Dreißigtausend Kilometer über Enceladus

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Credit: Cassini Imaging Team, SSI, JPL, ESA, NASA

Beschreibung: Wie sieht die Oberfläche des Eis speienden Mondes Enceladus aus? Um das herauszufinden wurde die robotische Raumsonde Cassini, die derzeit Saturn umkreist, ausgeschickt, um an dem kryovulkanischen Mond vorbei und sogar durch eine der Eisschwaden von Enceladus zu fliegen. Cassini näherte sich während dieser bisher engsten Begegnung auf etwa 52 Kilometer an. Das obige unkomprimierte Bild wurde vom Norden her aufgenommen, aus einer Entfernung von etwa 30.000 Kilometern. Zu sehen sind mindestens zwei Arten von Terrain: Die erste Art enthält mehr Krater als die Umgebung des Südpols von Enceladus. Die andere Art von Terrain enthält nur wenige Krater, jedoch viele Grate und Rillen, die durch tektonische Aktivität, welche die Oberfläche verändert, entstanden sein könnten. Exogeologen brüten derzteit über diesem und anderen Bildern von Cassini vom Vorbeiflug letzten Mittwoch, um die Patchwork-Struktur des Mondes, seine ungewöhnlichen Eisgeysire und die Möglichkeit Leben zu tragen besser erklären zu können. Cassini soll noch mindestens neun Vorbeiflüge an Enceladus durchführen, einschließlich einer sogar noch näheren Passage von nur 25 Kilometern im kommenden Oktober.

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Vorstoß in den Orbit

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Credit und Bildrechte: James N. Brown

Beschreibung: Vögel fliegen nicht so hoch und Flugzeuge nicht so schnell. Die Freiheitsstatue wiegt weniger. Keine andere Spezies als die menschliche kann verstehen, was hier vor sich geht, und sogar Menschen hätten es vor nur einem Jahrtausend nicht verstanden. Der Start einer Rakete in den Weltraum ist ein erklärungsbedürftiges und Ehrfurcht gebietendes Ereignis. Die hier abgebildete Abgas-Säule stammt vom Spaceshuttle Endeavour nach dem Nachtstart letzte Woche zum Besuch der Internationalen Raumstation. Die Raketentriebwerke der Endeavour erzeugen den pathetischen Glanz von oberhalb der Wolken. Das zwei Millionen Kilogramm schwere Raketenschiff startete aus dem Stand, um die Erde zu umkreisen, wo die Außenluft zu dünn zum Atmen ist, und wo kaum messbare bordeigene Gravitation vorherrscht. Raketen, die in den Weltraum fliegen, werden nunmehr etwa einmal pro Woche irgendwo auf der Welt gestartet.

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Mond über Byzanz

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Credit und Bildrechte: Tunç Tezel (TWAN)

Beschreibung: In der Nähe der Sonne versteckt ist eine schmale Mondsichel ein schwieriger, aber lohnender Anblick. Sehen (scrollen) Sie nach rechts, und Sie können auf diesem Zwielicht-Panorama über dem Bosporus und entlang der Silhouette des historischen Zentrums von Istanbul einen erkennen. Auf diesem Bild vom 8. März ist der Mond lediglich 22 Stunden jung. Ein dünner, gekrümmter Rand der beleuchteten Oberfläche des Mondes ist gerade eben über dem westlichen Himmel bei Sonnenuntergang über den Mauern des Topkapi-Palastes zu sehen. Der Palast wurde unter der Herrschaft des osmanischen Sultans Mehmed II erbaut. Dieser war der Eroberer der Stadt im 15. Jahrhundert, welche damals Konstantinopel, die Hauptstadt des Byzantinischen Reiches, war. Der hell erleuchtete Kuppelbau unmittelbar links des Palastes ist die Ayasofya (Hagia Sophia), ein berühmtes Beispiel byzantinischer Architektur und nunmehr ein Museum. Noch weiter links ist die Sultan-Ahmed-Moschee.

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Endeavour bei Nacht

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Credit: NASA, Jerry Cannon, Rusty Backer

Beschreibung: Mit seinem Start in der Nacht begann der Spaceshuttle Endeavour in den frühen Morgenstunden des 11. März seine jüngste Reise in den Orbit. Auf diesem fantastischen Bild, das den Start verfolgt, erhellt der Glanz von Endeavours drei Haupttriebwerken und den seitlich flankierenden Feststoffboostern das Heck des Orbiters und den riesigen orangen externen Treibstofftank. Endeavour verließ Pad 39A am Kennedy Space Center und brach zur Mission STS-123 auf, um eine Crew von sieben Astronauten zur Internationalen Raumstation (ISS) zu befördern. Die Nutzlast enthielt die erste Teil des Kibo-Labors der Japan Aerospace Exploration Agency und das zweiarmige Robotsystem der kanadischen Weltraumagentur. Die Astronauten werden eine Serie von Außenbord-Manövern durchführen, um die neuen Anlagen während der 16-Tage-Mission zu installieren – der bisher längsten Shuttle-Mission zur ISS.

