Dunkle Erde mit rotem Kobold

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Bildcredit:  ISS, Besatzung der Expedition 31, NASA

Beschreibung: Dieses Bild der Erde zeigt etwas sehr Ungewöhnliches – sehen Sie es? Ein flüchtiges Phänomen, das man für eine Legende hielt, ist hier erkennbar, wenn man weiß, wo man es suchen muss. Dieses Bild wurde Ende April auf der Internationalen Raumstation (ISS) in der Erdumlaufbahn fotografiert. Es zeigt links die bekannten Solarpaneele der ISS und rechts Teile eines Roboterarms. Das selten fotografierte Phänomen ist als Roter Kobold bekannt und – wenn auch sehr blass – über der hellen Region rechts im Bild zu sehen. Dieser helle Bereich und der Rote Kobold sind verschiedene Blitzarten, wobei der weiße Blitz häufiger vorkommt. Obwohl schon seit 300 Jahren anekdotenhaft über Kobolde berichtet wird, wurden sie erst 1989 erstmals auf Film festgehalten – zufällig. Vieles über Kobolde bleibt unbekannt, etwa wie sie entstehen, ihre Auswirkung auf den atmosphärischen globalen Stromkreislauf, und ob sie irgendwie mit anderen Blitzphänomenen der oberen Atmosphäre zusammenhängen, zum Beispiel blauen Strahlen oder terrestrischen Gammablitzen.

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Sternströme und die Walgalaxie

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Bildcredit und Bildrechte:  R Jay Gabany (Blackbird Observatory); Mitarbeit: David Martínez-Delgado (Universität Heidelberg) et al.

Beschreibung: Die Spiralgalaxie NGC 4631 ist nur 25 Millionen Lichtjahre entfernt im wohlerzogenen nördlichen Sternbild Jagdhunde erkennbar. Die von der Kante sichtbare Galaxie ist ähnlich groß wie die Milchstraße. Ihre verzerrte Keilform erinnert manche an einen kosmischen Hering, andere an ihren gängigen Namen: Walgalaxie. Der kleine, auffallend helle elliptische Begleiter NGC 4627 der großen Galaxie liegt über ihrem staubigen gelblichen Kern, weiters sind kürzlich entdeckte blasse Zwerggalaxien im Halo von NGC 4631 erkennbar. Die blassen, ausgedehnten Strukturen unter (und über) NGC 4631 wurden inzwischen als Gezeitensternströme erkannt. Die Sternströme sind Reste einer Zwergbegleitgalaxie, die durch wiederholte Begegnungen mit dem Wal zerrissen wurde, welche vor etwa 3,5 Milliarden Jahren begannen. Auch in nahen Galaxien postulieren kosmologische Galaxienentstehungsmodelle Gezeitensternströme, etwa bei der Entstehung unserer eigenen Milchstraße.

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Herbig-Haro 24

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Bildcredit:  NASA, ESA, Hubble Heritage (STScI / AURA) / Hubble-Europe Collaboration; Danksagung: D. Padgett (GSFC), T. Megeath (University of Toledo), B. Reipurth (University of Hawaii)

Beschreibung: Es sieht zwar wie ein Doppellichtschwert aus – diese beiden kosmischen Materiestrahlen strömen von einem neuen Stern in einer nahen Galaxis aus. Die atemberaubende Szene wurde aus Bilddaten des Weltraumteleskops Hubble konstruiert und zeigt etwa ein halbes Lichtjahr des Objekts Herbig-Haro 24 (HH 24), das ungefähr 1300 Lichtjahre oder 400 Parsec entfernt in den Sternkrippen des Orion-B-Molekülwolkenkomplexes liegt. Der zentrale Protostern von HH 24 ist vor direkter Sicht verborgen und von kaltem Staub und Gas umgeben, der zu einer rotierenden Akkretionsscheibe abgeflacht ist. Materie, die aus der Scheibe auf das junge stellare Objekt fällt, wird aufgeheizt. In der Rotationsachse des Systems werden Ströme ausgestoßen, die einander gegenüberliegen. Die schmalen, energiereichen Ströme schneiden durch die interstellare Materie in der Region und bilden auf ihrem Pfad Serien leuchtender Stoßfronten.

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Geminiden des Südens

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Bildcredit und Bildrechte: Yuri Beletsky (Carnegie Las-Campanas-Observatorium, TWAN)

Beschreibung: Der jährliche Meteorstrom der Geminiden auf der Erde enttäuschte nicht, er erreichte seinen Höhepunkt am 14. Dezember vor der Dämmerung, als unser Planet durch den Staub des aktiven Asteroiden 3200 Phaethon pflügte.

