Puppis – ein Supernovaüberrest

Der Supernovaüberrest Puppis A leuchtet hinter dem größeren, näher gelegenen Vela-Supernovaüberrest im Schiffssegel.

Bildcredit und Bildrechte: Don Goldman

Der Supernovaüberrest Puppis A entstand bei der Explosion eines massereichen Sterns. Puppis A dringt in das interstellare Medium, das ihn umgibt. Er ist ungefähr 7000 Lichtjahre entfernt. In dieser Entfernung wäre dieses farbige Teleskopfeld ungefähr 60 Lichtjahre breit. Das Bild entstand aus optischen Bilddaten, die mit Breit- und Schmalbandfiltern aufgenommen wurden.

Der Supernovaüberrest breitet sich in seine Umgebung aus, die klumpig und ungleichmäßig ist. Komprimierte Fasern aus Sauerstoffatomen leuchten in grünblauen Farbtönen. Wasserstoff und Stickstoff schimmern rötlich. Die ursprüngliche Supernova wurde vom Kollaps des massereichen Sternkerns ausgelöst. Ihr Licht erreichte die Erde vor etwa 3700 Jahren.

Wir sehen den Überrest Puppis A hinter einem Schleier, den der Vela-Supernovaüberrest bildet. Er ist näher und älter und liegt bei der überfüllten Ebene unserer Milchstraße. Der Überrest Puppis A leuchtet immer noch im ganzen elektromagnetischen Spektrum. Er ist eine der hellsten Räntgen-Quellen am Himmel.

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Die Große Wolke von Magellan

Die Große Magellansche Wolke im Bild besitzt einen Balken, der hier diagonal durchs Bild verläuft. Sie wirkt unregelmäßig und ist von rosaroten Sternbildungsregionen gesprenkelt.

Bildcredit und Bildrechte: Carlos Fairbairn

Der portugiesische Seefahrer Ferdinand Magellan und seine Besatzung unternahmen im 16. Jahrhundert die erste Umsegelung des Planeten Erde. Dabei hatten sie reichlich Zeit, um den südlichen Himmel zu erforschen. Seit damals sind zwei verschwommene, wolkenähnliche Objekte als Magellansche Wolken bekannt. Auf der Südhalbkugel sieht man sie leicht. Heute gelten sie als Begleitgalaxien der viel größeren, spiralförmigen Milchstraße.

Das detailreiche, farbige Bild zeigt die Große Magellansche Wolke (GMW). Sie ist etwa 160.000 Lichtjahre entfernt und befindet sich im Sternbild Schwertfisch (Dorado). Die GMW ist die massereichste Begleitgalaxie der Milchstraße. Sie ist etwa 15.000 Lichtjahre groß und war Schauplatz der nächstliegenden Supernova in jüngster Zeit. Es war die Supernova SN 1987A.

Der markante Fleck unter der Mitte ist 30 Doradus. Man kennt ihn auch als prächtigen Tarantelnebel. Er ist eine riesige Sternbildungsregion, die zirka 1000 Lichtjahre groß ist.

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Hubble zeigt den Krebsnebel M1

Der Krebsnebel wirkt sehr stark gefasert. Er füllt das ganze Bild. In der Mitte ist ein weiß-bläuliches Leuchten, nach außen hin werden die Fasern hellgelb und hellgrün, außen wechseln sie zu Braun.

Bildcredit: NASA, ESA, J. Hester, A. Loll (ASU)

So ein Chaos bleibt übrig, wenn ein Stern explodiert. Der Krebsnebel ist das Ergebnis einer Supernova, die 1054 zu beobachten war. Er ist voller rätselhafter Fasern. Sie sind nicht nur ungemein komplex, sondern besitzen anscheinend auch weniger Masse, als von der Supernova ausgestoßen wurde. Außerdem haben sie eine höhere Geschwindigkeit, als man bei einer freien Explosion erwarten würde.

