Höhepunkte am nördlichen Winterhimmel

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Bildcredit und Bildrechte: Universe2go.com

Beschreibung: Was sehen Sie um diese Jahreszeit am Nachthimmel? Diese Grafik zeigt einige Höhepunkte für die Nordhalbkugel der Erde. Man kann sie als Uhr sehen, deren Ziffernblattmitte unten liegt. Frühere Ereignisse am (nördlichen) Winterhimmel sind nach links aufgefächert, spätere nach rechts. Relativ erdnahe Objekte sind allgemein näher an der Zeichenfigur mit Teleskop unten in der Mitte dargestellt, doch fast alles Gezeigte ist ohne Teleskop sichtbar.

Wie zu jeder Jahreszeit erscheinen Jahr für Jahr dieselben Sternbilder, und wie sonst auch erreicht der Meteorstrom der Geminiden Mitte Dezember seinen Höhepunkt. Wie immer ist die Internationale Raumstation ISS gelegentlich als heller Punkt zu sehen, der nach Sonnenuntergang über den Himmel zieht. Weniger häufig ist, dass Anfang Januar der Mond fast genau vor mehreren Planeten vorbeizieht.

Ein besonderes Vergnügen in diesem Winter ist Komet 46P/Wirtanen, der bereits hell leuchtet, er zieht Mitte Dezember nur 36 Mondentfernungen an der Erde vorbei und ist möglicherweise mit bloßem Auge gut sichtbar.

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Raketenstart zwischen Bergen

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Bildcredit und Bildrechte: Yudong Jiang

Beschreibung: Was geschieht zwischen diesen Bergen? Eine Rakete wird in den Weltraum geschossen. Hier startete vor etwa zwei Wochen eine Trägerrakete Long March 3B am Xichang-Satellitenstartzentrum in der Provinz Sichuan in China. Die Rakete brachte zwei Navigationssatelliten etwa 2000 Kilometer über die Erdoberfläche, hoch über der Bahn der Internationalen Raumstation, aber weit unter der Bahn geosynchroner Satelliten. Chinas Chang’e 3-Mission, die den Roboter-Rover Yutu auf dem Mond brachte, wurde 2013 in Xichang gestartet.

Dieses Bild wurde ungefähr 10 Kilometer vom Startplatz entfernt fotografiert und ist ein Komposit aus neun Aufnahmen, darunter ein eigenes Hintergrundbild.

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Massereiche Schwarze Löcher auf einer Spiralbahn


Videocredit: NASA’s Goddard Space Flight Center; Musik: In der Halle des Bergkönigs von Edvard Grieg

Beschreibung: Leuchten Schwarze Löcher, wenn sie kollidieren? Wenn sie verschmelzen, strahlen umeinander kreisende Schwarze Löcher mit Sicherheit eine Menge ungewöhnlicher Gravitationswellen ab. Strahlen sie aber schon viel früher Licht ab, wenn sie von Gas umgeben sind?

Um das herauszufinden, entwickelten Astrophysiker eine komplexe Computersimulation. Die Simulation und dieses Ergebnisvideo zeigen sehr detailreich zwei sehr massereiche Schwarze Löcher zusammen mit dem Einfluss von Einsteins allgemeiner Relativitätstheorie auf das umgebende Gas und Licht.

Das Video zeigt das System zuerst von oben, danach von der Seite, dabei sind ungewöhnliche Gravitationslinsenverzerrungen augenfälliger. Rechnerische Ergebnisse lassen vermuten, dass Gravitations- und Magnetkräfte das Gas aufheizen, sodass es sehr energiereiches Licht vom Ultraviolett– bis zum Röntgenbereich abstrahlt. Solche Lichtemissionen ermöglichen der Menschheit vielleicht, Paare sehr massereicher Schwarzer Löcher lange vor ihrem Verschmelzen auf spiralförmigen Bahnen aufzuspüren und zu untersuchen.

Offene Wissenschaft: Stöbern Sie in 1800+ Codes in der Astrophysics Source Code Library

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Die Fee des Adlernebels

Die riesige dunkle Statue aus Staub erinnert an eine Fee, doch sie spuckt heiße Strahlung. Dahinter sind Staubwolken, die unten braun und oben bläulich schimmern.

Bildcredit: NASA, ESA, Das Hubble-Vermächtnisteam, (STScI/AURA)

Die Staubskulpturen in M16, dem Adlernebel, lösen sich auf. Starkes Sternenlicht trägt die kühlen kosmischen Berge ab. Übrig bleiben Säulen, die an Statuen erinnern. Man könnte darin mythologische Untiere erkennen. Hier seht ihr eine von mehreren auffälligen Staubsäulen im Adlernebel. Sie wird als gewaltige außerirdische Fee beschrieben. Doch diese Fee ist zehn Lichtjahre groß und verströmt eine Strahlung, die viel heißer ist gewöhnliches Feuer.

M16, der größere Adlernebel, ist eine riesige Hülle aus Gas und Staub, die verdunstet. Im Inneren wächst eine Höhle mit einer eindrucksvollen Sternschmiede, in der ein offener Sternhaufen entsteht.

Diese prächtige Säule ist ungefähr 7000 Lichtjahre entfernt und verdampft wahrscheinlich in etwa 100.000 Jahren. Das Bild wurde in wissenschaftlich zugewiesenen Farben gefärbt und 2005 veröffentlicht. Der Anlass war der 15. Jahrestag nach dem Start des Weltraumteleskops Hubble.

