Die Straße zum Mars

Die Straße führt scheinbar zum Planeten Mars. Links sind rötliche Felsen, die vom Scheinwerfer eines Autos beleuchtet werden, rechts oben stehen die Milchstraße und der Planet Saturn.

Bildcredit und Bildrechte: John Chumack

Was ist dieses Licht am Ende der Straße? Es ist der Mars. Gerade ist ein guter Monat, um euren Freundinnen und Familien den Mars zu zeigen. Unser Nachbarplanet leuchtet nicht nur am hellsten seit 15 Jahren, er ist außerdem fast die ganze Nacht sichtbar. Diesen Monat ist Mars etwa 180 Grad von der Sonne entfernt und er erreicht fast die kleinstmögliche Entfernung zum Planeten Erde.

Was die Bahn betrifft, nähert sich der Mars auch dem sonnennächsten Punkt auf seiner elliptischen Bahn. Es passiert genau dann, wenn die Erde fast zwischen Mars und Sonne wandert. Diese Anordnung nennt man eine Perihelopposition.

Mars ist nun gut zu beobachten. Der orangefarbene Planet geht im Osten auf, wenn die Sonne im Westen auf der gegenüberliegenden Seite des Himmels untergeht. Der Planet steigt nachts am Himmel auf. Seinen höchsten Stand erreicht er um Mitternacht. Wenn im Osten die Sonne aufgeht, geht er im Westen unter.

Der Rote Planet wurde Mitte Mai fotografiert, kurz bevor er am Ende einer Straße unterging. Das Bild entstand im Arches-Nationalpark nahe bei Moab in Utah in den USA.

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Messier 24 – die Sagittarius-Sternwolke

Das Sternenfeld M24 ist eine Lücke in den Staubwolken im Schützen. Es bietet einen Blick auf die Sterne im Sagittarius-Spiralarm. Das Bild ist so breit wie 8 Vollmonde. Oben ist eine rötliche Emission.
Bildcredit und Bildrechte: Roberto Colombari

M24 ist anders als die meisten Einträge in Charles Messiers berühmtem Katalog für ferne Objekte am Himmel. M24 ist keine helle Galaxie, kein Sternhaufen und auch kein Nebel. Es ist eine Lücke in den nahen Staubwolken zwischen den Sternen. Durch diese Lücke sehen wir die fernen Sterne im Sagittarius-Spiralarm unserer Milchstraße.

Wenn ihr die Sternwolke mit Fernglas oder einem kleinen Teleskop sucht, seht ihr durch ein Fenster, das breiter ist als 300 Lichtjahre. Der Blick fällt auf Sterne, die mindestens 10.000 Lichtjahre von der Erde entfernt sind. Manche nennen M24 die „kleine Sagittarius-Sternwolke“. Ihre hellen Sterne füllen die linke Seite dieser prächtigen Landschaft am Himmel.

Das Bild entstand mit einem Teleskop und ist etwa 4 Grad breit. Das sind 8 Vollmonde nebeneinander. Es liegt im Sternbild Schütze und zeigt viele kleine, dichte Staubwolken und Nebel im Zentrum der Milchstraße. Dazu gehört auch die rötliche Emission von IC 1284 beim oberen Bildrand.

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Sigma Octantis und seine Freunde

Das Bild zeigt den Stern beim Himmelssüdpol. Sigma Octantis im Sternbild Oktant ist aber so blass, dass man ihn ohne Markierung kaum findet.
Bildcredit und Bildrechte: Frank Sackenheim

Der Südpolstern Sigma Octantis im Sternbild Oktant leuchtet auf dieser sternklaren Weite links. Der 40 Grad breite Ausschnitt zeigt den fernen Südhimmel. Doch ihr müsst sehr genau hinsehen, um ihn zu finden.

Sigma Octantis ist das matte Gegenstück des Polarsterns auf der Südhalbkugel. Er ist etwas mehr als einen Grad vom Südpol des Himmels entfernt. Sigma Octantis heißt auch Polaris Australis. Seine Leuchtkraft beträgt weniger als 5 mag. Damit ist er ungefähr 25 Mal blasser als Polaris. Mit bloßem Auge erkennt man ihn kaum. Er ist vielleicht sogar der blasseste Stern, den man auf einer Nationalflagge findet.

Die Weitwinkelansicht ist äußerst detailreich. Sie zeigt auch die blassen galaktischen Zirruswolken mit viel Staub. Die Zirren werden rechts von den Sternhaufen und Nebeln am südlichen Rand der Ebene unserer Milchstraße begrenzt. Rechts oben leuchtet Gamma Crucis. Er ist der oberste gelbliche Stern im Kreuz des Südens. Rechts über der Mitte findet ihr den langen Dunkles-Dingsda-Nebel im südlichen Sternbild Fliege (Musca).

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Die Galaxie in einer Kristallkugel

Hinter einer Kristallkugel ist ein verschwommener Sternenhimmel. In der Glaskugel schimmert ein gekrümmtes Bild unserer Milchstraße.
Bildcredit und Bildrechte: Juan Carlos Munoz

Dieser kreative Schnappschuss zeigt eine kleine Kristallkugel. Sie enthält scheinbar eine ganze Galaxie, nämlich unsere Milchstraße. Grate und Risse aus interstellarem Staub ziehen durch ihre leuchtende zentrale Wölbung. Sie ist Tausende Lichtjahre groß. In der langen Nacht auf der Südhalbkugel wölbt sie sich am dunklen chilenischen Himmel über dem Observatorium auf dem Paranal.

