Greeley-Panorama auf dem Mars

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Bildcredit: NASA/JPL-Caltech/Cornell/Arizona State U.

Beschreibung: Was haben Sie im Winterurlaub gemacht? Wenn Sie der Rover Opportunity auf dem Mars wären, hätten Sie sich vier Monate davon stationär auf dem Nordhang von Greeley Haven niedergelassen – so geneigt, dass Ihre Solarpaneele so viel Sonnenlicht wie möglich aufnehmen können. Während seines Winteraufenthalts unternahm der sonst rollende Roboter einige wissenschaftliche Aktivitäten, wie mehr als 800 Bilder seiner Umgebung zu fotografieren, von denen viele zu diesem digital gestauchten 360-Grad-Panorama zusammengefügt und in verstärkten Farben dargestellt wurden, um unterschiedliche Oberflächeneigenschaften hervorzuheben. Links sind alte Spuren von Opportunity zu sehen, während Opportunitys staubbedeckte Solarpaneele den unteren Bildrand kreuzen. Unter dem Horizont ist rechts eine Innenwand des 20 Kilometer großen Kraters Endeavour zu sehen. Nun, da der nördliche Marswinter vorüber ist, rollt Opportunity wieder, diesmal direkt vorwärts (nach Norden). Der Rover soll ungewöhnlich helle Bodenflecken untersuchen, während er wieder beginnt, das Innere von Endeavour weiter zu erkunden – ein Krater, der vielleicht einige der ältesten Strukturen enthält, die je besucht wurden.

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Vulkan und Polarlicht in Island

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Bildcredit und Bildrechte: Sigurdur H. Stefnisson

Beschreibung: Manchmal brechen Himmel und Erde aus. In Island brach 1991 der Vulkan Hekla zur gleichen Zeit aus, als oberhalb Polarlichter sichtbar waren. Hekla, einer der berühmtesten Vulkane der Welt, brach im vergangenen Jahrtausend mindestens 20-mal aus, wobei er manchmal große Verwüstung anrichtete. Der letzte Ausbruch ereignete sich vor zwölf Jahren, verursachte aber nur geringe Schäden. Das grüne Polarlichtband trat zufällig etwa 100 Kilometer über der ausbrechenden Lava auf. Ist die Erde der einzige Planet im Sonnensystem, auf dem es sowohl Polarlichter als auch Vulkane gibt?

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Gravitationszugmaschine

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Illustrationscredit und Bildrechte: Dan Durda (FIAAA, B612 Foundation)

Beschreibung: Wie würden Sie den Kurs eines Asteroiden, der die Erde bedroht, ändern? Eine Idee – eine massereiche Raumsonde, die Gravitation als Abschleppseil einsetzt – ist auf dieser eindrucksvollen künstlerischen Darstellung einer Gravitationszugmaschine im Einsatz zu sehen. In dem hypothetischen Szenario, das 2005 von Edward Lu und Stanley Love am Johnson Space Center der NASA ausgearbeitet wurde, zieht eine 20 Tonnen schwere nuklear-elektrische Raumsonde einen Asteroiden mit einem Durchmesser von 200 Metern, indem sie einfach nur in der Nähe des Asteroiden schwebt. Die Ionentriebwerke der Raumsonde sind von der Oberfläche weggekippt. Der stetige Zug würde allmählich und vorhersagbar den Kurs des Schleppers und des Asteroiden ändern, die durch Gravitation aneinander gekoppelt sind. Obwohl es wie Science-Fiction klingt, werden schon jetzt Raumsonden mit Ionentriebwerken angetrieben, und eine Gravitationszugmaschine würde unabhängig von der Zusammensetzung oder Oberfläche eines Asteroiden funktionieren.

