Roter Planet, roter Mond und Mars

Aus dem Meer ragt ein roter zerklüfteter Felsen. Der Himmel über dem Meer ist dämmrig. Links steht der Mond bei einer Mondfinsternis, er ist in den Erdschatten getaucht.
Bildcredit und Bildrechte: Alex Cherney (Terrastro, TWAN)

Mars ist auch als der Rote Planet bekannt. In einer dunklen Nacht leuchtet er am Himmel häufig in einem rötlichen Farbton. Diese prächtige Ansicht entstand auf der Mornington-Halbinsel in Victoria (Australien). Darauf leuchtet der Mars hell links oben in der Morgendämmerung. Doch der Mond und der Planet Erde sind noch rötlicher.

Der total verfinsterte Mond wurde hier am 27. Juli fotografiert, als er unterging. Er schimmert rötlich, weil der Kernschatten der Erde nicht ganz dunkel ist. Stattdessen erfüllt ihn ein zartrotes Licht im Erdschatten. Es stammt von allen Auf- und Untergängen der Sonne auf der ganzen Erde, wenn man sie vom verfinsterten Mond aus betrachtet. Die Auf- und Untergänge der Sonne sind rötlich, weil die Atmosphäre der Erde blaues Licht stärker streut als rotes. Daher ist der Himmel in der Dämmerung blassblau. Auch die schroffen Felsen am Meer nehmen die rötlichen Farben des Sonnenaufgangs in Australien an.

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Animation: Der Meteorstrom der Perseïden

Credit der Visualisierung: Ian Webster; Daten: NASA, CAMS, Peter Jenniskens (SETI-Institut)

Woher kommen die Meteore der Perseïden? Es sind vorwiegend kleine Steinsplitter, die vom Kometen Swift-Tuttle abfielen. Diese Stücke folgen weiterhin der Bahn des Kometen. Dabei treiben sie langsam auseinander.

Diese Animation zeigt den ganzen Strom an Meteoroiden, der um unsere Sonne kreist. Jedes Jahr nähert sich die Erde diesem Strom. Dann sehen wir die Meteore der Perseïden. Das Video zeigt den Kometenschutt als hellen Strom. Er ist eigentlich klein und dunkel, sodass man ihn praktisch nicht aufspüren kann. Nur ein kleiner Bruchteil dieser Teilchen gelangt in die Erdatmosphäre. Dort wird er aufgeheizt und leuchtet, wenn er zerfällt.

Dieses Wochenende verspricht eine der besten Himmelsnächte, um die Perseïden und weitere aktive Meteorströme zu beobachten. Denn der Neumond ist nicht nur dunkel, er steht außerdem die nachts gar nicht am Himmel. Zwar überstrahlt der Neumond nicht die blassen Perseïden, doch er bedeckt teilweise die Sonne. Daher kann man an manchen nördlichen Orten eine partielle Sonnenfinsternis beobachten.

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Verfinsterter Mond und Mars über Bergen

Über wild zerklüfteten Bergen schimmern eine Mondfinsternis und der Rote Planet. In der Mitte steht kopfüber der Große Wagen. Ein winziges Detail macht dieses Bild besonders: eine kleine Ziege.
Bildcredit und Bildrechte: Clément Brustel

Dieses astronomisch geprägte Foto ist ungewöhnlich. Man sieht es nicht gleich, sondern wurde erst bei der Nachbearbeitung entdeckt. Seltsam ist nicht der Mond. Allerdings ist ein Foto, das den Aufgang des Mondes bei einer totalen Mondfinsternis zeigt, immer ein interessanter Anblick.

Es ist auch nicht der Mars, der rechts unter dem Mond steht. Auch ein Bild des Planeten Mars nahe seiner größten Helligkeit bietet einen faszinierenden Eindruck. Mars sehen wir diesen Monat fast die ganze Nacht; hier sind weitere Bilder. Es sind auch nicht die Berge im Vordergrund, auch wenn die französischen Alpen auf dem Planeten Erde majestätisch sind. Hier sind weitere interessante Bilder von bergigen Landschaften mit Himmel.

