M42: Im Inneren des Orionnebels

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Bildcredit und Bildrechte: Reinhold Wittich

Beschreibung: Der große Nebel im Orion, eine riesige nahe gelegene Sternentstehungsregion, ist der vielleicht berühmteste aller astronomischen Nebel. Leuchtendes Gas umgibt heiße junge Sterne am Rand einer nur 1500 Lichtjahre entfernten, gewaltigen interstellaren Molekülwolke. Im obigen detailreichen Bild in zugeordneten Farben, das von den Emissionen von Sauerstoff und Wasserstoff betont wird, treten Wolkenfetzen und Hüllen aus Staub und Gas besonders augenscheinlich hervor. Der große Orionnebel ist leicht mit bloßem Auge zu finden, und zwar in der Nähe des leicht erkennbaren Gürtels aus drei Sternen im beliebten Sternbild Orion. Der Orionnebel enthält neben dem hellen offenen Sternhaufen, der als Trapez bekannt ist, auch viele Sternkrippen. Diese Sternentstehungsregionen enthalten viel Wasserstoff, heiße junge Sterne, Proplyden sowie Sternstrahlen, die Materie mit hoher Geschwindigkeit verströmen. Der auch als M42 bekannte Orionnebel umfasst etwa 40 Lichtjahre und befindet sich im gleichen Spiralarm unserer Galaxis wie die Sonne.

Frühlings-Tag- und Nachtgleiche: Heute sind auf der ganzen Erde Tag und Nacht gleich lang
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GRAILs Karte der Mondgravitation

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Bildcredit und Bildrechte: NASA, JPL-Caltech, MIT, GSFC, SVS

Beschreibung: Wie entstand der Mond? Um das herauszufinden, startete die NASA 2011 die Zwillingssonden Gravity Recovery and Interior Laboratory (GRAIL), die den Mond umkreisten und seine Oberflächengravitation so detailreich wie nie zuvor kartierten. Oben ist eine daraus resultierende GRAIL-Gravitationskarte abgebildet, wobei Regionen mit etwas schwächerer Gravitation blau dargestellt sind, und Regionen mit geringfügig stärkerer Gravitation rot dargestellt sind. Analysen der GRAIL-Daten zeigen, dass der Mond eine unerwartet seichte Kruste hat, weniger als zirka 40 Kilometer tief, und seine allgemeine Zusammensetzung ähnlich jener der Erde ist. Obwohl auch andere überraschende Strukturen entdeckt wurden, die weiterhin erforscht werden, stärken die Ergebnisse die Hypothese, dass der Mond großteils nach einer gewaltigen Kollision in den frühen Jahren unseres Sonnensystems vor etwa 4,5 Milliarden Jahren aus Material der Erde gebildet wurde. Nach Abschluss ihrer Mission, als der Treibstoff zur Neige ging, wurden die beiden GRAIL-Satelliten Ebb und Flow mit etwa 6000 Kilometern pro Stunde in einen Mondkrater gestürzt.

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Komet PANSTARRS nach Sonnenuntergang

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Bildcredit und Bildrechte: Chris Cook

Beschreibung: Haben Sie schon den Kometen gesehen? Während der Komet PANSTARRS blasser wird, können sorgfältige Beobachter den Haare verlierenden Eisball sogar mit bloßem Auge immer noch am westlichen Horizont entdecken. Der oben abgebildete Komet PANSTARRS (C/2011 L4) wurde letzte Woche bei First Encounter Beach in Massachusetts (USA) von einem Hügel aus gezeigt. Der Komet wurde von der astronomischen Himmelsdurchmusterung Pan-STARRS entdeckt und nach ihr benannt. Da der Komet nun von der Erde und der Sonne zurückweicht, bleibt er nachts länger sichtbar, doch man braucht bald ein Fernglas oder ein kleines Teleskop, um ihn zu finden.