Dieses Bild wurde mit dem Weltraumteleskop Hubble aufgenommen. Es ist in drei wissenschaftlich gewählten Farben dargestellt. Der Krebsnebel ist etwa 10 Lichtjahre groß. Im Zentrum des Nebels liegt ein Pulsar. Das ist ein Neutronenstern, der so massereich ist wie die Sonne, aber nur so groß wie eine kleine Stadt. Der Krebspulsar rotiert ungefähr 30-mal pro Sekunde um seine eigene Achse.

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Der Vela-Supernovaüberrest

Das Panoramabild ist 10 Grad breit. Es zeigt den Vela-Supernovaüberrest, der in der Milchstraße liegt, daher ist der Hintergrund dicht mit Sternen gespickt.

Bildcredit und Bildrechte: CEDIC TeamBearbeitung: Wolfgang Leitner

Die komplexe, schöne Himmelslandschaft liegt in der Ebene der Milchstraße. Das Teleskopbild zeigt den nordwestlichen Rand im Sternbild Segel (Vela). Der Ausschnitt ist breiter als 10 Grad. In der Mitte liegt hellste Filament im Vela-Supernovaüberrest. Er ist eine Trümmerwolke, die sich ausdehnt.

Die Wolke entstand bei der finalen Explosion eines massereichen Sterns. Ihr Licht erreichte die Erde vor etwa 11.000 Jahren. Von der kosmischen Katastrophe blieben komprimierte Filamente aus leuchtendem Gas zurück. Dabei entstand auch ein unglaublich dichter, rotierender Sternkern. Es ist der Vela-Pulsar.

Der Supernovaüberrest im Sternbild Schiffssegel ist etwa 800 Lichtjahre entfernt. Er ist in einen größeren, älteren Supernovaüberrest eingebettet, den Gum-Nebel.

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Sharpless 249 und der Quallennebel

Das Teleskopbild zeigt links oben den Emissionsnebel Sharpless 249. Rechts unten befindet sich der kompakte Quallennebel. Er ist als IC 443 katalogisiert. Der Hintergrund ist voller kleiner Sterne. Die beiden hellen Sterne links und rechts im Bild sind My und Eta Geminorum.

Bildcredit und Bildrechte: César Blanco González

Das Teleskop-Mosaik zeigt den blassen, schwer fassbaren Quallennebel. Die hellen Sternen My und Eta Geminorum verankern die Szenerie rechts und links. Sie leuchten am Fuß der himmlischen Zwillinge. Der Quallennebel ist die helle, gebogene Emission rechts unter der Mitte. Unten baumeln seine Tentakel.

Die kosmische Qualle liegt im blasenförmigen Supernova-Überrest IC 443. Das ist die wachsende Trümmerwolke eines massereichen Sterns, der explodiert ist. Das Licht der Explosion erreichte die Erde vor mehr als 30.000 Jahren. Sein Cousin in astrophysikalischen Gewässern ist der Krebsnebel. Auch er ist der Überrest einer Supernova. Beide Nebel enthalten einen Neutronenstern. Das ist der Rest eines kollabierten Sternkerns. Der blass schimmernde Nebel links oben ist die HII-Region Sharpless 249.

Der Quallennebel ist etwa 5000 Lichtjahre entfernt. In dieser Distanz ist das Schmalband-Kompositbild etwa 300 Lichtjahre breit.

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M1: Der Krebsnebel

Mitten im Bild ist ein wolkiges Knäul mit vielen roten und blauen Fasern. Darum herum sind wenige schwach leuchtende Sterne verteilt.

Bildcredit und Bildrechte: Martin Pugh

Der Krebsnebel ist als M1 katalogisiert. Er ist also das erste Objekt auf Charles Messiers berühmter Liste aus dem 18. Jahrhundert von Dingen, die keine Kometen sind. Wir wissen heute, dass der Krebs die Trümmer einer Supernova sind. Er entstand nach der finalen Explosion eines massereichen Sterns. Die Supernova wurde 1054 beobachtet.

Diese scharfe, erdgebundene Teleskopansicht entstand aus Schmalbanddaten. Sie zeichnen die Emissionen ionisierter Sauerstoff- und Wasserstoffatome in Blau und Rot auf. So ist es leichter, die verschlungenen Fasern in der immer noch expandierenden Wolke zu erforschen.