Ungewöhnlich und zugleich vertraut ist die Ziege.

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Kosmische Strahlen aus Minnesota

Das Archivbild zeigt cyanfarbene Streifen auf einem Raster. Es stammt von archive.org. Der Link zur ursprünglichen Site ist nicht mehr aktuell.
Bildcredit: Fermilab, NuMI, NOvA Collaboration

Kosmische Strahlung aus dem All rast jede Sekunde durch den Körper. Doch für gewöhnlich schadet sie nicht. Das Bild zeigt einige dieser schnellen Teilchen. Sie ziehen Streifen auf dem NOvA Far Detector des Fermilabs, der in Ash River in Minnesota in den USA steht. Das Bild stammt aus dem Archiv. Es visualisiert kosmische Strahlen, die in einem kleinen Bruchteil dieser Zeit auftraten, und es zeigt hauptsächlich eine Teilchenart: Myonen.

Der NOvA Far Detector misst jedoch nicht kosmische Strahlung, sondern in erster Linie einen Strahl aus Neutrinos. Dieser entsteht 810 Kilometer entfernt vom Fermilab in Chicago in Illinois (USA) von NuMI und schießt von dort aus durch die Erde. Man erwartet jedoch nur wenige Neutrino-Ereignisse pro Woche von NOvA. Das NuMINOvA-Experiment soll uns helfen, die Natur der Neutrinos besser zu erforschen. Wir möchten zum Beispiel wissen, wie oft sie auf ihrer Reise die Art wechseln.

Kosmische Strahlung wurde erst vor etwa 100 Jahren entdeckt. Sie kann nicht nur das Gedächtnis eines Computers verändern, sondern führte vermutlich auch zu Mutationen der DNS, bei denen schließlich der Mensch entstand.

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Das Trapezium im Orion

Mitten in dem gelblichen Nebel, dessen Rand von magentafarbenen Nebeln umgeben ist, leuchten vier sehr helle Sterne. Sie sind das Trapez im Orionnebel.
Bildcredit: Daten: Hubble-Kulturerbe, Bearbeitung: Robert Gendler

Das Zentrum des Orionnebels ist auf diesem scharfen kosmischen Porträt zu sehen. In der Mitte gleißen vier heiße, massereiche Sterne, das Trapez. Sie liegen in einem Gebiet mit einem Radius von etwa 1,5 Lichtjahren und markieren den Kern des dichten Sternhaufens im Orionnebel. Die ultraviolette Strahlung der Trapezsterne stammt hauptsächlich vom hellsten Stern Theta-1 Orionis C. Sie ionisiert den Nebel und liefert die Energie für das sichtbare Leuchten der komplexen Region, in der Sterne entstehen.

Der Sternhaufen im Orionnebel ist etwa drei Millionen Jahre alt. Er war früher noch kompakter. Eine aktuelle dynamische Analyse zeigt, dass dort vielleicht ein Schwarzes Loch entstand, als Sterne unkontrolliert zusammenstießen. Es hat mehr als die 100-fache Masse der Sonne. Falls es im Haufen so ein Schwarzes Loch gibt, erklärt es die hohen Geschwindigkeiten der Trapezsterne, die wir beobachten. Der Orionnebel ist etwa 1500 Lichtjahre von uns entfernt. Daher wäre dieses Schwarze Loch das nächstgelegene in der Umgebung des Planeten Erde.

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Gamma Cygni und seine Umgebung im Schwan

Rund um einen hellen Stern schimmern rote Nebel. Der Ausschnitt ist von vielen Sternen gespickt. Oben glitzert ein kleiner Sternhaufen.
Bildcredit und Bildrechte: Mauro Narduzzi (Erfassung) / Roberto Colombari (Bearbeitung)

Der Überriese Gamma Cygni liegt mitten im Kreuz des Nordens, einer berühmten Sterngruppe im Sternbild Schwan (Cygnus). Mitten in der prächtigen Landschaft am Himmel, die ein Gemisch aus Sternen, Staubwolken und leuchtenden Nebeln in der Ebene unserer Milchstraße zeigt, steht ein heller Stern. Er hat den Eigennamen Sadr.