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Der Gezeitenschweif von NGC 3628

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Bildcredit und Bildrechte: Thomas V. Davis (tvdavisastropix.com)

Beschreibung: Die etwa 30 Millionen Lichtjahre entfernte, große Spiralgalaxie NGC 3628 (links der Mitte) teilt ihre Umgebung im lokalen Universum mit zwei anderen großen Spiralen einer prächtigen Gruppierung, die auch als Leo-Triplett bekannt ist. Das Trio-Mitglied M65 befindet sich rechts über der Mitte dieses lang belichteten kosmischen Gruppenporträts, darunter ist M66 zu sehen. Doch am eindrucksvollsten ist vielleicht der spektakuläre Schweif, der sich von der gekrümmten, von der Seite sichtbaren Galaxie NGC 3628 aus etwa 300.000 Lichtjahre ausdehnt. Die Struktur, die als Gezeitenschweif bekannt ist, wurde von den Gravitationskräften bei kurzen, aber heftigen, vergangenen Interaktionen mit ihren großen Nachbarn aus der Galaxie herausgerissen. Der nur selten so detailreich abgebildete Gezeitenschweif besteht aus jungen, bläulichen Sternhaufen und Sternbildungsregionen.

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NGC 4565: Galaxie von der Seite

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Bildcredit und Bildrechte: Ken Crawford (Rancho Del Sol Obs.)

Beschreibung: Die prächtige Spiralgalaxie NGC 4565 ist von der Erde aus von der Seite zu sehen. Sie wird wegen ihrem schmalen Profil auch als Nadelgalaxie bezeichnet. Die helle NGC 4565 ist eine Station bei vielen Teleskopreisen am nördlichen Himmel im blassen, aber gepflegten Sternbild Coma Berenices. Dieses scharfe, farbenprächtige Bild enthüllt den gewölbten Zentralkern, der von undurchsichtigen Staubstraßen durchschnitten ist, welche die dünne galaktische Ebene von NGC 4565 säumen. Eine Auswahl weiterer Hintergrundgalaxien ist ebenfalls im bezaubernden Sichtfeld enthalten, zum Beispiel die Nachbargalaxie NGC 4562 oben links. NGC 4565 ist etwa 40 Millionen Lichtjahre entfernt und hat einen Durchmesser von ungefähr 100.000 Lichtjahren. Himmelsfreunde, die sie leicht mit kleinen Teleskopen beobachten können, halten NGC 4565 für ein markantes himmlisches Kunstwerk, das Messier übersehen hat.

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Sonnenflecken und Silhouetten

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Bildcredit und Bildrechte: VegaStar Carpentier

Beschreibung: Was steht zwischen Ihnen und der Sonne? Offensichtlich, wie von Paris aus letzte Woche zu sehen, ein sichtbares Ding nach dem anderen. Erstens, im Vordergrund, die Basilica Sacré-Cœur de Montmartre, die Ende des 19. Jahrhunderts errichtet wurde und auf dem höchsten Hügel in Paris (Frankreich) steht. Weiters, im obigen Bild unmittelbar hinter dem Turm der Basilika, dünne Wolken, die Sonnenlicht streuen. Und schließlich in weiter Ferne und leicht in die Sonnenoberfläche eingegraben Sonnenflecken. Der markanteste davon, die Sonnenfleckenregion AR 1512, ist unter der Scheibenmitte zu sehen. Seit dieses Sonnenuntergangsbild fotografiert wurde, setzte die Sonnenfleckenregion links, AR 1515, eine mächtige Sonnenfackel frei. Obwohl die meisten Teilchen dieser Fackel voraussichtlich die Erde verfehlen werden, halten Himmelsfreunde nach Sonnenereignissen Ausschau, welche helle Polarlichter verursachen – in einem unsichtbaren Ding, das zwischen Ihnen und der Sonne steht: der Erdatmosphäre.

