Leuchtende Nachtwolken über einem Feuerwerk in Paris

Videocredit und -rechte: Jean-Luc Dauvergne (Ciel et Espace);

Im Norden haben leuchtende Nachtwolken (NLC) Saison. Das sollte man feiern! NLC bestehen aus kleinen Eiskristallen, die unter bestimmten Bedingungen in der oberen Atmosphäre entstehen. Gegen Ende des Sommers sieht man leuchtende Nachtwolken nach Sonnenuntergang, wenn die Sonne sie von unten beleuchtet.

NLC, die wir am Boden beobachten, sind die höchsten Wolken, die wir kennen. Man bezeichnet sie nun als polare Mesosphärenwolken. Wir beobachten sie zwar schon seit 2007 mit dem Satelliten AIM der NASA. Aber vieles über leuchtende Nachtwolken ist noch unbekannt und wird erforscht.

Das Video zeigt wabernde leuchtende Nachtwolken in Zeitraffer. Sie schwebten im Juli 2009 nach Sonnenuntergang über Paris in Frankreich. Dort fand zur Feier des Nationalfeiertags ein Feuerwerk statt. Dieses Jahr gab es schon an mehreren Orten sehr lebhafte leuchtende Nachtwolken.

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Die Straße zum Mars

Die Straße führt scheinbar zum Planeten Mars. Links sind rötliche Felsen, die vom Scheinwerfer eines Autos beleuchtet werden, rechts oben stehen die Milchstraße und der Planet Saturn.

Bildcredit und Bildrechte: John Chumack

Was ist dieses Licht am Ende der Straße? Es ist der Mars. Gerade ist ein guter Monat, um euren Freundinnen und Familien den Mars zu zeigen. Unser Nachbarplanet leuchtet nicht nur am hellsten seit 15 Jahren, er ist außerdem fast die ganze Nacht sichtbar. Diesen Monat ist Mars etwa 180 Grad von der Sonne entfernt und er erreicht fast die kleinstmögliche Entfernung zum Planeten Erde.

Was die Bahn betrifft, nähert sich der Mars auch dem sonnennächsten Punkt auf seiner elliptischen Bahn. Es passiert genau dann, wenn die Erde fast zwischen Mars und Sonne wandert. Diese Anordnung nennt man eine Perihelopposition.

Mars ist nun gut zu beobachten. Der orangefarbene Planet geht im Osten auf, wenn die Sonne im Westen auf der gegenüberliegenden Seite des Himmels untergeht. Der Planet steigt nachts am Himmel auf. Seinen höchsten Stand erreicht er um Mitternacht. Wenn im Osten die Sonne aufgeht, geht er im Westen unter.

Der Rote Planet wurde Mitte Mai fotografiert, kurz bevor er am Ende einer Straße unterging. Das Bild entstand im Arches-Nationalpark nahe bei Moab in Utah in den USA.

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Die außergewöhnliche Spirale in LL Pegasi

Links über dem hellen Stern mit den markanten Zacken schimmert eine blasse Spirale. Dort kreisen zwei Sterne umeinander, von denen einer die Phase eines planetarischen Nebels erreicht.
Bildcredit: NASA, ESA, Hubble, HLA; Bearbeitung und Bildrechte: Domingo Pestana und Raul Villaverde

Wie entstand die seltsame Spiralstruktur links oben? Das weiß niemand. Doch sie hängt wohl mit einem Stern in einem Doppelsysterm zusammen, der die Phase eines planetarischen Nebels erreicht hat. Dabei stößt er seine äußeren Hüllen ab.

Die riesige Spirale ist etwa ⅓ Lichtjahr breit. Sie hat vier oder fünf vollständige Windungen und ist sehr gleichmäßig. Die Geschwindigkeit, mit der sich Gas der Spirale ausbreitet, ist bekannt. Berücksichtigt man diese Ausdehnung, so entsteht etwa alle 800 Jahre eine neue Schicht. Das entspricht ziemlich genau der Zeit, in der die beiden Sterne umeinander kreisen.

