Die GRB 110328A-Symphonie

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Credit: NASA, ESA und A. Fruchter (STScI)

Beschreibung: Am 28. März begann unvermittelt eine Symphonie planetenweiter Beobachtungen, als der die Erde umkreisende Satellit Swift einen Ausbruch hochfrequenter Gammastrahlen bei GRB 110328A beobachtete. Als dieselbe Quelle nach einer Pause von 45 Minuten nochmals aufblitzte, war klar, dass dieses Ereignis kein typischer Gammablitz war. Zwölf Stunden nach der ersten Fanfare stimmten Astronomen mit dem Nordic Optical Telescope (2,5 Meter) mit einer Beobachtung in Mitteltönen des optischen Pendants ein. Früh am nächsten Tag wurde die Explosion von den ELVA-Radioschüsseln in den USA in den niedrigen Bariton-Frequenzen der Radiowellen festgehalten. Später fingen viele optische Teleskope an mitzuspielen, darunter das 8-Meter-Teleskop Gemini Nord auf Hawaii, indem sie die optische Entsprechung beobachteten. Die ungewöhnliche Quelle wurde in einem höheren Register vom Röntgenteleskop Chandra in Röntgenstrahlen beobachtet und wurde eine Woche lang zeitweise in den sogar noch sopranähnlicheren Gammastrahlen beobachtet. In den Chor stimmte das Weltraumteleskop Hubble ein und nahm dieses Bild im optischen und infraroten Licht auf, was bestätigte, dass der Blitz in der Sichtlinie einer Galaxie mit einer Rotverschiebung von 0.351 lag. Wenn die Explosion in Verbindung mit dieser Galaxie steht, ereignete sie sich, als das Universum etwa zwei Drittel seines jetzigen Alters hatte. Es wird spekuliert, ob der ungewöhnliche Gammastrahlen-Blitz von einem Stern stammt, der von einem sehr massereichen schwarzen Loch im Zentrum der Galaxie auseinandergerissen wird, und die rätselhaften Bestandteile der fernen Detonation werden weiterhin untersucht.

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Visuelle Eindrücke: Wunder des Universums

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Credit und Videorechte: Burrell Durrant Hifle Design und Direction Limited; Musik: Timo Baker

Beschreibung: Welche visuellen Eindrücke sind in diesem Video dargestellt? Die Darstellungen wurden von BDH für die BBC-Fernsehshow Wunder des Universums gestaltet, sind aber in der obigen Version, die auf Vimeo veröffentlicht wurde, nicht beschriftet. Dennoch sind einige Standbilder im Video leicht zu erkennen, etwa die Hubble-Bilder des Carina-Nebels, welche bei etwa 2:22 zu sehen sind, der Krebsnebel um 7:45 und der Katzenaugennebel, der bei zirka 8:16 auftritt. Einen Schwenk von einer Spiralgalaxie weg tritt bei etwa 4:00 auf, und atemberaubende Ansichten der Spirale sind bis nach 5:00 zu sehen. Pulsare und Supernovae scheinen bei etwa 9:00 überhand zu nehmen und sind wirklich spektakulär. Doppelsternsysteme, die einen Pulsar und eine Akkretionsscheibe enthalten, beginnen ab zirka 14:30. Danach scheinen im ganzen computeranimierten Video unbekannte Sterne und Planeten zu glitzern, und es gibt Abschnitte, bei denen unbekanntes Gas zu unbekannten Orten fließt. Was zum Beispiel ist bei 13:00 dargestellt? Bitte helfen Sie eine Begleiterklärung für das Video zu erstellen und nehmen Sie an der APOD-Diskussion teil.

