Das Helle, das Dunkle und das Staubige

Rote Emissionsnebel und dunkle Staubwolken prägen diesen Bildausschnitt. Dazwischen sind Sterne dicht verteilt. Der Ausschnitt liegt im Sternbild Kepheus.
Bildcredit und Bildrechte: Tasos Liampos

Diese farbige Landschaft liegt am Himmel im königlichen Sternbild Kepheus. Der Ausschnitt im Bild ist ungefähr so breit wie zwei Vollmonde. Die nebelreichen Sternfelder liegen in der Ebene unserer Milchstraße am Rand einer massereichen Molekülwolke. Die Region ist ungefähr 2400 Lichtjahre von uns entfernt.

Rechts unter der Mitte glimmt die hellrote Emissionsregion Sharpless (Sh) 155. Man kennt sie auch als den Höhlennebel, der ungefähr 10 Lichtjahre breit ist. Heiße, junge Sterne in der Umgebung ionisieren mit ihrem ultravioletten Licht die hellen Gasränder der kosmischen Höhle. Auf der interstellaren Leinwand gibt es auch viele staubige blaue Reflexionsnebel wie vdB 155 links oben sowie dichte Staubwolken. Die astronomische Forschung brachte noch mehr dramatische Anzeichen für Sternbildung zum Vorschein. Eins davon ist der helle rote Fleck von Herbig-Haro (HH) 168. Der energiereiche Strahl eines neuen Sterns erzeugt das Herbig-Haro-Objekt oben in der Mitte.

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Die Dreiecksgalaxie M33

Die Spiralgalaxie M33 im Sternbild Dreieck (Triangulum) ist bildfüllend dargestellt. Ihre Spiralarme wirken zerfleddert. Sie enthalten viele blaue Sternhaufen und rosarote Regionen mit Sternbildung.
Bildcredit und Bildrechte: Christoph Kaltseis, CEDIC

Im kleinen, nördlichen Sternbild Dreieck (Triangulum) liegt die prächtige Spiralgalaxie M33. Wir sehen sie von oben. Ihre gängigen Namen sind Feuerradgalaxie oder einfach Dreiecksgalaxie. M33 ist mehr als 50.000 Lichtjahre groß. Sie ist die drittgrößte Galaxie in der Lokalen Gruppe. Die größeren Galaxien sind die Andromedagalaxie (M31) und unserer Milchstraße.

M33 ist ungefähr 3 Millionen Lichtjahre von der Milchstraße entfernt. Vermutlich ist sie eine Begleiterin der Andromedagalaxie. Forschende in den beiden Galaxien hätten eine prachtvolle Aussicht auf das jeweils andere prächtige Spiralsystem.

Das scharfe Bild zeigt die Aussicht vom Planeten Erde. Wir sehen viele blaue Sternhaufen und rosarote Regionen mit Sternbildung in den losen Spiralarmen der Galaxie M33. Die hellste Sternbildungsregion ist die poröse Struktur NGC 604. Von der Galaxienmitte aus liegt sie ungefähr bei 7 Uhr. Wie bei M31 gibt es auch in M33 eine Population veränderlicher Sterne, die gut vermessen sind. Sie machen diese nahe Spirale zu einem kosmischen Meilenstein, um die Entfernungsskala des Universums zu definieren.

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Das Sonnenspektrum mit fehlenden Farben

Das Bild zeigt alle Farben der Sonne, die wir sehen. Die Farben sind in langen Zeilen angeordnet, die von oben nach unten von Rot über Gelb, Grün bis Blau sortiert sind. Die dunklen Streifen zeigen, wo gasförmige Atome oder Moleküle Licht ausfiltern.
Bildcredit: Nigel Sharp (NSF), FTS, NSO, KPNO, AURA, NSF

Warum fehlen im Sonnenlicht fehlen manche Farben? Das wissen wir immer noch nicht. Hier sind alle Farben der Sonne gezeigt, die wir sehen. Dazu wurde Sonnenlicht durch ein Instrument mit Prisma geleitet. Das Spektrum entstand am McMath-Pierce-Sonnenobservatorium. Es zeigt, dass unsere Sonne zwar weiß erscheint, tatsächlich aber Licht in fast jeder Farbe abstrahlt. Im gelbgrünen Spektralbereich leuchtet sie am hellsten.