Wachsende Galerie: Komet Panstarrs
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Lichtechos von V838 Mon

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Bildcredit: NASA, ESA, H. E. Bond (STScI)

Beschreibung: Was verursachte diesen Ausbruch von V838 Mon? Aus ungekanntem Grund dehnte sich die äußere Oberfläche des Sterns V838 Mon plötzlich stark aus, mit dem Ergebnis, dass er im Januar 2002 zum hellsten Stern der gesamten Milchstraße wurde. Dann verblasste er plötzlich wieder. Ein Sternenblitz wie dieser wurde noch nie zuvor beobachtet – Supernovae und Novae stoßen Materie in den Raum ab. Obwohl der V838 Mon-Blitz Materie in den Raum auszustoßen scheint, ist das, was auf diesem Bild des Weltraumteleskops Hubble zu sehen ist, in Wirklichkeit ein nach außen wanderndes Lichtecho des hellen Blitzes. Bei einem Lichtecho reflektieren immer weiter außen liegende Ringe in der komplexen Anordnung des interstellaren Staubs, der den Stern schon zuvor umgab, das Licht des Blitzes. V838 Mon ist etwa 20.000 Lichtjahre entfernt im Sternbild Einhorn (Monoceros), das oben gezeigte Lichtecho hat einen Durchmesser von etwa sechs Lichtjahren.

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PanSTARRS in Frankreich

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Bildcredit und Bildrechte: Jean-Luc Dauvergne

Beschreibung: Suchen Sie noch diesen Kometen? Der auf der Nordhalbkugel mit bloßem Auge sichtbare Komet PanSTARRS (C/2011 L4) wird von erfolgreichen Kometenbeobachtern als blasser Stern mit zartem Schweif beschrieben. Wenn Sie ihn fangen möchten, sind die nächsten Tage ein guter Start. Beginnen Sie tief im Westen, etwa 45 Minuten nach Sonnenuntergang. Natürlich helfen ein klarer Himmel und ein Fernglas. Der Himmelsfotograf Jean-Luc Dauvergne fand am 13. März nach einer Autofahrt geeignetes Wetter und einen freien Westhimmel vor, um sein Porträt mit Komet und Sichelmond zu fotografieren. Er sah PanSTARRS zum ersten Mal und fotografierte die wunderschöne Dämmerungsszenerie in der Nähe des historischen Alesia in Frankreich mit einem Teleobjektiv.

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KMA, Komet und Planet Erde

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Bildcredit: NRL / SECCHI / STEREO / NASA
Bearbeitung: Karl Battams (NRL und @SungrazerComets)

Beschreibung: Nachdem er bei einem guten Fototermin nach Sonnenuntergang zusammen mit einem jungen Sichelmond erschienen war, steigt der mit bloßem Auge sichtbare Komet PanSTARRS weiterhin am Himmel der Nordhalbkugel auf. Doch auf dieser bemerkenswerten interplanetaren Ansicht vom 13. März posiert der Komet zusammen mit unserem lieblichen Planeten – aus dem Blickwinkel der Raumsonde STEREO Behind. Die Raumsonde, die der Erde auf ihrer Bahn folgt, steht der Sonne fast gegenüber und blickt zurück zum Kometen und zur Erde; die Sonne steht knapp außerhalb des linken Bildrandes. Links bricht ein gewaltiger koronaler Massenauswurf (KMA) aus einer aktiven Sonnenregion hervor. Natürlich sind KMA, der Komet und der Planet Erde unterschiedlich weit von der Raumsonde entfernt. (Der Komet steht ihr am nächsten.) Das bearbeitete Digitalbild ist die Differenz zweier aufeinanderfolgender Bilder von SECCHI, dem Heliosphären-Aufnahmegerät der Raumsonde, was den starken Schatteneffekt bei Objekten verursacht, die sich während der Aufnahmen bewegt haben. Objekte, die zu hell sind, erzeugen die scharfen vertikalen Linien. Die Bearbeitung enthüllt komplizierte federartige Strukturen im ausgedehnten Staubschweif des Kometen PanSTARRS.

