Außergewöhnliche Sonnenhalos

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Bildcredit und Bildrechte: Magnus Edback

Beschreibung: Willkommen zur Dezember-Sonnenwende, dem ersten Tag des Winters auf der Nordhalbkugel des Planeten Erde und des Sommers im Süden. Betrachten Sie zur Feier des Tages diese außergewöhnliche Schau schöner Eishalos um die Sonne!

Einfache Eishalos sind häufiger als Regenbögen – wenn Sie Ihre Augen vor direktem Sonnenlicht abschatten können, sind sie leicht erkennbar. Extrem selten sieht man jedoch Halos, die auch nur annähernd so komplex sind wie in dieser faszinierenden Szenerie. Das Bild wurde an einem 14. Dezember in der Nähe von Utendal in Schweden in der Mittagspause fotografiert, es zeigt ein relativ häufiges 22-Grad-Halo, Nebensonnen (Parhelia) und Sonnensäulen.

In der weitläufigen Anordnung seltener Halos wurden auch zuvor unbekannte Strukturen entdeckt. All diese Muster entstehen, wenn Sonnenlicht (oder Mondlicht) an sechsseitigen Wassereiskristallen in der Erdatmosphäre reflektiert und gebrochen wird. In diesem Fall stammen wahrscheinlich neben den atmosphärischen Eiskristallen einige von einer lokalen Quelle, nämlich den Schneekanonen des nahen Skizentrums.

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Roter Nebel, grüner Komet, blaue Sterne

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Bildcredit und Bildrechte: Tom Masterson (Grand Mesa Observatory)

Beschreibung: Diese festlich gefärbte Himmelslandschaft wurde in den frühen Morgenstunden des 17. Dezember fotografiert, sie zeigt die größte Annäherung des Kometen Wirtanen an den Planeten Erde. Der Komet war knapp mit bloßem Auge sichtbar. Die hübsche grüne Farbe seiner fluoreszierenden kometenhaften Atmosphäre – der Koma – wurde hier durch zusätzliche digitale Aufnahmen erreicht, welche auf die Position des Kometen unter dem Sternhaufen der Plejaden gerichtet waren.

Die Aufnahmen bringen auch blaues Sternenlicht zur Geltung, das von den Staubwolken in der Umgebung der jungen Plejadensterne reflektiert wird. Schauen Sie nach links zum staubigen dunklen Nebel am Rand der Perseus-Molekülwolke und reisen Sie zum Emissionsnebel NGC 1499, der auch als Kaliforniennebel bekannt ist. Das ausgeprägte rötliche Leuchten der kosmischen Wolke ist zu blass für das bloße Auge, es stammt von Elektronen, die mit ionisierten Wasserstoffatomen rekombinieren.

Um den 23. Dezember sollte Komet Wirtanen mit Fernglas leicht zu finden sein, wenn er nahe am hellen Stern Kapella im nördlichen Wintersternbild Auriga, dem Fuhrmann, vorbeizieht.

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Ein Regenbogen-Geminid

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Bildcredit und Bildrechte: Dean Rowe

Beschreibung: Meteore können farbenprächtig sein. Das menschliche Auge kann normalerweise nicht viele Farben erkennen, aber Kameras können das. Hier wurde mit einer Kamera ein Geminid des Meteorstroms von letzter Woche fotografiert, der nicht nur eindrucksvoll hell war, sondern auch farbenprächtig. Der gleißende Kies, der vom Asteroiden 3200 Phaethon abgeworfen wurde, flackerte durch die Erdatmosphäre und zog eine Spur, die länger war als 60 Winkeldurchmesser des Mondes.

Die Farben der Meteore stammen meist von ionisierten Elementen, die freigesetzt werden, wenn sich der Meteor auflöst. Blau-grün stammt typischerweise von Magnesium, Kalzium strahlt violett und Nickel grün. Rot stammt jedoch üblicherweise von angeregtem Stickstoff und Sauerstoff in der Erdatmosphäre. Dieser helle Feuerkugel–Meteor löste sich mit einem Blitz auf – in weniger als einer Sekunde -, doch er hinterließ eine vom Wind verwehte Ionisationsspur, die mehrere Minuten lang sichtbar blieb, und deren Ursprung hier zu sehen ist.

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Gefrorene Methanblasen im Baikalsee

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Bildcredit und Bildrechte: Kristina Makeeva

Beschreibung: Was sind diese im Baikalsee gefrorenen Blasen? Methan. Der Baikalsee, eine UNESCO–Welterbestätte in Russland, ist (am Volumen gemessen) der größte, älteste und tiefste See der Welt, er enthält mehr als 20 Prozent des frischen Wassers auf der Erde. Der See ist auch eine gewaltige Lagerstätte für das Treibhausgas Methan. Wenn dieses freigesetzt wird, könnte es die Absorption von Infrarotlicht in der Erdatmosphäre steigern und so die Durchschnittstemperatur des ganzen Planeten erhöhen.

Glücklicherweise ist die Menge an Methan, das derzeit heraussprudelt, klimatologisch unbedeutend. Wir wissen jedoch nicht, was geschieht, wenn die Temperaturen in der Region beträchtlich steigen oder wenn der Wasserspiegel im Baikalsee fallen würde. Hier wurden Blasen aus aufsteigendem Methan fotografiert, die im Winter im sehr klaren Eis, das den See bedeckt, eingefroren sind.