Die dunklen Streifen im Spektrum stammen von Gasen, die sich in der Oberfläche der Sonne befinden oder darüber. Sie absorbieren das Licht der Sonne, das darunter abgestrahlt wird. Jede Art von Gas absorbiert eine andere Farbe des Lichts. Diese dunklen Streifen verraten uns also, aus welchen Gasen die Sonne besteht. Helium zum Beispiel wurde 1870 erstmals in einem Spektrum der Sonne entdeckt. Erst danach fand man es auch hier auf der Erde. Inzwischen konnte man die Mehrheit der Absorptionslinien im Spektrum bestimmen – aber noch nicht alle.

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Höhepunkte des nördlichen Herbsthimmels

Diese Karte ist wie eine Uhr gestaltet. Sie zeigt, was man diesen Herbst am Abendhimmel sieht.
Illustrationscredit und -rechte: Universe2go.com; Detailbeschreibung der Grafik: astroshp.de

Was leuchtet in dieser Jahreszeit am Nachthimmel? Diese Grafik zeigt ein paar Höhepunkte auf der Nordhalbkugel der Erde. Die Grafik ist wie ein Ziffernblatt angeordnet. Unten ist die Mitte. Frühe (nördliche) Ereignisse am Herbsthimmel sind links aufgefächert, späte Ereignisse liegen rechts. Objekte in der Nähe der Erde liegen näher an der Figur mit Teleskop, die unten in der Mitte steht. Fast alles, was hier dargestellt ist, sieht man ohne Teleskop.

Wie zu jeder Jahreszeit treten Jahr für Jahr dieselben Sternbilder auf. Mitte November erreicht der Meteorstrom der Leoniden wie gewöhnlich seinen Höhepunkt. Auch die Internationale Raumstation (ISS) sieht man zeitweise als hellen Punkt. Wenn die Sonne untergegangen ist, zieht sie langsam über den Himmel. Diesen Herbst leuchten die Planeten Jupiter und Mars am Abendhimmel. Gegen Ende des Herbstes sieht man auch Saturn nur noch am Abend.

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Rover 1A hüpft auf dem Asteroiden Ryugu

Das Bild wirkt unruhig und verschwommen. Links ist die Oberfläche des Asteroiden 162173 Ryugu, rechts strahlen helle diffuse Lichter.
Bildcredit und Bildrechte: ISAS, JAXA, Mission Hayabusa2

Der Asteroid 162173 Ryugu ist etwa einen Kilometer groß. Auf seiner Oberfläche hüpfen neuerdings zwei kleine Roboter umher. Die beiden sind jeweils etwa so groß wie eine kleine Bratpfanne. Sie bewegen sich in der geringen Gravitation, indem sie hüpfen. Dabei bleiben sie etwa 15 Minuten oben und landen dann ein paar Meter entfernt. Am Samstag schickte der Rover 1A bei einem seiner ersten Sprünge ein frühes Bild seiner neuen Heimatwelt. Ihr seht sie links.

Am Freitag löste sich die Landesonde MINERVA-II-1 von ihrer Sonde Hayabusa2, entkoppelte die Rover 1A und 1B und landete dann auf Ryugu. Die Erforschung von Ryugu liefert der Menschheit nicht nur Information über Ryugus Oberfläche und sein Inneres. Wir erfahren auch, welche Materialien im frühen Sonnensystem für die Entwicklung von Leben verfügbar waren.

Es ist geplant, noch zwei weitere hüpfende Rover auszusetzen. Außerdem soll Hayabusa2 eine Probe der Oberfläche von Ryugu nehmen und diese noch vor 2021 für eine genaue Untersuchung zur Erde schicken.

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Äquinoktium: Analemma über den Steinen von Callanish

Hinter den Steinen von Callanish geht die Sonne auf. Die Schatten der Monolithe fallen nach vorne auf die grüne Wiese. Am blauen Himmel ist ein Muster aus Sonnenpunkten, das eine 8-förmige Schleife bildet. Es ist ein Analemma.
Bildcredit und Bildrechte: Giuseppe Petricca

Kehrt die Sonne jeden Tag zur selben Zeit zum selben Punkt am Himmel zurück? Nein. Eine visuelle Antwort liefert ein Analemma. Das ist ein Komposit aus Bildern, die im Laufe eines Jahres regelmäßig am selben Ort immer zur gleichen Zeit fotografiert werden. Die Bilder für dieses Analemma entstanden alle paar Tage um 4 Uhr nachmittags bei Callanish. Es ist ein Dorf auf den Äußeren Hebriden. Diese Inseln gehören zu Schottland im Vereinigten Königreich.

