Die M81-Galaxiengruppe hinter dem Integrierten Flussnebel

Rechts sind die Spiralgalaxie M81 und die irreguläre Galaxie 82 markant abgebildet. Im Vordergrund sind markante beige und dunkelrote Staubfasern verteilt, sie liegen über der Milchstraße.

Bildcredit und Bildrechte: D. Lopez und A. Rosenberg, IAC

Ferne Galaxien und nahe Nebel prägen dieses detailreiche Bild. Es zeigt die Galaxiengruppe um M81. Das Mosaik entstand aus 80 Aufnahmen. Markant prangt rechts unten die prachtvolle Spiralgalaxie M81. Sie ist die größte Galaxie im Bild. M81 wechselwirkt durch Gravitation mit M82, die man darüber sieht. Diese große Galaxie hat einen ungewöhnlichen Hof aus faserartigem, rot leuchtendem Gas. Im Bild sind viele weitere Galaxien der M81-Gruppe verteilt. Vorne leuchten viele Sterne der Milchstraße.

Die ganze Menagerie an Galaxien liegt hinter dem Schimmern des Integrierten Flussnebels (IFN). Es ist eine riesige, komplexe Leinwand aus diffusem Gas und Staub in der Milchstraße. Die Details des roten und gelben IFN wurden digital verstärkt. Sie wurden mit einer neuen Weitwinkelkamera abgebildet. Sie wurde kürzlich am TeideObservatorium auf den Kanarischen Inseln von Spanien installiert.

Vortrag (mit tschechischer Übersetzung): APOD-Herausgeber am 30. Juni in Prag

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Markarjansche Kette zu Messier 64

Hinter Sternen in der Jungfrau und im Haar der Berenike sind Galaxien verteilt. Sie gehören zum Virgo-Galaxienhaufen. Markarjans Augen und die Markarjansche Kette sind auffällig, aber auch Messier-Objekte sind im Bild verteilt.

Bildcredit und Bildrechte: Rogelio Bernal Andreo (Deep Sky Colors)

Die Markarjansche Kette aus Galaxien läuft auf im farbigen breiten Teleskopmosaik von oben nach unten. Sie quert das Zentrum des Virgohaufens zur staubigen Spiralgalaxie Messier 64. Das Sichtfeld ist etwa 20 Vollmonde groß. Am prächtigen Nachthimmel sind Galaxien verstreut. Das kosmische Bild zeigt auch Sterne im Vordergrund. Sie leuchten in der Jungfrau und im gut gekämmten Sternbild Haar der Berenike. Über der Ebene der Milchstraße treiben blasse, staubige Nebel.

Sucht nach Markarjans Augen. Das berühmte Paar wechselwirkender Galaxien steht nahe dem oberen Bildrand. In der Nähe ist M87, eine riesige elliptische Galaxie im Virgo-Galaxienhaufen. Unten könnt ihr Messier 64 niederstarren. Man kennt sie auch als Blaues-Auge-Galaxie. Der Virgohaufen ist der nächste große Galaxienhaufen in der Umgebung der Lokalen Gruppe. Die Galaxien im Virgohaufen sind etwa 50 Millionen Lichtjahre entfernt. Die Distanz zu M64 beträgt ungefähr 17 Millionen Lichtjahre.

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M89: Elliptische Galaxie mit äußeren Hüllen und Schwaden

Die Galaxie M89 ist von Schalen und Hüllen umgeben, die sehr glatt wirken. Davor sind Sterne verteilt, die in der Milchstraße liegen.

Bildcredit und Bildrechte: Mark Hanson

Seht ihr sie? Das berühmte Messierobjekt M89 ist scheinbar eine einfache elliptische Galaxie. Es ist von blassen Hüllen und Schwaden umgeben. Die Ursache der Hüllen ist derzeit unbekannt. Sie entstanden wohl durch Gezeitenschweife aus Trümmern, die übrig blieben, als M89 in den letzten Milliarden Jahren viele kleine Galaxien aufnahm. Doch vielleicht sind die Hüllen wie Wellen in einem Teich nach einer Kollision mit einer anderen großen Galaxie, die vor kurzer Zeit Dichtewellen erzeugte. Diese Wellen rieseln nun durch den galaktischen Giganten.

