Der Gum-Nebel

Das Bild zeigt ein riesiges Feld voller rot leuchtender Nebel.

Credit und Bildrechte: Axel Mellinger

Beschreibung: Der Gum-Nebel, benannt nach dem australischen Astronomen Colin Stanley Gum (1924-1960), ist so groß und nahe, dass er eigentlich schwer zu erkennen ist. Tatsächlich sind wir nur etwa 450 Lichtjahre vom vorderen und 1500 Lichtjahre vom hinteren Rand dieser kosmischen Wolke aus leuchtendem Wasserstoffgas entfernt.

Die blasse Emissionsregion, die von diesem 41 Grad weiten Mosaik aus H-Alpha-Bildern abgedeckt wird, geht ansonsten leicht vor dem Hintergrund der Milchstraßensterne verloren. Der komplexe Nebel ist vermutlich ein mehr als eine Million Jahre alter Supernovaüberrest, der sich über die südlichen Sternbilder Segel und Achterdeck des Schiffes ausbreitet.

Wenn Sie den Mauspfeil über diese spektakuläre Weitwinkelansicht bewegen, sehen Sie, wo Objekte in den Gum-Nebel eingebettet sind, darunter der Vela-Supernovaüberrest.

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Fermis Gammastrahlen-Pulsare

Der ganze Himmel ist dunkelblau oval dargestellt, waagrecht verläuft ein rotes Band. Über das Bild sind einzelne Strahlungsquellen verteilt.

NASA, DOE, Fermi-LAT-Arbeitsgemeinschaft

Pulsare entstehen in Supernovae. Sie sind rotierende Neutronensterne. Das sind kollabierte Kerne von Sternen. Diese kollabierten Kerne bleiben bei finalen Explosionen massereicher Sterne übrig.

Pulsare werden meist entdeckt, indem man ihre regelmäßigen Radiopulse entdeckt und erforscht. Nun wurden zwei Dutzend Pulsare vom Weltraumteleskop Fermi in der Energie extremer Gammastrahlen entdeckt. 16 Pulsare fand man nur durch ihre gepulsten Emissionen in Gammastrahlen.

Diese Karte zeigt den ganzen Himmel in Gammastrahlen. In der Mitte verläuft die Ebene unserer Milchstraße. Die Positionen von Pulsaren sind markiert. Die 16 neuen Fermi-Pulsare sind gelb eingekreist. 8 Radiopulsare waren schon zuvor bekannt. Sie sind mit rosaroten Kreisen markiert.

Die hellsten bizarren Sternenreste am Gammastrahlenhimmel sind der Vela-Pulsar, der Krebs-Pulsar und der Geminga-Pulsar auf der rechten Seite. Die Pulsare Taz, Eel und Rabbit wurden nach den Nebeln benannt, die sie mit Energie versorgen. Auch die Pulsare Gamma Cygni und CTA 1 links gehören zu den expandierenden Supernovaüberresten gleichen Namens.

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Der flüchtige Quallennebel

Rechts leuchtet ein blasser roter Nebel, er hat die Form einer Qualle. Links und Rechts leuchten zwei Sterne.

Credit und Bildrechte: Gerhard Bachmayer

Der Quallennebel ist normalerweise zart und schwer fassbar. Er liegt rechts unten am Fuß der himmlischen Zwillinge. Es ist der hellere gebogene Emissionsgrat, an dem Tentakel baumeln. Die reizende Weitwinkel-Ansicht entstand mit Teleskop. Sie zeigt den Quallennebel von zwei gelb getönten Sternen flankiert. Es sind My und Eta Geminorum.

Die kosmische Qualle gehört zum blasenförmigen Überrest einer Supernova. Er ist als IC 443 im Index-Katalog gelistet. Die Trümmerwolke eines explodierten massereichen Sterns, dehnt sich aus. Das Licht der Explosion erreichte den Planeten Erde vor über 30.000 Jahren. Sein Cousin in astrophysikalischen Gewässern ist der Krebsnebel. Auch er ist ein Supernovaüberrest. Beide enthalten einen Neutronenstern, das ist der Überrest des kollabierten stellaren Kerns. Der Emissionsnebel Sharpless 249 füllt links oben das Feld.

Der Quallennebel ist etwa 5000 Lichtjahre entfernt. In dieser Distanz ist das Bild fast 200 Lichtjahre breit.

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Ein Geist im östlichen Schleier

Ein leuchtend rot- und cyanfarben gefiederter Nebel füllt die ganze Bildbreite.

Credit und Bildrechte: Paul Mortfield, Stefano Cancelli

Bedrohliche fliegende Formen und grelle Farben prägen die Zeit um Halloween. Sie markieren auch diese kosmische Nahaufnahme, die den östlichen Schleiernebel zeigt. Der Schleiernebel ist der riesige Überrest einer Supernova, das ist die Trümmerwolke der finalen Explosion eines massereichen Sterns, die sich ausdehnt. Der Schleier ist annähernd rund. Am Himmel liegt er im Sternbild Schwan und ist fast 3 Grad breit.

