Rheasichel vor Saturnsichel

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Credit: Cassini Imaging Team, SSI, JPL, ESA, NASA

Beschreibung: Matte Farbtöne, teilweise beleuchtete Himmelskörper, eine schmale Spur des Ringes und dünne Schatten betonen dieses unauffällige Bild der majestätischen Umgebung des riesigen Planeten Saturn. Die Raumsonde Cassini, die derzeit Saturn umkreist, sah fast genau zurück zur Sonne und nahm vor wenigen Jahren Sichelphasen von Saturn und seinem Mond Rhea in Farbe auf. So bemerkenswert das obige Bild auch ist, ist es doch nur eine Einzelaufnahme eines kürzlich veröffentlichten Stummfilmes aus 60-Bildern, in dem zu sehen ist, wie Rhea vor ihre Herkunftswelt gleitet. Da Cassini fast in der Ebene von Saturns Ringen war, sind die normalerweise eindrucksvollen Ringe hier nur als dünne Linie durch die Bildmitte zu sehen. Obwohl Cassini nun seine Primärmission abgeschlossen hat, regten seine Erfolge und sein günstiger Beobachtungsort die NASA dazu an, eine zweijährige Tag- und Nachtgleichen-Mission zu beginnen, um künftig nicht nur Saturns rätselhafte Monde Titan und Enceladus zu erforschen, sondern auch Saturn selbst, wenn seine großen Ringe im August 2009 genau zur Sonne geneigt sein werden.

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M16 und der Adlernebel

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Credit und Bildrechte:  Johannes Schedler (Panther Observatory)

Beschreibung: Der junge Sternhaufen M16 ist ist von Geburtswolken kosmischen Staubs und leuchtenden Gases, auch bekannt als der Adlernebel, umgeben. Dieses herrlich detaillierte Bild dieser Region enthält fantastische Formen, die mit wohlbekannten Nahaufnahmen des Hubble-Weltraumteleskops von dem Sternbildungskomplex berühmt wurden. Dichte, staubhaltige Säulen, die als Elefantenrüssel oder Säulen der Schöpfung beschrieben werden, erheben sich nahe dem Zentrum und sind Lichtjahre lang, ziehen sich jedoch durch die Gravitation zusammen um Sterne zu bilden. Energiereiche Strahlung von den Haufensternen trägt nahe den Spitzen Material ab und legt möglicherweise die eingebetteten neuen Sterne frei. Von der linken oberen Ecke des Nebels her dehnt sich eine weitere staubhaltige Sternbildungssäule aus, bekannt als die Elfe des Adlernebels. M16 und der Adlernebel liegen 7.000 Lichtjahre weit entfernt und sind ein leichtes Ziel für Ferngläser oder kleine Teleskope in einem nebelreichen Teil des Himmels in Richtung des geteilten Sternbildes Serpens Cauda (Schwanz der Schlange).

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Jupiter über Ephesos

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Credit und Bildrechte: Tunç Tezel (TWAN)

Beschreibung: Ein prächtiger Jupiter teilt sich heute Abend den Himmel mit dem Vollmond. Da Jupiter kurz vor der Opposition steht, also am Himmel der Erde gegenüber der Sonne, wird Jupiter etwa zu Sonnenuntergang aufgehen, wie im übrigen auch der Vollmond. Natürlich ist die Opposition auch der Zeitpunkt der größten Annäherung, Jupiter scheint dann am hellsten und bietet den besten Anblick für Himmelsbeobachter. Diese bewegende Himmelslandschaft, die letzten Monat aufgenommen wurde, zeigt Jupiter über dem südöstlichen Horizont und die marmorgepflasterten Straßen der antiken Hafenstadt Ephesos, die in der heutigen Türkei liegt. Links steht ein Tempel, der dem römischen Kaiser Hadrian geweiht war. Der schöne Nachthimmel zeigt auch den Bogen der nördlichen Sommermilchstraße. Die Lichter am Horizont stammen von der nahe gelegenen Stadt Selçuk. Wenn Sie auf das Bild klicken, können Sie die Szenerie als Panorama herunterladen.