Was auch immer die Ursache war: Dieses Bild zeigt, dass Forschende sich immer mehr darüber einig werden, dass einige elliptische Galaxien in der jüngeren Vergangenheit entstanden sind. Außerdem sind die äußeren Höfe der meisten großen Galaxien nicht glatt, sondern komplex. Das kann viele Gründe haben, zum Beispiel regelmäßige Wechselwirkungen mit kleineren nahen Galaxien. Manchmal werden diese auch verschlungen. Der Hof um unsere Milchstraße ist ein Beispiel für so eine unerwartete Komplexität.

M89 gehört zum nahen VirgoGalaxienhaufen. Er ist ungefähr 50 Millionen Lichtjahre entfernt.

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Die Spiralgalaxie NGC 6744

Die große, schöne Spiralgalaxie NGC 6744 liegt mitten im Bild zwischen markanten Sternen. Links unter der Galaxie ist eine kleine Begleitgalaxie, zu der ein Strom aus Sternen verläuft.

Bildcredit und Bildrechte: Daniel Verschatse, Antilhue-Observatorium

Die große, schöne Spiralgalaxie NGC 6744 ist fast 175.000 Lichtjahre groß. Sie ist also größer als unsere Milchstraße. Ihre Distanz beträgt ungefähr 30 Millionen Lichtjahre. Sie liegt im südlichen Sternbild Pfau. In kleinen Teleskopen erscheint sie als blasses, ausgedehntes Objekt.

Die Scheibe der nahen Insel im Universum liegt schräg zu unserer Sichtlinie. Dieses klare Porträt zeigt viele Details der Galaxie. Es bedeckt einen Bereich mit der Winkelgröße von ungefähr einem Vollmond.

Das Licht alter kühler Sterne prägt den gelblichen Kern der Galaxie. Außerhalb vom Kern ziehen Spiralarme mit jungen, blauen Sternhaufen und rötlichen Regionen, in denen Sterne entstehen, an einer kleineren Begleitgalaxie vorbei, die links unten liegt. Sie erinnert an die Große Magellansche Wolke, das ist eine Begleitgalaxie der Milchstraße.

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Sternhaufen, Spiralgalaxie und Supernova

Links oben ist der offene Sternhaufen NGC 6939 im Sternbild Kepheus, unten ist die Galaxie NGC 6946, in der eine Supernova explodiert ist. Sie ist mit roten Strichen markiert.

Bildcredit und Bildrechte: Paolo Demaria

Dieses farbige Teleskopfeld ist ein kosmischer Schnappschuss vom 19. Mai. Es ist am Himmel etwa 1 Grad breit, das entspricht 2 Vollmonden. Die gezackten Sterne in der Milchstraße im Vordergrund sind im königlichen Sternbild Kepheus verteilt, während die Sterne des offenen Haufens NGC 6939 etwa 5000 Lichtjahre entfernt am oberen Bildrand versammelt sind.

Links unten liegt die Spiralgalaxie NGC 6946, die wir von oben sehen. Sie ist fast 22 Millionen Lichtjahre entfernt. Die roten Linien zeigen die Supernova SN 2017eaw, sie wurde kürzlich entdeckt. Es ist die finale Explosion eines massereichen Sterns und sind in die bläulichen Spiralarme der Galaxie eingebettet.

In den letzten 100 Jahren wurden in NGC 6946 ganze 10 Supernovae entdeckt. Zum Vergleich: Durchschnittlich explodiert in unserer Milchstraße ungefähr eine Supernova in 100 Jahren. NGC 6946 ist auch als Feuerwerksgalaxie bekannt.

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NGC 4565: hochkante Galaxie

Die schmale Galaxie NGC 4565 im Sternbild Haar der Berenike verläuft diagonal durchs Bild. Wir sehen auf ihre Kante, die von einem starken Staubband gesäumt ist.

