Laserangriff auf das galaktische Zentrum

Aus einer geöffneten Teleskopkuppel schießt ein Laserstrahl ins Zentrum der Galaxis. Links oben wölbt sich die Milchstraße.

Bildcredit: Yuri Beletsky (Carnegie Las Campanas Observatory, TWAN), ESO

Warum schießen Leute mit einem mächtigen Laser aufs Zentrum der Galaxis? Zum Glück ist das kein Erstschlag in einem galaktischen Krieg. Vielmehr versuchen Forschende am Very Large Telescope (VLT) in Chile, die Verzerrung der veränderlichen Erdatmosphäre zu messen.

In großer Höhe werden Atome mit Laser angeregt. Dadurch erscheinen sie wie ein künstlicher Stern. Regelmäßige Aufnahmen solcher künstlichen Sterne helfen Forschenden, die Unruhe der Atmosphäre sofort zu messen. Diese Information wird in einen VLT-Teleskopspiegel eingespeist. Der Spiegel wird dann leicht deformiert. So wird die Unschärfe minimiert. Hier beobachtete eine VLT-Einheit das Zentrum unserer Galaxis, daher wurde die Luftunruhe der Erdatmosphäre in diese Richtung gemessen.

Was einen intergalaktischen Krieg betrifft, sind im Zentrum unserer Galaxis keine Verluste zu erwarten. Das Licht dieses mächtigen Lasers wäre in Kombination mit dem Licht unserer Sonne nämlich höchstens so hell wie ein blasser, weit entfernter Stern.

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Yutu 2 auf der Rückseite

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Bildcredit: Chinese National Space Administration

Beschreibung: Am 3. Januar landete die chinesische Raumsonde Chang’e-4 als erste Sonde erfolgreich auf der Rückseite des Mondes. Dieses Bild wurde mit einer Kamera an Bord des Landers an ihrer Landestelle im Krater Von Kármán aufgenommen. Es zeigt den tischgroßen Rover Yutu 2 (Jadehase 2), der mit seinen sechs Rädern die Rampe der Landesonde hinab und über die Oberfläche rollt, kurz nach dem örtlichen Sonnenaufgang und dem Beginn des zwei Wochen langen Mondtages.

Der Krater Kármán mit einem Durchmesser von 186 Kilometern ist bereit zur Erforschung. Er liegt innerhalb des alten, tiefen Südpol-Aitken-Mondbeckens, das einige der urzeitlichsten, am wenigsten bekannten Mondterrains enthält. Um die Kommunikation zur für gewöhnlich verborgenen Mondhälfte herzustellen, brachte China im Mai 2018 den Relaissatelliten Queqiao in eine Umlaufbahn oberhalb der Mondrückseite.

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Die Rotation von Ultima Thule

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Bildcredit: NASA, Johns Hopkins University APL, Southwest Research Institute Institute

Beschreibung: Ultima Thule ist die fernste Welt, die je von einer Sonde von der Erde erforscht wurde. Im schwachen Licht der 6,5 Milliarden Kilometer entfernten Sonne fotografierte die Raumsonde New Horizons diese beiden Bilder in einem Abstand von 38 Minuten, als sie am 1. Januar mit 51.000 Kilometern pro Stunde zu der Kuipergürtelwelt raste.

Die beiden Lappen der Kontaktzweiheit Ultima Thule rotieren etwa alle 15 Stunden umeinander. Die Rotation zwischen den Aufnahmen ist als flackerndes GIF dargestellt und zeigt eine faszinierende 3D-Ansicht der ursprünglichsten Welt, die je zu sehen war. Die Forschungsgruppe benannte die Lappen getrennt Ultima und Thule. Die größere Keule Ultima hat einen Durchmesser von ungefähr 19 Kilometern, die kleinere Thule ist zirka 14 Kilometer groß.

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Ultima und Thule

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Bildcredit: NASA, Johns Hopkins University APL, Southwest Research Institute

Beschreibung: Am 1. Januar begegnete New Horizons einem Kuipergürtelobjekt mit dem Spitznamen Ultima Thule. Es ist ungefähr 6,5 Milliarden Kilometer von der Sonne entfernt. Ultima Thule ist die fernste Welt, die je mit einer Raumsonde von der Erde erforscht wurde. Dieses historische Bild – das bestaufgelöste Bild, das bislang veröffentlicht wurde – entstand in einer Entfernung von etwa 28.000 Kilometern, nur 30 Minuten vor New Horizons‘ größter Annäherung.

Ultima Thule ist wahrscheinlich das Ergebnis einer sanften Kollision kurz nach der Entstehung des Sonnensystems. Es stellte sich heraus, dass es ein Kontaktpaar ist, bei dem zwei verbundene Kugelformen durch wechselseitige Gravitation in Kontakt gehalten werden. Das Wissenschaftsteam gab ihnen die Namen Ultima und Thule. Der größere Fortsatz Ultima ist zirka 19 Kilometer groß, der kleinere Thule misst 14 Kilometer.

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WISE zeigt den Orionnebel in Infrarot

Das Bild zeigt den Orionnebel mit nur wenigen Sternen und in völlig ungewohnten Farben, weil es in Infrarotlicht aufgenommen wurde.