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Extragalaxien

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Credit und Bildrechte: Dietmar Hager

Beschreibung: Ein genauer Blick auf das ganze Bildfeld dieser scharfen Aufnahme zeigt eine verblüffende Anzahl an Galaxien – nahe und ferne – in Richtung des Sternbildes Ursa Major. Die auffallendste davon ist natürlich NGC 3718, die verzerrte Spiralgalaxie rechts der Bildmitte. Die blassen Spiralarme von NGC 3718 wirken verdreht und auseinandergezogen, die helle Zentralregion wird von undurchsichtigen Staubstraßen gekreuzt. An die 150.000 Lichtjahre links davon befindet sich eine weitere riesige Spiralgalaxie, NGC 3729. Zwischen den beiden besteht wahrscheinlich eine gravitative Wechselwirkung, in Anbetracht der auffälligen Erscheinung von NGC 3718. Während dieses Galaxienpaar etwa 52 Millionen Lichtjahre weit entfernt ist, ist die bemerkenswerte Hickson-Gruppe 56 unmittelbar unter NGC 3718 gruppiert zu sehen. Die Hickson-Gruppe 56 besteht aus fünf miteinander wechselwirkenden Galaxien und ist mehr als 400 Millionen Lichtjahre entfernt.

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Makemake im äußeren Sonnensystem

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Credit: R. Hurt (SSC-Caltech), JPL-Caltech, NASA

Beschreibung: Der vor kurzem entdeckte Makemake ist eines der größten im äußeren Sonnensystem bekannten Objekte. Dieses Kuipergütrelobjekt, ausgesprochen MAH-kei MAH-kei, ist nur geringfügig kleiner als Pluto, umkreist die Sonne nur wenig weiter außen als Pluto und erscheint nicht viel dunkler als Pluto. Makemakes Orbit ist viel stärker zur ekliptischen Ebene der Planeten geneigt ist als Plutos Bahn. Der Himmelskörper aus dem äußeren Sonnensystem, nach seiner Entdeckung 2005 durch ein Team, geführt von Mike Brown (Caltech), als 2005 FY9 bezeichnet, wurde kürzlich in Makemake umbenannt, nach dem Schöpfer der Menschheit in der Mythologie der Rapa Nui auf den Osterinseln. Zusätzlich wurde Makemake unlängst als Zwergplanet klassifiziert, in der neuen Subkategorie der Plutoiden, was Makemake zum dritten katalogisierten Plutoiden nach Pluto und Eris macht. Makemake ist als eine leicht rötlich erscheinende Welt bekannt, deren Spektren darauf schließen lassen, dass er wahrscheinlich mit gefrorenem Methan bedeckt ist. Da es noch keine Bilder der Oberfläche von Makemake gibt, wurde oben der Einfachkeit halber die Illustration eines Künstlers, die ursprünglich Sedna darstellen sollte, gewählt, um nun Makemake abzubilden. Ein hypothetischer Mond wurde oben fast in Richtung der weit entfernten Sonne dargestellt.

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Gas und Staub des Lagunen-Nebels

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Credit und Bildrechte: Fred Vanderhaven

Beschreibung: Diese wunderschöne kosmische Wolke ist ein beliebter Halt bei Teleskoptouren durch das Sternbild Schütze. Ein Tourist des 18. Jahrhunderts, Charles Messier, katalogisierte den hellen Nebel als M8, während zeitgenössische Astronomen den Lagunen-Nebel als aktive Sternkrippe in einer Entfernung von etwa 5.000 Lichtjahren in Richtung des Zentrums unserer Milchstraßen-Galaxie kennen. Auffällige Details sind auf diesem bemerkenswerten Bild zu erkennen, bei dem in der Nachbearbeitung die Sterne entfernt wurden, wodurch die Anzahl an Filamenten aus leuchtendem Wasserstoffgas, dunklen Staubwolken und der hellen, stürmischen Stundenglas-Region nahe der Bildmitte besser zur Geltung kommt. Diese Farbkompositansicht wurde bei dunklem Himmel nahe Sydney in Australien aufgenommen. In der geschätzten Entfernung des Lagunennebels erstreckt sich das Bild über etwa 50 Lichtjahre.

