Geschützter Nachthimmel über Flagstaff

Hinter einer dunklen, verschneiten Landschaft ragt ein Gebirge hoch, darüber schwebt eine Wolke, am Himmel breitet sich die Milchstraße mit Dunkelnebeln und zahllosen Sternen aus.

Credit und Bildrechte: Dan und Cindy Duriscoe, FDSC, Lowell-Observatorium, USNO

Dieser Himmel ist geschützt. Gestern war der 50. Jahrestag der ersten Beleuchtungsverordnung, die je erlassen wurde. Sie schützt den Nachthimmel über Flagstaff in Arizona (USA) vor ScheinwerferWerbung.

Heute hat Flagstaff den Status der ersten internationalen Stadt mit dunklem Himmel und und verfügt über eine Lichtverordnung, dass kein Licht diesen majestätischen Nachthimmel stört. Der dunkle Himmel über Flagstaff ermöglicht nicht nur Himmelsforschenden den Blick ins Universum. Auch ortsansässige Sternfreund*innen sehen eine Himmelslandschaft wie jede menschliche Generation davor.

Dieses Bild mit Blick nach Nordosten wurde vor zwei Wochen um 3 Uhr morgens nur 10 Kilometer von Flagstaff entfernt am Fort Valley aufgenommen. Das spektakuläre Panorama zeigt die San-Francisco-Peaks, die von einer Lenticularis bedeckt sind. Dahinter wölbt sich die Ebene der Milchstraße mit den Sternbildern Kassiopeia, Kepheus und Schwan diagonal von links unten nach rechts oben. Weiter rechts leuchtet unter dem hellen Stern Deneb der Nordamerikanebel.

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NGC 7129 und NGC 7142: Reflexionsnebel und Sternhaufen

Der Reflexionsnebel NGC 7129 und der offene Sternhaufen NGC 7142 im Sternbild Kepheus liegen im Bild nahe beisammen, in Wirklichkeit sind sie aber unterschiedlich weit entfernt.

Credit und Bildrechte: Tony Hallas

Dieses hübsche Teleskopbild blickt zum Sternbild Kepheus. Dort ist ein faszinierendes visuelles Paar. Es besteht aus dem staubigen Reflexionsnebel NGC 7129 (links) und dem offenen Sternhaufen NGC 7142. Die beiden sind am Himmel nur ½ Grad voneinander entfernt. Doch ihre Distanz zu uns ist unterschiedlich.

Vorne ist der Staubnebel NGC 7129. Er ist etwa 3000 Lichtjahre entfernt. Der offene Sternhaufen NGC 7142 ist wahrscheinlich mehr als 6000 Lichtjahre entfernt. Die allgegenwärtigen, klumpigen Staubwolken liegen im Vordergrund der Region. Sie röten das Licht von NGC 7142. Das erschwert astronomische Beobachtungen des Haufens.

NGC 7142 ist vermutlich ein älterer offener Sternhaufen, während die hellen Sterne, die in NGC 7129 eingebettet sind, vielleicht nur eine Million Jahre jung sind. Die verräterischen sichelförmigen Formen rund um NGC 7129 gehen mit energiereichen Strahlströmen einher, die von jungen Sternen ausgehen. Überraschenderweise können wir trotz des Staubs Galaxien beobachten, die weit entfernt im Hintergrund der farbigen kosmischen Aussicht liegen.

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