Meer und Himmel leuchten über der Küste von the Oregon

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Bildcredit und Bildrechte: Rudy Montoya

Beschreibung: Bei jedem Schritt leuchtete der Sand blau auf. Das Licht entstand durch Biolumineszenz – ein blaues Leuchten, das auch die Brandung auf dieser surrealen Szene beleuchtet, die letzten Monat an Meyer’s Creek Beach in Oregon (USA) fotografiert wurde. Im Vordergrund sind vulkanische Hügel im Meer verteilt, am Horizont streut eine leichte Nebelschicht das Licht.

Die Lichtstrahlen links am Horizont stammen von Autoscheinwerfern auf dem Oregon Coast Highway (US 101), das orange Licht rechts am Horizont von einem Fischerboot. In weiter Ferne ist das Band unserer Milchstraße zu sehen, die scheinbar von einer dunklen Felsnase aufsteigt. Sechzehn Bilder wurden kombiniert, um die Milchstraße im Hintergrund herauszuarbeiten und das Rauschen zu reduzieren.

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Perseïd: Die Spur einer Feuerkugel leuchtet nach

Ein großer Teil des Nachthimmels mit Milchstraße und Mond wird unten vom Bogen des Horizonts begrenzt. Links oben gleißt eine helle Feuerkugel. Bildeinschübe zeigen, wie sich die nachleuchtende Spur entwickelte.
Bildcredit und Bildrechte: Petr Horálek

Dieser gleißende Perseïd loderte am 12. August vor der lokalen Mitternacht über dem Nationalpark Poloniny in der Slowakei. Er zog seine Spur neben der Sommer-Milchstraße. Seine ursprüngliche Farbe entstand wahrscheinlich durch die typisch hohe Geschwindigkeit der Meteore dieses Stroms. Perseïden rasen mit etwa 60 Kilometern pro Sekunde dahin. Wenn sie in großer Höhe in die dünne Atmosphäre dringen, können sie Atome von Sauerstoff anregen. Dabei entsteht das grüne Leuchten.

Dieser Perseïd zog eine Schliere, die zurückblieb – eine nachleuchtende Spur. Sie verwehte in der oberen Atmosphäre. Das ist typisch für helle Meteore. Die eingefügten Bilder entstanden in Abständen von je einer Minute. Sie haben den gleichen Maßstab wie das Originalbild und zeigen, sie sich die Leuchtspur entwickelte. Verglichen mit dem kurzen Blitz des Meteors war die geisterhafte Spur sehr beständig. Nach einer Stunde erkannte man immer noch zarte Überreste. Sie dehnten sich am Himmel auf über 80 Grad aus.

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Mond, Mars und Milchstraße

Links leuchten der rote Mond und der Planet Mars, rechts steigt die Milchstraße senkrecht auf mit ihren dunklen Staubbahnen, rot leuchtenden Nebeln und Sternhaufen.

Bildcredit und Bildrechte: Taha Ghouchkanlu (TWAN)

Im Nordiran bot der dunkle Himmel über der Wüste vor zwei Wochen diese faszinierende Schau. Das digitale Mosaik wirkt dramatisch. Es zeigt Mond und Mars neben den staubigen Rissen, Sternen und Nebeln in der Milchstraße. Eine Serie an Aufnahmen deckte einen größeren Umfang an Helligkeiten ab.

Der volle Mond tauchte in dieser Nacht in den Erdschatten. Viele beobachteten diese totale Mondfinsternis. Dabei wirkte der Mond sogar blasser und röter als der Rote Planet. Kosmischen Reisenden bietet die Landschaft am Himmel auch den Lagunennebel (M8), den Trifidnebel (M20) und den Planeten Saturn. Sie alle leuchten vor dem blassen Sternenlicht der Milchstraße. Doch der Mond hat noch nicht alle seine Schattenspiele vollbracht. Heute verdeckt der Neumond im Norden der Erde einen Teil der Sonne.

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Animation: Der Meteorstrom der Perseïden

Credit der Visualisierung: Ian Webster; Daten: NASA, CAMS, Peter Jenniskens (SETI-Institut)

Woher kommen die Meteore der Perseïden? Es sind vorwiegend kleine Steinsplitter, die vom Kometen Swift-Tuttle abfielen. Diese Stücke folgen weiterhin der Bahn des Kometen. Dabei treiben sie langsam auseinander.

Diese Animation zeigt den ganzen Strom an Meteoroiden, der um unsere Sonne kreist. Jedes Jahr nähert sich die Erde diesem Strom. Dann sehen wir die Meteore der Perseïden. Das Video zeigt den Kometenschutt als hellen Strom. Er ist eigentlich klein und dunkel, sodass man ihn praktisch nicht aufspüren kann. Nur ein kleiner Bruchteil dieser Teilchen gelangt in die Erdatmosphäre. Dort wird er aufgeheizt und leuchtet, wenn er zerfällt.

Dieses Wochenende verspricht eine der besten Himmelsnächte, um die Perseïden und weitere aktive Meteorströme zu beobachten. Denn der Neumond ist nicht nur dunkel, er steht außerdem die nachts gar nicht am Himmel. Zwar überstrahlt der Neumond nicht die blassen Perseïden, doch er bedeckt teilweise die Sonne. Daher kann man an manchen nördlichen Orten eine partielle Sonnenfinsternis beobachten.

