Wolken im Schwan

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Bilddaten – Bob Caton, Al Howard, Eric Zbinden, Rogelio Bernal Andreo; Bearbeitung – Rogelio Bernal Andreo

Beschreibung: Kosmische Wolken aus Staub und Gas treiben in diesem prächtigen Mosaik, das ein 12 x 12 Grad großes Feld im hoch fliegenden Sternbild Schwan (Cygnus) abdeckt. Die gemeinschaftlich erstellte Himmelslandschaft, eine Kombination aus Breit- und Schmalband-Bilddaten, dargestellt in der Hubble-Farbpalette, wird vom hellen, heißen Superriesenstern Deneb unter der Mitte des linken Bildrandes verankert. Deneb, der Alphastern im Schwan, ist der oberste der Sterngruppe „Kreuz des Nordens“ und steht hier neben der dunklen Leere, die als Nördlicher Kohlensack bekannt ist. Unter Deneb befinden sich der leicht erkennbare Nordamerika- und der Pelikannebel (NGC 7000 und IC 5070). Sadr (Gamma Cygni), ein weiterer Superriesenstern, steht nahe der Mitte des Bildfeldes, knapp über den hellen Flügeln des Schmetterlingsnebels. Entlang einer Linie, die sich nach rechts oben fortsetzt, liegt der kompaktere Sichelnebel und schließlich der Tulpennebel am oberen Bildrand. Die meisten dieser komplexen Nebulositäten sind etwa 2000 Lichtjahre entfernt. Zusammen mit der Sonne liegen sie im Orion-Spiralarm unserer Galaxis, der Milchstraße.

Zur Originalseite

Supermond versus Mikromond

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Catalin Paduraru

Beschreibung: Haben Sie am Mittwoch den großen, schönen Vollmond gesehen? Das war eigentlich ein Mikromond! In dieser Nacht erreichte der kleinste Vollmond des Jahres 2012 seine volle Phase nur etwa 4 Stunden vor dem Apogäum, dem von der Erde am weitesten entfernten Punkt auf der elliptischen Mondbahn. Dagegen fand am 6. Mai dieses Jahres ein Supervollmond nahe dem Perigäum statt, dem erdnächsten Punkt der Bahn. Die relative scheinbare Größe des Mikromondes am 28. November (rechts) ist in dieser Bildkombination- zwei zusammenpassende Teleskopbilder aus Bukarest in Rumänien – direkt mit dem berühmten Supermond vom 6. Mai vergleichbar. Der Unterschied der scheinbaren Größe entsteht durch eine Entfernungsdifferenz von knapp 50.000 Kilometern zwischen Apogäum und Perigäum, wobei die durchschnittliche Entfernung des Mondes etwa 385.000 Kilometer beträgt. Wie lange müssen Sie auf den nächsten Mikro-Vollmond warten? Bis 16. Januar 2014, wenn sich die volle Mondphase nur 3 Stunden vom Apogäum entfernt ereignet.

Zur Originalseite

Jupiter und Io

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Alessandro Bianconi

Beschreibung: Am 3. Dezember (UT) steht Jupiter, der größte Planet des Sonnensystems, in Opposition, also am irdischen Himmel der Sonne gegenüber, leuchtet hell und geht auf, wenn die Sonne untergeht. Diese Anordnung führt zu Jupiters fast jährlicher größter Annäherung an den Planeten Erde. Daher bietet der Gasriese zur Opposition erdgebundenen Teleskopen atemberaubende Ansichten seiner stürmischen, gebänderten Atmosphäre und der großen galileischen Monde. Diese scharfe Bildserie zum Beispiel wurde in der Nacht von 16. auf 17. November auf der Insel Sardinien (Italien) in der Nähe von Dolianova fotografiert. Norden ist auf diesem Bild oben, zu sehen ist Jupiters berühmter Großer Roter Fleck sowie die dunklen Gürtel und hellen Zonen des Planeten. Weiters ist ein Transit von Jupiters vulkanischem Monde Io zu erkennen, aber auch sein runder, dunkler Schatten, der über Jupiters Wolkenoberflächen zieht, während der Ablauf von links nach rechts voranschreitet.

Zur Originalseite

Der helle Jupiter im Stier

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Tunç Tezel (TWAN)

Beschreibung: Dieser helle Stern, den Sie vielleicht unlängst kurz nach Sonnenuntergang aufgehen sahen, ist ganz und gar kein Stern. Es ist Jupiter, der größte Gasriese des Sonnensystems. Der helle Jupiter nähert sich seiner Opposition am 3. Dezember und steht dann im Stier, der zu dieser Zeit am irdischen Himmel der Sonne gegenübersteht.

