NGC 1788 und der Schnurrbart der Hexe

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Bildcredit und Bildrechte: John Davis

Beschreibung: Diese Himmelslandschaft zeigt ein ästhetisches Gleichgewicht zwischen interstellarem Staub und Gas in den Randbezirken des nebelreichen Sternbildes Orion. Oben links ragt das bläuliche Kinn des Hexenkopfnebels vor, das das Licht des hellen Sterns Rigel oder Beta Orionis reflektiert. Schnurrbarthaare, die dem roten Leuchten von Wasserstoff folgen, der von ultraviolettem Sternenlicht ionisiert wird, scheinen das anrüchige Antlitz mit kleineren Nebeln zu verbinden, etwa dem staubhaltigen Reflexionsnebel NGC 1788 rechts. Starke Winde von Orions hellen Sternen haben NGC 1788 ebenfalls geformt, und wahrscheinlich die Entstehung der jungen Sterne im Inneren ausgelöst. Zu seiner Lage passend erinnert NGC 1788 an eine kosmische Fledermaus. Die Szenerie umfasst etwa 3 Grad am Himmel, das entspricht 6 Vollmonden.

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Sternfabrik Messier 17

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Bildcredit: Subaru-Teleskop (NAOJ), Weltraumteleskop Hubble,
Farbdaten: Wolfgang Promper, Bearbeitung: Robert Gendler

Beschreibung: Diese von Sternenwinden und Strahlung geformte Sternfabrik ist als Messier 17 bekannt und liegt etwa 5500 Lichtjahre entfernt im nebelreichen Sternbild Schütze. In dieser Entfernung umfasst das ein Grad weite Sichtfeld fast 100 Lichtjahre. Das scharfe Farbkompositbild entstand aus Daten von weltraum- und bodenbasierten Teleskopen und folgt den zarten Details von Gas- und Staubwolken in der Region vor dem Hintergrund der Sterne in der zentralen Milchstraße. Sternenwinde und energiereiches Licht von heißen, massereichen Sternen haben sich im Vorrat an kosmischem Gas und Staub in M17 gebildet und haben langsam die verbleibende interstellare Materie geleert, wodurch die höhlenartige Erscheinung und die gewellten Formen entstanden. M17 ist auch als Omeganebel oder Schwanennebel bekannt.

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Mount Hood und eine Lenticularis

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Bildcredit und Bildrechte: Ben Canales

Beschreibung: Was für eine Wolke schwebt neben diesem Berg? Eine Lenticularis. Diese Art Wolken entsteht in Luft, die über einen Berg zieht, wieder aufsteigt und unter den Taupunkt abkühlt, sodass das molekulare Wasser in der Luft zu Tröpfchen kondensiert. Der geschichtete Aufbau einiger Lenticularis erinnert manchmal an riesige außerirdische Raumschiffe. Der hier abgebildete Berg ist Mount Hood in Oregon (USA). Lenticularis entstehen nur unter bestimmten Bedingungen – in diesem Fall zum Beispiel war es das erste Mal, dass der Astrofotograf eine Lenticularis in der Nähe des Mount Hood sah. Das obige Bild wurde Mitte März zwei Stunden vor der Dämmerung fotografiert.

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Die große Spiralgalaxie M81 und Arps Bogen

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Bildcredit und Bildrechte: Bernard Miller

Beschreibung: Eine der hellsten Galaxien am Himmel des Planeten Erde ist ähnlich groß wie unsere Galaxis, die Milchstraße: die große, schöne M81. Diese Spiralgalaxie liegt 11,8 Millionen Lichtjahre entfernt im nördlichen Sternbild Großer Bär (Ursa Major). Das hoch aufgelöste Bild der Region zeigt Details im hellen, gelblichen Kern, folgt aber auch blasseren Strukturen in den prächtigen blauen Spiralarmen und ausschweifenden Staubstraßen. Es folgt auch einer ausgedehnten, gebogenen Struktur, die als Arps Bogen bekannt ist und aus der Galaxienscheibe nach rechts oben hinauszuwachsen scheint. Arps Bogen wurde in den 1960er Jahren untersucht und für einen Gezeitenschweif gehalten, also Materie, die durch gravitative Wechselwirkung mit ihrer großen Nachbargalaxie M82 aus M81 herausgezogen wurde. Doch eine spätere Untersuchung zeigt, dass zumindest ein Teil von Arps Schleife wahrscheinlich in unserer eigenen Galaxis liegt. Die Farben der Schleife in sichtbarem und infrarotem Licht entsprechen den Farben der weitverbreiteten Staubwolken – relativ unerforschte galaktische Wolkenranken, die nur wenige Hundert Lichtjahre über der Ebene der Milchstraße liegen. Zusammen mit den Milchstraßensternen liegen die Staubwolken im Vordergrund dieser bemerkenswerten Ansicht. Holmberg IX, die Zwerggalaxie, die M81 begleitet, ist über der großen Spirale zu sehen. Am Himmel umfasst dieses Bild etwa 0,5 Grad, das entspricht etwa der Größe des Vollmondes.

