Begegnung von Mond und Venus über einem Baum

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Bildcredit und Bildrechte: Alex Dzierba

Beschreibung: Was ist der helle Fleck beim Mond? Die Venus. Vor ungefähr einer Woche stand der Erdmond dem fernen Planeten Venus ungewöhnlich nahe – ein zufälliger Winkeleffekt (Appulse). So eine Zufallsbegegnung ist ähnlich einer Konjunktion (dieser Begriff bezieht sich auf die Koordinaten), bezeichnet aber allgemein, wenn zwei Himmelsobjekte scheinbar nahe beisammen stehen. Diese Begegnung von Mond und Venus – er betrug einmal nur 0,05 Grad – wurde am frühen Morgen bei Aufgang hinter dem Koko–Krater auf der Insel O’ahu (Hawaii, USA) fotografiert.

Der Mond war in einer Sichelphase, links unten reflektierte er Sonnenlicht direkt, den Rest des Mondes sieht man im Erdschein – das ist Sonnenlicht, das von der Erde reflektiert wurde. Im Vordergrund sind die Blätter und Zweige eines Kiawebaums als Silhouetten vor der hellen Sichel zu sehen, andere erscheinen vor dem dunkleren Hintergrund weiß wegen des nach vorne gestreuten Lichts. Enge Winkelbegegnungen mit dem Mond treten typischerweise mehrmals pro Jahr auf. Zum Beispiel soll der Mond am 1. März in einem Abstand von weniger als 0,2 Grad am fernen Saturn vorbeiziehen.

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Perijovum 16: Vorbeiflug an Jupiter


Videocredit und LIzenz: NASA, Juno, SwRI, MSSS, Gerald Eichstadt;
Musik: Die Planeten, IV. Jupiter (Gustav Holst); USAF Heritage of America Band (via Wikipedia)

Beschreibung: Beobachten Sie, wie Juno wieder einmal über Jupiter zieht. Die Roboter-Raumsonde Juno der NASA umrundet weiterhin den größten Planeten unseres Sonnensystems auf ihren 53 Tage langen, stark elliptischen Bahnen. Dieses Video stammt von Perijovum 16, als Juno zum sechzehnten Mal seit ihrer Ankunft Mitte 2016 nahe an Jupiter vorbeiflog. Jedes Perijovum verläuft über einem etwas weiter liegenden Teil von Jupiters Wolkenoberflächen.

Dieses farbverstärkte Video wurde digital aus Standbildern der JunoCam erstellt, die alle fünf Sekunden fotografiert wurden. Das Ergebnis ist 125-fache Zeitraffer. Das Video beginnt mit Jupiters Aufstieg, als Juno sich vom Norden nähert. Als Juno ihre größte Annäherung erreicht – etwa 3500 Kilometer über Jupiters Wolkenoberflächen – fotografiert die Raumsonde den prächtigen Planeten beispiellos detailreich. Juno passiert helle Zonen und dunkle Wolkengürtel, die den Planeten umkreisen, sowie zahlreiche wirbelnde runde Stürme, von denen viele größer sind als Wirbelstürme auf der Erde.

Während Juno fortzieht, sieht man die markante delfinförmige Wolke. Nach dem Perijovum verschwindet Jupiter in der Ferne und stellt nun die ungewöhnlichen Wolken zur Schau, die über Jupiters Süden auftreten. Um die gewünschten wissenschaftlichen Daten zu erhalten, saust Juno so nahe an Jupiter vorbei, dass ihre Instrumente sehr hohen Strahlungswerten ausgesetzt sind.

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Henize 70: Eine Superblase in der GMW

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Bildcredit und Bildrechte: Josep M. Drudis

Beschreibung: Massereiche Sterne beeinflussen ihre galaktische Umgebung tiefgreifend. Indem sie interstellare Wolken aus Gas und Staub aufwühlen und durchmischen, hinterlassen diese Sterne – vor allem jene mit mehr als zig Sonnenmassen – ihre Markierung in der Zusammensetzung und an den Orten künftiger Sterngenerationen.

