergangenen letzten Jahre zerfiel, hat etwa die Größe von Luxemburg. Während die Eisschelfe aufbrechen, lösen sie andere Eisschollen, die ins Meer fallen, was den Meeresspiegel auf der genzen Welt hebt. Wissenschaftler beobachten das viel größere Ross-Schelfeis, das, falls es völlig auseinanderbricht, den Meeresspiegel weltweit im Laufe der nächsten paar hundert Jahre um fünf Meter steigen lassen könnte.

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IC 1805: der Herznebel

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Credit und Bildrechte: Daniel Marquardt

Beschreibung: Der Emissionsnebel IC 1805, der sich über fast 200 Lichtjahre ausbreitet, ist eine Mischung aus leuchtendem interstellarem Gas und dunklen Staubwolken. Abgeleitet von seiner Valentinstags-bewährten Form wird er auch Herznebel genannt. Etwa 7500 Lichtjahre entfernt im Perseus-Spiralarm unserer Galaxis wurden in IC 1805 Sterne geboren. Nahe dem Zentrum des kosmischen Herzens befinden sich die etwa 1,5 Millionen Jahre jungen massereichen heißen Sterne eines neu gebildeten Sternhaufens, der auch als Melotte 15 bekannt ist. Als kleine Ironie liegt der Herznebel im Sternbild Kassiopeia. In der griechischen Mythologie wurde dieses nördliche Sternbild nach einer eitlen und überheblichen Königin benannt. Diese detailreiche Ansicht der Region um den Herznebel, die aus einem größeren Mosaik ausgeschnitten wurde, umfasst etwa 2,5 Grad am Himmel oder zirka 5 Vollmonddurchmesser.

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Kreis um den Mond

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Credit und Bildrechte: Laurent Laveder (PixHeaven.net / TWAN)

Beschreibung: Wenn Ihre Schwägerin Sie um 1 Uhr morgens anrufen würde um Ihnen zu sagen, dass da ein Kreis um den Mond wäre, wie würden Sie reagieren? Als ihm das letzten Sonntag früh passierte, schnappte der Fotograf Laurent Laveder seine Ausrüstung und rannte hinaus. Er wurde mit dem Anblick eines prächtigen Mondhalos belohnt, der vom Himmel über Quimper in Frankreich leuchtete. Mit einem Radius von 22 Grad wird ein solcher Halo durch Brechung von Mondlicht in sechseckigen Eiskristallprismen, die in dünnen, hoch liegenden Wolken entstehen, erzeugt. Laveder nahm eine Serie von Digitalbildern auf, aus denen er dieses Fischaugen-Kompositbild sowie ein bemerkenswertes 360-Grad-VR- Panorama erstellte.

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Zodiakallicht versus Milchstraße

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Credit und Bildrechte: Daniel López, IAC

Beschreibung: Zwei elementare Ebenen des irdischen Himmels wetteifern auf dieser bemerkenswerten Weitwinkel-Ansicht, die am 23. Januar aufgenommen wurde, um Aufmerksamkeit. Links wölbt sich das schöne Band des Zodiakallichtes vom Horizont in den Nachthimmel – Sonnenlicht, das von Staub in der ekliptischen Ebene gestreut wird. Sein Gegenspieler auf der rechten Seite besteht aus den blassen Sternen, Staubwolken und Nebeln in der Ebene unserer Milchstraßen-Galaxis. Beide Himmelsbänder stehen über den Kuppeln und Türmen des Teide-Observatoriums auf der Insel Teneriffa.

An diesem makellosen, dunklen Himmel über den kanarischen Inseln sind auch die gleißende Venus (links unten), die weit entfernte Andromeda-Galaxie (nahe der Bildmitte) und der liebliche Sternhaufen der Plejaden (oben Mitte) zu sehen. Natürlich können erfahrene Himmelsbeobachter sogar M33, den Kaliforniennebel, IC1805 und den Doppelsternhaufen im Perseus erkennen. (Brauchen Sie Hilfe? Schieben Sie einfach den Mauspfeil über das Bild.)

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Der Gürtel des Orion, fortgesetzt

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Credit und Bildrechte: Alan Smallbone

Beschreibung: Die Himmelslandschaft von gestern zeigte Alnitak, Alnilam und Mintaka, die Sterne des Oriongürtels. Heute sehen Sie ebenfalls den östlichsten Gürtelsten, Alnitak, am rechten unteren Ende des Feldes, umgeben von zwei bekannten Nebeln – Pferdekopf und Flammennebel. Doch diese Ansicht reicht weiter nach Osten (links) und Norden (oben) und zeigt auch zartere kosmische Gas- und Staubwolken, die über die ergiebige, nebelreiche Region verteilt sind. Die Szenerie ist links oben an dem schaurigen blauen Leuchten und den unheilvollen dunklen Staubspuren des Reflexionsnebels M78 verankert. Wie der Pferdekopf, der Flammennebel und der Orionnebel selbst ist M78 ein leicht sichtbarer Teil des riesigen Orion-Molekülwolkenkomplexes in einer Entfernung von etwa 1500 Lichtjahren.