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Strichspuren auf dem Mount Everest

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Bildcredit und Bildrechte: Jeff Dai (TWAN)

Beschreibung: Diese Berg- und Nachthimmelslandschaft umrahmt den höchsten Gipfel auf dem Planeten Erde. Das Foto ist ein digitaler Stapel aus 240 aufeinanderfolgenden Aufnahmen, die am 30. September mit Kamera und Stativ bei einem Basislager des Mount Everest fotografiert wurden, es zeigt die steile Nordwand des Himalaja und den Vordergrund, beleuchtet vom hellen Mondlicht.

Die Bildfolge wurde in einem Zeitraum von mehr als 1,5 Stunden aufgenommen und zeigt auch farbige Strichspuren. Ihre Bewegungen, welche die tägliche Rotation des Planeten um seine Achse widerspiegelt, verlaufen entlang konzentrischer Bögen, die auf den Himmelssüdpol zentriert sind. Dieser Punkt liegt weit unter dem zerklüfteten Horizont. Die Farbe der Strichspuren zeigt die Temperatur der Sterne. Bläuliche Farben stammen von heißeren Sternen, gelbliche und rötliche Töne stammen von Sternen, die kühler sind als die Sonne.

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Fluss zu Orion

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Bildcredit und Bildrechte: Juris Sennikovs

Beschreibung: Auf dem Lielupe bildet sich Eis, während er durch diese ruhige Nachtlandschaft fließt. Sogar in Bewegung reflektiert das eisige Wasser noch den sternklaren Himmel. Flache Pfannkuchen aus bewegtem Eis ziehen auf den lang belichteten Aufnahmen Streifen, während die bunten Sterne des Orion und der nördlichen Winternacht über und unter dem Horizont erscheinen.

Das auf den Orion zentrierte Panorama blickt nach Süden, fotografiert wurde es auf drei geplanten Aufnahmen auf einer Brücke in der Nähe von Staļģene in Lettland auf dem Planeten Erde. Zu den Lichtern des Dorfes am Horizont zählen auch die Strahler der Gemeindekirche, die zum Himmel leuchten. Das Bild gewann einen ersten Platz beim StarSpace-Astrofotografiewettbewerb 2018.

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Durch die Südliche Krone

In den ausgedehnten braunen Staubwolken in der Südlichen Krone sind blaue Reflexionsnebel um helle Sterne verteilt. Rechts oben ist ein Kugelsternhaufen, der viel älter und weiter entfernt ist.

Bildcredit und Bildrechte: Fabian Neyer

Dieses Weitwinkelpanorama wurde mit Teleskop fotografiert. Es liegt bei der nördlichen Grenze der Südlichen Krone (Corona Australis). Kosmische Staubwolken sind in einem reichen Sternfeld drapiert. Sie sind weniger als 500 Lichtjahre entfernt. Die dichten Wolken verdecken das Licht der weiter entfernten Sterne im Hintergrund in der Milchstraße. Die ganze Aussicht zeigt etwa 5 Grad. Das sind in der geschätzten Entfernung der Wolken fast 45 Lichtjahre.

Rechts liegt eine Gruppe bläulicher Reflexionsnebel. Sie sind als NGC 6726, NGC 6727, NGC 6729 und IC 4812 katalogisiert. Die markante blaue Farbe entsteht, wenn das Licht heißer Sterne von kosmischem Staub reflektiert wird. Der Staub verdeckt auch die Sterne in der Region, die gerade erst entstehen.

Der kleine gelbliche Nebel NGC 6729 umgibt den jungen veränderlichen Stern R Coronae Australis. Darunter liegen Bögen und Schleifen. Es sind Herbig-Haro-Objekte (HH), die mit energiereichen neuen Sternen einhergehen.

Der prächtige Kugelsternhaufen NGC 6723 leuchtet rechts über den Nebeln. NGC 6723 ist zwar scheinbar ein Teil der Gruppe. Doch seine urzeitlichen Sterne sind fast 30.000 Lichtjahre entfernt. Sie liegen weit hinter den jungen Sternen der Staubwolken in Corona Australis.

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IC 1871 im Seelennebel

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Bildcredit und Bildrechte: Mark Hanson

Beschreibung: Diese kosmische Nahaufnahme blickt tief in den Seelennebel. Die dunklen, brütenden Staubwolken links sind von hellen Graten aus leuchtendem Gas umrandet und als IC 1871 katalogisiert. Das Teleskopsichtfeld ist ungefähr 25 Lichtjahre groß und zeigt nur einen kleinen Teil des viel größeren Herz- und Seelenebels. Der Sternbildungskomplex liegt ungefähr 6500 Lichtjahre entfernt im Perseus-Spiralarm unserer Milchstraße und ist am Himmel des Planeten Erde im Sternbild Kassiopeia zu sehen.

Die dichten Sternbildungswolken von IC 1871 sind ein Beispiel für ausgelöste Sternbildung, sind entstanden selbst durch die intensiven Winde und die Strahlung der massereichen jungen Sterne in der Region. Dieses Bild erscheint vorwiegend rot, wegen der Emissionen einer bestimmten Farbe des Lichts, das von angeregtem Wasserstoff abgestrahlt wird.

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