Bildcredit und Bildrechte: Lóránd Fényes

Ist unsere Galaxis auch so dünn? Vermutlich. Die prächtige Spiralgalaxie NGC 4565 ist vom Planeten Erde aus von der Seite sichtbar. Wegen ihres schmalen Profils ist sie auch als Nadelgalaxie bekannt. Die helle Galaxie NGC 4565 ist ein Halt bei vielen Teleskopreisen am nördlichen Himmel im blassen, aber gut gekämmten Sternbild Haar der Berenike (Coma Berenices).

Dieses scharfe, farbige Bild zeigt den gewölbten zentralen Kern der Galaxie. Er ist von undurchsichtigen Staubbahnen durchschnitten, die um die dünne galaktische Ebene von NGC 4565 laufen. Das hübsche Sichtfeld zeigt auch eine Auswahl weiterer Galaxien im Hintergrund, zum Beispiel die benachbarte Galaxie NGC 4562 links oben.

NGC 4565 ist etwa 40 Millionen Lichtjahre entfernt. Sie ist ungefähr 100.000 Lichtjahre breit. Mit einem kleinen Teleskop erkennt man NGC 4565 leicht. Viele halten sie für ein bedeutendes Himmelskunstwerk, das Messier übersehen hat.

Vortrag: APOD-Herausgeber am 30. Juni in Prag

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Ein Blick in Richtung M101

Die Galaxie M101 rechts oben erinnert mit ihren ausgeprägten Spiralarmen an ein Feuerrad.

Bildcredit und Bildrechte: Laszlo Bagi

Die große, schöne Spiralgalaxie M101 ist einer der letzten Einträge im berühmten Katalog von Charles Messier. Doch sie ist nicht die unbedeutendste. Diese Galaxie ist etwa 170.000 Lichtjahre groß und somit riesig. Sie ist fast doppelt so groß wie unsere Milchstraße. M101 war auch einer der typischen Spiralnebel, die Lord Rosse mit seinem großen Teleskop des 19. Jahrhunderts, dem Leviathan von Parsonstown, beobachtete.

M101 teilt sich das Sichtfeld im Teleskop mit gezackten Sternen im Vordergrund, die in der Milchstraße liegen. Weit dahinter sind Galaxien verteilt. Die Farben der einzelnen Sterne findet man auch im Sternenlicht der großen Universumsinsel. Ihr Kern ist vom Licht kühler, gelblicher Sterne geprägt. In den prächtigen Spiralarmen leuchten die blauen Farben heißerer junger Sterne. Es mischt sich mit undurchsichtigen Staubbahnen und rötlichen Regionen mit Sternbildung.

M101 ist auch als Feuerradgalaxie bekannt. Sie liegt etwa 25 Millionen Lichtjahre entfernt im nördlichen Sternbild Ursa Major.

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Die Zwerggalaxie Wolf-Lundmark-Melotte

Die Zwerggalaxie WLM ist hinter Sternen zu sehen. Sie wirkt ein wenig flockig. Sie enthält rosarote Sternbildungsgebiete.

Bildcredit: ESO, VST/OmegaCAM-Durchmusterung der Lokalen Gruppe

Die einsame Zwerggalaxie WolfLundmarkMelotte (WLM) ist nach drei Astronomen benannt, die bei ihrer Entdeckung und Erforschung hilfreich waren. Sie liegt im südlichen Sternbild Walfisch (Cetus). Die Zwerggalaxie ist etwa 3 Millionen Lichtjahre von der Milchstraße entfernt und ein sehr abgelegenes Mitglied der Lokalen Gruppe.

Vielleicht trat die Galaxie nie in Wechselwirkung mit einer anderen Galaxie in der Lokalen Gruppe. Dennoch ist das einsame Inseluniversum von verräterischen rötlichen Regionen mit Sternbildung und heißen, jungen bläulichen Sternen gesprenkelt. Ältere, kühle gelbliche Sterne sind in einem Hof um die kleine Galaxie verteilt, der etwa 8000 Lichtjahre groß ist.

Dieses scharfe Porträt von WLM entstand mit dem OmegaCAM-Weitwinkel-Abbildungs- und Durchmusterungs-Teleskop der ESO. Es befindet sich am Paranal-Observatorium und hat eine Auflösung von 268 Megapixel.

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