Das Sichtfeld ist am Himmel fast 4 Grad breit, das sind acht Vollmonde nebeneinander. Es enthält den Emissionsnebel IC 1318 und den offenen Sternhaufen NGC 6910. IC 1318 leuchtet links neben Gamma Cygni. Er ist wie zwei leuchtende kosmische Flügel geformt, eine lange dunkle Staubbahn teilt sie. Landläufig heißt er Schmetterlingsnebel. Links über Gamma Cygni glitzern die jungen Sterne von NGC 6910, die noch eine enge Gruppe bilden.

Gamma Cygni ist ungefähr 1800 Lichtjahre entfernt. Die Distanz zu IC 1318 und NGC 6910 wird auf 2000 bis 5000 Lichtjahre geschätzt.

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Finsternis über dem Golf der Dichter

Links leuchtet hinter einem Gewässer eine Altstadt neben einem Wald. Von dort steigt der Mond in einem Bogen auf. Die vielen Bilder zeigen, wie er im Lauf des Aufstiegs vom Erdschatten verdunkelt und wieder heller wird. Rechts daneben bildet der Planet Mars parallel einen gepunkteten Bogen.
Bildcredit und Bildrechte: Paolo Lazzarotti

Die totale Phase der Mondfinsternis am 27. Juli dauerte eindrucksvolle 103 Minuten. Sie war die längste totale Mondfinsternis des 21. Jahrhunderts. Der Mond zog durch mitten durch den Erdschatten, als er nahe dem Apogäum stand. Das Apogäum ist der fernste Punkt seiner elliptischen Bahn.

Dias Bild ist ein Komposit, das die Totalität von Anfang bis zum Ende zeigt. Die traumartige Szene entstand aus einer Serie von Bildern, die alle 3 Minuten mit einer Digitalkamera fotografiert wurden. Sie folgen dem total verfinsterten Mond. Der helle Planet Mars begleitete den Mond in dieser Nacht, als er über dem Badeort Tellaro in Italien aufstieg. Vorne liegt der ruhige mediterrane Golf von La Spezia. Man kennt ihn auch als Golf der Dichter.

Auch im 3. Jahrhundert v. Chr. beobachtete der heliozentrische Astronom Aristarchos, wie lange Mondfinsternisse dauern. Doch er hatte keine nützlichen digitalen Uhren oder Kameras. Mithilfe der Geometrie fand er einen Weg, um die Entfernung des Mondes anhand der Dauer der Finsternis abzuschätzen. Der Maßstab, auf den er sich bezog, war der Radius des Planeten Erde.

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Der Irisnebel in einem Staubfeld

Zwischen braunen Nebelschwaden leuchtet der blaue Irisnebel im Sternbild Kepheus. Das Bild ist voller Sterne, einige sind heller und haben auffällige Zacken.
Bildcredit und Bildrechte: Franco Sgueglia und Francesco Sferlazza

Welche blaue Blume wächst auf diesem dunklen Feld aus interstellarem Staub? Es ist der Irisnebel. Seine auffällige blaue Farbe entsteht durch das Licht des hellen Sterns SAO 19158. Es wird von einer dichten Stelle aus normalerweise dunklem Staub reflektiert. Der Stern leuchtet großteils blau. Außerdem reflektiert der Staub bevorzugt das blaue Licht des Sterns. Der gleiche Effekt macht den Himmel der Erde blau. Der braune Farbton des Staubs, der überall vorhanden ist, entsteht zum Teil durch Photolumineszenz. Staub verwandelt ultraviolette Strahlung in rotes Licht.

Der Irisnebel ist als NGC 7023 katalogisiert. Er wird regelmäßig untersucht, denn er enthält ungewöhnlich viele polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffen (PAK). Diese komplexen Moleküle gibt es auch auf der Erde. Sie entstehen zum Beispiel, wenn Holz nicht vollständig verbrennt. Der hellblaue Anteil im Irisnebel ist etwa sechs Lichtjahre breit. Der Irisnebel ist ungefähr 1300 Lichtjahre entfernt. Wir finden ihn mit einem kleinen Teleskop im Sternbild Kepheus.

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