Das Sternsystem, das sie erzeugte, wird meist als LL Pegasi bezeichnet. Man kennt es aber auch als AFGL 3068. Die ungewöhnliche Struktur wurde als IRAS 23166+1655 katalogisiert. Das Bild entstand in nahem Infrarotlicht, es wurde mit dem Weltraumteleskop Hubble aufgenommen. Warum die Spirale leuchtet, ist selbst ein Rätsel. Die führende Hypothese dazu lautet, dass sie von Sternen in der Nähe beleuchtet wird.

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Eine nordische Sommernacht

Die Landschaft wirkt wie ein Traum. In der Mitte spiegelt sich der klare Himmel in einem Bach, über den Nebelschwaden ziehen. Am Himmel schimmern rötliche und silbrige Wolken.
Bildcredit und Lizenz: Ruslan Merzlyakov (RMS Photography)

Eines Sommers spukte um Mitternacht herum Nebel am Bachufer. Diese traumartige Landschaft wurde am 3. Juli im Norden von Dänemark bei klarem Himmel fotografiert. Die Sonne stand schon unter dem Horizont. Ihr rötliches Licht verleiht den tief hängenden Wolken einen schaurigen Schimmer.

Die silbrigen Gebilde am Himmel schweben extrem hoch am Rand des Weltalls. Es sind leuchtende Nachtwolken. Sie entstehen, wenn auf Meteorstaub oder Vulkanasche Eis kondensiert. Die Wolken befinden sich in der Mesosphäre und sind noch von der Sonne beleuchtet. Meist sieht man sie in den Sommermonaten in hohen Breiten. Derzeit berichten viele Leute von leuchtenden Nachtwolken.

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Charon, ein Mond von Pluto

Der Mond Charon ist am Nordpol auffällig gefärbt. In der Mitte verläuft eine gewaltige Verwerfung, die vielleicht um den ganzen Mond reicht. Dieses Bild der Raumsonde New Horizons wurde mit dem Bild der Entdeckung von Charon ergänzt.
Bildcredit: NASA, Johns Hopkins Univ./APL, Southwest Research Institute, U.S. Naval Observatory

Dieses Bild zeigt eine dunkle, rätselhafte Region am Nordpol des Mondes Charon. Manche kennen sie als Mordor Macula. Das Porträt von Charon ist sehr hoch aufgelöst. Die Raumsonde New Horizons fotografierte Plutos größten Mond nahe der größten Annäherung am 14. Juli 2015.

Daten in blauen, roten und infraroten Wellenlängen wurden kombiniert und bearbeitet, um die Farben zu verstärken. Sie zeigen die Vielfalt von Charons Merkmalen auf der Oberfläche. Die Details messen bis zu 2,9 km. Abgebildet ist die Halbkugel von Charon, die zu Pluto gerichtet ist. Die Ansicht zeigt auch einen Gürtel aus Verwerfungen und Schluchten, der offenbar um den ganzen Mond reicht. Er trennt scheinbar die glatten südlichen Ebenen von dem vielfältigen Gelände im Norden.

Charon ist 1214 km groß. Sein Durchmesser misst etwa 1/101/10 des Erddurchmessers, aber ungefähr die Hälfte von Plutos Durchmesser. Damit ist er im Sonnensystem der größte Begleiter im Verhältnis zu seinem Stammkörper. Trotzdem erscheint der Mond auf dem körnigen Teleskop-Negativbild, das links oben eingeschoben ist, etwa auf der Einuhrposition der Plutoscheibe nur als kleine Beule. Die Ansicht stammt vom U.S. Naval Observatory in Flagstaff. Darauf entdeckten James Christy und Robert Harrington Charon im Juni 1978. Das war vor 40 Jahren.