Vorne stehen die Steine von Callanish. Der Steinkreis entstand um 2700 v. Chr. in der Bronzezeit. Ob die Platzierung der Callanish-Steine eine astronomische Bedeutung hatte oder hat, ist nicht bekannt. Die Achterschleife eines Analemmas entsteht, weil die Erdachse geneigt ist. Außerdem ist die Bahn der Erde um die Sonne elliptisch. Zu den Sonnenwenden steht die Sonne am oberen oder unteren Ende des Analemmas. Die Äquinoktien liegen bei den Mittelpunkten des Analemmas, nicht beim Schnittpunkt.

Heute um 3:54 Uhr MESZ (1:54 UT) ist Äquinoktium („gleiche Nacht“). Dann sind Tag und Nacht auf dem ganzen Planeten Erde fast gleich lang. Viele Kulturen feiern zum Äquinoktium die Änderung der Jahreszeit.

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Fensterplatz über der Hudson Bay

Über einem Flugzeugtriebwerk schimmern grüne und violette Polarlichter am tiefblauen Himmel in der Dämmerung. Mitten im Bild blitzt ein Meteor auf. Rechts leuchtet schon die Sonne unter dem Horizont.
Bildcredit und Bildrechte: Ralf Rohner

Am 18. August bot ein Fensterplatz auf dem Nachtflug von San Francisco nach Zürich diese reizende Aussicht. An den Himmel über der Hudson Bay war ein Schleier aus farbigem Licht drapiert. Das Bild entstand aus sechs Aufnahmen, die aus der Hand kurz belichtet und später digital kombiniert wurden.

Die Szene zeigt schimmernde Nordlichter kurz vor Sonnenaufgang. Die näher rückende Sonne beleuchtete schon den Horizont im Nordosten. Auch ein Meteor der Perseïden blitzte auf und zog unter den Deichselsternen des nördlichen Großen Wagens seine Spur. Es war wenige Tage nach dem Höhepunkt des Meteorstroms. Die Spur zeigte quer über den Himmel zum Sternbild Perseus.

Bei kommerziellen Flügen sieht man manchmal schöne Polarlichter und Meteore in der oberen Erdatmosphäre. Sie treten in einer Höhe von ungefähr 100 Kilometern auf. Die Polarlichter entstehen durch energiereiche geladene Teilchen in der Magnetosphäre. Meteore sind leuchtende Spuren von Kometenstaub.

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Die irreguläre Galaxie NGC 55

Eine schmale Galaxie läuft schräg durchs Bild. Ihre Mittelachse ist von rosaroten Sternbildungsregionen und blauen Sternhaufen durchzogen. Außen herum sind wenige Sterne verteilt.
Bildcredit und Bildrechte: Martin Pugh

Die irreguläre Galaxie NGC 55 ähnelt vermutlich der Großen Magellanschen Wolke (GMW). Die GMW ist ungefähr 180.000 Lichtjahre entfernt und eine gut bekannte Begleitgalaxie unserer Milchstraße. Auf Detailbildern ähnelt die GMW einer Balkenspirale. NGC 55 ist dagegen ungefähr 6 Millionen Lichtjahre entfernt und gehört zur Sculptor-Gruppe im Sternbild Bildhauer.

NGC 55 ist ungefähr 50.000 Lichtjahre groß. Wir sehen sie fast genau von der Seite. Sie präsentiert uns ein flaches, schmales Profil. Damit bildet sie einen Kontrast zur GMW, die wir von oben sehen. In der GMW bilden große Emissionsnebel Regionen mit Sternbildung, und auch in NGC 55 entstehen offenbar neue Sterne. Dieses Galaxienporträt zeigt viele Details. Es betont den hellen Kern in NGC 55, den Staubwolken, verräterische rosarote Regionen mit Sternbildung und junge blaue Sternhaufen kreuzen.

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