Venus und dreifach ultraviolette Sonne

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Bildcredit: NASA/SDO sowie die Teams von AIA, EVE und HMI; Digitalkomposit: Peter L. Dove

Beschreibung: Letztes Jahr ereignete sich eine ungewöhnliche Sonnenfinsternis. Normalerweise ist es der Erdmond, der die Sonne verfinstert. Letzten Juni war jedoch ungewöhnlicherweise der Planet Venus an der Reihe. Wie bei einer Bedeckung der Sonne durch den Mond wurde die Phase der Venus eine immer dünnere Sichel, während die Venus der Sichtlinie zur Sonne immer näherrückte. Schließlich war die Ausrichtung perfekt, und die Phase der Venus fiel auf null. Der dunkle Fleck der Venus zog vor unserem Heimatstern vorbei. Die Situation kann technisch als ringförmige Venusfinsternis mit einem außergewöhnlich großen Feuerring beschrieben werden. Oben ist die Sonne während der Verfinsterung zu sehen. Sie wurde vom Solar Dynamics Observatory in der Erdumlaufbahn in drei Ultraviolett-Farben abgebildet, wobei sich die dunkle Region rechts mit einem koronalen Loch deckt. Stunden später, als die Venus auf ihrer Bahn weitergezogen war, erschien wieder eine dünne Sichelphase. Die nächste Venus-Sonnenfinsternis findet 2117 statt.

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Leuchtende Nachtwolken und Polarlicht über Schottland


Videocredit: Maciej Winiarczyk; Musik: Jolanta Galka-Kurkowska

Beschreibung: Warum könnte der Himmel nach Sonnenuntergang noch leuchten? Neben Sternen und dem Band unserer Galaxis, der Milchstraße, kann der Himmel erhellt sein, weil entweder leuchtende Nachtwolken oder Polarlichter zu sehen sind. Ab und zu sind im obigen Zeitraffervideo, das Anfang des Monats in einer einzigen Nacht in Caithness (Schottland, GB) aufgenommen wurde, beide sichtbar. Leuchtende Nachtwolken wurden erstmals 1885 beobachtet, viele davon korrelieren mit Meteorspuren in der Atmosphäre, wenngleich Details dazu und andere Ursprünge noch erforscht werden. Die sich schlängelnden hellen Fasern aus Eiskristallen, die Sonnenlicht reflektieren, sind die höchsten Wolken in der Erdatmosphäre. Das obige Video zeigt nicht nur eine Vielfalt an leuchtenden Nachtwolken, sondern auch die Veränderung ihrer Struktur im Laufe von Minuten. Tiefer liegende Wolken erscheinen meist dunkel oder wandern schnell. Etwa in der Mitte des Videos gesellen sich Polarlichter zu den Wolken. Manchmal sind leuchtende Nachtwolken, niedrige Wolken und Polarlichter zugleich sichtbar; alle führen ihren eigenen Tanz auf, und einmal – passen Sie auf, ob Sie ihn finden – rotiert sogar der Große Wagen im Hintergrund.

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Skylab über der Erde

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Bildcredit: Skylab, NASA

Beschreibung: Skylab war ein Labor in der Erdumlaufbahn, das im Mai 1973 mit einer Saturn V gestartet wurde. Skylab, oben abgebildet, wurde dreimal von NASA-Astronauten besucht, von denen manche ganze zweieinhalb Monate blieben. Viele wissenschaftliche Tests wurden mit Skylab durchgeführt, darunter astronomische Beobachtungen in Ultraviolett– und Röntgenlicht. Manche dieser Beobachtungen lieferten wertvolle Informationen über den Kometen Kohoutek, unsere Sonne und den rätselhaften Röntgen-Hintergrund – Strahlung, die aus allen Himmelsrichtungen kommt. Skylab stürzte am 11. Juli 1979 auf die Erde zurück.