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Wolken, Komet und Sichelmond

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Bildcredit und Bildrechte: Babak Tafreshi (TWAN)

Beschreibung: Die Wolkensilhouetten vor einer farbenprächtigen Abendstimmung teilen diese lang ersehnte Sternstunde. Die Szenerie zeigt den mit bloßem Auge sichtbaren Kometen PanSTARRS, der am 12. März den Himmel der Nordhalbkugel erreichte. Der Komet steht nach Sonnenuntergang am westlichen Horizont, begleitet von der dünnen, flachen, einen Tag alten Mondsichel. Die schwach beleuchtete Kuppel des William-Herschel-Teleskops mit einem Spiegeldurchmesser von 4,2 Metern, das wegen seines schönen Anblicks fotografiert wurde, schwebt über den Wolkenbänken der kanarischen Insel La Palma. Während PanSTARRS sich zu einem nicht ganz so spektakulären Kometen wie erhofft entwickelt hat, wird er dennoch im Norden leichter beobachtbar. Und in den nächsten Tagen steigt er stetig nach Norden auf, weiter weg von der Sonne zum dunkleren Abendhimmel im Westen.

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NGC 6751, das Leuchtende Auge

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Bildrechte: Hubble Legacy Archive, ESA, NASA; Bearbeitung: Donald Waid

Beschreibung: Planetarische Nebel können in kleinen Teleskopen einfach, rund und planetenähnlich aussehen. Doch Bilder des Weltraumteleskops Hubble wurden bekannt dafür, dass sie die fluoreszierenden Gashüllen sterbender sonnenähnlicher Sterne in ihrer atemberaubenden Vielfalt detailreicher Symmetrien und Formen zeigten. Dieses Hubble-Farbkompositbild von NGC 6751, das Leuchtende Auge, ist ein schönes Beispiel eines klassischen planetarischen Nebels mit komplexen Strukturen. Es wurde im April 2000 ausgewählt, um an Hubbles zehnten Jahrestag im Orbit zu erinnern, wurde jedoch kürzlich von einem Amateur im Rahmen des Hubble-Legacy-Programms neu bearbeitet. Winde und Strahlung des intensiven, heißen Zentralsterns (140.000 Grad Celsius) erzeugten offenbar die luftschlangenähnlichen Strukturen des Nebels. Der tatsächliche Durchmesser des Nebels beträgt annähernd 0,8 Lichtjahre oder die etwa 600-fache Größe des Sonnensystems. befindet sich 6500 Lichtjahre entfernt im hoch fliegenden Sternbild Adler (Aquila).

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Rotationsbeschleunigung eines massereichen Schwarzen Lochs

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Illustrations-Credit: Robert Hurt, NASA/JPL-Caltech

Beschreibung: Wie schnell kann sich ein Schwarzes Loch drehen? Wenn sich ein Objekt aus normaler Materie zu schnell dreht, bricht es auseinander. Doch ein Schwarzes Loch sollte nicht auseinanderbrechen können – und seine maximale Rotationsgeschwindigkeit ist tatsächlich nicht bekannt. Theoretiker modellieren schnell rotierende Schwarze Löcher üblicherweise mit der Kerr-Metrik zu Einsteins Allgemeiner Relativitätstheorie, die mehrere überraschende und ungewöhnliche Dinge vorhersagt. Seine vielleicht am einfachsten nachprüfbare Prognose ist jedoch, dass Materie, die in ein mit maximaler Geschwindigkeit rotierendes Schwarzes Loch fällt, zuletzt zuletzt sichtbar sein sollte, wenn sie dieses annähernd mit Lichtgeschwindigkeit umkreist, wie man aus großer Entfernung beobachten kann. Diese Prognose wurde kürzlich von den Statelliten NuSTAR der NASA und XMM der ESA getestet, und zwar durch Beobachtung des sehr massereichen Schwarzen Lochs im Zentrum der Spiralgalaxie NGC 1365. Die Grenze nahe der Lichtgeschwindigkeit wurde bestätigt, indem man die Aufheizung und die Verbreiterung der Spektrallinien von Kernemissionen nahe dem inneren Rand der umgebenden Akkretionsscheibe vermaß. Oben zeigt eine künstlerische Illustration eine Akkretionsscheibe aus normaler Materie, die um ein Schwarzes Loch wirbelt, mit einem Strahl, der aus der Oberseite strömt. Da Materie, die zufällig in das Schwarze Loch fällt, die Rotation eines Schwarzen Lochs nicht so stark beschleunigen sollte, bestätigen die Messungen von NuSTAR und XMM auch die Existenz der umgebenden Akkretionsscheibe.

