Curiositys Aussicht am Vera-Rubin-Kamm

Bildcredit: NASA, JPL-Caltech, MSSS, Marsrover Curiosity

Was sieht man, wenn man auf dem Mars steht? Als NASA-Rover Curiosity wäre es letzten Monat diese Aussicht am Vera-Rubin-Kamm gewesen. Der faszinierende Aussichtspunkt an der Seite des Aeolis Mons ist von Felsen übersät. Das 360-Grad-Panorama könnt ihr durch Klicken oder Kippen in vielen Webbrowsern rundherum drehen. So genießt ihr die Aussicht aus allen Richtungen.

Viele Instrumente des Rovers sind auf dieser virtuellen Ansicht beschriftet: die Antennen, der Roboterarm und die Radionuklid-Batterie (RTG). Dunkler Sand und helles Gestein bedecken den Boden in der Nähe. Diese Mischung bezeichnet man als Seebett-Schlammstein. In der Ferne ragt Aeolis Mons auf. Man sieht ihn kaum, weil sich der Schwebstaub eines planetenweiten Sturms, der bereits abklingt, in der Atmosphäre verteilt.

Curiosity gelangen viele Entdeckungen. Zum Beispiel fand der Rover heraus, dass es auf dem Mars Rohmaterial für Leben gibt. Die nächste Sonde auf dem Mars ist Insight. Sie soll Ende November landen und mit einem Seismometer das Innere des Roten Planeten besser erforschen.

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M1: Hubble zeigt den Krebsnebel

Der Krebsnebel oder Krabbennebel M1 besteht aus wirren Fasern. Die Mitte ist von einem zarten Nebel überzogen.
Bildcredit: NASA, ESA, Hubble, J. Hester, A. Loll (ASU)

So ein Chaos bleibt zurück, wenn ein Stern explodiert. Der Krebsnebel ist das Ergebnis einer Supernova, die 1054 n. Chr. zu sehen war. Er ist voller rätselhafter Fasern, die nicht nur ungeheuer komplex sind. Sie besitzen anscheinend auch weniger Masse, als bei der ursprünglichen Supernova ausgestoßen wurde. Außerdem ist ihre Geschwindigkeit höher, als man bei einer freien Explosion erwarten würde.

Das Bild entstand mit dem Weltraumteleskop Hubble. Es kombiniert drei Farben, die nach wissenschaftlichen Kriterien gewählt wurden. Der Krebsnebel ist etwa 10 Lichtjahre groß. Mitten im Nebel befindet sich ein Pulsar. Das ist ein Neutronenstern, der etwa die Masse der Sonne hat, doch er ist nur so groß ist wie eine kleine Stadt. Der Krebspulsar rotiert etwa 30 Mal pro Sekunde.

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Perseïd in Echtzeit

Ein heller Perseïd zischte über den violetten Himmel und zieht eine grün leuchtende Spur hinter sich her. Links steht die Silhouette eines Baumes, in der Mitte packen zwei Himmelsfreunde ihre Ausrüstung ein.
Bildcredit und Bildrechte: Till Credner, AlltheSky.com

Die Meteore der Perseïden bieten dieses Jahr mit hellen Meteoren und einem dunklen Nachthimmel eine günstige Gelegenheit für ein Wochenende im Zelt. Auf einem Campingplatz in den Bergen von Süddeutschland beobachteten zwei Leute den Himmel. Sie packten schon ihre Ausrüstung ein, da fanden sie mindestens einen Grund, noch unter dem Sternenhimmel zu bleiben. Sie sahen nämlich diesen kurzen, farbigen Blitz.

Das Video dauert zwei Sekunden. Es wurde am 12. August am Morgen in der Dämmerung aufgenommen. Daraus entstand dieses GIF aus 50 Einzelbildern. Es wurde in Echtzeit gefilmt und zeigt die Entwicklung der charakteristisch grünen Bahn eines hellen Perseïden. Rechts leuchtet ein viel blasserer Perseïd, den man gerade mal so sieht. Die Perseïden pflügen mit 60 Kilometern pro Sekunde in die Erdatmosphäre. Damit sind sie schnell genug, um in einer Höhe von ungefähr 100 Kilometern den Sauerstoff in der Luft anzuregen. Er erzeugt das charakteristische grüne Leuchten.