Höhepunkte des Perseiden-Meteorstroms 2013
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M8: Der Lagunennebel

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Bildcredit und Bildrechte: Ignacio Diaz Bobillo

Beschreibung: Diese schöne kosmische Wolke ist ein beliebter Halt bei Teleskopreisen durch das Sternbild Schütze. Charles Messier, ein kosmischer Tourist des achtzehnten Jahrhunderts, katalogisierte den hellen Nebel als M8. Heutige Astronomen kennen den Lagunennebel als ein etwa 5000 Lichtjahre entferntes aktives Sternentstehungsgebiet in Richtung des Zentrums der Galaxis, unserer Milchstraße. Heiße Sterne im eingebetteten offenen Sternhaufen NGC 6530 sorgen für das Leuchten des Nebels. Markante Merkmale sind auf diesem scharfen Bild erkennbar und bringen die Fasern des Lagunennebels aus leuchtendem Gas und dunklen Staubwolken zur Geltung. Die kleine helle Form einer Sanduhr nahe der Lagunenmitte ist das turbulente Ergebnis extremer Sternenwinde und intensiven Sternenlichts. Die faszinierende Farbansicht wurde mit einem Teleskop und einer Digitalkamera fotografiert, während M8 hoch am dunklen, ländlichen Himmel Argentiniens stand. In der geschätzten Entfernung des Nebels umfasst das Bild mehr als 60 Lichtjahre.

Galerie: Nova Delphini 2013
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Nova Delphini 2013

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Bildcredit und Bildrechte: Jimmy Westlake (Colorado Mountain College)

Beschreibung: Als der japanische Amateurastronom Koichi Itagaki am 14. August mit einem kleinen Teleskop den Himmel absuchte, entdeckte er einen „neuen“ Stern innerhalb der Grenzen des Sternbildes Delfin. Auf dieser Himmelsansicht, die am 15. August in Stagecoach (Colorado) fotografiert wurde, ist sie markiert und wird nun als Nova Delphini 2013 bezeichnet. Sagitta, der Pfeil, weist den Weg zur Position des Neulings, der hoch am Abendhimmel in der Nähe des hellen Sterns Altair steht, in einer Sterngruppe, die unter Himmelsfreunden auf der Nordhalbkugel als Sommerdreieck bekannt ist. Die Nova sollte mit einem Fernglas gut sichtbar sein und ist bei dunklem Himmel fast mit bloßem Auge erkennbar. Frühere detailreiche Himmelskarten zeigen an der Position der Nova Delphini einen viel blasseren Stern (etwa 17. Größenklasse), was bedeutet, dass die scheinbare Helligkeit dieses Sterns plötzlich um mehr als das 25.000-Fache anstieg. Wie kommt es zu solch einer katastrophalen Veränderung eines Sterns? Das Spektrum der Nova Delphini lässt auf eine klassische Nova schließen – ein wechselwirkendes Doppelsternsystem, wobei einer der Sterne ein dichter, heißer Weißer Zwerg ist. Materie eines kühlen, riesigen Begleitsterns fällt auf die Oberfläche des Weißen Zwergs und vergrößert ihn, bis ein thermonukleares Ereignis ausgelöst wird. Die drastische Helligkeitszunahme und eine sich ausdehnende Hülle aus abgestoßener Materie sind das Ergebnis – doch die Sterne werden nicht zerstört! Klassische Novae wiederholen sich vermutlich, wenn der Materiefluss zum Weißen Zwerg erneut auftritt und einen weiteren Ausbruch verursacht.

Galerie: Nova Delphini 2013
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Der Magellansche Strom

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Bildcredit: ForschungNASA, ESA, A. Fox, P. Richter et al.
Bild D. Nidever et al., NRAO/AUI/NSF, A. Mellinger, LAB Survey, Parkes, Westerbork und Arecibo Obs.