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Wolken der Erde und des Himmels

Aus wabernden weißen Wolken ragen die Gipfel der Dolomiten in Italien. Oben füllt die Milchstraße mit ihren rot leuchtenden und dunklen Nebeln den Himmel.
Bildcredit und Bildrechte: Angelo Perrone

Vielleicht findet ihr hoch in den Bergen einen Hochsitz, der euch einen malerischen Blick auf die Wasserwolken der Erde und die Sternwolken der Milchstraße bietet. Das passierte letzten Monat einem Bergsteiger und Astrofotografen. Vorne ragen die Gipfel der Dolomiten aus den weißen Wolken. Sie stehen im Norden Italiens. Das Bild entstand aus mehreren Aufnahmen, die auf dem Lagazuoi in den Dolomiten fotografiert wurden.

Vor Hunderten Millionen Jahren waren die Dolomiten keine Berge, sondern Inseln. Tektonische Platten kollidierenden und hoben sie aus einem urzeitlichen Meer. Die Dolomiten haben eine wechselvolle Geschichte. Das erklärt die vielfältige Landschaft mit zerklüfteten Bergrücken und urzeitliche Fossilien aus dem Meer.

Über den Dolomiten kreuzt dunkler Staub die Ebene unserer Milchstraße. Helle rote Wolken aus leuchtendem Wasserstoff sprenkeln Sterne und Staub. Eine davon ist der Lagunennebel links über der Mitte.

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Der Teekessel und die Milchstraße

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Bildcredit und Bildrechte: Kerry-Ann Lecky Hepburn (Wetter- und Himmelsfototografie)

Die Sterngruppe Teekessel ist leicht zu erkennen. Ihre Sterne liegen im Sternbild Schütze. Sie posierten in dieser stillen Nacht über dem Death Valley bei der Milchstraße. Die surreale Szene entstand passenderweise an der Teekessel-Kreuzung, die auf der steinigen Straße zur Racetrack Playa liegt. An der Abzweigung steht ein Holzschild, das mit irdischen Teekannen und Teekesseln verziert ist.

Vor dem Licht der Sterne in der Milchstraße leuchtet der Planet Saturn über dem himmlischen Teekessel. Doch das hellste Himmelslicht ist der orange gefärbte Mars. Er steht links hoch oben im Süden.

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Die Straße zum Mars

Die Straße führt scheinbar zum Planeten Mars. Links sind rötliche Felsen, die vom Scheinwerfer eines Autos beleuchtet werden, rechts oben stehen die Milchstraße und der Planet Saturn.

Bildcredit und Bildrechte: John Chumack

Was ist dieses Licht am Ende der Straße? Es ist der Mars. Gerade ist ein guter Monat, um euren Freundinnen und Familien den Mars zu zeigen. Unser Nachbarplanet leuchtet nicht nur am hellsten seit 15 Jahren, er ist außerdem fast die ganze Nacht sichtbar. Diesen Monat ist Mars etwa 180 Grad von der Sonne entfernt und er erreicht fast die kleinstmögliche Entfernung zum Planeten Erde.

Was die Bahn betrifft, nähert sich der Mars auch dem sonnennächsten Punkt auf seiner elliptischen Bahn. Es passiert genau dann, wenn die Erde fast zwischen Mars und Sonne wandert. Diese Anordnung nennt man eine Perihelopposition.

Mars ist nun gut zu beobachten. Der orangefarbene Planet geht im Osten auf, wenn die Sonne im Westen auf der gegenüberliegenden Seite des Himmels untergeht. Der Planet steigt nachts am Himmel auf. Seinen höchsten Stand erreicht er um Mitternacht. Wenn im Osten die Sonne aufgeht, geht er im Westen unter.

Der Rote Planet wurde Mitte Mai fotografiert, kurz bevor er am Ende einer Straße unterging. Das Bild entstand im Arches-Nationalpark nahe bei Moab in Utah in den USA.

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Messier 24 – die Sagittarius-Sternwolke

Das Sternenfeld M24 ist eine Lücke in den Staubwolken im Schützen. Es bietet einen Blick auf die Sterne im Sagittarius-Spiralarm. Das Bild ist so breit wie 8 Vollmonde. Oben ist eine rötliche Emission.
Bildcredit und Bildrechte: Roberto Colombari

M24 ist anders als die meisten Einträge in Charles Messiers berühmtem Katalog für ferne Objekte am Himmel. M24 ist keine helle Galaxie, kein Sternhaufen und auch kein Nebel. Es ist eine Lücke in den nahen Staubwolken zwischen den Sternen. Durch diese Lücke sehen wir die fernen Sterne im Sagittarius-Spiralarm unserer Milchstraße.

Wenn ihr die Sternwolke mit Fernglas oder einem kleinen Teleskop sucht, seht ihr durch ein Fenster, das breiter ist als 300 Lichtjahre. Der Blick fällt auf Sterne, die mindestens 10.000 Lichtjahre von der Erde entfernt sind. Manche nennen M24 die „kleine Sagittarius-Sternwolke“. Ihre hellen Sterne füllen die linke Seite dieser prächtigen Landschaft am Himmel.

Das Bild entstand mit einem Teleskop und ist etwa 4 Grad breit. Das sind 8 Vollmonde nebeneinander. Es liegt im Sternbild Schütze und zeigt viele kleine, dichte Staubwolken und Nebel im Zentrum der Milchstraße. Dazu gehört auch die rötliche Emission von IC 1284 beim oberen Bildrand.

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