An der Westwand des Kraters Aristarchus

Das Panorama zeigt eine Kraterwand mit Stufen, in der sich weiße Einschlüsse und große Felsbrocken befinden.

Credit: NASA / GSFC / Arizona State Univ. / Lunar Reconnaissance Orbiter

Das Aristarchus-Plateau liegt in den gewaltigen Lavaströmen des Oceanus Procellarum auf dem Mond. Am südöstlichen Rand des Plateaus liegt der Krater Aristarchus. Er ist ein drei Kilometer tiefer Einschlagkrater mit einem Durchmesser von 40 Kilometern. Dieses Panorama zeigt den direkten Blick auf ein etwa 25 Kilometer langes Stück von der Westwand des Kraters. Unter den Strukturen an der abgestuften Wand sind dunkle Einschlagschmelzen und Ablagerungen von Trümmern, helles Auswurfmaterial und mehr als 100 Meter große Brocken.

Dieses gestochen scharfe Mosaik hat eine volle Auflösung von 1,6 Metern pro Bildpunkt. Es entstand aus Bildern, die im November 2011 mit der Narrow Angle Camera (NAC) des Lunar Reconnaissance Orbiter aufgenommen wurden. Der Aussichtspunkt des Orbiters lag 70 Kilometer östlich von der Kratermitte und nur 26 Kilometer über der Mondoberfläche.

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Saturns bemalter Mond Iapetus

Der Saturnmond Iapetus ist hell wie Eis, er füllt fast das ganze Bild. Unten ist ein riesiger Krater mit Zentralberg, rechts ist er dunkel befleckt oder beschmutzt.

Bildcredit: Cassini-Bildgebungsteam, SSI, JPL, ESA, NASA

Was geschieht mit Saturns Mond Iapetus? Riesige Bereiche dieser seltsamen Welt sind dunkel wie Kohle, andere wiederum hell wie Eis. Die Zusammensetzung des dunklen Materials ist nicht bekannt, doch Infrarotspektren zeigen, dass es vielleicht einige dunkle Arten von Kohlenstoff enthält.

Iapetus hat außerdem einen ungewöhnlichen Grat am Äquator. Er sieht damit wie eine Walnuss aus. Der Mond wirkt wie bemalt. Um ihn besser zu untersuchen, lenkte die NASA 2007 die Roboter-Raumsonde Cassini in einem Abstand von weniger als 2000 Kilometer daran vorbei. Oben ist der Mond aus einer Höhe von etwa 75.000 Kilometern zu sehen. Cassinis Flugbahn ermöglichte beispiellose Bilder der Halbkugel von Iapetus, die immer nachzieht.

Im Süden ist ein riesiger Einschlagskrater. Er ist gewaltige 450 Kilometer groß und liegt anscheinend über einem älteren Krater, der ähnlich groß ist. Das dunkle Material ummantelt immer mehr von Iapetus‚ Ostseite und verdunkelt Krater und Hochland. Genaue Untersuchungen zeigen, dass die dunkle Beschichtung, die hauptsächlich am Äquator des Mondes vorkommt, weniger als einen Meter dick ist. Die führende Hypothese besagt, dass das dunkle Material aus Schmutz besteht, der übrig bleibt, wenn das relativ warme, verunreinigte Eis sublimiert.

Ursprünglich könnte die Beschichtung mit dunklem Material von Meteoriten stammen, die auf anderen Monden Material freisetzten. Auf diesem und weiteren Bildern von Cassinis Vorbeiflug an Iapetus wird nach weiteren klaren Hinweisen gesucht.

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Mars: Ungewöhnliche Ader aus abgelagertem Gestein

Auf der rötlichen Marsoberfläche ist eine Mineralstoffader zu sehen, die vielleicht durch flüssiges Wasser abgelagert wurde.

Bildcredit: Mars Exploration Rover Mission, NASA, JPL, Cornell; Bildbearbeitung: Kenneth Kremer, Marco Di Lorenzo

Was ist diese ungewöhnliche Gesteinsader auf dem Mars wohl entstanden? Eine führende Hypothese besagt, dass die dünne Gesteinsschicht, die „Homestake“ genannt wird, von einer Flüssigkeit abgelagert wurde. So sind auch die meisten Mineraladern hier auf der Erde entstanden.