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Die südlichen Pfeiler formen

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<p><strong>Credit:</strong> Nathan Smith (<a href=Univ. von Colorado) et al., SSC, JPL, Caltech, NASA

Beschreibung: Eta Carinae, einer der massereichsten und instabilsten Sterne in der Galaxis, übt einen tiefgreifenden Einfluss auf seine Umgebung aus. Diese phantastischen Säulen aus leuchtendem Staub und Gas, gefunden in der südlichen Pfeiler-Region des Carina-Nebels, wurden von den heftigen Winden und der Strahlung von Eta Carinae sowie weiteren massereichen Sternen geformt. Darin eingebettet sind neu geborene Sterne. Der ausgedehnte Eta-Carinae-Nebel, der am südlichen Himmel der Erde hell leuchtet, ist ungefähr 10.000 Lichtjahre von uns entfernt. Diese beeindruckende kosmische Sicht ist großteils durch Staubnebel verdeckt und wurde auf diesem Bild des Spitzer-Weltraumteleskops durch das alles durchdringende Infrarotlicht enthüllt. Eta Carinae selbst befindet sich oben rechts außerhalb dieser Falschfarben-Aufnahme, wobei die Staubpfeiler mit ihren hellen Spitzen andeutungsweise in die Richtung des massereichen Sterns zeigen. Das Spitzer-Bild erstreckt sich über fast 200 Lichtjahre in der Entfernung von Eta Carinae.

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Sternbildungsregion LH 95

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Credit: Hubble Heritage Team, D. Gouliermis (MPI Heidelberg) et al., (STScI/AURA), ESA, NASA

Beschreibung: Wie entstehen Sterne? Um diesen komplexen und chaotischen Vorgang besser zu verstehen, nützten Astronomen das Hubble-Weltraumteleskop, um die Sternbildungsregion LH 95 in der nahe gelegenen Großen Magellanschen Wolke mit nie dagewesenem Detailreichtum abzubilden. Normalerweise sind nur die hellsten, blauen, massereichsten Sterne in einer Sternbildungregion zu sehen, doch das Bild oben wurde mit so hoher Auflösung und in so spezifischen Farben aufgenommen, dass viele der neu gebildeten Sterne, die gelber, schwächer und masseärmer sind, ebenfalls erkennbar sind. Außerdem ist auf dem nach wissenschaftlichen Kriterien gefärbten Bild ein blauer Schimmer von diffusem Wasserstroffgas zu sehen, das von den jungen Sternen aufgeheizt wird, sowie dunkler Staub, der von Sternen oder während Supernova-Explosionen erzeugt wurde. Wenn man die Positionen und Häufigkeit von masseärmeren Sternen in Sternbildungsregionen und rund um Molekülwolken untersucht, kann man erkennen, unter welchen Bedingungen sie entstanden sind. LH 95 erstreckt sich über 150 Lichtjahre und liegt etwa 160.000 Lichtjahre entfernt im südlichen Sternbild Schwertfisch (Dorado).

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Felssturz auf dem Mars

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Credit: HiRISE, MRO, LPL (U. Arizona), NASA

Beschreibung: Was verursachte diese plötzliche Staubwolke auf dem Mars? Eine Lawine! Die erste je auf einem anderen Planeten fotografierte Lawine wurde letzten Monat auf dem Mars vom robotischen Mars Reconnaissance Orbiter abgebildet. Auf diesem Bild, das digital überarbeitet wurde, sind mehrere Schichten von weißem Eis zu sehen, das über rotem Fels taut, wobei die Farben nach rechts hin dunkler werden – ein Hinweis auf Marsboden, der mit weniger Eis vermischt ist. Als die mehr als 700 Meter hohe Klippe taute, wirbelte das hinabstürzende Eis Wolken aus Eis und Staub auf, die so dicht waren, dass sie sichtbare Schatten warfen. Der Böschungswinkel der Halde beträgt mehr als 60 Grad. Die ganze Szene wird von rechts oben von der Sonne beleuchtet. Jeden Frühling taut es auf der Nordhalbkugel des Mars, wenn in dem wärmer werdenden Klima Kohlendioxideis zu Gas sublimiert. Die Untersuchung solcher Lawinen hilft Planetengeologen, die Bodenzusammensetzung des Mars besser zu verstehen.

