Bennu-Anaglyphe

Das Bild des Asteroiden Bennu ist eine Anaglyphe. Es entstand aus zwei Bildern, die entsprechend gefärbt wurden. Mit Brillen in Rot und Cyan wirkt das Stereo-Bild dreidimensional.

Bildcredit: NASA, GSFC, U. Arizona – Stereo-Bildrechte: Patrick Vantuyne

Nehmt eure rotblauen Brillen und schwebt neben dem Asteroiden 101955 Bennu. Er hat die Form eines rotierenden Kreisels. Auf seiner rauen Oberfläche sind Felsbrocken verstreut. Die winzige Welt im Sonnensystem ist ungefähr so hoch wie das Empire State Building (weniger als 500 Meter). Die Bilder für diese 3D-Anaglyphe stammen von der PolyCam an Bord der Raumsonde OSIRIS-REx. Sie wurden am 3. Dezember aus einer Entfernung von ungefähr 80 Kilometern fotografiert.

Die Mission OSIRIS-REx bereitet sich nun darauf vor, Bennu aus der Umlaufbahn zu erforschen. 2023 soll die Sonde Proben des Asteroiden zur Erde bringen. Doch schon viel früher zischen Staubproben eines anderen Asteroiden durch die Erdatmosphäre. Am 14. Dezember erreicht der Meteorstrom der Geminiden vor der Dämmerung seinen Höhepunkt. Der Ursprungskörper der Geminiden ist der Asteroid 3200 Phaethon.

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M43: Die Orionfälle

Unter dem Trapezhaufen am oberen Bildrand strömt scheinbar ein Nebel nach unten, der von dunklen Staubfasern durchzogen ist. Der Bildausschnitt erinnert an einen Wasserfall.

Bildcredit und Bildrechte: Zhuoqun Wu, Chilescope Telescope 2

Gibt es im Orion einen Wasserfall? Nein. Aber ein Teil des Staubs in M43 ist ähnlich wie ein Wasserfall auf der Erde. M43 liegt im Orion-Molekülwolkenkomplex. Er wird häufig fotografiert, aber er ist der selten erwähnte Nachbar des berühmteren Nebels M42. Dieser enthält die hellen Sterne im Trapezhaufen und liegt über der Szene.

Auch M43 ist eine Region mit Sternbildung. Er ist zwar von Fasern aus dunklem Staub gesäumt, doch er besteht großteils aus leuchtendem Wasserstoff. Das ganze Feld im Orion ist ungefähr 1600 Lichtjahre entfernt und von vielen komplexen malerischen Staubfasern durchzogen.

Dunkler Staub ist im sichtbaren Licht undurchsichtig. Er entsteht in den äußeren Atmosphären massereicher kühler Sterne und wird von einem starken äußeren Wind aus Protonen und Elektronen ausgestoßen.

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Arp 188 und der Schweif der Kaulquappe

Rechts oben ist eine Galaxie, die einen sehr dreidimensionalen Eindruck macht. Die Spiralarme erscheinen in zwei Ebenen gewickelt, nach rechts unten verläuft ein Strang aus Sternen und blauen Sternhaufen. Im Hintergrund sind zahlreiche Galaxien verteilt.

Bildcredit: Hubble-Vermächtnisarchiv, ESA, NASA; Bearbeitung: Faus Márquez (AAE)

Beschreibung: Warum hat diese Galaxie einen so langen Schweif? Diese tolle Ansicht basiert auf Bilddaten des Hubble-Vermächtnisrchivs. Sie zeigt die zerrissene Spiralgalaxie Arp 188, die Kaulquappengalaxie, vor einem dramatischen Hintergrund mit ferne Galaxien.

Die kosmische Kaulquappe liegt an die 420 Millionen Lichtjahre entfernt im nördlichen Sternbild Drache (Draco). Ihr markanter Schweif ist ungefähr 280.000 Lichtjahre lang und zeigt massereiche helle blaue Sternhaufen. Man erzählt, dass eine kompaktere Eindringlingsgalaxie vor Arp 188 kreuzte – auf dieser Ansicht von rechts nach links – und durch den Gravitationsanzug hinter der Kaulquappe herumgeschlungen wurde. Bei der nahen Begegnung zogen Gezeitenkräfte Sterne, Gas und Staub aus der Spiralgalaxie, aus denen der spektakuläre Schweif entstand. Die Eindringlingsgalaxie liegt ungefähr 300.000 Lichtjahre dahinter und ist durch die Spiralarme im Vordergrund rechts oben sichtbar.

