Planeten und Feuer im Mondlicht

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Credit und Bildrechte: Dmitrii Zagorodnov

Beschreibung: Am 5. Juli zierten wandernde Planeten, helle Sterne und ein junger Sichelmond nach Sonnenuntergang den Himmel. Die drei Himmelslichter, die eine ins Auge springende Linie mit dem Mond bilden und entlang der ekliptischen Ebene des Sonnensystems angeordnet sind, sind Saturn (oben links), dann Mars und schließlich Regulus, der Alpha-Stern der Konstellation Löwe. Natürlich liegt der Planet Erde selbst im Vordergrund – eine Szene, die von den Stadtlichtern von Santa Barbara in Kalifornien dominiert wird. Der rauchige Dunst, der über der Stadt hängt, stammt von bedrohlichen Waldbränden, die immer noch auf dem Hügel rechts brennen. Am Donnerstag Abend sind Saturn und Mars in einer viel engeren Konjunktion zu sehen – am Himmel von nur etwa einem Dreiviertel Grad getrennt.

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Im Zentrum des Virgohaufens

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Credit und Bildrechte: Günter Kerschhuber (Sternwarte Gahberg)

Beschreibung: Der Virgo-Galaxienhaufen ist der unserer Milchstraße am nächsten gelegene Galaxienhaufen. Der Virgo-Haufen liegt so nahe, dass er sich am Himmel über mehr als 5 Grad erstreckt – das sind etwa zehn Vollmond-Winkeldurchmesser. Der Virgo-Haufen, dessen Zentrum etwa 70 Millionen Lichjahre entfernt ist, ist der nächstgelegene Galaxienhaufen; er enthält mehr als 2000 Galaxien und übt einen merklichen gravitativen Sog auf die Galaxien der Lokalen Gruppe von Galaxien, die unsere Milchstraßengalaxie umgeben, aus. Der Haufen enthält nicht nur Galaxien, die mit Sternen gefüllt sind, sondern auch Gas, das so heiß ist, dass es im Röntgenspektrum leuchtet. Bewegungen von Galaxien in und rund um Haufen lassen darauf schließen, dass sie mehr Dunkle Materie als sichtbare Materie, die wir sehen können, enthalten. Oben abgebildet ist das Herz des Virgo-Haufens einschließlich heller Messier-Galaxien wie etwa Markarjans Galaxienkette oben links, M86 unmittelbar rechts über der Bildmitte, M84 rechts außen sowie die Spiralgalaxie NGC 4388 unten rechts.

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Das Kreuz des Südens an einem südlichen Himmel

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Credit und Bildrechte: Yuri Beletsky (ESO)

Beschreibung: Dieser atemberaubende Flecken Himmel wäre über Ihnen, wenn Sie am Südpol der Erde stehen würden. Oben links in diesem Bild stehen die vier Sterne, welche die Grenzen des berühmten Kreuz des Südens markieren. Am oberen Ende dieser Konstellation, auch bekannt als Crux, steht der orangefarbene Stern Gamma Crucis. Das Band aus Sternen, Staub und Gas, das die Mitte des Fotos kreuzt, ist ein Teil unserer Milchstraßengalaxie. Ganz links, unmittelbar unter dem Kreuz des Südens, befindet sich der dunkle Kohlensack-Nebel, der helle Nebel ganz rechts ist der Carina-Nebel. Das Kreuz des Südens ist ein so berühmtes Sternbild, dass es auf der Nationalflagge Australiens abgebildet ist.

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Apollo 17: VIP-Schauplatz-Anaglyphe

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Credit: Gene Cernan, Apollo 17, NASA; Anaglyphe von Erik van Meijgaarden

Beschreibung: Nehmen Sie Ihre rot-blauen Brillen zur Hand und betrachten Sie diese Stereo-Szenerie des Taurus-Littrow-Tales auf dem Mond! Die Farb-Anaglyphe zeigt eine detaillierte 3D-Ansicht des Mondrovers von Apollo 17 im Vordergrund – dahinter steht das Mondlandemodul und weiter entfernte Mondhügel. Weil die Welt die Start-Aufstiegsphase des Mondmoduls mithilfe der Fernsehkamera des Rovers beobachten können würde, wurde dieser Parkplatz auch als VIP-Schauplatz bezeichnet. Im Dezember 1972 verbrachten die Apollo 17-Astronauten Eugene Cernan und Harrison Schmitt etwa 75 Stunden auf dem Mond, während ihr Kollege Ronald Evans im Orbit blieb. Die Crew kehrte mit 110 Kilogramm Gesteins- und Bodenproben zurück, das war mehr als von jedem der anderen Mondlandeplätze. Cernan und Schmitt sind immer noch die letzten, die auf dem Mond gingen (oder fuhren).

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Komet zwischen Blitzen und Feuerwerk

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Credit und Bildrechte: Antti Kemppainen

Beschreibung: Manchmal ist der Himmel selbst die beste Show der Stadt. Im Januar 2007 versammelten sich Leute aus Perth in Australien am örtlichen Strand, um einen Himmel mit nahen und fernen Lichtern zu beobachten. In der Nähe explodierte ein Feuerwerk – eine Veranstaltung der Australia-Day– Feierlichkeiten. Ganz rechts leuchteten in einiger Entfernung Blitze eines Gewitters. Nahe der Bildmitte war, wenn auch durch Wolken zu sehen, der ungewöhnlichste Anblick von allen: Komet McNaught. Der fotogene Komet war so hell, dass er trotz der der dröhnenden Erdblitze sichtbar blieb. Komet McNaught ist nun ins äußere Sonnensystem zurückgekehrt und inzwischen nur noch mit einem großen Teleskop zu sehen. Das obige Bild ist in Wirklichkeit ein Panorama aus drei Bildern, die digital bearbeitet wurden, um die roten Reflexionen des explodierenden Feuerwerks zu reduzieren.

