Fächer aus Nachthimmellicht vom See zum Himmel

Aus einem See steigt scheinbar ein grünes Muster, das bis zum Bogen der Milchstraße reicht. Eine überlagerte Version zeigt die Sternbilder.

Bildcredit und Bildrechte: Dave Lane; überlagerte Beschriftung: Judy Schmidt

Der Himmel sieht wie ein riesiger Fächer aus – aber warum? Der Grund dafür ist Nachthimmellicht. Das grüne Leuchten wurde 2015 in der Nähe des Bryce Canyon in Utah in den USA fotografiert. Es stieg scheinbar aus einem See durch den Bogen unserer Milchstraße auf. Das ungewöhnliche Muster entstand durch Dichtewellen in der Atmosphäre. Das sind Wellen mit wechselndem Luftdruck. Sie können mit der Höhe zunehmen, wenn die Luft ausdünnt. Hier trat das Phänomen in einer Höhe von etwa 90 Kilometern auf.

Die Energie für Polarlichter stammt von Kollisionen mit energiereichen, geladenen Teilchen. Sie treten in hohen Breiten auf. Nachthimmellicht ist ein anderes Phänomen, es entsteht durch Chemolumineszenz. Dabei erzeugt eine chemische Reaktion das Licht. Nachthimmellicht beobachten wir häufig nahe am Horizont. Es ist der Grund, warum der Nachthimmel niemals ganz dunkel wird.

Zur Originalseite

Vom Kreuz des Nordens zum Kreuz des Südens

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Nicholas Buer

Beschreibung: Es gibt eine Straße, die das Kreuz des Nordens mit dem Kreuz des Südens verbindet, doch man muss zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein, um sie zu sehen. Die hier abgebildete Straße ist das zentrale Band unserer Milchstraße; der richtige Ort ist in diesem Fall die dunkle Laguna Cejar in der Salar de Atacama im Norden von Chile; und die richtige Zeit war Anfang Oktober kurz nach Sonnenuntergang.

Viele Himmelswunder wurden fotografiert, etwa der helle Mond im Bogen der Milchstraße; die Venus knapp über dem Mond; Saturn und Merkur, knapp unter dem Mond; ganz links die Begleitgalaxien Große und Kleine Magellansche Wolke; rotes Nachthimmellicht links im Bild am Horizont; und die Lichter kleiner Städte an mehreren Orten am Horizont. Man könnte vermuten, dass die Erstellung dieses Panoramas aus 30 Bildern eine ruhige Erfahrung war, doch hier hätte man Ohrstöpsel gebraucht, um das ständige Kreischen wilder Esel zu ignorieren.

Zur Originalseite

Meteor und Milchstraße über den Alpen

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Nicholas Roemmelt

Beschreibung: Das war eine aufregende Aussicht. Auf dem Tschirgant in den Alpen sehen Sie nicht nur nahe Städte und ferne Tiroler Gipfel, sondern auch, je nach Wetter, Sterne, Nebel und das Band der Milchstraße. Was den anstrengenden Aufstieg in dieser Nacht lohnenswert machte, war jedoch ein weiterer Höhepunkt – jener des PerseidenMeteor stroms 2018.

Wie gehofft, zerstreuten sich Wolken und eröffneten eine malerische Himmelsbeobachtung mit vielen blassen Meteoren, während eine sorgfältig aufgestellte Kamera eine Serie Aufnahmen fotografierte. Plötzlich zischte ein brillanter Meteor – hell und farbenprächtig – direkt neben dem fast senkrechten Band der Milchstraße herab. Wie der Zufall es wollte, hielt die Kamera ihn ebenfalls fest. Daher wurde schnell ein neues Serienbild aufgenommen, bei dem einer der Himmelsfreunde auf dem nahen Gipfel posierte. Später wurden alle Bilder digital kombiniert.

Zur Originalseite

Milchstraßen-Wasserfall

Über einen Hang plätschert ein Wasserfall. Darüber steigt die Milchstraße auf. Es wirkt, als strömte der Wasserfall daraus hervor. Rechts leuchten die Große und die Kleine Magellansche Wolke.