Jupiter steht in der Mitte dieser Himmelsansicht vom 14. November, die auch die Sternhaufen der Plejaden und Hyaden zeigt sowie vertraute Himmelsanblicke, die zu sehen sind, wenn auf der Nordhalbkugel der Winter kommt. Deutlich überstrahlt Jupiter den gelblichen Aldebaran, den Alphastern im Stier. Wenn Sie den Mauspfeil über das Bild schieben, sehen Sie eine Beschriftung der Szenerie und erkennen zwei weitere Welten des Sonnensystems, die im Dezember in Opposition kommen.

Der Asteroid Vesta und der Zwergplanet Ceres, beide klein und blass, sind etwa 10 Grad von Jupiter entfernt zum linken Bildrand hin zu sehen. Natürlich können Sie sich auch die NASA-Raumsonde Dawn in diesem Bildfeld vorstellen. Nachdem sie im September Vesta verlassen hat, läuft Dawns Ionentriebwerk ständig, um ihren Orbit an den von Ceres anzupassen, wo sie im Februar 2015 ankommen soll.

Zur Originalseite

Büschel des Schleiernebels

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Joaquin Ferreiros

Beschreibung: Diese Büschel sind alles, was von einem Milchstraßenstern sichtbar blieb. Vor etwa 9000 Jahren explodierte dieser Stern als Supernova und hinterließ den Schleiernebel, der auch als Cygnus-Schleife bekannt ist. Damals war die sich ausdehnende Wolke wahrscheinlich so hell wie der Sichelmond und für Menschen, die am Beginn der Geschichtsaufzeichnung lebten, wochenlang sichtbar. Heute ist der verbleibende Supernovaüberrest verblasst und nur noch mit einem kleinen Teleskop zu sehen, das auf das Sternbild Schwan (Cygnus) gerichtet ist. Der zurückbleibende Schleiernebel hat jedoch gewaltige Ausmaße, und obwohl er etwa 1400 Lichtjahre entfernt ist, ist er am Himmel scheinbar mehr als fünfmal so groß wie der Vollmond. Auf Bildern des ganzen Schleiernebels wie diesem können eifrige Leser mehrere Einzelfasern erkennen. Das helle Büschel rechts ist als Hexenbesennebel bekannt.

Zur Originalseite

Dunkle Sandkaskaden auf dem Mars

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit: HiRISE, MRO, LPL (U. Arizona), NASA

Beschreibung: Sie sehen vielleicht wie Bäume auf dem Mars aus, aber es sind keine. Gruppen dunkler, brauner Streifen wurden vom Mars Reconnaissance Orbiter auf schmelzenden, rosaroten Sanddünen fotografiert, die mit hellem Frost bedeckt sind. Das obige Bild wurde im April 2008 auf dem Mars in der Nähe des Nordpols fotografiert. Dabei wurde dunkler Sand aus dem Inneren der Sanddünen auf dem Mars immer besser sichtbar, als die Frühlingssonne das hellere Kohlendioxideis schmolz. Wenn das in der Nähe des Dünenkamms geschieht, kann dunkler Sand die Düne hinunterrutschen, wobei er dunkle Streifen auf der Oberfläche hinterlässt – Streifen, die auf den ersten Blick wie Bäume aussehen, die vor den helleren Regionen stehen, aber keinen Schatten werfen. Auf diesem Bild, das etwa einen Kilometer zeigt, wurden Objekte mit einem Durchmesser von ungefähr 25 Zentimetern aufgelöst. Eine Nahaufnahme einiger Teile dieses Bildes zeigen aufsteigende Staubwolken, die vermuten lassen, dass sogar während der Aufnahme Sandrutschungen stattfanden.

Zur Originalseite

NGC 1365: Majestätische Spirale mit Supernova

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Martin Pugh

Beschreibung: Die Balkenspiralgalaxie NGC 1365 ist ein wirklich majestätisches Inseluniversum mit einem Durchmesser von etwa 200.000 Lichtjahren. Sie ist etwa 60 Millionen Lichtjahre entfernt im chemischen Sternbild Fornax und ein hervorstechendes Mitglied des gut untersuchten Fornax-Galaxienhaufens. Dieses scharfe Farbbild weist am Ende der Balken und entlang der Spiralarme intensive Sternbildungsregionen auf sowie Details von Staubstraßen, die den hellen Galaxienkern durchkreuzen. Im Kern befindet sich ein sehr massereiches Schwarzes Loch. Astronomen denken, dass der markante Balken von NGC 1365 eine wichtige Rolle in der Entwicklung der Galaxie spielt und Gas und Staub in einen Sterne bildenden Strudel zieht, der schlussendlich Materie in das zentrale Schwarze Loch einfüttert. Die Position einer hellen Supernova, die am 27. Oktober entdeckt wurde, ist in NGC 1365 eingezeichnet. Sie ist eine als SN2012fr katalogisierte Supernova vom Typ Ia und somit die Explosion eines weißen Zwergsterns.