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Im Schatten der Saturnringe

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Bildcredit: NASA/JPL-Caltech/Space Science Institute/J. Major

Beschreibung: Der bei Saturn kreisende Roboter der Menschheit hat wieder eine fantastische Ansicht fotografiert. Dieser Roboter ist natürlich die Raumsonde Cassini, während zu den neuen, beeindruckenden Ansichten ein heller Mond, dünne Ringe, sonderbar gebrochene Wolken und gekrümmte Schatten zählen. Titan, Saturns größter Mond, erscheint oben strukturlos braun, da er fortwährend mit dichten Wolken bedeckt ist. Die Ringe Saturns sind als dünne Linie zu sehen, weil sie so flach sind und fast exakt von der Seite abgebildet wurden. Details der Saturnringe sind daher am besten im dunklen Ringschatten zu sehen, der auf die Wolkenoberflächen des Riesenplaneten fällt. Da die Ringteilchen in der gleichen Ebene wie Titan kreisen, scheinen sie den Mond im Vordergrund aufzuspießen. Auf der oberen Saturn-Halbkugel sind in den Wolken viele Details zu sehen, darunter Farbflecken in langen, hellen Bändern, was auf Störungen in Windströmen schließen lässt, die in großer Höhe ziehen. Kürzlich durchgeführte präzise Messungen, wie stark Titan verformt wird, während er Saturn umkreist, liefern Hinweise, dass tief unter der Oberfläche gewaltige Ozeane aus Wasser existieren könnten.

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Reise zum Mittelpunkt der Galaxis


Video-Credit: ESO/MPE/Nick Risinger (skysurvey.org)/VISTA/J. Emerson/Digitized Sky Survey 2

Beschreibung: Welche Wunder liegen im Zentrum unserer Galaxis? In Jules Vernes Science-Fiction-Klassiker „Die Reise zum Mittelpunkt der Erde“ stoßen Professor Liedenbrock und seine Forscherkollegen auf viele seltsame, aufregende Dinge. Astronomen kennen bereits einige der bizarren Objekte, die im Zentrum unserer Galaxis existieren, darunter gewaltige kosmische Staubwolken, helle Sternhaufen, wirbelnde Ringe aus Gas und sogar ein extrem massereiches Schwarzes Loch. Ein Großteil des galaktischen Zentrums ist im sichtbaren Licht aus unserer Sicht von dazwischenliegendem Staub und Gas verdeckt, doch es kann mithilfe anderer Formen elektromagnetischer Strahlung erforscht werden. Das obige Video ist eigentlich eine digitale Vergrößerung des Zentrums der Milchstraße mithilfe von Bildern der Digitized Sky Survey, die im sichtbaren Licht erstellt wurden. Während der Film weiterläuft, verschiebt sich das gezeigte Licht ins Staub durchdringende Infrarotlicht und zeigt erst kürzlich entdeckte Gaswolken, die ins zentrale Schwarze Loch fallen.

Umfrage: Als ich APOD online nicht finden konnte, dachte ich, dass . . .
Hinweis: APOD ist nach einem unerwarteten Stromausfall wieder online
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Die äußeren Hüllen von Centaurus A

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Bildcredit: E. Peng and H. Ford (JHU), K. Freeman (ANU), R. White (STScI), CTIO, NOAO, NSF

Beschreibung: Wie entstehen die Hüllen um die auffällige Galaxie Cen A? 2002 wurde ein faszinierendes Bild der seltsamen Galaxie Centaurus A veröffentlicht, das so bearbeitet war, dass ein blasser, blauer Bogen hervorgehoben wurde, der auf eine gerade stattfindende Kollision mit einer kleineren Galaxie schließen lässt. Ein weiteres interessantes Merkmal von Cen A ist jedoch das sie umgebende System aus Hüllen – besser erkennbar auf diesem kürzlich veröffentlichten größeren Sichtfeld, das mit dem Vier-Meter-Blanco-Teleskop am Cerro Tololo Inter-American Observatory fotografiert wurde. Zarte Hüllen um Galaxien sind nicht ungewöhnlich und werden als Hinweise auf vorangegangene Galaxienverschmelzungen interpretiert, ähnlich wie Wasserwellen auf einem Tümpel. Ein unerwartetes Merkmal dieser Hüllen ist ihr Reichtum an Gas, das von den bestehenden Sternen während der Kollision getrennt werden sollte.

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