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Supernova-Überrest SN 1006

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Credit: NASA, ESA, Zolt Levay (STScI)

Beschreibung: Ein neuer Stern, wahrscheinlich die hellste Supernova in der aufgezeichneten Menschheitsgeschichte, flammte 1006 n.Chr. am Himmel des Planeten Erde auf. Die Wolke aus sich ausdehnenden Überresten der Sternexplosion, zu sehen im südlichen Sternbild Lupus, zeigt immer noch eine kosmische Lichtschau quer durch das elektromagnetische Spektrum. Dieses Kompositbild enthält Röntgendaten in blau vom Chandra-Observatorium, optische Daten in gelblichen Farbtönen und Radio-Bilddaten in rot. Diese Wolke aus Überresten, nunmehr als SN 1006-Supernovaüberrest bekannt, hat einen Durchmesser von etwa 60 Lichtjahren und stellt nach heutigem Verständnis die Reste eines Weißen Zwergsterns dar. Der kompakte Weiße Zwerg, Teil eines Doppelsternsystems, saugte sukzessive Materie von seinem Begleitstern auf. Der Aufbau an Masse löste schließlich eine thermonukleare Explosion aus, die den Zwergstern zerstörte. Da die Entfernung zu dem Supernova-Überrest etwa 7.000 Lichtjahre beträgt, ereignete sich die Explosion tatsächlich 7.000 Jahre bevor das Licht die Erde im Jahr 1006 erreichte. Stoßwellen in dem Überrest beschleunigen Teilchen auf extrem hohe Energien und sind wahrscheinlich die Quelle der rätselhaften kosmischen Strahlung.

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Himmel mit Unglücksboten

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Credit und Bildrechte: Wally Pacholka (Astropics.com / TWAN)

Beschreibung: Die fremdartig aussehenden Felsformationen im Vordergrund dieser Himmelslandschaft werden als Hoodoos bezeichnet. Hoodoos sind Türme aus verwittertem, erodiertem Sedimentgestein und sind in trockenen Regionen des Planeten Erde zu finden, besonders häufig in einem Areal, das als Bryce- Canyon-Nationalpark im Süden von Utah in den USA bekannt ist. Der hier abgebildete vertrautere Himmel wurde am frühen Montag Morgen fotografiert und enthält den hellen Stern Kapella, der Alphastern des Sternbildes Fuhrmann, links von er Bildmitte. Weit rechts dominiert eine stark überbelichtete Mondsichel den Himmel, in enger Konjunktion mit den Schwestersternen des Plejaden– Sternhaufens. Die seltsamen Formen der beiden riesigen, erleuchteten Hoodoos legen ihre gebräuchliche Bezeichnung nahe: Thors Hammer (rechts) und der Tempel der Osiris.

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Nachtschein

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Credit und Bildrechte: Laurent Laveder (PixHeaven.net / TWAN)

Beschreibung: In den frühen Morgenstunden des 30. Juni schwebten kurz vor der Dämmerung im Osten dieser Himmelsansicht von Westfrankreich geisterhafte Wolken. Die nachtleuchtenden Wolken oder leuchtenden Nachtwolken befinden sich am Übergang zum All und reflektieren in einer Höhe von etwa 80 Kilometern über der Erdoberfläche das Sonnenlicht. Sie sind normalerweise im Sommer über den Polen zu sehen, inzwischen aber häufig auch weiter von den Polen entfernt. In diesem Fall reichten sie bis zur nördlichen Breite des Bobachters auf 48 Grad. Dieser Trend könnte ein Gradmesser für die globalen Veränderung der Atmosphäre sein. Weitere 400.000 Kilometer entfernt leuchtet die sonnenbeschienene Mondsichel, die Nachtseite ist vom Erdschein beleuchtet. Als Bonus für Frühaufsteher folgte der abnehmnende Mond im Juni am Himmel dem hübschen Sternhaufen der Plejaden, die von kosmischen Staubwolken umgeben sind und in einer Entfernung von etwa 400 Lichtjahren leuchten.

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Pickerings Dreieck, aufgenommen am Kitt Peak

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Credit und Bildrechte: T. Rector (U. Alaska Anchorage), H. Schweiker, WIYN, NOAO, AURA, NSF

Beschreibung: Haarbüschel wie dieses sind alles, was von einem Milchstraßenstern sichtbar zurückbleibt. Vor ungefähr 7500 Jahren explodierte jener Stern als Supernova, der den Schleiernebel, auch bekannt als Cygnus-Schleife, zurückließ. Die sich ausdehnende Wolke war damals vermutlich so hell wie der Sichelmond und für die Menschen, die am Beginn der aufgezeichneten Geschichte lebten, wochenlang sichtbar. Heute ist der zurückgebliebene Supernovaüberrest verblasst und nur noch mit einem kleinen Teleskop zu sehen, wenn man damit in die Richtung der Konstellation Schwan blickt. Der zurückgebliebene Schleiernebel ist physisch gesehen riesig, denn obwohl er etwa 1.400 Lichtjahre weit entfernt ist, bedeckt er eine mehr als fünfmal so große Fläche wie der Vollmond. Auf Bildern des ganzen Schleiernebels sollten geübte Leser die oben abgebildete als Pickerings Dreieck bezeichnete Komponente erkennen können, die nach einem berühmten Astronomen und der ungefähren Form des Büschels banannt ist. Das obige Bild ist ein Mosaik, das mit dem 4-Meter- Mayall-Teleskop des Kitt Peak National Observatory in Arizona in den USA aufgenommen wurde.

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