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M31: Die Andromedagalaxie

Die prachtvolle Spiralgalaxie M31 im Sternbild Andromeda liegt diagonal im Bild. Rechts darunter ist M32.

Bildcredit und Bildrechte: Robert Gendler

Beschreibung: Welche große Galaxie kommt unserer Milchstraße am nächsten? Andromeda. Unsere Galaxis sieht Andromeda wahrscheinlich sogar sehr ähnlich. Die beiden Galaxien sind die mächtigsten in der Lokalen Gruppe. Das diffuse Licht von Andromeda stammt von den Hunderten Milliarden Sternen, aus denen sie besteht. Die wenigen Einzelsterne, die das Bild von Andromeda umgeben, liegen in unserer Galaxis und sind viel näher als die Objekte im Hintergrund.

Andromeda wird häufig als M31 bezeichnet, weil sie das 31. Objekt auf Messiers Liste diffuser Himmelsobjekte ist. M31 ist so weit entfernt, dass Licht ungefähr zwei Millionen Jahre braucht, um von dort zu uns zu gelangen. M31 ist zwar ohne optische Hilfsmittel sichtbar, doch dieses Bild von M31 ist ein digitales Mosaik aus 20 Bildern, die mit einem kleinen Teleskop fotografiert wurden. Vieles an M31 ist unbekannt, zum Beispiel, wie lange es genau dauert, bis sie mit unserer Galaxis kollidiert.

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Komet Wirtanen zieht an der Erde vorbei

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Bildcredit und Bildrechte: Ruslan Merzlyakov (RMS Photography)

Beschreibung: Heute zieht der Komet Wirtanen an der Erde vorbei. Der einen Kilometer große schmutzige Schneeball umrundet die Sonne alle 5,4 Jahre, er wandert dabei bis zum Jupiter hinaus und kommt der Sonne so nahe wie die Erde.

Heute zieht der Komet 46P/Wirtanen nur 31 Erde-Mond-Distanzen an der Erde vorbei, das ist die größte Annäherung seit 70 Jahren. Wenn Sie an der richtigen Stelle suchen (im Stier), sehen Sie den Kometen mit Fernglas als ungewöhnlichen blauen Fleck. Komet Wirtanen wurde vor einer Woche am Himmel hinter einer alten verlassenen Kirche in Skagen (Dänemark) fotografiert. Das Bildkomposit zeigt auch den Astrofotografen.

Ab heute wird der Komet wieder blasser, weil er sich von Sonne und Erde zurückzieht.

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Geminiden und Freunde

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Bildcredit und Bildrechte: Daniel López (El Cielo de Canarias)

Beschreibung: Aus einem Radianten im Sternbild Zwillinge regnete der jährliche Meteorstrom der Geminiden diese Woche auf unseren hübschen Planeten herab. Für diese schöne Himmelslandschaft wurden ungefähr 70 der hübschen Sternschnuppen aus den Zwillingen gesammelt, aus den vielen Aufnahmen entstand eine digitale Komposition. Die Einzelbilder wurden in einem Zeitraum von sechs Stunden um den Höhepunkt des Stroms aufgenommen. Die Kamera überwachte den dunklen Himmel vor der Dämmerung am 14. Dezember im Teide-Nationalpark auf der kanarischen Insel Teneriffa.

Die Zwillinge liegen links oben außerhalb des Bildes, über den sternklaren Hintergrund zieht die Milchstraße. Links unter der Mitte stehen die gut erkennbaren Sterne und Nebulositäten des Orion am Himmel. Rechts davon befinden sich der gelbliche Aldebaran, die Hyaden und der Sternhaufen der Plejaden. Die blasse grüne Koma des Kometen 46P Wirtanen – ein ebenfalls willkommener Besucher an diesem Nachthimmel, der dieses Wochenende die größte Annäherung an die Erde erreicht – liegt unter den Sternen der Plejaden. Die Gemini-Meteore sind zusammengefegter Staub aus der Bahn des aktiven Asteroiden 3200 Phaethon, sie treten mit ungefähr 35 Kilometern pro Sekunde in die Erdatmosphäre ein.

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Schwimmen auf Jupiter

In den malerischen Wolkenwirbeln auf Jupiter folgt die Raumsonde Juno einer Wolke, die wie ein Delfin aussieht.

Bildcredit: NASA, JPL-Caltech, SwRI, MSSS; Bearbeitung: Brian Swift, Sean Doran

Am 29. Oktober wagte sich die Raumsonde Juno wieder einmal an die Oberflächen von Jupiters turbulenten Wolken heran. Bei diesem 16. Perijovium-Durchgang näherte sich Juno der größten Atmosphäre eines Planeten im Sonnensystem bis auf 3500 km.

Diese Bilder entstanden mit der JunoCam. Die Raumsonde flog 20 – 50.000 Kilometer über den mittleren südlichen Breiten des Planeten. Sie folgte scheinbar einem Wolkenwirbel, der auffällig wie ein Delfin aussieht. Der Delfin schwimmt Jupiters dunklen, gemäßigten südsüdlichen Gürtel entlang. Er ist selbst so groß wie ein Planet. Seine Länge beträgt einige Tausend Kilometer.

Am 21. Dezember ist Junos nächster Perijovium-Durchgang.

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