Wie ihr irdischer Namensvetter verliert die Kaulquappengalaxie wahrscheinlich ihren Schweif, wenn sie älter wird, und die Sternhaufen im Schweif bilden kleinere Begleiter der großen Spiralgalaxie.

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Ton und Licht von Mars InSight

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Bildcredit: NASA/JPL-Caltech

Beschreibung: Ihr Arm auf Mars hat ungewöhnliche Macht. Einerseits ist er fast 2 Meter lang, hat an seiner Hand eine Schaufel und einen Haken sowie im Unterarm eine Kamera. Andererseits wird er bald Ihr Ohr einsetzen – ein empfindliches Seismometer, das nach fernem Gepolter lauscht – und zwar auf der Marsoberfläche. Ihr SEISmomet-ohr ist der orangefarbene Kasten im Vordergrund, die graue Kuppel dahinter ist seine Schutzhülle.

Ihr Arm ist an der robotischen Landesonde InSight befestigt, die vor zwei Wochen auf dem Mars aufsetzte. Unerwarteterweise hat Ihr Ohr schon etwas gehört – leichte Vibrationen, die durch den Marswind verursacht werden, wenn er über die Solarpaneele streicht. Die Solarpaneele sammeln Licht von der Sonne, ganz rechts sieht man einen Teil davon.

Eigentlich sind derzeit auf dem Mars zwei Arme im Einsatz, die ungefähr 600 Kilometer voneinander getrennt sind, der andere aktive Arm ist am Rover Curiosity montiert, der einen fernen Krater erforscht. Dieses Bild wurde vor zwei Wochen fotografiert, hinter Insight sieht man rostigen Boden und Steine sowie den orangefarbenen Marshimmel.

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Polarlichtschimmer und Meteorblitz

Über einem Gewässer bei der Insel Kvaløya in der Nähe der norwegischen Stadt Tromsø leuchteten im Dezember Polarlichter und Meteore der Geminiden.

Bildcredit und Bildrechte: Bjørnar G. Hansen

Manchmal ist der Nachthimmel ruhig und passiv. Ein andermal schillert und funkelt er. Letzteres war am 13. Dezember 2009 in der Nähe der norwegischen Stadt Tromsø zu beobachten. Polarlichter und Meteore leuchteten am Himmel über der Insel Kvaløya. Diese Aufnahme wurde 30 Sekunden belichtet. Sie zeigt ein schimmerndes Polarlicht, das die winterliche Küstenlandschaft sanft beleuchtet.

Diese Kontraststudie und zeigt auch das plötzliche Aufblitzen einer Feuerkugel des Geminiden-Meteorstroms 2009. Die Spur zieht an den vertrauten Sternen der Deichsel am Großen Wagen vorbei. Sie zeigt rückwärts zum Sternbild Zwillinge, das außerhalb des oberen Bildrandes liegt. Polarlicht und Meteore treten in der oberen Erdatmosphäre auf, in einer Höhe von etwa 100 Kilometern. Polarlichter entstehen durch geladene Teilchen aus der Magnetosphäre, Meteore sind Spuren von kosmischem Staub.

Neun Jahre nach Aufnahme dieses Fotos erreicht der jährliche Meteorstrom der Geminiden 2018 Ende dieser Woche seinen Höhepunkt. Diesmal wetteifern seine Blitze in der ersten Nachthälfte mit dem Licht des halb beleuchteten zunehmenden Mondes.

