NGC 7023: Der Irisnebel

Mitten in einer bräunlichen Wolke leuchtet ein blauer Nebel. Staub streut blaues Licht effizienter als rotes Licht.

Bildcredit und Bildrechte: Robert Shepherd

Diese kosmischen Wolken sind 1300 Lichtjahre entfernt. Sie blühten in den üppigen Feldern im Sternbild Kepheus. NGC 7023 wird Irisnebel genannt. Er ist nicht der einzige Nebel, der an Blumen erinnert.

Dieses detaillierte Teleskopbild zeigt die verschiedenen Farben und Symmetrien im Irisnebel. Sie sind in Felder aus interstellarem Staub eingebettet. Das staubige Nebelmaterial in der Iris umgibt einen heißen jungen Stern. Die Hauptfarbe des helleren Reflexionsnebels ist Blau. Diese Farbe ist typisch für Staubkörnchen, die Sternenlicht reflektieren.

Die Fasern im Zentrum des Reflexionsnebels leuchten mit einer schwachen rötlichen Photolumineszenz. Denn manche Staubkörnchen verwandeln die unsichtbare ultraviolette Strahlung des Sterns in sichtbares rotes Licht. Infrarot-Beobachtungen zeigen, dass der Nebel wahrscheinlich komplexe Kohlenstoffmoleküle enthält. Diese Moleküle werden als PAK bezeichnet.

Die staubigen blauen Blütenblätter im Irisnebel sind etwa sechs Lichtjahre lang.

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Lynds Dunkler Nebel 1251

Eine Staubwolke zeichnet sich graubraun vor dem dunklen Hintergrund ab, in der Mitte ist sie kompakt und dunkel. In ihrem Inneren entstehen Sterne.

Bildcredit und Bildrechte: Long Xin

In Lynds Dunkelnebel 1251 (LDN) entstehen Sterne. LDN 1251 ist etwa 1000 Lichtjahre entfernt. Er treibt über der Ebene unserer Galaxis. Man kennt den Nebel auch unter dem weniger appetitlichen Namen „Nebel des fauligen Fisches“. Die staubige Molekülwolke gehört zu einem Komplex von Dunkelnebeln nahe der Kepheus-Flare-Region.

Dunkle interstellare Wolken astronomisch untersucht. Dabei zeigen sie energiereiche Erschütterungen und Ausflüsse im gesamten Spektrum. Diese gehen mit neu entstandenen Sternen einher. Dazu kommt das verräterische rötliche Leuchten von Herbig-Haro-Objekten, die sich im Bild verstecken. Im Hintergrund findet man auch weit entfernte Galaxien. Sie liegen weit hinter der staubigen Wolke.

Der hübsche Anblick ist am Himmel vier Vollmonde breit. Bei der geschätzten Distanz von LDN 1251 wäre der Nebel ca. 35 Lichtjahre breit.

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Ou4: Der Riesentintenfischnebel

Mitten in einer roten Emissionsregion leuchtet eine blaue Hülle in Form eines Kalamars oder Tintenfisches. Die Emissionsregion ist Sh1-129, die blaue Blase ist Ou4.

Bildcredit und Bildrechte: Alex Linde

Tintenfische auf der Erde sind nicht so groß. Diese rätselhafte kosmische Wolke erinnert an einen Tintenfisch. Sie ist am Himmel des Planeten Erde fast so groß wie drei Vollmonde. Der Tintenfischnebel wurde 2011 von dem französischen Astrofotografen Nicolas Outters entdeckt. Seine bipolare Form ist hier an den typischen blauen Emissionen doppelt ionisierter Sauerstoffatome erkennbar.

Der Nebel liegt anscheinend in der rötlichen Wasserstoffemissionsregion Sh2-129. Doch es war schwierig, die tatsächliche Entfernung und Natur des Tintenfischnebels zu bestimmen. Eine Untersuchung zeigt, dass Ou4 etwa 2300 Lichtjahre entfernt ist und tatsächlich in Sh2-129 liegt.

Demnach wäre der kosmische Tintenfisch ein spektakulärer Materieausfluss von einem Dreifachsystem heißer, massereicher Sterne. Dieses Dreifachsystem ist als HR8119 katalogisiert. Es befindet sich nahe der Mitte des Nebels. Wenn all das stimmt, ist dieser wahrlich gigantische Tintenfischnebel physisch länger als 50 Lichtjahre.

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Der Löwennebel Sh2-132

Der Löwennebel besteht aus rotbraun und orangefarben leuchtenden Staubnebeln, die das Bild füllen.

Bildcredit und Bildrechte: Imran Badr; Text: Natalia Lewandowska (SUNY Oswego)

Ist der Löwennebel der wahre Herrscher im Sternbild Kepheus? Die Energie dieses machtvollen, katzenartigen Nebels stammt von zwei massereichen Sternen. Jeder davon hat mehr als 20 Sonnenmassen.

Die energiereiche Materie stammt von Hüllen aus ionisiertem Gas, die sich ausdehnten. Sie leuchtet nicht nur, sondern ist auch so dicht, dass sie durch Gravitation kollabiert und Sterne zu bildet.

Sein offizieller Name lautet Sh2-132. Die Winkelbreite des Löwennebels ist etwas größer als der Vollmond. Die gasförmige ikonische Region ist etwa 10.000 Lichtjahre entfernt und liegt in einem Sternbild, das nach dem König von Aithiopia in der griechischen Mythologie benannt ist.