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Planeten in einer Reihe über dem Australian Radio Telescope Array

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Credit und Bildrechte: Graeme L. White und Glen Cozens (James-Cook-Universität)

Beschreibung: Letzte Woche standen Merkur, Venus und der Mond am Himmel nahe beisammen. Diese malerische Konjunktion wurde zusammen hinter Geräten des Australian Telescope Compact Array (ATCA) in der Nähe von Narrabi im ländlichen New South Wales fotografiert. Das ATCA besteht aus insgesamt sechs Radioteleskopen, jedes davon ist größer als ein Haus. Zusammen bilden sie eines der am höchsten auflösenden Messgeräte der Welt. Eindrucksvolle Konjunktionen von Planeten kommen alle paar Jahre vor. Diese Gruppierung der hellsten Objekte am Nachthimmels war vor Sonnenaufgang gut zu sehen. Dieses Bild wurde das am Morgen des 6. März aufgenommen, das höchste der drei hellen Himmelslichter ist Merkur.

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CMBR-Dipol: Durchs Universum rasen

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Credit: DMR, COBE, NASA, Vier-Jahres-Himmelskarte

Beschreibung: Unsere Erde steht nicht still. Die Erde bewegt sich um die Sonne. Die Sonne umkreist das Zentrum der Milchstraße. Die Milchstraße kreist in der Lokalen Gruppe von Galaxien. Die Lokale Gruppe fällt in Richtung des Virgo-Galaxienhaufens. Doch diese Geschwindigkeiten sind viel geringer als die Geschwindigkeit, mit der sich alle diese Objekte zusammen relativ zur kosmischen Mikrowellen- Hintergrundstrahlung (CMBR) bewegen. Auf dieser Karte des ganzen Himmels, die mit dem Satelliten COBE erstellt wurde, ist die Strahlung in Richtung der Erdbewegung blauverschoben und somit heißer, während Strahlung an der entgegengesetzten Seite des Himmels rotverschoben und kälter ist. Die Karte lässt darauf schließen, dass sich die Lokale Guppe mit etwa 600 Kilometern pro Sekunde relativ zu dieser urzeitlichen Strahlung bewegt. Diese hohe Geschwindigkeit war zunächst unerwartet und ihre Größenordnung ist immer noch unerklärlich. Warum bewegen wir uns so schnell? Was ist da draußen?

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M104: Hubble-Remix

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Credit und Bildrechte: Vicent Peris (OAUV / PTeam), MAST, STScI, AURA, NASA

Beschreibung: Die markante Spiralgalaxie M104 ist fast genau von der Kante sichtbar und besitzt einen breiten Rand aus dunklem Staub. Der breite Streifen aus kosmischen Staubbahnen, den man als Silhouette vor einer hellen Wölbung aus Sternen sieht, verleiht der Galaxie auf Bildern im sichtbaren Licht eine hutähnliche Erscheinung, was zu dem gängigen Eigennamen Sombrerogalaxie führte. Für diese Bildvariante der bekannten Galaxie wurden Daten aus dem Archiv des Weltraumteleskops Hubble neu aufbereitet. Die neue Ausarbeitung verbessert die Sichtbarkeit von Details, die ansonsten im übermächtigen Glanz verloren gehen. Daher kann man die Struktur der Staubbahnen dieser Galaxie hier gut bis ins helle Innere verfolgen. M104 hat einen Durchmesser von etwa 50.000 Lichtjahren und ist 28 Millionen Lichtjahre entfernt. Sie ist eine der größten Galaxien am südlichen Ende des Virgo-Galaxienhaufens.

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Komet über Kalifornien

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Credit und Bildrechte: P-M Hedén (Clear Skies, TWAN)

Beschreibung: Komet Holmes wird blasser, ist aber immer noch am nördlichen Himmel zu sehen und befindet sich am oberen Ende dieses farbenprächtigen Himmelsanbilcks vom 4. März. Der rötliche Emissionsnebel darunter ist NGC 1499, der wegen seiner Ähnlichkeit mit den Umrissen eines Staates an der Westküste der USA auch als Kaliforniennebel bekannt ist. Die beiden kosmischen Wolken liegen zufällig fast in derselben Sichtlinie und erscheinen daher nahe zusammen und fast gleich groß. Der Kaliforniennebel ist etwa 100 Lichtjahre lang und zieht in einer Entfernung von 1500 Lichtjahren durch den Orion-Arm unserer Milchstraße. Komet Holmes hat einen Durchmesser von etwa 20 Lichtsekunden und gleitet jenseits der Marsbahn in einer Entfernung von ungefähr 25 Lichtminuten durch unser Sonnensystem. Die Moleküle der gasförmigen Koma fluoreszieren im Sonnenlicht. Der Farbton des Kaliforniennebels ist charakteristisch für Wasserstoff-Atome, die mit verlorenen Elektronen rekombinieren, nachdem diese von ultraviolettem Sternlicht ionisiert wurden. Die Quelle des energiereichen Sternlichtes ist Xi Persei, der helle Stern unterhalb des Nebels.

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