Dieser Ausschnitt im östlichen Schleier ist nur ½ Grad breit, das ist ungefähr die scheinbare Winkelbreite des Mondes. Vom Planeten Erde ist der Schleier geschätzte 1400 Lichtjahre entfernt. In dieser Distanz entspricht das einer Breite von 12 Lichtjahren. Das Komposit entstand aus Bilddaten, die mit Schmalbandfiltern aufgenommen wurden. Die Emissionen von Wasserstoffatomen im Überrest sind rot dargestellt. Grünliche Farbtöne zeigen die starken Emissionen von Sauerstoffatomen. Im westlichen Teil des Schleiers liegt eine weitere Erscheinung, die zur Jahreszeit passt: der Hexenbesen.

Zum Stöbern: Ästhetik und Astronomie

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NGC 6960: Der Hexenbesen-Nebel

Unter einem hellen Stern mit Lichtkreuz verläuft diagonal ein purpur-bläulicher Nebel aus vielen Fasern.

Credit und Bildrechte: Adam Block, Mount Lemmon SkyCenter, Univ. Arizona

Beschreibung: Vor zehntausend Jahren, noch vor Beginn der Geschichtsaufzeichnung, muss plötzlich ein neues Licht am Nachthimmel erschienen und nach wenigen Wochen wieder verblasst sein. Heute wissen wir, dass dieses Licht ein explodierender Stern war und bezeichnen die farbenprächtige, sich ausdehnende Wolke als Schleiernebel. Oben ist das westliche Ende des Schleiernebels abgebildet. Er ist offiziell als NGC 6960 bekannt und wird auch Hexenbesen-Nebel genannt. Die sich ausdehnende Wolke aus Überresten erhält ihre Farbe, indem sie Gas in ihrer Umgebung zusammenfegt und anregt. Der Supernovaüberrest liegt etwa 1400 Lichtjahre entfernt in Richtung des Sternbildes Cygnus. Dieser Hexenbesen hat am Himmel einen dreimal so großen Winkeldurchmesser wie der Vollmond. Der helle Stern 52 Cygni ist von einem dunklen Ort aus mit bloßem Auge sichtbar, steht jedoch in keinem Zusammenhang mit der historischen Supernova.

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Vela-Supernovaüberrest

Verworrene Fasern und runde Nebel füllen das Bild. Auch einige blaue Sterne mit hellen Höfen sind darin verteilt. Das Weitwinkelfeld bildet viele bekannte Objekte am Himmel ab, sie sind in einem zweiten, beschrifteten Bild angeführt.

Credit und Bildrechte: Robert Gendler

Die schöne, komplexe Himmelslandschaft liegt in der Ebene der Milchstraße. Das Mosaik ist 16 Grad breit. Es entstand aus 30 Bildfeldern und zeigt das nordwestliche Ende im Sternbild Segel (Vela). Dort schimmern die Fasern des Vela-Supernovaüberrestes. Er ist eine expandierende Trümmerwolke, die nach der finalen Explosion eines massereichen Sterns übrig blieb.

Das Licht der Supernova erreichte die Erde vor etwa 11.000 Jahren. Neben den Fasern aus leuchtendem Gas blieb von der kosmischen Katastrophe auch ein unglaublich dichter, rotierender stellarer Kern zurück. Es ist der Vela-Pulsar. Der Vela-Überrest ist etwa 800 Lichtjahre entfernt. Wahrscheinlich ist er in einen größeren, älteren Überrest einer Supernova eingebettet, nämlich den Gum-Nebel. Das breite Mosaik zeigt noch mehr bekannte Emissions- und Reflexionsnebel, Sternhaufen und nicht zuletzt auch den Bleistiftnebel.

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M1: Der Krebsnebel von Hubble

Das explodierte Staubgewirr ist der berühmte Krebsnebel im Stier, der 1. Eintrag auf Messiers Liste (M1).

Bildcredit: NASA, ESA, J. Hester, A. Loll (ASU); Dank an: Davide De Martin

Beschreibung: Dieses Durcheinander bleibt übrig, wenn ein Stern explodiert. Der Krebsnebel ist das Ergebnis einer Supernova, die 1054 n. Chr. zu sehen war, er ist mit rätselhaften Fasern gefüllt. Diese Filamente sind nicht nur ungeheuer komplex, sondern besitzen anscheinend auch weniger Masse, als von der ursprünglichen Supernova ausgeworfen wurde, sowie eine höhere Geschwindigkeit, als man von einer freien Explosion erwarten würde.

Dieses Bild wurde mit dem Weltraumteleskop Hubble aufgenommen und in drei wissenschaftlich zugeordneten Farben dargestellt. Der Krebsnebel ist 10 Lichtjahre groß. Im Zentrum des Nebels liegt ein Pulsar – ein Neutronenstern mit der Masse der Sonne, aber nur so groß wie eine kleine Stadt. Der Krebs-Pulsar rotiert etwa 30 Mal in der Sekunde.

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