Der rotierende Mond von LRO

Videocredit: NASA, LRO, Arizona State U.

Beschreibung: Niemand sieht derzeit den Mond so rotieren, weil der Erdmond durch die Gezeitenreibung gebunden mit der Erde rotiert und uns nur eine Seite zeigt. Doch mithilfe moderner digitaler Technik, kombiniert mit vielen detailreichen Bildern, die der Lunar Reconnaissance Orbiter (LRO) zur Erde schickte, wurde ein hochaufgelöster virtueller Film der Mondrotation erstellt.

Dieses Zeitraffervideo beginnt mit der Standard-Erdansicht des Mondes. Doch rasch rotiert knapp unter dem Äquator das Mare Orientale ins Blickfeld, es ist ein großer Krater mit einem dunklen Zentrum, das von der Erde aus schwierig zu sehen ist.

Das Video verkürzt einen ganzen Mondmonat auf 24 Sekunden. Es zeigt deutlich, dass sich auf der Seite des Mondes, die man von der Erde aus sieht, eine Fülle dunkler Mondmeere befindet, während auf der erdabgewandten Mondseite vorwiegend helle lunare Hochländer liegen. Derzeit entwickeln acht verschiedene Nationen aktiv mehr als 19 neue Mondmissionen. Der geplante Starttermin der meisten davon liegt innerhalb der nächsten drei Jahre.

Interessange Bilder des Kometen NEOWISE, die an APOD geschickt wurden: Juli || 18 || 17 || 16 || 15 || 14 || 13 || 12 || 11 || 10. und früher ||

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Ansichten des Mondes von Apollo 13

Videocredit: NASA, LRO; Datenvisualisierung: Ernie Wright (USRA); Videoproduktion und Bearbeitung: David Ladd (USRA); Musik: Visions of Grandeur, Universal Production Music, Fredrick Wiedmann

Was wäre, wenn der einzige Weg zurück zur Erde hinter dem Mond vorbeiführen würde? So könnte man das Dilemma der Besatzung von Apollo 13 beschreiben, als sie 1970 versuchten, in ihrem unerwarteterweise zerstörten Raumschiff nach Hause zurückzukehren.

Der Mond in der Mitte ersetzte bei ihrer gefährlichen Reise den Funkkontakt mit dem Missionskontrollzentrum der NASA durch spektakuläre Ansichten der Mondrückseite. Diese Aussichten wurden nun aus detaillierten Bildern des Mondes, mit dem robotischen Lunar Reconnaissance Orbiter aufgenommen wurden, digital wiederbeschafft.

Zu Beginn dieses Videos sieht man, wie die Erde hinter der dem dunklen Mondrand verschwindet, während acht Minuten später an der gegenüberliegenden Seite des Mondes die Sonne aufgeht und anfängt, die ungewöhnliche, von Kratern zerfurchte Oberfläche zu beleuchten. Der Funkkontakt wurde wenige Minuten später wiederhergestellt, als eine sichelförmige Erde in Sicht kam.

Durch den Einfluss der Mondgravitation und mit Hilfe vieler fleißiger Ingenieure und Wissenschaftler der NASA öffnete Apollo 13 wenige Tage später ihre Fallschirme über dem Pazifischen Ozean und landete wohlbehalten auf der Erde.

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Lunationen


Videocredit: Daten: Lunar Reconnaissance Orbiter; Animation: Scientific Visualization Studio der NASA; Musik: An der schönen blauen Donau (Johann Strauss (Sohn)

Beschreibung: Die Erscheinung unseres Mondes ändert sich jede Nacht. Während der Mond die Erde umrundet, wird zuerst ein immer größer werdender Teil der von der Sonne beleuchteten Hälfte sichtbar, der dann wieder abnimmt.

Dieses Video animiert Bilder, die von der NASA-Sonde Lunar Reconnaissance Orbiter im Mondorbit aufgenommen wurden, um alle 12 Lunationen des Jahres 2018 zu zeigen. Eine Lunation umfasst einen vollen Zyklus unseres Mondes einschließlich all seiner Phasen. Eine volle Lunation dauert etwa 29,5 Tage, etwas weniger als einen Monat (Mon-d). Im Laufe jeder Lunation reflektiert der Mond das Sonnenlicht in einem anderen Winkel und beleuchtet verschiedene Strukturen unterschiedlich.