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Der Gürtel des Orion

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Credit und Bildrechte: Martin Mutti, Astronomical Image Data Archive

Beschreibung: Alnitak, Alnilam und Mintaka sind – von Osten nach Westen (von links nach rechts) – die hellen, bläulichen Sterne entlang der Diagonale dieser prächtigen Aussicht. Diese drei blauen Superriesen, auch als Gürtel des Orion bekannt, sind heißer und viel massereicher als die Sonne. Sie sind 1500 Lichtjahre weit entfernt und wurden in Orions gut untersuchten interstellaren Wolken geboren. Einige der in dieser Region treibenden Wolken aus Gas und Staub haben eindrucksvolle und überraschend vertraute Formen, darunter der dunkle Pferdekopfnebel und der Flammennebel nahe Alnitak links unten. Der berühmte Orionnebel selbst liegt außerhalb des unteren Bildrandes dieses Sternfeldes, das etwa 4,5×3,5 Grad am Himmel abdeckt. Dieses Bild wurde letzten Monat mit einer Digitalkamera aufgenommen, die auf einem kleinen Teleskop in der Schweiz montiert war, und die das menschliche Farbempfinden besser trifft als ein detailreicheres Komposit, das vor mehr als 15 Jahren aufgenommen wurde.

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Anämische Galaxie NGC 4921 am Rand

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Credit: NASA, ESA, K. Cook (LLNL)

Beschreibung: Wie weit ist die Spiralgalaxie NGC 4921 entfernt? Ihre Entfernung wird derzeit auf etwa 320 MIllionen Lichtjahre geschätzt, aber eine präzisere Bestimmung könnte mit der uns bekannten Geschwindigkeit, mit der sie sich von uns entfernt, kombiniert werden, um der Menschheit eine bessere Kalibrierung der Expansionsrate des gesamten Universums zu ermöglichen. Mit diesem Ziel wurde dieses Bild mit dem Weltraumteleskop Hubble aufgenommen, um Entfernungsmarkierungssterne zu erkennen, die als Cepheiden bekannt sind. Da NGC 4921 zum Coma-Galaxienhaufen gehört, würde die genauere Messung ihrer Entfernung auch eine bessere Entfernungsestimmung eines der größten Galaxienhaufen ermöglichen. NGC 4921 wurde wegen ihrer niedrigen Sternbildungsrate und ihrer geringen Oberflächenhelligkeit formlos als anämisch bezeichnet. Dieses bemerkenswert scharfe Bild wurde mit Hubbles Advanced Camera for Surveys gemacht, die derzeit gewartet werden müsste. Auf dem Bild sind, von der Bildmitte aus, ein heller Kern, ein heller Zentralbalken, ein markanter Ring aus dunklem Staub, blaue Haufen neu gebildeter Sterne, mehrerer Begleitgalaxien, in keinem Zusammenhang stehende Galaxien im weit entfernten Universum sowie Sterne aus unserer Milchstraßen-Galaxis zu sehen.

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Im Inneren des Adlernebels

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Credit und Bildrechte: T. A. Rector und B. A. Wolpa, NOAO, AURA

Beschreibung: Aus der Ferne sieht das Ganze wie ein Adler aus. Bei genauerem Hinsehen erkennt man, dass die helle Region des Adlernebels in Wirklichkeit ein Fenster zum Zentrum einer größeren dunklen Hülle aus Staub ist. Durch dieses Fenster erscheint ein hell erleuchteter Arbeitsraum, in dem ein ganzer offener Sternhaufen gebildet wird. In dieser Höhlung bleiben riesige Säulen und runde Globulen aus dunklem Staub und kaltem molekularem Gas dort zurück, wo sich immer noch Sterne bilden. Schon sind mehrere junge, helle, blaue Sterne zu sehen, deren Licht und Winde die verbleibenden Filamente und Wände aus Gas und Staub wegbrennen und zurückfegen. Der Adler-Emissionsnebel, als M16 bezeichnet, ist etwa 6500 Lichtjahre weit entfernt, umfasst 20 Lichtjahre und ist mit einem Fernglas im Sternbild Schlange (Serpens) zu sehen. Dieses Bild kombiniert drei spezifisch abgestrahlte Farben und wurde mit dem 90-Zentimeter-Teleskop am Kitt Peak in Arizona (USA) aufgenommen.

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Komet Lulins Schweife

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Credit und Bildrechte: Joseph Brimacombe

Beschreibung: Komet Lulin ist während seiner Reise durch das innere Sonnensystem sowohl von der nördlichen als auch der südlichen Halbkugel aus mit einem Fernglas oder einem kleinen Teleskop gut zu sehen. Jüngste Veränderungen Lulins herrlicher grünlicher Koma und seines Schweifes sind auf diesem Vergleich zweier Bilder, die am 31. Januar (oben) und am 4. Februar aufgenommen wurden, zu sehen. Die Bilder, die am dunklen Himmel New Mexicos aufgenommen wurden, umfassen 2 Grad. Auf beiden Ansichten entwickelt der Komet links einen scheinbaren Gegenschweif – es ist der Staubschweif des Kometen, der aus der irdischen Perspektive fast in Aufsicht zu sehen ist, während er dem Kometen Lulin auf seiner Bahn nachfolgt. Rechts der Koma, von der Sonne abgewandt, erstreckt sich der prächtige Ionenschweif. Bemerkenswert ist, wie im unteren Bildfeld zu sehen, dass Komet Lulins Ionenschweif am 4. Februar abriss; wahrscheinlich wurde er von Magnetfeldern des Sonnenwindes hin- und hergeworfen und abgerissen. 2007 registrierten NASA-Satelliten eine ähnliche Trennung beim Kometen Encke. Machen Sie sich keine Sorgen – Kometenschweife können nachwachsen.

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