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IC 1848: Der Seelennebel

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Bildcredit und Bildrechte: Bob Andersson

Beschreibung: In der Seele der Königin Äthiopiens entstehen Sterne. Genauer gesagt ist die große Sternbildungsregion „Seelennebel“ in Richtung des Sternbildes Kassiopeia zu finden, das die griechische Mythologie als eitle Gattin eines Königs beschreibt, der vor langer Zeit das Land um den oberen Nil regierte. Der Seelennebel beherbergt mehrere offene Sternhaufen, eine große Radioquelle, die als W5 bekannt ist, und riesige, entleerte Blasen, die vom Sternenwind junger, massereicher Sterne gebildet wurden. Der Seelennebel ist etwa 6500 Lichtjahre entfernt, umfasst ungefähr 100 Lichtjahre und wird meist neben seinem himmlischen Nachbarn, dem Herznebel (IC 1805), abgebildet. Das obige Bild erscheint großteils rot wegen der Emission einer speziellen Lichtfarbe, die von angeregtem Wasserstoffgas abgestrahlt wird.

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Sichelneptun und -triton

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Bildcredit: Voyager 2, NASA

Beschreibung: Leise durch das äußere Sonnensystem gleitend, fotografierte die Kamera der Raumsonde Voyager 2 im Jahre 1989 Neptun und Triton zusammen in Sichelphase. Das elegante Bild des Gasriesenplaneten und seines düsteren Mondes wurden kurz nach der größten Annäherung von hinten fotografiert. Es hätte von der Erde aus nicht fotografiert werden können, weil Neptun der sonnenwärts liegenden Erde niemals eine Sichelphase zeigt. Der ungewöhnliche Blickwinkel raubt Neptun auch seine vertraute blaue Färbung, da das hier sichtbare Sonnenlicht nach vorne gestreut wird, daher ist es gerötet, wie die untergehende Sonne. Neptun ist kleiner, aber massereicher als Uranus, hat mehrere dunkle Ringe und strahlt mehr Licht ab, als er von der Sonne empfängt.

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Sonne mit Sonnenfackel

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Bildcredit: NASA Solar Dynamics Observatory

Beschreibung: Diese Woche schleuderte die Sonne die bisher größte Sonnenfackel des Jahres 2013 aus, die von einem koronalen Massenauswurf (KMA) begleitet wurde, der zum Planeten Erde steuerte. Ein Falschfarbenkompositbild in extremem Ultraviolettlicht des Solar Dynamics Observatory zeigt diesen Augenblick, aufgenommen am 11. April um 0711 UTC. Der Blitz, eine moderate Fackel der Klasse M 6,5, die in der aktiven Region AR 11719 ausbrach, ist nahe der Mitte der Sonnenscheibe zu sehen. Andere aktive Regionen, Bereiche mit starken Magnetfeldern, die im sichtbaren Licht als Sonnenfleckengruppen zu sehen sind, marmorieren die Oberfläche, weil ein Maximum an Sonnenaktivität näherrückt. Schleifen und Bögen aus leuchtendem Plasma zeigen die Magnetfeldlinien der aktiven Regionen. Der KMA, eine gewaltige Wolke energiereicher geladener Teilchen, trifft dieses Wochenende auf die Magnetosphäre der Erde, und Himmelsbeobachter sollten nach Polarlichtern Ausschau halten.

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Juris Planet

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Bildcredit: ISS Expedition 30, NASA

Beschreibung: 1961, an einem anderen 12. April, wurde der sowjetische Kosmonaut Juri Alexejewitsch Gagarin der erste Mensch, der die Erde aus dem Weltraum sah. Über seine Aussicht aus dem Orbit berichtete er: „Der Himmel ist sehr dunkel; die Erde ist bläulich. Alles ist sehr deutlich zu sehen“. 1981, an einem weiteren 12. April, startete die NASA die erste Raumfähre. Um 2013 zu feiern, betrachten Sie dieses Bild aus der Internationalen Raumstation im Erdorbit, eine atemberaubende Ansicht des Planeten bei Nacht aus der Umlaufbahn. Lichterketten, die die dicht bevölkerten Städte entlang der Ostküste der Vereinigten Staaten verbinden, sind von zwei an die Raumstation angedockten russischen Raumsonden eingerahmt. Zu den leicht erkennbaren Großstädten gehören New York City und Long Island auf der rechten Seite. Links davon finden Sie Philadelphia, Baltimore und schließlich Washington DC nahe der Bildmitte.