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Veränderung des Marswinkels

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Credit und Bildrechte: Richard Bosman

Beschreibung: Erscheint der Mars immer gleich? Nein. Da sowohl die Erde als auch der Mars die Sonne umrunden, verändert sich die scheinbare Winkelgröße des Mars, wenn man ihn von der Erde aus beobachtet. Oben abgebildet ist Mars, aufgenommen 2007 und 2008 von Enschede in den Niederlanden aus auf 30 Einzelbildern, alle mit der gleichen Vergrößerung fotografiert. Wenn Erde und Mars auf gegenüberliegenden Seiten der Sonne stehen, erscheint der Mars relativ klein. Wenn umgekehrt Erde und Mars nahe beisammen stehen, erscheint der Mars riesig und hell. Der größte scheinbare Mars in jüngerer Vergangenheit war während der Opposition im August 2003 zu sehen. Da er immer weiter von der Sonne entfernt ist als die Erde, zeigt der Mars den Erdlingen niemals eine Sichelphase. Auf den obigen Bildern ebenfalls zu sehen sind die nördliche Polkappe des Mars, dunkle und helle Böden, Wolken und – auf den frühen Bildern – ein globaler Staubsturm. Die nächste Opposition, bei der die Erde sich wieder dem Mars nähert, wird Anfang 2010 stattfinden.

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Dunkler Himmel über Death Valley

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Credit: Dan Duriscoe, U.S. National Park Service

Beschreibung: Dieses unheimliche Leuchten über dem Death Valley ist in Gefahr. Wenn Sie nach rechts scrollen, sehen Sie einen atemberaubenden Ausblick von einem der dunkelsten Orte, die es im kontinentalen Bereich der USA noch gibt: Death Valley in Kalifornien. Das 360-Grad-Panorama des gesamten Himmels oben ist ein Komposit aus 30 Bildern, die vor zwei Jahren in Racetrack Playa aufgenommen wurden. Das Bild wurde digital bearbeitet und im oberen Bereich zunehmend gestreckt, um ein rechteckiges Format zu erzeugen. Rechts im Vordergrund des Bildes liegt ein ungewöhnlich platzierter Felsen, der nach einem glitschigen Regen von starken Winden auf den Racetrack Playa geschoben wurde. Im Hintergrund leuchtet ein majestätischer Nachthimmel, der Tausende von Sternen und viele Sternbilder zeigt. Der Bogen über die Bildmitte ist das zentrale Band unserer Milchstraßengalaxie. Lichtverschmutzung bedroht Regionen mit dunklem Himmel wie diese in den Vereinigten Staaten und auf der gesamten Welt, daher schlagen die internationale Dark-Sky Association und der US National Parks Service Methoden vor, die sie schützen können.

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NGC 7331 und darüber hinaus

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Credit und Bildrechte: Don Goldman, Sierra Remote Observatories