Für das Einzelbild brauchte der Fotograf kein Very Large Telescope. Das Porträt zeigt unsere Heimatgalaxie in einer Kristallkugel. Es entstand bei Versuchen mit einer Digitalkamera auf Stativ. Die Kristallkugel schmückt einen Handlauf im ESO-Hotel.

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Urzeitliches im Meer und am Himmel

Die Milchstraße wölbt sich über runden Gebilden, die im seichten Wasser liegen. Diese sehen aus wie Steine, doch es sind so ziemlich die ältesten Lebewesen der Erde. In der Urzeit reicherten sie die Atmosphäre mit Sauerstoff an.
Bildcredit und Bildrechte: Jingyi Zhang

Stromatolithen sehen zwar wie runde Steine aus, doch sie leben. Sie sind sogar moderne Versionen einer der ältesten Lebensformen, die wir kennen. Aus fossilen Funden vermuten wir, dass Stromatolithen vor etwa 3,7 Milliarden Jahren auf der Erde entstanden sind. Das war, bevor viele der vertrauten Sterne am heutigen Nachthimmel auftauchten.

Dieses Bild entstand in Westaustralien. Nur der urzeitliche Bogen der zentralen Milchstraße ist älter als die Stromatolithen, die vorne wachsen. Sogar die Magellanschen Wolken unter dem Bogen der Milchstraße gab es nicht in ihrer heutigen Form. Sie sind Begleitgalaxien der Milchstraße.

Stromatolithen nehmen Biofilme von Milliarden Mikroorganismen auf. Diese wandern langsam zum Licht. Mit diesem Licht setzten Stromatolithen in der Urzeit Sauerstoff in der Luft frei. So machten sie die Erde für andere Lebensformen bewohnbar, zum Beispiel am Ende auch für Menschen.

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Sechs Planeten von Yosemite

Über dem See Tenaya im Yosemite-Nationalpark leuchten fünf Planeten am Nachthimmel hinter dem Leuchten am Horizont. Links steigt die Milchstraße senkrecht auf.
Bildcredit und Bildrechte: Rogelio Bernal Andreo (Deep Sky Colors)

Seit der Antike beobachten Menschen, wie die fünf Planeten Merkur, Venus, Mars, Jupiter und Saturn, die man mit bloßem Auge sieht, über den Nachthimmel des Planeten Erde wandern. Daher überrascht es vielleicht, dass man in dieser Nacht an einem klaren, ruhigen See sechs Planeten mit bloßem Auge sehen konnte. Seht mal!

Links steht der sehr helle gelbliche Mars neben der blassen Milchstraße, man sieht ihn gut. Saturn ist in das diffuse Sternenlicht der Milchstraße gehüllt. Jupiter steht rechts tief über dem Horizont. Er leuchtet hinter den Bäumen vor dem Schein der fernen Stadtlichter. Letztes Wochenende sah der aufmerksame Beobachter noch drei weitere Planeten, als er diese nächtliche Szene bewunderte. Sie breitete sich über dem schönen, hoch gelegenen See Tenaya im Yosemite-Nationalpark aus.

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Landschaft mit Mars und Milchstraße

Hinter fernen Hügeln leuchtet Mars, der Rote Planet. Die Milchstraße wölbt einen Bogen vom Horizont nach rechts.
Bildcredit und Bildrechte: Jose Luis Hernandez Verdejo

Der Planet Mars leuchtet gerade hell am Himmel der Erde. Er hat einen gelblichen Farbton. Hier geht er hinter den fernen Hügeln einer ruhigen Landschaft mit Nachthimmel auf. Dieses Panorama wurde letzten Monat in Spanien im Nationalpark Cabañeros fotografiert.

Auch die Milchstraße steigt hinter den Hügeln zum sternklaren Himmel auf. Ihre blassen, rosaroten Nebel, die kosmischen Gräben und Staubflüsse mischen sich mit dem blassen, diffusen Leuchten des Sternenlichtes. Der helle Stern Antares imitiert den gelblichen Farbton des Mars. Er leuchtet rechts neben den Sternwolken der zentralen Milchstraße. CubeSats von der Erde sind auf dem Weg zum Roten Planeten.

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Jupitersaison, hawaiianischer Himmel

Der Blick reicht zum Kīlauea und dem Krater Halemaʻumaʻu im Hawaiʻi-Volcanoes-Nationalpark. Aus neu entstandenen Schloten steigt eine feurig leuchtende Schwade auf, die nach links zieht. Am sternklaren Himmel strahlt der Planet Jupiter.
Bildcredit und Bildrechte: Tunç Tezel (TWAN)

Diese Nachtlandschaft auf Hawaii entstand Anfang des Jahres. Seither nahm die vulkanische Aktivität dort zu. Das Panorama blickt auf die Caldera des Kīlauea und den Krater Halemaʻumaʻu. Sie befinden sich im Nationalpark Hawaiʻi-Volcanoes. Etwa 30 Kilometer östlich von den ziehenden Schwaden aus Rauch und Dampf liegen neue Schlote und Lavaströme.

Heuer im späten Frühling und zu Beginn des Sommers strahlt Jupiter hell am Himmel. Er ist das gleißende Himmelslicht hoch im Süden der Szene. Dort geht die Wölbung der Milchstraße über Dämpfen und Wolken auf. Antares ist der gelbliche, helle Stern am Ende der dunklen Staubflüsse beim Zentrum unserer Galaxis. Nahe am Horizont leuchten die Sterne Alpha und Beta Centauri sowie das kompakte Kreuz des Südens hinter dem Vulkanrauch, der fast zu hell ist.

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