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Saturns Sechseck beim Nordpol

Die Figur ist so regelmäßig, dass es unglaublich scheint, dass sie natürlichen Ursprungs ist. Das berühmte Sechseck um Saturns Nordpol wurde in den 1980er-Jahren von den Voyager-Sonden entdeckt und wird seither durchgehend beobachtet. Das Sechseck füllt beinahe das Bild, das blau und magenta gefärbt ist. In der Mitte ist ein Strudel.
Bildcredit: NASA, JPL-Caltech, Space Science Institute, Hampton University

Diese faszinierende sechseckige Strahlströmung ist das berühmte Sechseck um Saturns Nordpol. Das farbige Bild in Falschfarben stammt aus einem Video. Es reicht bis 70 Grad nördlicher Breite und zeigt das Sechseck in voller Pracht. Das Bild wurde aus Daten in infrarotem, sichtbarem und ultraviolettem Licht berechnet. Diese Daten wurden Ende 2012 von der Raumsonde Cassini im Saturn-Orbit aufgenommen.

Die seltsame Struktur ist etwa 30.000 Kilometer groß und an die Rotation des Planeten gebunden. Sie ist auch sehr langlebig. Erstmals entdeckt man es in den 1980er Jahren auf Bildern vom Vorbeiflug der Voyager-Sonden, die das Sonnensystem verlassen. In seiner Mitte liegt der Orkan beim Nordpol des beringten Gasriesen.

Eine neue Langzeitstudie von Cassini-Daten zeigte einen auffälligen Wirbel in größerer Höhe. Er entstand, als auf der Nordhalbkugel des Planeten der Sommer begann. Außerdem passt er exakt zum Umriss des Sechsecks am Nordpol. Es scheint, als würde es Hunderte Kilometer über diesen tieferen Oberflächen der Wolken in Saturns Stratosphäre liegen.

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Den westlichen Schleier entlang

Die leuchtenden Fasern zwischen den fein verteilten Sternen leuchten blau und rot. Sie entstanden bei einer Supernova-Explosion und sind als Schleiernebel bekannt.
Bildcredit und Bildrechte:  Daten – Steve Milne und Barry Wilson, BearbeitungSteve Milne

Diese Fasern aus erschüttertem Gas wirken filigran. Am Himmel der Erde sind sie im Sternbild Schwan drapiert und bilden den westlichen Teil des Schleiernebels. Der Schleiernebel ist ein großer Supernovaüberrest. Das ist eine Wolke, die bei der finalen Explosion eines massereichen Sterns entstand und sich ausdehnt. Das Licht der Explosion erreichte die Erde wahrscheinlich vor mehr als 5000 Jahren.

Das vernichtende Ereignis stieß eine interstellare Stoßwelle aus, die durch den Weltraum pflügt. Dabei fegt sie interstellare Materie auf und regt sie an. Die leuchtenden Fasern sind wie lange Wellen in einem Laken, das wir fast von der Seite sehen. Das Material ist bemerkenswert gut in atomaren Wasserstoff (rot) und Sauerstoff (blaugrün) aufgeteilt.

Der Schleiernebel ist auch als Cygnusbogen bekannt. Er ist inzwischen fast drei Grad groß, das ist sechsmal die Breite des Vollmondes. In der geschätzten Entfernung von 1500 Lichtjahren sind das mehr als 70 Lichtjahre. Dieses Teleskop-Mosaikbild entstand aus zwei Bildern und zeigt den westlichen Teil. Hellere Teile im westlichen Schleier zählen als eigene Nebel, zum Beispiel der Hexenbesennebel (NGC 6960). Er befindet sich auf dieser Ansicht oben. Bekannt ist auch Williamina Flemings Dreieck1 (NGC 6979) links unten.

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  1. Früher: Pickerings Dreieck ↩︎

NGC 3682: Spiralgalaxie von der Seite

Die Hamburger-Galaxie ist von der Seite sichtbar. In der Mitte verläuft eine dunkle Staubbahn, oben und unten ist sie von blauen Sternen umgeben, dadurch wirkt sie sehr fluffig.
Bildcredit und Bildrechte: Daten: Paul Gardner, Great Basin Observatory; Bearbeitung: Rogelio Bernal Andreo (DeepSkyColors.com)

Wie sehen Spiralgalaxien von der Seite aus? Dieses scharfe Teleskopbild zeigt viele Details der prächtigen Spiralgalaxie NGC 3628, die wir von der Seite sehen. Dunkle Staubbahnen teilen die fluffige galaktische Scheibe in der Mitte. Das Porträt erinnert an den gängigen Namen: „Hamburger-Galaxie“.