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Aussicht vom Everest

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Credit und Bildrechte: Roddy Mackenzie

Beschreibung: Wie wäre es auf dem Gipfel des größten Berges der Erde zu stehen? Um die gesamte Panoramaaussicht von dort zu sehen, scrollen Sie nach rechts. Zu sehen sind nahe und ferne schneebedeckte Berge, gewaltige Klippen, ferne Plateaus, die Oberseiten von Wolken und ein dunkler, blauer Himmel. Der Mount Everest erhebt sich 8,85 Kilometer über Meeresniveau, das ist etwa die Maximalhöhe, die internationale Fluglinien erreichen, jedoch viel weniger als die 300 Kilometer, welche ein Spaceshuttle erreicht. Hunderte Menschen haben vergeblich versucht den Giganten zu Fuß zu besteigen – eine Meisterleistung, die 1953 erstmals gelang. Etwa 1000 Menschen haben es bisher bis zum Gipfel geschafft. Roddy Mackenzie, der 1989 den Berg bestieg, nahm das obige Bild auf. Der Mount Everest liegt im Himalayagebirge in Nepal. In der Landessprache Nepals heißt der Berg „Sagarmatha“, was soviel wie „Stirn des Himmels“ bedeutet.

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Die Kaulquappen von IC 410

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Bildcredit und Bildrechte: Mark Hanson

Beschreibung: Diese mit dem Teleskop aufgenommene Nahaufnahme zeigt den ansonsten blassen Emissionsnebel IC 410 in eindrucksvollen Falschfarben. Sie zeigt auch links über der Mitte zwei bemerkenswerte Einwohner des kosmischen Beckens aus Gas und Staub, die Kaulquappen von IC 410. Das Bild ist ein Komposit aus Aufnahmen, die mit Breit- und Schmalbandfiltern fotografiert wurden. Die Schmalband-Daten zeigen Atome des Nebels, wobei Emissionen von Schwefelatomen in Rot, von Wasserstoffatomen in grün und Sauerstoff in blau abgebildet sind. Der Nebel selbst ist teilweise vom Vordergrundstaub verschleiert und umgibt NGC 1893, einen jungen galaktischen Sternhaufen, der das leuchtende Gas mit Energie versorgt. Die Kaulquappen bestehen aus dichterem, kühlerem Gas und sind etwa 10 Lichtjahre lange, mögliche Orte anhaltender Sternbildung. Ihre Schweife, die vom Wind und der Strahlung der Haufensterne geformt wurden, ziehen sich von der Zentralregion des Haufens fort. IC 410 liegt an die 12.000 Lichtjahre entfernt im Sternbild Fuhrmann (Auriga).

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Messier 101

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Credit: Hubble Legacy Archive, ESA, NASA; zusätzliche Bildbearbeitung: Robert Gendler

Beschreibung: Die große, schöne Spiralgalaxie M101 ist einer der letzten Einträge in Charles Messiers berühmten Katalog, aber sicherlich nicht der unscheinbarste. Diese Galaxie mit einem Durchmesser von etwa 170.000 Lichtjahren ist gewaltig – fast doppelt so groß wie unsere Galaxis, die Milchstraße. M101 war auch eine der ursprünglichen Spiralnebel, die mit Lord Rosses großem Teleskop aus dem 19. Jahrhundert, dem Leviathan von Parsontown, beobachtet wurden. Dieses Mosaik von M101 wurde aus Daten des Hubble-Legacy-Archivs zusammengefügt. Zusätzliche erdgebundene Daten wurden verwendet, um die vielsagenden rötlichen Emissionen von atomarem Wasserstoffgas in den Sternbildungregionen dieser prächtigen Galaxie genauer zu definieren. Das scharfe Bild zeigt atemberaubende Details in der von oben sichtbaren Scheibe der Galaxie aus Sternen und Staub sowie Hintergrundgalaxien, von denen manche durch M101 hindurch zu sehen sind. M101 ist auch als Feuerradgalaxie bekannt und liegt etwa 25 Millionen Lichtjahre entfernt innerhalb der Grenzen des nördlichen Sternbildes Ursa Major.

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Junge Sterne in der Rho-Ophiuchi-Wolke

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Credit: NASA, JPL-Caltech, WISE Team