Bildcredit und Bildrechte: Yuri Beletsky (Carnegie Las Campanas Observatory, TWAN)

Sie kann der trockenste Ort auf dem Planeten Erde sein. Dennoch fließt in der chilenischen Atacamawüste hoch in den Bergen noch Wasser. Nachdem der Fotograf dieses kleinen Baches mit fließendem Wasser entdeckt hatte, kehrte er an den Ort zurück und beobachtete, wie die Milchstraße am dunklen Südhimmel aufging. Er berechnete den Zeitpunkt, wann die Milchstraße und das fließende Wasser einander begegnen.

Das Panorama einer Landschaft mit Nachthimmel zeigt Sterne und Nebel, die in das Leuchten der Milchstraße getaucht sind. Sie teilen sich den Anblick mit den Begleitgalaxien der Milchstraße, der Großen und Kleinen Magellanschen Wolke. Sie leuchten rechts über dem Horizont. Der helle Stern Beta Centauri posiert über dem Wasserfall. Darüber liegen die dunkle Fläche des Kohlensack-Nebels und die Sterne im Kreuz des Südens.

Zur Originalseite

HESS-Teleskope erforschen den Hochenergiehimmel


Videocredit und -rechte: Vikas Chander, H.E.S.S.-Arbeitsgemeinschaft; Musik: Emotive Piano von Immersive Music

Beschreibung: Sie sehen aus wie moderne mechanische Dinosaurier, doch sie sind gewaltige schwenkbare Augen, die den Himmel beobachten. Das Observatorium High Energy Stereoscopic System (H.E.S.S.) besteht aus vier 12-Meter-Spiegelteleskopen, die ein größeres Teleskop mit einem 28-Meter-Spiegel umgeben. Sie wurden entwickelt, um seltsames Flackern aus blauem Licht – Tscherenkowstrahlung zu erkennen. Diese wird abgestrahlt, wenn geladene Teilchen sich etwas schneller bewegen, als die Lichtgeschwindigkeit in der Luft beträgt. Das Licht wird ausgesendet, wenn ein Gammastrahl von einer fernen Quelle ein Molekül in der Erdatmosphäre trifft und einen Schauer geladener Teilchen auslöst.

H.E.S.S. ist empfindlich für manche der energiereichsten Photonen (TeV), die das Universum durchkreuzen. H.E.S.S. ist seit 2003 in Namibia in Betrieb, suchte nach Dunkler Materie und entdeckte mehr als 50 Quellen, die energiereiche Strahlung abstrahlen, darunter Supernovaüberreste und die Zentren von Galaxien, die sehr massereiche Schwarze Löcher enthalten. Die H.E.S.S.-Teleskope wurden letzten September in Zeitrafferabläufen fotografiert. Während sie schwenkten und starrten, zischten gelegentlich Satelliten in der Erdumlaufbahn vor unserer Milchstraße und den Magellanschen Wolken vorbei.

Offene Wissenschaft: Stöbern Sie in mehr als 1800 Codes der Astrophysics Source Code Library

Zur Originalseite

Laserangriff auf das galaktische Zentrum

Aus einer geöffneten Teleskopkuppel schießt ein Laserstrahl ins Zentrum der Galaxis. Links oben wölbt sich die Milchstraße.

Bildcredit: Yuri Beletsky (Carnegie Las Campanas Observatory, TWAN), ESO

Warum schießen Leute mit einem mächtigen Laser aufs Zentrum der Galaxis? Zum Glück ist das kein Erstschlag in einem galaktischen Krieg. Vielmehr versuchen Forschende am Very Large Telescope (VLT) in Chile, die Verzerrung der veränderlichen Erdatmosphäre zu messen.