Beschreibung: Die große, schöne Spiralgalaxie NGC 7331 wird häufig als ein Gegenstück zu unserer Milchstraße bezeichnet. NGC 7331, etwa 50 Millionen Lichtjahre entfernt im nördlichen Sternbild Pegasus, wurde schon früh als Spiralnebel erkannt und ist eine der hellsten Galaxien, die nicht in Charles Messiers berühmtem Katalog aus dem 18. Jahrhundert verzeichnet sind. Da die Scheibe der Galaxie schräg geneigt in unserer Sichtlinie liegt, ergeben langbelichtete Aufnahmen mit Teleskopen häufig ein Bild, das einen starken Eindruck von räumlicher Tiefe vermittelt. Dieser Effekt wird auf dieser gut gerahmten Ansicht durch Galaxien, die hinter dem herrlichen Inseluniversum liegen, noch zusätzlich verstärkt. Die Hintergrundgalaxien haben etwa ein Zehntel der scheinbaren Größe von NGC 7331 und sind somit grob geschätzt zehnmal weiter entfernt. Ihre auffallende Nähe zu NGC 7331 am Himmel erscheint rein zufällig. Die visuelle Gruppierung von Galaxien ist auch als die Deer Lick Group bekannt.

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Der ferne 3-kpc-Arm

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Illustrationscredit: R. Hurt (SSC), JPL-Caltech, NASA

Beschreibung: Eine wesentliche Entdeckung lauerte zwischen den Daten. Durch einen Zufall fand sie Tom Dame (Harvard-Smithsonian CfA), während er eine Besprechung über die Spiralarme der Galaxis im Rahmen eines Treffens der American Astronomical Society vorbereitete – einen neuen Spiralarm in der Milchstraße. Der Arm ist auf dieser Illustration mit „Far 3kpc Arm“ beschriftet und befindet sich 3 kpc (Kiloparsec) oder etwa 10.000 Lichtjahre vom galaktischen Zentrum entfernt auf der der Sonne gegenüberliegenden Seite. Zusammen mit dem „Near 3kpc Arm“, dessen Vorhandensein seit Mitte der 1950er Jahre bekannt ist, zeigen diese beiden zusammengehörigen inneren Arme, dass die Galaxis eine einfache Symmetrie besitzt. Die Arme werden von komprimiertem interstellarem Gas begrenzt, das an beiden Seiten des Zentralbalkens der Milchstraße entlangfließt. Dame und sein Mitarbeiter Patrick Thaddeus zeichneten in ihren Radiodaten der als Leitsubstanz fungierenden Kohlenmonoxid-Moleküle in der galaktischen Ebene das Vorhandensein der beiden inneren Spiralarme auf. Wieviele Sterne bilden sich in dem gegenüberliegenden Arm? Trotz dieser Abbildung von Sternen und Sternbildungsregionen entlang der Arme fand der letzte Versuch nach Sternbildung im Nahen 3kpc-Arm zu suchen 1980 statt und erbrachte keinerlei Aktivität. Die Entdeckung des Fernen 3kpc-Arms entflammte das Interesse an dieser und anderen Fragen zum Zentrum der Milchstraße aufs Neue.

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Farbverstärktes Caloris

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Bildcredit: NASA, Johns Hopkins Univ. APL, Arizona State U., CIW

Beschreibung: Das ausgedehnte Calorisbecken auf dem Merkur ist einer der größten Einschlagskrater im Sonnensystem. Das Becken, das in der frühen Geschichte des Sonnensystems durch den Einschlag eines asteroidengroßen Körpers entstand, erstreckt sich über etwa 1.500 Kilometer und ist auf diesem farbverstärkten Mosaik in gelblichen Farbtönen zu sehen. Die Bilddaten stammen vom Vorbeiflug der Raumsonde MESSENGER am 14. Januar und wurden mit dem Instrument MDIS aufgenommen. Die orangefarbenen Kleckse rund um den Rand des Beckens werden nunmehr für Vulkanschlote gehalten – neue Hinweise darauf, dass die gleichmäßigen Ebenen Merkurs tatsächlich Lavaströme sind. Weitere Entdeckungen auf Merkur, die von der MESSENGER-Mission der NASA gemacht wurden, enthalten unter anderem Hinweise, dass Merkur wie auch die Erde ein globales Magnetfeld besitzt, das von einem Dynamo-Prozess in seinem riesigen Kern erzeugt wird, und dass Merkurs Oberfläche erheblich schrumpfte, als der Kern auskühlte.

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