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Kleiner Planet in Zeitraffer


Videocredit und –rechte: Brian Haidet – Musikcredit: Space Walk – Silent Partner

Beschreibung: Auf diesem kleinen Planeten ist in 30 Sekunden eine Menge Himmelsbeobachtung untergebracht. Der Zeitrafferfilm wurde als 360-Grad-Vollkugelvideo aufgenommen – natürlich auf dem Planeten Erde am Grande-Pines-Observatorium außerhalb von Pinehurst in North Carolina. Es wurde Anfang September mit einer Kamera und einem kugelförmigen Fischaugenobjektiv gedreht, dazu wurde ein Zeitraum von 24 Stunden mit nach oben gerichteter Kamera und Linse digital mit einer Aufnahme kombiniert, bei der Kamera und Linse nach unten gerichtet waren. Die Ergebnisbilddaten wurden bearbeitet und auf ein flaches Bild projiziert, das auf den Nadir zentriert ist – das ist der Punkt unter der Kamera.

Beobachten Sie, wie Wolken vorbeiziehen, Schatten kriechen, der Himmel von Tag zu Nacht kreist und Sterne um den Horizont wirbeln. Schauen Sie weiter. Im zweiten Abschnitt ist das Zentrum auf den Himmelssüdpol gerichtet, die Rotationsachse des Planeten Erde liegt unter dem Horizont des kleinen Planeten. Die Sterne sind fixiert und der Horizont dreht sich, während der kleine Planet um das Bild rotiert, der halbe Himmel ist Tag und Nacht verborgen.

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Dezember-Komet Wirtanen

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Bildcredit und Bildrechte: Juan Carlos Casado (TWAN, Erde und Sterne)

Beschreibung: Komet 46P Wirtanen, der Mitte Dezember näherkommt, hängt an diesem sternklaren Himmel über dem Glockenturm einer romanischen Kirche. Dieses konstruierte vertikale Panorama aus einer Serie digitaler Aufnahmen vom 3. Dezember von Sant Llorenç de la Muga in Girona in Katalonien (Spanien, Planet Erde) zeigt seine grünliche Koma.

Die Umlaufzeit des periodischen Kometen beträgt etwa 5,4 Jahre. Am 12. Dezember erreicht er sein Perihel – die größte Annäherung an die Sonne. Am 16. Dezember kommt er der Erde am nächsten und passiert sie in einer Entfernung von etwa 11,6 Millionen Kilometer oder 39 Lichtsekunden. Das ist für einen Kometen sehr nahe, ungefähr die 30-fache Entfernung Erde-Mond. Wirtanen ist ein gutes Fernglasziel für Kometenbeobachter und könnte an Orten mit dunklem Himmel mit bloßem Auge sichtbar werden. Sie finden ihn am 16. Dezember nach der Abenddämmerung am Himmel im Sternbild Stier in der Nähe des Sternhaufens Plejaden.

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Walfischgalaxien und Supernova

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Bildcredit und Bildrechte: Massimiliano Veschini

Beschreibung: Auf dieser kosmischen Ansicht im Wasser bewohnenden Sternbild Cetus schließt sich die große Spiralgalaxie NGC 1055 links oben der Spirale Messier 77 rechts unten an. Die schmale staubige Erscheinung der Spiralgalaxie NGC 1055, die von der Seite sichtbar ist, steht in hübschem Kontrast zu der Aufsicht auf den hellen Kern und die Spiralarme von M77. Beide sind größer als 100.000 Lichtjahre und markante Mitglieder einer kleinen, ungefähr 60 Millionen Lichtjahre entfernten Galaxiengruppe. In dieser geschätzten Entfernung ist M77 eines der fernsten Objekte in Charles Messiers Katalog und mindestens 500.000 Lichtjahre von seinem Begleituniversum NGC 1055 entfernt.

Das Sichtfeld ist am Himmel ungefähr so groß wie der Vollmond und enthält auch farbenprächtige Sterne im Vordergrund der Milchstraße sowie noch weiter entfernte Hintergrundgalaxien. Dieses scharfe Bild wurde am 28. November aufgenommen und zeigt auch die neu entdeckte Supernova SN2018ivc, ihre Position in den Armen von M77 ist markiert. Das Licht der Explosion eines der massereichen Sterne in M77 wurde nur wenige Tage zuvor am 24. November mit Teleskopen auf dem Planeten Erde entdeckt.

Update zum 5. Dezember 2018 – deutsche Grafik mit Ereignissen in Europa

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