Beschreibung: Staubwolken und eingebettete neu gebildete Sterne leuchten auf dieser faszinierenden Falschfarben-Komposition von WISE, dem Wide-field Infrared Survey Explorer, in infraroten Wellenlängen. Die kosmische Leinwand zeigt eine der am nächsten gelegenen Sternbildungsregionen, einen Teil des Rho-Ophiuchi-Wolkenkomplexes, der etwa 400 Lichtjahre entfernt nahe dem südlichen Rand des aussprechbaren Sternbildes Ophiuchus liegt. Nachdem sie sich in einer großen Wolke aus kaltem, molekularem Wasserstoffgas gebildet haben, heizen junge Sterne den umgebenden Staub auf und erzeugen so das infrarote Leuchten. Sterne im Bildungsprozess, die als junge stellare Objekte oder YSOs bezeichnet werden, die sonst vor den spähenden Augen optischer Teleskope verborgen sind, sind in den hier gezeigten kompakten, rötlichen Nebel eingebettet. Eine Untersuchung der Region im alles durchdringenden Infrarotlicht brachte entstehende und neu gebildete Sterne zutage, deren durchschnittliches Alter auf etwa 300.000 Jahre geschätzt wird. Das ist extrem jung, verglichen mit dem Alter der Sonne von etwa 5 Milliarden Jahren. Der markante rötliche Nebel rechts unten, der den Stern Sigma Scorpii umgibt, ist ein Reflexionsnebel, der durch Sternenlicht, das von Staub gestreut wird, entsteht. Diese Ansicht von WISE umfasst beinahe 2 Grad und bedeckt etwa 14 Lichtjahre in der geschätzten Entfernung der Rho-Ophiuchi-Wolke.

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Aufgang der Centaurus-Radio-Strahlen

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Credit: Ilana Feain, Tim Cornwell und Ron Ekers (CSIRO/ATNF); ATCA nördlich zeigender mittlerer Lappen – Dank an R. Morganti (ASTRON); Parkes-Daten – Dank an N. Junkes (MPIfR); ATCA und Mondfoto: Shaun Amy, CSIRO

Beschreibung: Was wäre, wenn Sie sehen könnten, wie die riesigen Radiostrahlen von Centaurus A aufgehen? Die Radiostrahlen von Cen A sind nicht nur länger als eine Million Lichtjahre, sie besetzen eine Winkelregion, die 200mal größer ist als der Vollmond am Himmel der Erde. Die gerichteten, hoch beschleunigten Materieströme werden von einem schwarzen Loch mit mehreren Millionen Sonnenmassen ausgestoßen, das tief im Zentrum der nahe gelegenen aktiven Galaxie Cen A liegt. Das schwarze Loch erzeugt die sich schnell bewegenden Strahlen, während andere Materie hineinfällt. In diesem Bild wurden Radioteleskope des Australian Telescope Compact Array (ATCA) nahe Narrabri (NSW, Australien) vor dem Vollmond aufgenommen und mit dem Radiobild von Cen A in ihrer tatsächlichen Winkelgröße im Hintergrund überlagert. Das obige Bild enthält die detailreichste Karte, die bisher von den Radiostrahlen irgendeiner Galxienklasse im Universum gemacht wurde, und es waren mehrere Jahre und mehr als 1000 Stunden Belichtungszeit nötig um es zu erstellen. Details im Foto könnten Hinweise darauf enthalten, wie die Radio-Strahlen mit Sternen und intergalaktischem Staub wechselwirken. Die Lichtpunkte im Bild sind keine Sterne, sondern typischerweise andere im Radiolicht hell leuchtende Galaxien im weiter entfernten Universum.

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Vor 50 Jahren: Juris Planet

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Credit: Besatzung ISS Expedition 7, EOL, NASA

Beschreibung: Am 12. April 1961 wurde der russische Kosmonaut Juri Alexejewitsch Gagarin zum ersten Menschen im All. Seine ferngesteuerte Raumsonde Wostok 1 hob ihn auf eine Höhe von mehr als 300 Kilometern und trug ihn einmal um den Planeten Erde. Über seinen ersten Blick aus dem All berichtete er, „Der Himmel ist sehr dunkel; die Erde ist bläulich. Alles ist sehr klar zu sehen“. Seine Aussicht kann man mit diesem Bild vergleichen, das 2003 von der Internationalen Raumstation aus gemacht wurde. Alan Shepard, der erste US-Astronaut, startete erst fast einen Monat später und flog dann einen vergleichsweise kurzen Suborbitalflug. Gagarin wurde am 9. März 1934 geboren und war ein Militärpilot, bevor er 1960 für die erste Kosmonautengruppe gewählt wurde. Ein Ergebnis seines historischen Fluges war, dass er ein internationaler Held und eine Legende wurde. Er starb, als sein MIG-Jet 1968 bei einem Trainingsflug 1968 abstürzte, und seine Asche wurde in einem Staatsbegräbnis an der Kremlmauer beigesetzt. Zwanzig Jahre später, 1981, an einem anderen 12. April, startete die NASA den ersten Spaceshuttle.