Zur Originalseite

Der Pfeifennebel

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Yuri Beletsky (Las Campanas Observatory, Carnegie Institution for Science)

Beschreibung: Östlich von Antares breiten sind dunkle Markierungen über ein dicht gedrängtes Sternfeld in Richtung des Zentrums unserer Galaxis aus. Die interstellaren Staubwolken wurden zu Beginn des 20. Jahrhunderts von dem Astronomen E. E. Barnard katalogisiert; zu ihnen gehören B59, B72, B77 und B78, die als Silhouetten vor dem sternbedeckten Hintergrund zu sehen. Hier erinnert ihre zusammengesetzte Form an einen Pfeifenstiel und -kopf, daher wird der Dunkelnebel volkstümlich Pfeifennebel genannt. Die detailreiche, ausgedehnte Ansicht repräsentiert eine Belichtungszeit von fast 24 Stunden, aufgenommen am sehr dunklen Himmel der chilenischen Atacamawüste. Sie umfasst ein 10 x 10 Grad großes Feld im aussprechbaren Sternbild Ophiuchus. Der Pfeifennebel ist ein Teil des Dunkelwolkenkomplexes in Ophiuchus, der sich in einer Entfernung von etwa 450 Lichtjahren befindet. Dichte Kerne aus Gas und Staub im Inneren des Pfeifennebels fallen in sich zusammen, um Sterne zu bilden.

Zur Originalseite

Nacht des langen Leoniden

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Stéphane Vetter (Nuits sacrees)

Beschreibung: Ein kosmisches Sandkörnchen zog die lange, farbige Spur auf dieser Ansicht des ganzen Himmels. Sein streifender Einschlag in der Erdatmosphäre begann mit 71 Kilometern pro Sekunde. Die Ansicht, auf der sich die Milchstraße von Horizont zu Horizont ausdehnt, wurde in der Nacht des 17. November am astronomisch beliebten Hochplateau bei Champ du Feu im Elsass (Frankreich) fotografiert. Natürlich gehört der die Erde streifende Meteor zum Meteorstrom der Leoniden, die diesen Monat zu sehen waren, und die entstehen, wenn unser lieblicher Planet jedes Jahr durch den Staub aus dem Schweif des periodischen Kometen Tempel-Tuttle wandert. Der Radiant des Stroms liegt im Sternbild Löwe, das sehr nahe am östlichen Horizont steht, links unter dem Anfang der Spur. Der helle Planet Jupiter ist rechts unter der Mitte ebenfalls leicht zu erkennen und in ein blasses Band Zodiakallicht getaucht. Das Bild ist Teil eines dramatischen Zeitraffervideos (Vimeo), das nur 7 Minuten, bevor der lange Leonid den Himmel zu queren begann, anfing.

Zur Originalseite

Diamantring und fliegende Schatten

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Stephen Mudge

Beschreibung: Als die totale Phase der Sonnenfinsternis von letzter Woche zu Ende ging, strömte Sonnenlicht am Mondrand vorbei und erzeugte die flüchtige Erscheinung eines gleißenden Diamantringes am Himmel. Und während den meisten Finsternisbeobachtern Wolken kein willkommener Anblick waren, enthüllte ein Blick durch dünne Wolken nördlich von Cairns in Queensland (Australien) zusätzlich diese außergewöhnlichen, flackernden fliegenden Schatten. Die Schattenbänder werden auf die Wolkenschicht projiziert und verlaufen parallel zum schmalen Streifen des auftauchenden Sonnenlichts. Die schmalen Bänder entstehen durch die Refraktion des Sonnenstreifchens durch Turbulenzen in der Erdatmosphäre. Die schmalen Bänder wurden auf dieser Aufnahme mit einer Belichtungszeit von 1/1000stel Sekunde festgehalten.

Zur Originalseite

Ein Hof um den Mond

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Anthony Ayiomamitis (TWAN)

Beschreibung: Haben Sie schon einmal einen Hof um den Mond gesehen? Dieser relativ häufige Anblick ist zu sehen, wenn hoch schwebende, dünne Wolken, die aus Millionen winziger Eiskristalle bestehen, einen Großteil des Himmels bedecken. Jeder Eiskristall verhält sich wie eine Miniaturlinse. Weil die meisten Kristalle eine ähnliche, längliche sechseckige Prismenform haben, wird Licht, das an einer Kristallseite eintritt und durch die gegenüberliegende Seite wieder austritt, um 22 Grad gebrochen, was dem Radius des Mondhalos entspricht. Ein ähnlicher Sonnenhalo kann tagsüber zu sehen sein. Die Kulisse des obigen Bildes ist Athen in Griechenland. Der ferne Planet Jupiter steht zufällig links neben dem Hof. Wie nun die Eiskristalle in Wolken entstehen, wird noch erforscht.

Zur Originalseite