Beschreibung: Bei einer astronomischen Version der Suche nach der Quelle des Nils fanden Astronomen nun solide Hinweise auf den Ursprung des Magellanschen Stroms. Dieses Kompositbild, eine Ganzhimmelsansicht im sichtbaren Licht, zeigt das lange Gasband, das in den 1970er Jahren im Radiospektralbereich entdeckt wurde, in rötlichen Farbtönen vor der Ebene der Galaxis. Sowohl die Große als auch die Kleine Magellansche Wolke – Zwerg-Begleitgalaxien der Milchstraße – sind rechts am oberen Ende des Stromes zu sehen. Daten von Hubbles Cosmic Origins Spectrograph wurden verwendet, um die Elementenhäufigkeit in den Seitenlinien von Quasaren, die den Strom schneiden, zu ermitteln. Die Ergebnisse lassen den Schluss zu, dass ein Großteil des Materials im Strom von der Kleinen Magellanschen Wolke stammt. Der Magellansche Strom ist wahrscheinlich das Ergebnis gravitativer Gezeitenwechselwirkungen nach einer Begegnung der beiden Zwerggalaxien vor etwa 2 Milliarden Jahren, bei dem die Kleine Magellansche Wolke wegen ihrer geringeren Masse mehr Materie verlor.

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Monduntergang in Taiwan

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Bildcredit und Bildrechte: Hung-Hsuan Yen

Beschreibung: Drei Welten waren nötig, um dieses einfache Bild zu kreieren. Die erste Welt war die Erde, die ziemlich markant war. Die Trennlinie, die waagrecht unter der Mitte verläuft, trennt das Meer vom Himmel. Auf diesem Teil der Erde war fast Nacht. Die zweite Welt war der Mond, der fast unsichtbar war. Die unbeleuchtete Seite des Mondes wurde vom roten Leuchten des Sonnenuntergangs des irdischen Himmels maskiert. Eine dünne Sichel des Neumondes war zu sehen, die die helle, gebogene Linie zieht. Die dritte Welt war die Sonne, die nicht direkt zu sehen ist. Alles Licht, das auf dem Bild fotografiert wurde, stammte von der Sonne. Die obige halbsekündige Aufnahme wurde letzte Woche in Anping (Taiwan) fotografiert. Wenige Minuten, nachdem dieses Bild fotografiert wurde, hatte sich die Erde nur ein kleines Stückchen weitergedreht – und den Mond gezwungen der Sonne ins Meer hinab zu folgen – und der Horizont wurde dunkel.

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Perseïden-Meteore über Ontario

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Bildcredit und Bildrechte: Darryl Van Gaal; Beschriftung: Judy Schmidt

Beschreibung: Woher kommen diese Meteore? Bezogen auf die Himmelsrichtung kann man auf das Sternbild Perseus verweisen. Das ist der Grund, warum die Sternschnuppen des Meteorstroms, der in den letzten Tagen seinen Höhepunkt erreichte, als Perseïden bekannt sind – sie scheinen allesamt von einem Radianten im Perseus auszuströmen.

Dreidimensional gesehen werden die sandgroßen Bruchstücke jedoch vom Kometen Swift-Tuttle abgestoßen, der auf einer klar definierten Bahn um unsere Sonne zieht, und jener Teil der Umlaufbahn, dem die Erde am nächsten kommt, liegt in Richtung Perseus. Daher liegt der Radiant der fallenden Bruchstücke im Perseus, wenn die Erde diese Umlaufbahn kreuzt.

Oben ist ein Komposit aus 13 frühen Bildern des Perseïden-Meteorstroms mit vielen hellen Meteoren zu sehen, die in der Nacht des 11. August in der Nähe von Oakland in Ontario (Kanada) über den Himmel streiften.