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Bei der Inside Passage geht der Erdschatten auf

Über dem Wasser geht der blaugraue Erdschatten auf. Darüber verläuft der rosa gefärbte Venusgürtel. Schatten und Venusgürtel spiegeln sich im Wasser.
Bildcredit und Bildrechte: Steve Cullen

Schaut bei Sonnenuntergang mal nach Osten statt nach Westen. Dort geht der dunkle Erdschatten am Horizont auf. Dabei tauchen gegenüber der untergehenden Sonne blasse, zarte Farben auf.

Die ruhige abendliche Landschaft mit Meer und Himmel entstand bei einer Kreuzfahrt durch die gut besuchte Inside Passage in Alaska. Sie verläuft im Pazifischen Nordwesten. Am Horizont klingt der Sonnenuntergang ab. Er weicht dem rosaroten Bogen der Gegendämmerung. Etwas poetischer wird er auch Venusgürtel genannt.

Bei Sonnenuntergang übersehen viele den hübsch gefärbte Bogen, weil der westliche Horizont heller leuchtet. Seine Farbe stammt von gefiltertem Sonnenlicht, das in der dichten Atmosphäre zurückgestreut wird. Der Bogen umarmt den blaugrauen Schatten der Erde. Er geht im Osten auf.

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Rotes Raketenlicht in der Morgendämmerung

Über dem Sumpfland bei Cape Canaveral steigt der leuchtend helle Bogen vom Start einer Rakete auf. Oben beleuchtet die Sonne die Abgasfahne.
Bildcredit und Bildrechte: Michael Seeley

Hättet ihr am Freitag, dem 29. Juni, an der Luftwaffenbasis Cape Canaveral das Licht der Dämmerung früh am Morgen gesehen, wäre euch auch das rote Leuchten dieser Rakete aufgefallen. Diese einzelne Aufnahme entstand auf dem Dach des Montagegebäudes für Raumfahrzeuge. Sie wurde 277 Sekunden belichtet und zeigt den Start einer Falcon 9.

Die Rakete steigt nach Osten zum Himmel. Es war etwa 45 Minuten vor Sonnenaufgang. Hoch oben scheint die Sonne auf die Abgasfahne der Stufentrennung, unten steht sie noch hinter dem östlichen Horizont.

Die erste Stufe der Falcon-9-Rakete war schon einmal gestartetNur 72 Tage früher, am 18. April, brachte sie den Transiting Exoplanet Survey Satellite (TESS) in die Umlaufbahn. Bei diesem Start der SpaceX Commercial Resupply Service mission 15 (CRS-15) war die Nutzlast eine Dragon-Kapsel, die auch schon geflogen war. Doch bei der Falcon 9 war keine erneute Verwendung geplant. Daher gab es nach dem Start keine dramatische Landung der ersten Stufe.

Die Dragon-Kapsel erreichte am 2. Juli die Internationale Raumstation ISS.

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Ein Flugzeug vor dem Mond

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.
Bildcredit und Bildrechte: Ji-Hoon Kim

Wenn ihr den Mond genau anschaut, seht ihr davor ein großes Flugzeug. Allerdings nicht immer. Gut, eigentlich fast nie. Für so ein Bild muss man zeitlich genau planen und schnell genug abdrücken, um das Flugzeug einzufrieren, aber auch um den Mond nicht zu hell zu machen. Aber man muss lang genug belichten, damit man beide Objekte sieht. Dann braucht man noch eine ruhige Kamera und Glück, denn nicht jedes Flugzeug, das zum Mond fliegt, zieht auch vor ihm vorbei.

Zu einer nützlichen Ausrüstung gehört eine Kamera mit schnellem Videomodus und eine Montierung, die automatisch dem Mond folgt. Diese flüchtige Überlagerung gelang vor zwei Wochen in Seoul in Südkorea. An dem Tag ging ein zunehmender Dreiviertelmond auf. Nach 1/101/10 Sekunde war das Flugzeug schon weg.

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