Bildcredit: WISE, IRSA, NASA; Bearbeitung und Bildrechte: Francesco Antonucci

Der prächtige Nebel im Orion ist ein faszinierender Ort. Mit bloßem Auge sieht man ihn als kleinen, verschwommenen Fleck im Sternbild Orion. Doch dieses Bild zeigt den Orionnebel als turbulente Umgebung. Darin sind kürzlich entstandene Sterne, heißes Gas und dunkler Staub. Das Mosaik in Falschfarben entstand aus vier Bildern. Sie wurden in verschiedenen Spektralbändern von infrarotem Lichte mit dem Observatorium WISE im Erdorbit aufgenommen.

Der Orionnebel ist als M42 katalogisiert. Die Energie für seinen größten Teil stammt von den Sternen des Trapezium-Sternhaufens. Er ist nahe der Mitte dieses Bildes zu sehen. Hier umgibt ein orangefarbenes Leuchten die hellen Sterne. Es ist ihr eigenes Sternenlicht, das von verschlungenen Staubfasern reflektiert wird. Die Ranken bedecken einen Großteil der Region. Der aktuelle Wolkenkomplex im Orionnebel enthält auch den Pferdekopfnebel. Er löst sich im Lauf der nächsten 100.000 Jahre langsam auf.

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Die Sombrerogalaxie in Infrarot

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Bildcredit: R. Kennicutt (Steward Obs.) et al., SSC, JPL, Caltech, NASA

Beschreibung: Dieser schwebende Ring hat die Größe einer Galaxie. Und es ist tatsächlich eine Galaxie – oder zumindest ein Teil davon: die fotogene Sombrerogalaxie, eine der größten Galaxien im nahen Virgo-Galaxienhaufen. Das dunkle Band aus Staub, das den mittleren Bereich der Sombrerogalaxie im sichtbaren Licht verdeckt, leuchtet im Infrarotlicht hell.

Dieses digital geschärfte Bild zeigt das Infrarotleuchten, das vom Weltraumteleskop Spitzer in der Erdumlaufbahn fotografiert wurde, es wurde in Falschfarben mit einem bereits vorhandenen Bild des Weltraumteleskops Hubble in sichtbarem Licht überlagert. Die Sombrerogalaxie, die auch als M104 bekannt ist, hat einen Durchmesser von etwa 50.000 Lichtjahren und ist 28 Millionen Lichtjahre entfernt. M104 ist schon mit einem kleinen Teleskop im Sternbild Jungfrau zu sehen.

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Der Hexenkopfnebel

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Bildcredit und Bildrechte: Digitalisierte Himmelsdurchmusterung (POSS II); Bearbeitung: Utkarsh Mishra

Beschreibung: Doppelt plagt euch, mengt und mischt! Kessel brodelt, Feuer zischt … vielleicht hätte Macbeth den Hexenkopfnebel befragen sollen. Dieser schaurig geformte Reflexionsnebel, eine kosmische Schrulle, ist jedoch ungefähr 800 Lichtjahre entfernt. Ihre arglistige Fratze scheint zum nahen hellen Stern Rigel im Orion zu starren, der knapp außerhalb des rechten Bildrandes liegt.

Die interstellare Wolke aus Staub und Gas ist offiziell als IC 2118 bekannt, sie ist fast 70 Lichtjahre groß, und ihre Staubkörnchen reflektieren Rigels Sternenlicht. Die Farbe des Nebels auf diesem Kompositporträt entsteht jedoch nicht durch das intensive bläuliche Licht des Sterns, sondern weil die Staubkörnchen blaues Licht effizienter streuen als rotes. Durch den gleichen physikalischen Prozess erscheint der Tageshimmel der Erde blau, obwohl die streuenden Teilchen in der Atmosphäre des Planeten Erde Stickstoff- und Sauerstoffmoleküle sind.

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Der Galaxienbaum

Vor dem klaren Himmel steht die Silhouette eines gestutzten Baumes. In seinen Zweigen hängt scheinbar die Milchstraße. Am rot beleuchteten Horizont stehen weitere Silhouetten von Bäumen.

Bildcredit und Bildrechte: César Vega Toledano; Beschriftung: Judy Schmidt

Zuerst kamen die Bäume. Im spanischen Salamanca fiel dem Fotografen ein Eichenwäldchen auf, das nach dem Stutzen ziemlich einzigartig aussah. Dahinter kam die Galaxis. Der Fotograf blieb bis 2 Uhr morgens wach. Er wartete, bis die Milchstraße auf die Höhe einer majestätischen Eiche gestiegen war. Der Standort war sorgfältig gewählt. Dort bildeten die Staubbahnen der Galaxis natürliche visuelle Fortsätze der Zweige im Baum.

Zuletzt kam das Licht. Ein Blitzlicht auf der Rückseite des Baumes machte ihn als Silhouette sichtbar. Zufällig sehen die Schemen der anderen Bäume am relativ hellen Horizont sehr ähnlich aus. Das Bild entstand Anfang des Monats als einzelne, 30 Sekunden belichtete Aufnahme. Die Milchstraße wurde digital verstärkt.

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