Die fließende Flüssigkeit erster Wahl ist Wasser. Daher ist dieser Mineralstreifen, der reich an Kalzium und Schwefel ist, der neueste von immer mehr Hinweisen, dass ein Teil des Mars eine wässrige Vergangenheit hat. Dies wiederum fördert die Vermutung, dass die Bedingungen für Leben auf dem Mars früher günstig waren.

Diese Aussicht vom westlichen Rand des Kraters Endeavour wurde vom Rover Opportunity aufgenommen, der derzeit den Mars erforscht. Der Bildeinschub zeigt eine Nahaufnahme der kürzlich entdeckten Mineralader.

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Ein Landrutsch auf dem Asteroiden Vesta

Auf der Oberfläche des Asteroiden Vesta befindet sich eine riesige Hangrutschung oder Klippe, die mitten im Bild zu sehen ist.

Bildcredit: NASA, JPL-Caltech, UCLA, MPS, DLR, IDA

Auf dem Asteroiden Vesta gibt es einige der eindrucksvollsten Klippen im Sonnensystem. Oben bei der Bildmitte ist eine steile Felswand, sie ist zirka 20 Kilometer hoch. Das Bild stammt von der robotischen Raumsonde Dawn. Dawn begann dieses Jahr, den 500 Kilometer großen Gesteinsbrocken im Weltraum zu umkreisen.

Die Topografie des Steilhangs und seiner Umgebung lässt vermuten, dass an diesem Abhang gewaltige Landrutschungen stattfanden. Der Ursprung des Abhangs ist unbekannt, doch Teile der Klippe selbst sind wohl ziemlich alt, da nach ihrer Entstehung mehrere Krater darin geschlagen wurden. Dawn vollendete die Überblickskartierung in großer Höhe. Nun nähert sich die Raumsonde dem Asteroiden auf einer Spiralbahn. Dabei untersucht sie das Gravitationsfeld des Asteroiden.

2012 verlässt Dawn Vesta und beginnt eine lange Reise zum einzigen noch größeren Objekt im Asteroidengürtel, von dem wir wissen: Ceres.

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Eine farbige Seite des Mondes

Der Mond ist auf diesem Bild kaum zu erkennen, er ist in leuchtenden Farben wie violett, grün, gelb oder rot abgebildet.

Bildcredit: NASA / GSFC / DLR / Arizona State Univ. / Lunar Reconnaissance Orbiter

Diese bunte topografische Karte zeigt die Rückseite des Mondes. Das ist jene Seite, die vom Planeten Erde aus nicht sichtbar ist. Für den Lunar Reconnaissance Orbiter ist die Ansicht jedoch verfügbar, weil die Weitwinkelkamera der Raumsonde jeden Monat fast die gesamte Mondoberfläche abbildet.

Stereo-Überlappungen der Abbildungen erlaubten die Berechnung einer topografischen Karte mit einer Abdeckung zwischen 80 Grad nördlicher und südlicher Breite. Die Ergebnisse erreichen eine Auflösung von etwa 300 Metern auf der Mondoberfläche und eine Höhengenauigkeit von 10 bis 20 Metern. Daten, die näher am Nord- oder Südpol liegen, werden mithilfe des Lunar Orbiter Laser Altimeter befüllt.

Auf dieser Karte zeigen Weiß, Rot, Grün und Violett stufenweise tiefere Lagen. Am unteren Bildrand sind große kreisförmige Kleckse in violetten Farbtönen. Sie zeigen das Aitken-Becken am Südpol auf der Rückseite des Mondes. Das Aitken-Becken hat einen Durchmesser von etwa 2500 Kilometern und ist mehr als 12 Kilometer tief. Damit ist es eines der größten Einschlagsbecken im Sonnensystem.

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Weiße Felsfinger auf dem Mars

Die weißen Strukturen auf der Marsoberfläche, die hier abgebildet sind, erinnern an die Finger einer Hand.