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Der Vulkan Sakurajima mit Blitzen

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Bildcredit und Bildrechte: Martin Rietze (Alien Landscapes on Planet Earth)

Beschreibung: Warum entstehen bei einem Vulkanausbruch manchmal Blitze? Der oben abgebildete Vulkan Sakurajima im Süden Japans wurde Anfang Januar bei einem Ausbruch fotografiert. Magmablasen, so heiß, dass sie leuchten, schießen weg, während flüssiges Gestein von unten durch die Erdoberfläche ausbricht. Das obige Bild ist bemerkenswert, weil die Blitze in der Nähe des Vulkangipfels fotografiert wurden. Warum Blitze entstehen, auch bei gewöhnlichen Gewittern, wird weiterhin erforscht, und die Ursache vulkanischer Blitze ist sogar noch rätselhafter. Sicherlich helfen Blitze, um getrennte Bereiche mit gegensätzlicher elektrischer Ladung auszugleichen. Eine Hypothese besagt, dass ausbrechende Magmablasen oder vulkanische Asche elektrisch geladen sind, und dass ihre Bewegung diese getrennten Bereiche erzeugt. Andere vulkanische Blitzereignisse entstehen vielleicht durch Kollisionen im Vulkanstaub, bei denen Ladungen induziert werden. Blitze entstehen normalerweise irgendwo auf der Erde, normalerweise mehr als 40 Mal pro Sekunde.

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Mauna-Kea-Milchstraßenpanorama

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Bildcredit und Bildrechte: Wally Pacholka (TWAN)

Beschreibung: Aloha und willkommen in einer atemberaubenden Himmelslandschaft. Der traumhafte Panoramablick reicht vom 4200 Meter hohen Vulkangipfel des Mauna Kea auf Hawaii über eine Wolkenschicht bis hin zu einem gestirnten Nachthimmel und der aufgehenden Milchstraße. Die Szenerie ist links an der Kuppel des Canada-France-Hawaii-Teleskops (CFHT) verankert, wobei der Polarstern rechts unter der Kuppel leuchtet. Weiter rechts, geführt vom hellen Stern Deneb, lugt der Asterismus Kreuz des Nordens, eingebettet in die Ebene der Milchstraße, über den Horizont. Sowohl das Kreuz des Nordens als auch die gleißende, weiße Wega hängen über einer Gruppe Aschekegel im Vordergrund. Nahe der Mitte sind rötliche Nebel, Sterne und Staubwolken der zentralen Milchstraße zu sehen. Darunter erzeugt die Stadtbeleuchtung von Hilo ein unheimliches, grünliches Leuchten in den Wolken. Der rote Überriesenstern Antares leuchtet über der zentralen Wölbung der Milchstraße, während der helle Alpha Centauri noch weiter rechts in der staubhaltigen galaktischen Ebene liegt. Schließlich steht ganz rechts das große Observatorium Gemini Nord. Die kompakte Sternengruppe, die als Kreuz des Südens bekannt ist, befindet sich links neben der Teleskopkuppel. Brauchen Sie Hilfe um die Sterne zu erkennen? Schieben Sie einfach Ihren Mauspfeil über das Bild, oder laden Sie dieses kleinere beschriftete Panorama.

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