Die Meteore strömen auf dieser Nachtlandschaft der Südhalbkugel vom Radianten des Stroms in den Zwillingen aus. Für dieses Bild wurden in einem Zeitraum von mehr als 5 Stunden viele Einzelbilder fotografiert, die Meteorstreifen aufzeichneten. Dann wurden sie für das Ergebniskompositbild ausgewählt und am sternklaren Himmel über den 6,5-Meter-Magellan-Zwillingsteleskopen des Las-Campanas-Observatoriums in Chile ausgerichtet. Rigel im Orion und Sirius leuchten hell neben der Milchstraße, die zum Zenit aufsteigt.

Der Radiant des Meteorstroms steht unten nahe am Horizont bei Castor und Pollux, den Zwillingssternen von Gemini. Der Radianteffekt entsteht durch die Perspektive, da die parallelen Meteorspuren scheinbar in der Ferne zusammenlaufen. Die Geminiden treten mit etwa 22 Kilometern pro Sekunde in die Erdatmosphäre ein.

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Der Pferdekopfnebel

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Bildcredit und Bildrechte: José Jiménez Priego

Beschreibung: Der Pferdekopfnebel ist einer der berühmtesten Nebel am Himmel. Im oben gezeigten Foto ist er in der Mitte als dunkle Einkerbung im roten Emissionsnebel sichtbar. Die Pferdekopfstruktur ist dunkel, weil sie eine undurchsichtige Staubwolke ist, die vor dem hellen roten Emissionsnebel liegt. Diese kosmische Wolke hat – wie manche Wolken in der Erdatmosphäre – zufällig eine erkennbare Form. In vielen Tausenden Jahren ändern die Bewegungen im Inneren der Wolke ihre äußere Erscheinung. Die rote Emission des Nebels entsteht, wenn Elektronen mit Protonen rekombinieren, um Wasserstoffatome zu bilden. Links im Bild liegt der Flammennebel, ein orangefarbiger Nebel mit Fasern aus dunklem Staub. Links unter dem Pferdekopfnebel befindet sich im Bild ein bläulicher Reflexionsnebel, der bevorzugt das blaue Licht der nahen Sterne reflektiert.

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Schillernde Bögen über Buenos Aires

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Bildcredit und Bildrechte: Sergio Montúfar (Planetario Ciudad de La Plata, pna)

Beschreibung: Was sind diese schillernden Bögen am Himmel? Regenbögen treten bei Regen auf, doch Bögen aus Sonnenlicht, das in seine Farben zerlegt wird, entstehen auch, wenn Eiskristalle in der Erdatmosphäre schweben und sich gemeinsam wie ein riesiges Prisma verhalten. Der obere Farbbogen entsteht häufiger als Teil eines 22-Grad-Halos, der die Sonne umgibt, wenn sechsseitige Eiskristalle Sonnenlicht zwischen zwei ihrer sechs Kanten brechen. Ungewöhnlicher ist jedoch der untere Farbbogen. Dieser Zirkumhorizontalbogen wird manchmal als Feuerregenbogen bezeichnet und entsteht ebenfalls durch Eis, nicht durch Feuer oder Regen. Hier lenkt eine Reihe waagrechter, dünner, flacher Eiskristalle in hohen Federwolken das Sonnenlicht zwischen der oberen und der unteren Seitenfläche zum Beobachter. Diese Bögen treten nur auf, wenn die Sonne mehr als 58 Grad über dem Horizont steht. Dieser Himmel war letzten Monat am frühen Nachmittag im Nordwesten über einer Diagonale von La Plata in Buenos Aires (Argentinien) zu sehen.

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Pluto: Von den Bergen zu den Ebenen

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Bildcredit: NASA, Johns Hopkins U. APL, SwRI

Beschreibung: Was zeigen die bisher schärfsten Ansichten von Pluto? Während die robotische Raumsonde New Horizons ins äußere Sonnensystem weiterzieht, schickt sie einige der am höchsten aufgelösten Bilder ihrer historischen Begegnung mit Pluto im Juli. Dieses ist eines der aktuellen hoch aufgelösten Bilder. Links liegen die al-Idrisi Montes – gebirgige Hochländer, die vermutlich vorwiegend aus Blöcken aus festem Stickstoff bestehen. Eine scharfe Küstenlinie führt zu den Eisebenen rechts, diese bilden Teile der herzförmigen Struktur, die als Sputnik Planum bekannt ist. Warum die Ebenen segmentiert und von Eisgruben übersät sind, ist derzeit unbekannt. Das Bild wurde etwa 15 Minuten vor der größten Annäherung fotografiert und zeigt eine etwa 30 Kilometer große Region. Als Nächstes passiert die Raumsonde New Horizons am Neujahrstag 2019 das Kuiper-Gürtel-Objekt 2014 MU 69.