Spektakuläre Hinweise darauf befinden sich in diesem Nebel, Henize 70, auch bekannt als N70 und DEM301, der sich in unserer Nachbargalaxie, der Großen Magellanschen Wolke (GMW) befindet. Henize 70 ist eine leuchtstarke, etwa 300 Lichtjahre große Superblase aus interstellarem Gas, die von den Winden heißer, massereicher Sterne und Supernovaexplosionen aufgeblasen wird. Ihr Inneres ist mit dünnem, heißem Gas gefüllt, das sich ausdehnt. Weil Superblasen sich in einer ganzen Galaxie ausdehnen können, bieten sie der Menschheit eine Möglichkeit, die Verbindung zwischen den Lebenszyklen von Sternen und der Entwicklung von Galaxien zu erforschen.

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Fächer aus Nachthimmellicht vom See zum Himmel

Aus einem See steigt scheinbar ein grünes Muster, das bis zum Bogen der Milchstraße reicht. Eine überlagerte Version zeigt die Sternbilder.

Bildcredit und Bildrechte: Dave Lane; überlagerte Beschriftung: Judy Schmidt

Der Himmel sieht wie ein riesiger Fächer aus – aber warum? Der Grund dafür ist Nachthimmellicht. Das grüne Leuchten wurde 2015 in der Nähe des Bryce Canyon in Utah in den USA fotografiert. Es stieg scheinbar aus einem See durch den Bogen unserer Milchstraße auf. Das ungewöhnliche Muster entstand durch Dichtewellen in der Atmosphäre. Das sind Wellen mit wechselndem Luftdruck. Sie können mit der Höhe zunehmen, wenn die Luft ausdünnt. Hier trat das Phänomen in einer Höhe von etwa 90 Kilometern auf.

Die Energie für Polarlichter stammt von Kollisionen mit energiereichen, geladenen Teilchen. Sie treten in hohen Breiten auf. Nachthimmellicht ist ein anderes Phänomen, es entsteht durch Chemolumineszenz. Dabei erzeugt eine chemische Reaktion das Licht. Nachthimmellicht beobachten wir häufig nahe am Horizont. Es ist der Grund, warum der Nachthimmel niemals ganz dunkel wird.

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LDN 1622: Dunkler Nebel im Orion

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Bildcredit und Bildrechte: Tapio Lahtinen

Beschreibung: Diese kosmische Szene zeigt die Silhouette eines faszinierenden Dunkelnebels. Lynds‘ Dunkelnebel (LDN) 1622 hebt sich vom blassen Hintergrund aus leuchtendem Wasserstoff ab und ist nur auf lang belichteten Teleskopaufnahmen der Region leicht zu erkennen.

LDN 1622 liegt am Himmel nahe der Ebene unserer Galaxis, in der Nähe der Barnardschleife, einer großen Wolke, die den reichhaltigen Komplex aus Emissionsnebeln umgibt, die in Orions Gürtel und Schwert zu finden sind. Doch der undurchsichtige Staub von LDN 1622 ist wahrscheinlich viel näher als Orions berühmtere Nebel, vielleicht nur 500 Lichtjahre entfernt. In dieser Entfernung wäre dieses 1 Grad weite Sichtfeld weniger als 10 Lichtjahre breit. Seine unheilvolle Erscheinung verleiht dieser dunklen Weite den gängigen Namen Butzemann-Nebel.

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Zwillingsgalaxien in Virgo

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Bildcredit und Bildrechte:  CHART32 Team, Bearbeitung: Johannes Schedler

Beschreibung: Das Spiralgalaxienpaar NGC 4567 und NGC 4568 teilt diese scharfe kosmische Aussicht mit der einsamen elliptischen Galaxie NGC 4564. Sie alle gehören zum großen Virgo-Galaxienhaufen. Das augenfällige Spiralpaar mit den klassischen Spiralarmen, Staubbahnen und Sternhaufen ist auch als Schmetterlingsgalaxien bekannt.