Natürlich zeigt der Mond der Erde die ganze Zeit immer die gleiche Seite. Weniger offensichtlich ist, dass sich die scheinbare Größe des Mondes von Nacht zu Nacht leicht ändert, und dass ein leichtes Wackeln auftritt, das als Libration bezeichnet wird, während der Mond seine elliptische Bahn entlangwandert.

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Der ungewöhnliche Felsen auf Tychos Gipfel

Das Gebirge im Bild ist der zentrale Berg im Krater Tycho auf dem Mond. Rechts unten ist ein Einschub, der die Position des Kraters zeigt. Das kleine Bild links oben zeigt den Krater im Detail. Mitten auf dem Berg liegt ein Felsbrocken, was rätselhaft ist, da der Krater durch einen Einschlag entstand.

Bildcredits – Hauptbild: NASA, Arizona State U., LRO; Einschub oben: NASA, Arizona State U., LRO; Einschub unten: Gregory H. Revera

Warum liegt auf dem Gipfel von Tychos Zentralberg ein riesiger Felsblock? Der Krater Tycho auf dem Mond ist ein Merkmal, das man sehr leicht erkennt. Man sieht ihn sogar mit bloßem Auge, wie das Bild rechts unten zeigt. Doch mitten im Krater Tycho (Einschub links oben) liegt etwas Ungewöhnliches, nämlich ein 120 Meter großer Felsbrocken! Der Lunar Reconnaissance Orbiter LRO, der um den Mond kreist, fotografierte ihn im letzten Jahrzehnt bei Sonnenaufgang mit sehr hoher Auflösung.

Zum Ursprung gibt es einige Hypothesen. Die wahrscheinlichste davon lautet, dass die gewaltige Kollision, die den Krater Tycho vor etwa 110 Millionen Jahren schlug, den Brocken hochschleuderte. Als er wieder herabfiel, landete er zufällig mitten auf dem neuen Zentralberg.

In den nächsten Milliarden Jahren tragen Mondbeben und Einschläge von Meteoriten den Zentralberg in Tycho langsam ab. Dabei taumelt der Felsblock wohl die 2000 Meter zum Kraterboden hinab und zerfällt.

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LRO zeigt den rotierenden Mond

Videocredit: LRO, Arizona State U., NASA

Niemand kann derzeit sehen, wie sich der Mond so dreht wie in diesem Video, denn seine Rotation ist an die Erde gebunden. Er zeigt ihr immer dieselbe Seite. Doch mit moderner digitaler Technik entstand aus vielen detaillierten Bildern des Lunar Reconnaissance Orbiters LRO ein hoch aufgelöstes virtuelles Video, das zeigt wie der Mond rotiert.

Das Zeitraffervideo beginnt mit der normalen Erdsicht des Mondes. Bald rotiert das Mare Orientale knapp unter dem Äquator ins Bild. Es ist ein großer Krater mit dunklem Zentrum, das von der Erde aus schwer zu sehen ist.

Das Video zeigt einen ganzen Mondmonat in 24 Sekunden. Man erkennt deutlich, dass sich viele dunkle Mondmeere auf der Erdseite des Mondes befinden, während auf der Rückseite hauptsächlich helle Mondgebirge vorkommen. Derzeit entwickeln vier verschiedene Länder mehr als 20 neue Mondmissionen, deren Start dieses oder nächstes Jahr geplant ist.

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Marius Hills und ein Loch im Mond

Die Ebene auf dem Mond ist schräg von der Seite zu sehen. Die Oberfläche ist teilweise sehr glatt und von kleinen Kratern gespickt. Einige Hügel im Bild sind vielleicht Lavakuppen. Links unten ist ein Bildeinschub. Er zeigt ein Loch, das vielleicht in ein unterlunares Höhlensystem aus Lavaröhren führt.