Der Krebs-Pulsar ist ein Neutronenstern, der 30 Mal pro Sekunde rotiert. Er ist eines der exotischsten Objekte, die zeitgenössische Forschende kennen. Man sieht ihn als hellen Fleck mitten im Nebel. Wie ein kosmischer Dynamo liefert der kollabierte Überrest des Sternkerns die Energie für das Leuchten der Krabbe im gesamten elektromagnetischen Spektrum.

Der Krebsnebel ist zirka 12 Lichtjahre groß. Seine Entfernung beträgt an die 6500 Lichtjahre. Man findet den Nebel im Sternbild Stier.

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Geist im östlichen Schleier

Vor einem Hintergrund aus kleinen, dicht verteilten Sternen leuchtet ein verworrener Nebel aus roten und blauen Fasern. Es ist ein Teil des Schleiernebels im Sternbild Schwan.

Bildcredit und Bildrechte: Ken Crawford (Rancho Del Sol Observatory)

Am Abend vor Allerheiligen sieht man furchterregende Formen und unheimliche Mienen. Sie spuken auch auf dieser kosmischen Nahaufnahme, die den östlichen Schleiernebel zeigt. Er ist ein großer Supernovaüberrest. Das ist die sich ausdehnende Trümmerwolke der finalen Explosion eines massereichen Sterns. Der ganze Schleier ist fast rund. Er bedeckt am Himmel ungefähr 3 Grad im Sternbild Schwan.

Der hier gezeigte Teil im östlichen Schleier ist nur ½ Grad groß. Das ist etwa die scheinbare Größe des Mondes. Der Schleiernebel ist beruhigende 1400 Lichtjahre von der Erde entfernt. Dort entspricht diese Winkelbreite 12 Lichtjahren. Das Komposit entstand aus Bilddaten, die mit Breit- und Schmalbandfiltern aufgenommen wurden. Emissionen von Wasserstoffatomen im Überrest sind rot dargestellt. Dazu kommt starkes Licht von Sauerstoffatomen in blau-grünen Farbtönen.

Im östlichen Schleier liegt eine weitere saisonale Erscheinung: der Hexenbesen.

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Supernovaüberrest Puppis A

Die faserartige bunte Wolke im Bild zeigt den Supernovaüberrest Puppis A im Sternbild Achterdeck des Schiffes. Die expandierende Wolke wurde in Röntgen- und Infrarotlicht aufgenommen und farbcodiert abgebildet.

Bildcredit: Röntgen: NASA/CXC/IAFE/ G. Dubner et al., ESA/XMM-Newton; Infrarot: NASA/ESA/JPL-Caltech/GSFC/ R. Arendt et al.

Der Supernovaüberrest Puppis A entstand durch die Explosion eines massereichen Sterns. Er breitet sich ins interstellare Medium aus. Seine Entfernung beträgt etwa 7000 Lichtjahre. In dieser Distanz ist die Sondierung in Falschfarben der komplexen Expansion etwa 180 Lichtjahre groß.

Das Bild basiert auf den vollständigsten Daten, die bislang in Röntgen- und Infrarotlicht erhoben wurden. Die Röntgendaten stammen von Chandra und XMM/Newton, die Infrarot-Daten vom Weltraumteleskop Spitzer.

Das faserartige Röntgenlicht ist in Blau abgebildet. Es stammt von Gas, das durch die Stoßwelle der Supernova aufgeheizt wurde. Das rot und grün dargestellte Infrarotlicht stammt von warmem Staub. Die hellen Pastelltöne zeigen Regionen, wo sich komprimiertes Gas und aufgewärmter Staub mischen.

Die Supernova wurde durch einen Kollaps im massereichen Sterneninneren ausgelöst. Ihr Licht erreichte die Erde vor etwa 3700 Jahren. Der Supernovaüberrest Puppis A ist weiterhin eine starke Quelle am Röntgenhimmel.

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