Galerie: Höhepunkte des Perseïden-Meteorstroms 2013
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Umlaufbahnen potenziell gefährlicher Asteroiden

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Bildcredit: NASA, JPL-Caltech

Beschreibung: Sind Asteroiden gefährlich? Manche sind es, aber die Wahrscheinlichkeit, dass ein gefährlicher Asteroid in einem beliebigen Jahr auf der Erde einschlägt, ist gering. Weil jedoch manche Massenaussterben der Vergangenheit mit Asteroideneinschlägen in Verbindung gebracht wurden, machte es die Menschheit zu einem ihrer wichtigsten Ziele, Asteroiden zu finden und zu katalogisieren, die eines Tages vielleicht Leben auf der Erde beeinträchtigen könnten. Oben sind die Umlaufbahnen von mehr als 1000 bekannten potenziell gefährlichen Asteroiden (PHAs) eingezeichnet. Diese dokumentierten taumelnden Brocken aus Gestein und Eis sind mehr als 140 Meter groß und werden weniger als 7,5 Millionen Kilometer an der Erde vorbeiziehen – etwa die 20-fache Entfernung zum Mond. Von diesen werden keine in den nächsten 100 Jahren die Erde treffen – doch bisher wurden nicht alle PHAs entdeckt, und viele Umlaufbahnen sind über die nächsten 100 Jahre hinaus schwierig zu bestimmen. Wenn ein Asteroid dieser Größe die Erde treffen würde, könnte er zum Beispiel gefährliche Tsunamis auslösen. Natürlich treffen viel kleinere Steine und Eisbrocken täglich die Erde, stellen aber normalerweise keine Gefahr dar und erzeugen manchmal unvergessliche Feuerkugeln und Meteore.

Galerie: Höhepunkte des Perseiden-Meteorstroms 2013
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M74: die perfekte Spirale

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Bildcredit: NASA, ESA und das Hubble Heritage (STScI / AURA)- ESA / Hubble Collaboration; Danksagung: R. Chandar (Univ. Toledo) und J. Miller (Univ. Michigan)

Beschreibung: Wenn schon nicht perfekt, so ist diese Spiralgalaxie zumindest eine der fotogensten. M74, ein Inseluniversum mit etwa 100 Milliarden Sternen, das 32 Millionen Lichtjahre entfernt im Sternbild Fische steht, präsentiert einen großartigen Anblick von oben. Der Aufbau von M74 ist als Sc-Galaxie klassifiziert, ihre anmutigen Spiralarme sind von hellen blauen Sternhaufen und dunklen kosmischen Staubstraßen gesäumt. Dieses scharfe Kompositbild wurde aus Bilddaten der Advanced Camera for Surveys des Weltraumteleskops Hubble aus den Jahren 2003 und 2005 erstellt. Es umfasst etwa 30.000 Lichtjahre der Oberseite von M74 und enthält Aufnahmen, die Emissionen von Wasserstoffatomen aufzeichnen, wodurch das rötliche Leuchten der großen Sternbildungsregionen betont wird. Derzeit beobachten viele Astronomen eine helle Supernova, die in M74 zu sehen war.

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Perseïden über Meteora

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Bildcredit und Bildrechte: Babak Tafreshi (TWAN)

Beschreibung: Die beiden hellen Meteore, die auf dieser Nachthimmelslandschaft vom 7. August aufblitzen, sind Teil des aktuellen Meteorstroms der Perseïden. Der Radiant des Meteorstroms liegt in der von beiden farbigen Streifen angezeigten Richtung rechts oben im namensgebenden Sternbild Perseus. Der Nordstern Polaris steht oben links in der Mitte der kurzen, gebogenen Strichspuren. Das auf den gewaltigen Sandsteinklippen im Vordergrund errichtete Kloster, das unter anderem wegen seiner Position vor dem Himmel benannt wurde, ist Teil von Meteora. Das UNESCO-Welterbe Meteora ist ein historischer Komplex von in der Höhe erbauten Klöstern in der Nähe von Kalabaka in Zentralgriechenland.

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