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Planetenaufgang in einer fremden Welt

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Credit und Bildrechte: Robert Arn (Colorado St. U.)

Beschreibung: Wie würde ein Sonnenaufgang auf einer anderen Welt aussehen? Bislang hat die Menschheit nur Sonnenaufgänge auf dem Mars und der Erde fotografiert, doch es macht Spaß sich vorzustellen, wie sie auf Planeten aussehen würden, die bekannt und doch unbekannt sind. Planeten, die weit von ihrem Heimatstern entfernt sind, würden eher den Aufgang eines ungewöhnlich hellen Lichtpunkts verzeichnen als den einer runden Kugel. Obwohl das oben abgebildet worden zu sein scheint, ist die sorgfältige Kombination aus Langzeitbelichtungen und kreativer Beleuchtung eigentlich der Venus-Aufgang auf dem Planeten Erde vor wenigen Wochen, aufgenommen durch den Mesa Arch im Canyonlands-Nationalpark in Utah in den USA. Pittoreske Härtlinge and Tafelberge sind über die Landschaft im Hintergrund verteilt. Der orangefarbene Himmel entsteht durch Lufttrübung und Staub, erinnert aber eher an die staubhaltige Himmelslandschaft auf dem Mars. Die Sonne sollte wenige Minuten danach aufgehen und ging tatsächlich als runde Kugel auf.

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Sonnenfleckenschleifen in Ultraviolett

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Credit: TRACE Project, NASA

Beschreibung: Es war ein ruhiger Tag auf der Sonne. Das obige Bild zeigt jedoch, dass auf der Sonnenoberfläche sogar an Ruhetagen reges Treiben herrscht. Die relativ kühlen, dunklen Regionen sind im Ultraviolettlicht zu sehen und sind Tausende Grad Celsius heiß. Die große Sonnenfleckengruppe AR 9169 vom letzten Sonnenzyklus ist als helle Region nahe dem Horizont zu sehen. Das hell leuchtende Gas, das um die Sonnenflecken herum fließt, hat eine Temperatur von mehr als einer Million Grad Celsius. Der Grund für die hohe Temperatur ist unbekannt, hängt aber vermutlich mit den sich rasch verändernden Magnetfeldschleifen zusammen, die das Sonnenplasma kanalisieren. Die große Sonnenfleckengruppe AR 9169 bewegte sich im September 2000 über die Sonne und löste sich innerhalb weniger Wochen wieder auf.

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Rückseite des Mondes

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Credit: NASA / GSFC / Arizona State Univ. / Lunar Reconnaissance Orbiter

Beschreibung: Der Mond, der dessen Rotation durch die Gezeiten gebunden ist, zeigt den Bewohnern des Planeten Erde immer seine vertraute, erdzugewandte Seite. Doch aus der Mondumlaufbahn kann auch die Rückseite des Mondes vertraut werden. Dieses scharfe Bild, ein Mosaik, das aus Aufnahmen der Weitwinkelkamera des Lunar Reconnaissance Orbiters erstellt wurde, ist auf die Rückseite des Mondes zentriert. Die am höchsten aufgelöste Version, Teil eines den ganzen Mond umspannenden Mosaiks aus mehr als 15.000 Bildern, die zwischen November 2009 und Februar 2011 aufgenommen wurden, zeigt Strukturen in einem Maßstab von 100 Metern pro Bildpunkt. Überraschenderweise sieht die raue und zernarbte Oberfläche auf der Rückseite völlig anders als die erdzugewandte Seite aus, die mit ebenen, dunklen Mondmeeren bedeckt ist. Die wahrscheinliche Erklärung dafür ist, dass die Kruste auf der Rückseite dicker ist, was das Durchdringen und Ausfließen von geschmolzenem Material aus dem Inneren zur Oberfläche und die Bildung ebener Meere erschwert hat.

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