Bildcredit: NASA, Lunar Orbiter 2; Einschub: Lunar Reconnaissance Orbiter

Können Menschen unter der Mondoberfläche leben? Diese faszinierende Idee stieß 2009 auf Interesse. Damals umkreiste die japanische Raumsonde SELENE den Mond. Sie fand ein seltsames Loch unter der Marius-Hügelregion. Es könnte eine Öffnung in eine Lavahöhle sein, die unter der Oberfläche liegt.

Spätere Beobachtungen mit dem Lunar Reconnaissance Orbiter (LRO) der NASA zeigten, dass Marius Hills Hole visuell fast 100 Meter unter die Oberfläche reicht. Es ist mehrere Hundert Meter breit. Die Raumsonde SELENE durchdringt mit Radar den Boden. Ihre Daten wurden neu ausgewertet und zeigen eine Reihe verblüffender Zweitechos. Sie sind Hinweise, dass die Lavaröhren unter den Mariushügeln vielleicht kilometerweit hinabreichen. Sie sind vielleicht sogar groß genug für ganze Städte.

Solche Röhren könnten eine künftige Mondkolonie schützen. Auf dem Mond schwankt nämlich die Temperatur sehr stark. Mikrometeorite schlagen ein, auch die Sonnenstrahlung ist sehr schädlich. Man könnte solche Lavaröhren im Boden sogar verschließen und mit Luft füllen, die man atmen kann. Die Lavahöhlen entstanden wahrscheinlich vor Milliarden Jahren durch aktive Mondvulkane.

Dieses Bild zeigt die Oberfläche bei der Marius-Hügelregion. Es wurde in den 1960er-Jahren von der NASA-Mission Lunar Orbiter 2 fotografiert. Der Bildeinschub des Marius Hills Hole stammt vom LRO. Er ist noch in Betrieb. Das Bild zeigt auch mehrere Lavakuppeln. Der Krater Marius befindet sich rechts oben.

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Mondblick, Sonnenfinsternis

Der Schatten des Mondes fällt auf die Erde, die von Wolken und Ozeanen bedeckt ist. Das Bild stammt vom Lunar Reconnaissance Orbiter LRO.

Bildcredit: NASA / GSFC / Arizona State Univ. / Lunar Reconnaissance Orbiter

Als der Lunar Reconnaissance Orbiter am 21. August über die Mondvorderseite kreiste, drehte er sich um und blickte zur hellen Erde, die voll beleuchtet war. Wie erwartet erfasste seine Telekamera diese scharfe Ansicht unseres hübschen Planeten. Sie dokumentierte den Schatten des Mondes, der mit etwa 2400 km/h auf einem schmalen Pfad über die USA raste.

Der dunkle Mondschatten fiel um 1:25:30 Central Daylight Time auf Hopkinsville in Kentucky. Dort bedeckte der Neumond hoch oben am Himmel bei einer totalen Finsternis die Sonne. Sie dauerte 2 Minuten und 40 Sekunden.

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Die Rückseite des Mondes

Die Mondrückseite wurde hier hoch aufgelöst vom Lunar Reconnaissance Orbiter abgebildet. Nur links oben befindet sich ein dunkler See. Sonst ist die Oberfläche von vielen Kratern übersät.

Bildcredit: NASA / GSFC / Arizona State Univ. / Lunar Reconnaissance Orbiter

Der Mond rotiert gebunden – wegen der Gezeitenkräfte. Er zeigt uns auf der Erde immer seine vertraute Vorderseite. Doch im Mondorbit sieht man auch seine Rückseite.

Das scharfe Bild ist ein Mosaik aus Bildern der Weitwinkelkamera am Lunar Reconnaissance Orbiter. Es ist auf die Mondrückseite zentriert. Die am höchsten aufgelöste Version gehört zu einem globalen Mosaik, das 100 Meter breite Strukturen pro Bildpunkt zeigt. Das Mosaik entstand aus mehr als 15.000 Bildern, die zwischen November 2009 und Februar 2011 fotografiert wurden.

Die raue, zerklüftete Oberfläche auf der Rückseite sieht ganz anders aus als die Vorderseite mit den glatten dunklen Mondmeeren. Wahrscheinliche ist die Kruste auf der Rückseite dicker. Daher floss weniger geschmolzenes Material aus dem Inneren zur Oberfläche, um glatte Meere zu bilden.

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