Vergangene und künftige Sterne von Andromeda

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Credit und Bildrechte: ESA/Herschel/PACS/SPIRE/J.Fritz(U.Gent) / XMM-Newton/EPIC/W.Pietsch(MPE)

Beschreibung: Die große, schöne Andromedagalaxie alias M31 ist eine etwa 2,5 Millionen Lichtjahre entfernte Spiralgalaxie. Zwei Weltraum-Observatorien wurden zusammengeschlossen um dieses faszinierende Kompositbild von Andromeda in Wellenlängen außerhalb des sichtbaren Spektrums herzustellen. Die bemerkenswerte Ansicht zeigt die Orte vergangener und künftiger Sterne dieser Galaxie. In rötlichen Tönen zeigen die Bilddaten des großen Infrarotteleskops Herschel die riesigen Staubstraßen, die von Sternen gewärmt werden, welche Andromedas Spiralarme entlangschweifen. Der Staub in Verbindung mit dem interstellaren Gas der Galaxie enthält das Rohmaterial für künftige Sternbildung. Röntgen-Daten des XMM-Newton-Teleskops in blau lokalisieren Andromedas Röntgen-Doppelsternsysteme. Diese Systeme enthalten wahrscheinlich Neutronensterne oder sterngroße schwarze Löcher, welche die Endstadien der Sternentwicklung darstellen. Die Andromedagalaxie, mehr als doppelt so groß wie unsere eigene Milchstraße, hat einen Durchmesser von mehr als 200.000 Lichtjahren.

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Saturnsturm

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Credit: Cassini Imaging Team, SSI, JPL, ESA, NASA; Farbkomposit: Jean-Luc Dauvergne

Beschreibung: Ende letzten Jahres brach ein bemerkenswerter, heller Sturm auf Saturns nördlicher Halbkugel aus. Amateurastronomen beobachteten ihn erstmals Anfang Dezember, als der beringte Gasriese vor der Morgendämmerung am irdischen Himmel aufging. Die Raumsonde Cassini, die Saturn umkreist, konnte diese Nahaufnahme der komplexen Störung am 24. Dezember aus einer Entfernung von 1,8 Millionen Kilometer aufnehmen. Im Lauf der Zeit hat sich der Sturm entwickelt. Seine Länge hat sich beträchtlich ausgedehnt und erstreckt sich nun weit um den Planeten. Saturns dünne Ringe schneiden ebenfalls durch diese im Weltraum aufgenommene Ansicht und werfen breite Schatten auf die Südhalbkugel des Planeten.

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Kona-Galaxiengarten

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Credit und Bildrechte: Garten von Jon Lomberg; Fesseldrachen-Luftaufnahme von Pierre und Heidy Lesage

Beschreibung: Wie wächst Ihre Galaxie? Im Gegensatz zu einer typischen Galaxie braucht diese Wasser um zu wachsen. Oben ist ein akribisch genau geplanter Garten mit einem Durchmesser von etwa 30 Metern abgebildet – eine relativ genaue Karte unserer Galaxis, der Milchstraße, wie sie im Paleaku Peace Gardens Sanctuary in Kona auf Hawaii (USA) zu sehen ist. Verschiedene Pflanzen bilden Sterne, Kugelsternhaufen und sogar Nebel ab. Viele helle, am Himmel der Erde sichtbare Sterne sind auf Blättern abgebildet, welche die markierte Lage der Sonne umgeben. Pflanzenreihen wurden platziert, um die Arme unserer Galaxis darzustellen, etwa den Orionarm der Sonne, den eindrucksvollen Sagittariusarm und den wenig erörterten Normaarm. Ein kleiner Balken läuft durch die Mitte unserer Galaxis, während ein Springbrunnen gebaut wurde um das zentrale schwarze Loch zu repräsentieren. Welch brilliante Raumnutzung! (Anm.: das Wortspiel im Originaltext ist nicht übersetzbar: What a stellar use of space!)