Die Galaxienzwillinge, die sehr nahe beisammenstehen, scheinen durch die Gezeitenkräfte nicht allzu verzerrt zu sein. Ihre riesigen Molekülwolken hingegen kollidieren bekanntlich und schüren wahrscheinlich die Entstehung massereicher Sternhaufen. Die Galaxienzwillinge sind ungefähr 52 Millionen Lichtjahre entfernt, ihre hellen Kerne sind vermutlich etwa 20.000 Lichtjahre voneinander entfernt. Die gezackten Vordergrundsterne liegen natürlich in unserer Milchstraße.

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Sharpless 308: Sternblase

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Bildcredit und Bildrechte: Laubing

Beschreibung: Diese kosmische Blase ist riesig. Sie wurde von den schnellen Winden eines heißen, massereichen Sterns aufgebläht. Katalogisiert ist sie als Sharpless 2-308, sie steht ungefähr 5200 Lichtjahre entfernt im Sternbild Großer Hund (Canis Major) und bedeckt am Himmel etwas mehr als ein Vollmond. Das entspricht in der geschätzten Entfernung einem Durchmesser von 60 Lichtjahren.

Der massereiche Stern, der die Blase bildete, ein Wolf-Rayet-Stern, ist der helle nahe der Mitte des Nebels. Wolf-Rayet-Sterne haben mehr als 20 Sonnenmassen, und man vermutet, dass dies eine kurze Phase in der Entwicklung eines massereichen Sterns vor einer Supernova ist. Schnelle Winde dieses Wolf-Rayet-Sterns erzeugen den blasenförmigen Nebel, indem sie langsamere Materie aus einer früheren Entwicklungsphase zusammenfegen. Der windgeblasene Nebel ist ungefähr 70.000 Jahre alt. Ein Großteil der relativ blassen Emission, die auf dem ausladenden Bild fotografiert wurde, stammt vom Leuchten ionisierter Sauerstoffatome und ist mit einem blauen Farbton kartiert. SH2-308 ist auch als Delfinnebel bekannt.

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Weitwinkelansicht der großen amerikanischen Finsternis

In der Mitte ist die Sonne vom Mond verdeckt, auf der Mondoberfläche sind dunkle Meere erkennbar. Von der Sonne gehen helle Strahlen aus, die weit in die Schwärze reichen.

Bildcredit und Bildrechte: Nicolas Lefaudeux

Beschreibung: Nur in der flüchtigen Dunkelheit einer totalen Sonnenfinsternis ist das Licht der Sonnenkorona leicht erkennbar. Die ausgedehnte Korona – die äußere Sonnenatmosphäre – ist ein faszinierender Anblick, sie wird jedoch normalerweise von der hellen Sonnenscheibe überstrahlt. Die feinen Details und extremen Helligkeitsabstufungen in der Korona sind zwar mit bloßem Auge erkennbar, aber bekanntermaßen schwierig zu fotografieren.

Dieses Bild ist ein detailreiches Weitwinkelbild der Sonnenkorona, es entstand aus mehr als 120 Bildern, die während der großen amerikanischen Finsternis im August 2017 aufgenommen und sorgfältig digital bearbeitet wurden. Die verschlungenen Schichten und leuchtenden Brennlinien einer sich ständig ändernden Mischung aus heißem Gas und Magnetfeldern sind deutlich sichtbar. Hinter Mond und Sonne leuchten Hunderte Sterne mit nur 11 mag. Mars erscheint ganz rechts in Rot.

Die nächste totale Sonnenfinsternis findet am 2. Juli statt und ist bei Sonnenuntergang auf einem schmalen Pfad in Chile und Argentinen beobachtbar.

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