Die reizvolle Insel im Universum ist etwa 100.000 Lichtjahre groß und 35 Millionen Lichtjahre entfernt. Sie liegt im nördlichen Sternbild Löwe, das man im Frühling gut sieht. NGC 3628 teilt sich ihre lokale Umgebung im Universum mit zwei weiteren großen Spiralen, M65 und M66. Gemeinsam bilden sie eine Gruppe, das Leo-Triplett. Mit ihren kosmischen Nachbarinnen gab es Wechselwirkungen durch Gravitation. Das führte wahrscheinlich zu den ausgedehnten Auswürfen und Krümmungen in der Scheibe dieser Galaxie.

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Der Mond hinter heißer Lava aus dem Ätna

Links geht der Mond hinter dem Ätna unter. Rechts daneben sprüht flüssige Lava vor dem dunklen Nachthimmel nach oben. Durch die heiße Luft wirkt der Mond verschwommen und gekräuselt.

Bildcredit und Bildrechte: Marcella Giulia Pace (GreenFlash.Photo)

Was ist mit dem Mond passiert? Nichts, aber mit dem Bild des Mondes ist was geschehen. Die Hitze einer vulkanischen Lavafontäne wärmte die Luft in der Umgebung auf. Das machte sie turbulent. Daher brach sie das Licht, das hindurchdringt, anders als sonst. Das führte dazu, dass die Lava scheinbar den Mond schmilzt.

Im Bild geht der Stör-Vollmond hinter dem Ätna in Italien unter. Der Vulkan brach vor etwa einer Woche aus. Die Fotografin schoss zwei Bilder kurz nacheinander mit derselben Kamera am selben Objektiv und kombinierte sie. Das erste Bild war eine kurz belichtete Aufnahme. Sie zeigt die Details, wie der Mond untergeht. Die zweite Aufnahme entstand wenige Minuten nach dem Monduntergang. Sie ist länger belichtet und zeigt die Details der Lavaströme.

Auf der Erde sehen wir Sonne, Mond, Planeten und Sterne immer hinter der Atmosphäre, die sie verzerrt. Dadurch können vertraute Himmelskörper eine ungewöhnliche Form haben. Die Lufthülle kann aber auch den Sonnenuntergang verlängern oder lässt den Mond mehrere Minuten früher aufgehen.

APOD ist in den Weltsprachen Arabisch, Bulgarisch, Chinesisch (Peking), Chinesisch (Taiwan), Deutsch, Englisch (GB), Französisch (Frankreich), Hebräisch, Indonesisch, Japanisch, Katalanisch, Kroatisch, Montenegrinisch, Niederländisch, Polnisch, Portugiesisch (Brasilien), Russisch, Serbisch, Slowenisch, Spanisch, Syrisch, Taiwanesisch, Tschechisch, Türkisch, Türkisch und Ukrainisch verfügbar.

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Polarlichter um Saturns Nordpol

Wir sehen den Planeten Saturn schräg von oben, die Ringe bilden ein breites Oval, das oben und unten über den Planeten hinausreicht. Oben am Pol leuchtet ein cyanblaues Polarlicht in Form einer Spirale.
Bildcredit: NASA, ESA, Hubble, OPAL-Programm, J. DePasquale (STScI), L. Lamy (Observatoire de Paris-PSL)

Sind Polarlichter auf Saturn ähnlich wie auf der Erde? Das wollte man im September 2017 herausfinden. Dazu beobachteten das Weltraumteleskop Hubble und die Raumsonde Cassini zur selben Zeit Saturns Nordpol. Cassini gerade ihre letzten Bahnen um den Gasriesen. Dank Saturns Neigung war der Nordpol von der Erde aus gut sichtbar.

Die Bilder der Polarlichter entstanden in Ultraviolett. Die aktuellen Bilder von Hubble im sichtbaren Licht zeigen die Wolken und Ringe auf Saturn. Die Daten wurden zu dem oben gezeigten Bild kombiniert. Saturns Polarlichter bilden ganze oder offene Ringe um den Pol, ähnlich wie auf der Erde. Aber anders als auf der Erde laufen Saturns Polarlichter häufig in Spiralen. Außerdem leuchten sie kurz vor Mitternacht und in der Dämmerung am hellsten. Bei Saturns Polarlichtern verbindet sich anscheinend das innere Magnetfeld des Planeten gut mit dem nahen Sonnenwind, der sich ständig ändert. Das ist anders als bei Jupiter.

Saturns Südlichter wurden 2004 auf gleiche Weise fotografiert. Damals hatte man von der Erde aus einen guten Blick auf Saturns Südpol.

Tipp: APOD im Klassenzimmer

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