Bildcredit: THEMIS, Mars Odyssey Team, ASU, JPL, NASA

Wie entstand diese ungewöhnliche helle Gesteinsschicht auf dem Mars? Es gibt zwar die faszinierende Vermutung, dass es Salzablagerungen sein könnten, die in einem urzeitlichen, ausgetrockneten Seebett zurückgeblieben sind. Doch genaue Untersuchungen dieser Finger lassen eine viel banalere Möglichkeit zu: dass es sich um vulkanische Asche handelt.

Die exakten Farbe der Gesteinsschicht wurde untersucht, sie verweist auf einen möglichen vulkanischen Ursprung. Das helle Material wurde anscheinend vom Gelände in der Umgebung wegerodiert. Das lässt auf eine Substanz mit sehr geringer Dichte schließen. Der starke Kontrast zwischen dem Gestein und dem umgebenden Sand wird dadurch verstärkt, dass der Sand ungewöhnliche dunkel ist.

Das Bild entstand mit dem Thermal Emission Imaging System der Raumsonde Mars Odyssey. Diese Sonde kreist derzeit um den Mars. Das Bild ist etwa 10 Kilometer breit und zeigt das Innere eines größeren Kraters.

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MESSENGERs erster Tag

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Credit: NASA/JHU APL/CIW

Ein Sonnentag auf einem Planeten ist die Zeit, die von Mittag bis Mittag verstreicht. Auf dem Planeten Erde dauert ein Sonnentag 24 Stunden. Ein Sonnentag auf Merkur ist ungefähr 176 Erdentage lang.

Während ihres ersten Sonnentages bei Merkur bildete die Raumsonde MESSENGER in der Umlaufbahn um Merkur fast die gesamte Oberfläche des innersten Planeten ab. Die Raumsonde erstellte eine umfassende, einfarbige Karte mit einer Auflösung von etwa 250 Metern pro Bildpunkt und eine Farbkarte mit einer Auflösung von einem Kilometer pro Bildpunkt.

Oben sind Teile der Karten dargestellt. Es sind Mosaike, die aus Tausenden Bildern mit einheitlicher Beleuchtung erstellt wurden. Links ist das Schwarz-Weiß-Bild. Beide Karten sind auf den 75. östlichen Längenkreis des Planeten zentriert.

Der zweite Merkur-Sonnentag der Raumsonde MESSENGER wird voraussichtlich für weitere hoch aufgelöste, zielgerichtete Beobachtungen der Oberflächendetails auf dem Planeten genützt. (Hinweis der Herausgeber: Wegen Merkurs 3:2-Umlaufkopplung dauert ein Sonnentag auf Merkur 2 Merkurjahre.)

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Der Südpol des Asteroiden Vesta

Ein runder, unregelmäßig geformter Himmelskörper mit Kratern und Rillen füllt das Bildfeld.

Bildcredit: NASA, JPL-Caltech, UCLA, MPS, DLR, IDA

Wie entstand die kreisförmige Struktur am Südpol des Asteroiden Vesta? Dieses Bild zeigt die Unterseite des zweitgrößten Objekts im Asteroidengürtel. Es wurde kürzlich von der Roboter-Raumsonde Dawn abgebildet. Dawn erreichte Vesta letzten Monat.

Wenn man das Bild mit 260 Meter großen Details genau betrachtet, erkennt man nicht nur Hügel, Krater, Klippen und noch mehr Krater, sondern auch eine gezackte, kreisförmige Struktur. Sie bedeckt rechts unten einen Großteil des 500 Kilometer großen Objekts.

Erste Überlegungen vermuten, dass die Struktur bei einer Kollision und Verschmelzung mit einem kleineren Asteroiden entstanden ist. Vielleicht stammen die Merkmale aber auch von einem Prozess im Inneren, kurz nach der Entstehung des Asteroiden.

Neue Hinweise kommen vielleicht in den nächsten Monaten, wenn sich Dawn auf einer Spiralbahn der felsigen Welt nähert und immer höher aufgelöste Bilder schickt.

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