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Verdunkelte Stadt

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Bildcredit und Bildrechte: Photo Thierry Cohen / mit freundlicher Genehmigung der Danziger Gallery, New York

Beschreibung: In einer gespenstischen Ansicht, die Sie niemals sehen können, gehen helle Sterne und die zentrale Milchstraße über der dunklen Silhouette des Ballungsgebiets Pudong in Schanghai (China) auf. Wenn man nach Osten über den Huangpu Jiang blickt, findet man in Pudongs Stadtlandschaft auch den 470 Meter hohen Orientalischen Perlenturm. Der Nachthimmel reicht von Antares und den Sternen des Skorpions weit rechts bis Altair links im Adler. Um die Vision einer unsichtbaren Realität zu schaffen, die Teil einer Serie verdunkelter Städte ist, kombinierte der Fotograf Thierry Cohen ein bei Tageslicht fotografiertes Bild des Stadthorizonts mit einem gleich ausgerichteten Bild, das auf gleicher Breite in einer Region mit dunklem Himmel fotografiert wurde, und zwar etwas westlich von Merzouga in Marokko. Das Ergebnis zeigt den Nachthimmel, der sich nur Stunden zuvor auch über Schanghai wölbte, aber in den Lichtern einer Stadt am Meer ertränkt war.

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Raumstationsaussicht

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Bildcredit und Bildrechte: Chris Hadfield (CSA); Beschriftungshilfe: Vincent Berseth

Beschreibung: Wenn Sie aus einem Seitenfenster der Internationalen Raumstation blicken würden, was könnten Sie sehen? Wenn Sie Flugingenieur der Expedition 34 Chris Hadfield wären und am 26. Februar aus einem Fenster des japanischen Forschungsmoduls Kibo geblickt hätten, hätten Sie die oben gezeigte Aussicht gehabt.

In der Ferne liegt die Dunkelheit des äußeren Weltraums und die Bläue des Planeten Erde. Zu den großen ISS-Objekten gehören lange Solarpaneele, die von oben links diagonal verlaufen, und die zylindrische Luftschleuse des Pressurized Module, das unten rechts steht. Mehrere Anschlüsse und Plattformen der Raumstation sind zu sehen und auf einem beschrifteten Begleitbild etikettiert.

Besonders erwähnenswert ist links im Bild etwas, das wie zwei Waschtrockner aussieht – die Forschungsplattformen HREP der NASA (näher) und MCE der JAXA (weiter entfernt). Das mit einer goldenen Folie bedeckte Experiment am hinteren Ende von HREP ist das Remote Atmospheric and Ionospheric Detection System (RAIDS), welches das Leuchten der Atmosphäre beobachtet, während MCE das Instrument Global Lightning and Sprite Measurements (JEM-GLIMS) umfasst, das elektrische Ladungen der Atmosphäre beobachtet.

Die aktuelle Besatzung der Expedition 35 wird nun von Colonel Hadfield geleitet und soll bis Mai an Bord der Raumstation bleiben.

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NGC 3132 – der südliche Ringnebel

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Bildcredit: Hubble Legacy Archive, ESA, NASA; Bearbeitung Donald Waid

Beschreibung: Es ist der blasse Stern, nicht der helle nahe der Mitte von NGC 3132, der diesen seltsamen, aber schönen planetarischen Nebel geschaffen hat. Das leuchtende Gas mit den Spitznamen Eight-Burst-Nebel und südlicher Ringnebel stammt aus den äußeren Schichten eines sonnenähnlichen Sterns. Der heiße, rot-violette Lichtteich, der auf diesem neu bearbeiteten Farbbild dieses Doppelsternsystem umgibt, wird von der heißen Oberfläche des blasseren Sterns mit Energie versorgt. Obwohl er fotografiert wurde, um die ungewöhnliche Symmetrie zu erforschen, ist es die Asymmetrie, die diesen planetarischen Nebel so faszinierend macht. Weder die ungewöhnliche Form der umgebenden kühleren Hülle noch die Struktur und Platzierung der kühleren, faserartigen Staublinien, die quer über NGC 3132 verlaufen, sind gut erklärbar.

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