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Gemini schickt Sterne zum Paranal

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Bildcredit und Bildrechte: Stéphane Guisard (Los Cielos de America), TWAN

Beschreibung: Vom Radianten im Sternbild Zwillinge aus regnet der jährliche Meteorstrom der Geminiden auf den Planeten Erde. Montagnacht erreichen die Geminiden ihren Höhepunkt, der atemberaubend werden könnte. Die hier gezeigte Bildüberlagerung zeigt den eindrucksvollen Höhepunkt des Stroms im Jahr 2012. Die Himmelslandschaft zeigt die hübschen Sternschnuppen der Zwillinge auf einem Komposit, welches aus 30 jeweils 20 Sekunden belichteten Aufnahmen erstellt wurde, fotografiert in der Dunkelheit der chilenischen Atacamawüste über dem Paranal-Observatorium der ESO. Die vier großen Paranal-Teleskope, die vier Hilfsteleskope und das VLT-Himmelsdurchmusterungsteleskop sind geöffnet und beobachten. Den Himmel teilen sie mit dem hellen Jupiter (links), Orion (links oben) und dem blassen Licht der Milchstraße. Die Geminiden – Staub aus der Bahn des aktiven Asteroiden 3200 Phaethon – treten mit etwa 22 Kilometern pro Sekunde in die Erdatmosphäre ein.

Heute: Geminiden-Tweet-Chat der NASA
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Komet trifft Mond und Morgenstern

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Bildcredit und Bildrechte: Greg Hogan

Beschreibung: Der Sichelmond und die gleißende Venus trafen einander am 7. Dezember in der Dämmerung. Es war eine schöne Konjunktion der beiden hellsten Gestirne des Planeten Erde – nach der Sonne. Schwieriger erkennbar, aber ebenfalls im Bild war Komet Catalina (C/2013 US10). Der blasse Komet mit zwei klaren Schweifen, die Nachtseite des Mondes, die helle, sonnenbeleuchtete Mondsichel und der gleißende Morgenstern wurden durch Kombination von kurz und lang belichteten Aufnahmen desselben Sichtfeldes fotografiert. Catalinas Staubschweif, der nach rechts unten zeigt, zieht dem Kometen auf seiner Bahn hinterher. Sein Ionenschweif, der nach links oben zeigt, wird von der Sonne fortgeblasen. Der neue Besucher aus der Oortschen Wolke wurde 2013 entdeckt. Er näherte sich bis 15. November der Sonne, zieht nun wieder hinaus und erreicht Mitte Januar die größte Annäherung an die Erde.

Beobachtet die Geminiden!
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Der hellste Fleck auf Ceres

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Bildcredit: NASA, JPL-Caltech, UCLA, MPS/DLR/IDA

Beschreibung: Der Zwergplanet Ceres ist mit einem Durchmesser von ungefähr 950 Kilometern das größte Objekt im Hauptasteroidengürtel des Sonnensystems. Die Kamera der Raumsonde Dawn, die Ceres seit März vom Orbit aus erforscht, zeigte etwa 130 rätselhafte helle Flecke, die meist zusammen mit Einschlagskratern auftreten, welche über die dunkle Oberfläche der kleinen Welt verstreut sind. Der hellste befindet sich mitten im 90 Kilometer großen Krater Occator, dargestellt auf dieser dramatischen Falschfarbenansicht, die aus Bilddaten im nahen Infrarot und sichtbaren Licht kombiniert wurde. Untersuchungen zeigten, dass das vom hellsten Fleck reflektierte Licht am ehesten einer Art Magnesiumsulfat entspricht, das als Hexahydrit bezeichnet wird. Erdbewohner kennen Magnesiumsulfat auch als Bittersalz. Im Inneren von Occator wurde Nebel beobachtet, was vermuten lässt, dass das salzige Material zurückblieb, nachdem eine Mischung aus Salz- und Wassereis auf der Oberfläche sublimierte. Da das Material durch Einschläge freigelegt wurde, sind Ceres‘ zahlreichen überall verbreiteten hellen Flecken vielleicht ein Hinweis auf eine Schicht aus einer Eis-Salz-Mischung unter der Oberfläche. Mitte Dezember startet Dawn Beobachtungen in seiner niedrigsten Umlaufbahn zur Kartierung von Ceres.

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Tagesmond trifft Morgenstern

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Bildcredit und Bildrechte: Phillip A Cruden

Beschreibung: Venus ist nun der gleißende Morgenstern der Erde und steht vor Sonnenaufgang am Südosthorizont in einer Reihe von Planeten. Am Montag, dem 7. Dezember, ging die silbrige Himmelsbake vor Sonnenaufgang zusammen mit dem alten Sichelmond auf. An vielen Orten in Nord- und Zentralamerika war außerdem zu beobachten, wie die Mondsichel am Montag bei Tageslicht die Venus tatsächlich bedeckte und vor ihr vorbeizog. Diese Serie zeigt, wie sich der Mond dem Morgenstern tagsüber am klaren blauen Himmel über Phoenix in Arizona nähert. Der Ablauf von neun scharfen Teleskopschnappschüssen, die zwischen 9:30 und 9:35 Uhr Ortszeit fotografiert wurden, verläuft von links unten nach rechts oben, wo die Venus hinter dem hellen Mondrand verschwindet.

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