
Sind Polarlichter auf Saturn ähnlich wie auf der Erde? Das wollte man im September 2017 herausfinden. Dazu beobachteten das Weltraumteleskop Hubble und die Raumsonde Cassini zur selben Zeit Saturns Nordpol. Cassini gerade ihre letzten Bahnen um den Gasriesen. Dank Saturns Neigung war der Nordpol von der Erde aus gut sichtbar.
Die Bilder der Polarlichter entstanden in Ultraviolett. Die aktuellen Bilder von Hubble im sichtbaren Licht zeigen die Wolken und Ringe auf Saturn. Die Daten wurden zu dem oben gezeigten Bild kombiniert. Saturns Polarlichter bilden ganze oder offene Ringe um den Pol, ähnlich wie auf der Erde. Aber anders als auf der Erde laufen Saturns Polarlichter häufig in Spiralen. Außerdem leuchten sie kurz vor Mitternacht und in der Dämmerung am hellsten. Bei Saturns Polarlichtern verbindet sich anscheinend das innere Magnetfeld des Planeten gut mit dem nahen Sonnenwind, der sich ständig ändert. Das ist anders als bei Jupiter.
Saturns Südlichter wurden 2004 auf gleiche Weise fotografiert. Damals hatte man von der Erde aus einen guten Blick auf Saturns Südpol.
Tipp: APOD im Klassenzimmer