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Das Helle, das Dunkle und das Staubige

Rechts unten ist das Bild sternklar, links oben ist es voller dunkler und dunkelroter Nebel mit wenigen hellen Sternen. In der MItte sind hellrote Ranken.

Bildcredit und Bildrechte: Gábor Galambos

Diese farbige Landschaft ist am Himmel etwa so breit wie drei Vollmonde. Sie liegt in einem nebelreichen Sternfeld in der Ebene unserer Galaxis, der Milchstraße im königlichen nördlichen Sternbild Kepheus.

Mitten im Bild liegt die helle rötliche Emissionsregion Sharpless (Sh)2-155. Sie liegt am Rand der Molekülwolke in dieser Region und ist etwa 2400 Lichtjahre entfernt. Die Molekülwolke ist auch als Höhlennebel bekannt. Sie ist etwa 10 Lichtjahre breit. Die hellen Wände der kosmischen Höhle bestehen aus Gas, das vom ultravioletten Licht der heißen jungen Sterne in ihrer Umgebung ionisiert wird.

Die interstellare Leinwand zeigt auch staubige, bläuliche Reflexionsnebel wie vdB 155 (links) und dichte Staubwolken. Astronomische Untersuchungen förderten Anzeichen von Sternbildung zutage. Dazu zählt der helle rötliche Fleck von Herbig-Haro (HH) 168 links oben. Er stammt von der energiereichen Strahlung eines neu entstandenen Sterns.

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Die Reflexionen des Geistnebels

Aus den bräunlich leuchtenden Nebeln im sternbedeckten Bild scheinen Gespenster aufzusteigen oder Gesichter zu schreien.

Bildcredit und Bildrechte: Bogdan Jarzyna

Erkennt ihr in diesem interstellaren Feld mit Sternen und Staub irgendwelche Gestalten? Die juwelengeschmückte Weite ist voller Wolken, die das Sternenlicht schwach reflektieren. Sie treiben im königlichen Sternbild Kepheus durch die Nacht.

Diese geisterhaften Erscheinungen sind weit von eurer Nachbarschaft auf dem Planeten Erde entfernt. Sie lauern in der Ebene der Milchstraße am Rand des Kepheus-Fackel-Molekülwolkenkomplexes, der etwa 1200 Lichtjahre entfernt ist.

VdB 141 oder Sh2-136 ist auch als Geistnebel bekannt. Er misst mehr als zwei Lichtjahre und ist heller als die anderen spukhaften Schimären. Er befindet sich im unteren Teil des Bildes. Im Reflexionsnebel befinden sich verräterische Anzeichen dichter Kerne, die in einem frühen Stadium der Sternbildung kollabieren.

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My Cephei

In der Mitte leuchtet ein orange-rötlicher Stern, er ist der hellste Stern im Bild. Nach rechts unten breiten sich rote Nebelwolken aus.

Bildcredit und Bildrechte: David Cruz

My Cephei ist ein sehr großer Stern. Der Überriese der Klasse M ist etwa 1500-mal so groß wie die Sonne. Er ist einer der größten Sterne, die mit bloßem Auge sichtbar sind, ja sogar einer der größten Sterne in der gesamten Galaxis. Wenn er in unserem Sonnensystem die Sonne ersetzen würde, würde My Cephei Mars und Jupiter leicht einnehmen.

Historisch gesehen ist My Cephei als Herschels Granatstern bekannt, weil er extrem rot leuchtet. Der Überriese ist an die 2800 Lichtjahre entfernt und liegt auf dieser Teleskopansicht am Rand des rötlichen Emissionsnebels IC 1396 im königlichen Sternbild Kepheus. Er ist viel kühler und somit röter als die Sonne, und sein Licht wird durch Absorption und Streuung durch den Staub in der Milchstraße zusätzlich gerötet.

Der gut untersuchte veränderliche Stern My Cephei ist nach unserer Einschätzung in einer späten Phase der Sternentwicklung. Er ist außerdem ein massereicher Stern, der als Supernova explodieren wird, bei der sein Kern kollabiert.

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NGC 7023: Der Irisnebel

Im Bild leuchtet fast bildfüllend ein blauer Nebel mit einem hellen Stern in der Mitte. Er erinnert an die Blüte einer Iris. Er wird als NGC 7023 oder Irisnebel bezeichnet.

Bildcredit und Bildrechte: Lorand Fenyes

Diese kosmischen Wolken blühten 1300 Lichtjahre entfernt in den fruchtbaren Feldern im Sternbild Kepheus. NGC 7023 wird auch Irisnebel genannt. Er ist nicht der einzige Nebel, der an das Bild einer Blume erinnert. Dieses detailreiche Teleskopbild zeigt die Bandbreite an Farben und Symmetrien im Irisnebel, eingebettet in Felder aus interstellarem Staub.

In der Iris umgibt staubiges Nebelmaterial einen heißen jungen Stern. Die Hauptfarbe des helleren Reflexionsnebels ist Blau, was charakteristisch ist für Staubkörnchen, die Sternenlicht reflektieren.

Einige Fasern im Zentrum des Reflexionsnebels leuchten blass rötlich, da einige Staubkörnchen die unsichtbare Ultraviolettstrahlung des Sterns in sichtbares rotes Licht umwandeln. Infrarotbeobachtungen lassen den Schluss zu, dass dieser Nebel komplexe Kohlenstoffmoleküle enthält, die als PAK bezeichnet werden. Die blauen Blütenblätter des Irisnebels sind etwa sechs Lichtjahre lang.

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