In großer Höhe werden Atome mit Laser angeregt. Dadurch erscheinen sie wie ein künstlicher Stern. Regelmäßige Aufnahmen solcher künstlichen Sterne helfen Forschenden, die Unruhe der Atmosphäre sofort zu messen. Diese Information wird in einen VLT-Teleskopspiegel eingespeist. Der Spiegel wird dann leicht deformiert. So wird die Unschärfe minimiert. Hier beobachtete eine VLT-Einheit das Zentrum unserer Galaxis, daher wurde die Luftunruhe der Erdatmosphäre in diese Richtung gemessen.

Was einen intergalaktischen Krieg betrifft, sind im Zentrum unserer Galaxis keine Verluste zu erwarten. Das Licht dieses mächtigen Lasers wäre in Kombination mit dem Licht unserer Sonne nämlich höchstens so hell wie ein blasser, weit entfernter Stern.

APOD ist in den Weltsprachen Arabisch, Bulgarisch, Chinesisch (Peking), Chinesisch (Taiwan), Deutsch, Englisch (GB), Französisch (Frankreich), Hebräisch, Indonesisch, Japanisch, Katalanisch, Kroatisch, Montenegrinisch, Niederländisch, Polnisch, Portugiesisch (Brasilien), Russisch, Serbisch, Slowenisch, Spanisch, Syrisch, Taiwanesisch, Tschechisch, Türkisch, Türkisch und Ukrainisch verfügbar.

Zur Originalseite

Der Galaxienbaum

Vor dem klaren Himmel steht die Silhouette eines gestutzten Baumes. In seinen Zweigen hängt scheinbar die Milchstraße. Am rot beleuchteten Horizont stehen weitere Silhouetten von Bäumen.

Bildcredit und Bildrechte: César Vega Toledano; Beschriftung: Judy Schmidt

Zuerst kamen die Bäume. Im spanischen Salamanca fiel dem Fotografen ein Eichenwäldchen auf, das nach dem Stutzen ziemlich einzigartig aussah. Dahinter kam die Galaxis. Der Fotograf blieb bis 2 Uhr morgens wach. Er wartete, bis die Milchstraße auf die Höhe einer majestätischen Eiche gestiegen war. Der Standort war sorgfältig gewählt. Dort bildeten die Staubbahnen der Galaxis natürliche visuelle Fortsätze der Zweige im Baum.

Zuletzt kam das Licht. Ein Blitzlicht auf der Rückseite des Baumes machte ihn als Silhouette sichtbar. Zufällig sehen die Schemen der anderen Bäume am relativ hellen Horizont sehr ähnlich aus. Das Bild entstand Anfang des Monats als einzelne, 30 Sekunden belichtete Aufnahme. Die Milchstraße wurde digital verstärkt.

Zur Originalseite

Sommer- und Wintermilchstraße

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Dong Han

Beschreibung: Dieses Panorama einer Herbstnacht wurde etwa um Mitternacht fotografiert. Es folgt dem Bogen der Milchstraße am nördlichen Horizont im Hohen Venn im Nationalpark Eifel an der Grenze von Belgien und Deutschland.

Wenn Sie den Blick von Westen nach Osten (von links nach rechts) über die Auen schweifen lassen, sehen Sie noch einmal die auffälligen Sterne des nördlichen Sommers, die den Sternbildern weichen, welche bald die Nächte des nördlichen Winters dominieren. Der untergehende Wanderer Mars ganz links leuchtet am hellsten, er leuchtet noch in den fast übermächtigen irdischen Lichtern am südwestlichen Horizont. Die hellen Sterne Atair, Deneb und Wega, auch bekannt als nördliches Sommerdreieck, überspreizen links neben der Mitte die Milchstraße. Kapella und Aldebaran, Teil des nördlichen Wintersechsecks, leuchten beim hübschen Sternhaufen der Plejaden im Nordosten.

Die Sichtlinie entlang des Bretterweges führt fast direkt zum großen Wagen, der in diesen nördlichen Breiten eine Sterngruppe für alle Jahreszeiten ist. Folgen Sie den Zeigersternen des großen Wagens zum Polarstern und dem Himmelsnordpol, der fast genau darüber steht. Andromeda, die andere große Galaxie in der Himmelslandschaft, steht nahe dem oberen Bildrand.

Zur Originalseite