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Nacht und Tag über dem Beinahe-Planeten Sounion

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Credit und Bildrechte: Chris Kotsiopoulos (GreekSky)

Beschreibung: Wurde ein neuer Planet entdeckt? Was man oben sieht, ist ein bemerkenswertes 24-Stunden-Mosaik, das einen Punkt auf Kap Sounion in Griechenland umgibt – hier, auf dem Planeten Erde. Fotos, die in der Nacht aufgenommen wurden, bilden die obere Hälfte des Bildes mit Sternspuren, die immerhin 11 Stunden umfassen.

Im Kontrast dazu bilden Aufnahmen, die tagsüber fotografiert wurden, den unteren Bildteil, wobei die Sonne alle 15 Minuten festgehalten wurde. Die Bildmitte zeigt eine auf den Boden zentrierte Kleiner-Prinz-Weitwinkelprojektion mit Kies, Gras, Bäumen, der St.-Johannes-Kirche, Wolken, Dämmerungsstrahlen und sogar einem Signaturbild des Fotografen – dem Tempel des Poseidon.

Akribische Planung sowie mehrere Zwischenaufnahmen und professionelle digitale Bildbearbeitung erreichten mit diesem Bild ihren Höhepunkt, das die Hälfte der letzten beiden Tage des vergangenen Jahres dokumentiert.

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Kugelsternhaufen 47 Tuc

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Credit und Bildrechte: Dieter Willasch (Astro-Cabinet)

Beschreibung: Der Kugelsternhaufen 47 Tucanae ist ein Juwel des südlichen Himmels. Er ist auch als NGC 104 bekannt und durchwandert zusammen mit etwa 200 anderen Kugelsternhaufen den Hof unserer Galaxis, der Milchstraße. Vom Planeten Erde aus ist er der zweithellste Kugelsternhaufen (nach Omega Centauri). Er ist ungefähr 13.000 Lichtjahre entfernt und mit bloßem Auge nahe der Kleinen Magellanschen Wolke im Sternbild Tukan zu sehen. Der dichte Haufen besteht aus mehreren Millionen Sternen in einem Bereich mit einem Durchmesser von nur 120 Lichtjahren. Rote Riesensterne an den Außenbereich des Haufens sind auf diesem scharfen Teleskopbild leicht als gelbliche Sterne zu erkennen. Der Kugelsternhaufen 47 Tuc enthält auch exotische Röntgen-Doppelsternsysteme.

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Eine totale Finsternis am Ende der Welt

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Credit und Bildrechte: Fred Bruenjes (moonglow.net)

Beschreibung: Würden Sie ans Ende der Welt reisen um eine totale Sonnenfinsternis zu sehen? Wenn Sie das tun würden, wären Sie überrascht dort schon jemanden vorzufinden? 2003 standen die Sonne, der Mond, die Antarktis und zwei Fotografen während einer ungewöhnlichen totalen Sonnenfinsternis in der Antarktis in einer Reihe. Trotz des extremen Schauplatzes wagte sich eine Gruppe begeisterter Finsternisjäger ans untere Ende der Welt um das unwirkliche, flüchtige Verschwinden der Sonne hinter dem Mond zu erleben. Einer der gesammelten Schätze war dieses Bild – ein Komposit aus vier digital zusammengefügten Einzelbildern, das realistisch zeigen soll, wie das anpassungsfähige menschliche Auge die Finsternis sah. Als das Bild aufgenommen wurde, erreichten Mond und Sonne zusammen den höchsten Punkt über einem antarktischen Bergkamm. In der plötzlichen Dunkelheit wurde die prächtige Korona der Sonne um den Mond herum sichtbar. Eher zufällig ist ein weiterer Fotograf auf einem der Bilder zu sehen, als er seine Videokamera überprüfte. Links von ihm sind eine Ausrüstungstasche und ein Klappstuhl zu sehen.

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Quadrantiden über Qumis

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Bildcredit und Bildrechte: Babak Tafreshi (TWAN)

Beschreibung: Der Meteorstrom der Quadrantiden ist für Himmelsbeobachter auf der Nordhalbkugel des Planeten Erde ein alljährliches Ereignis. Er gipfelt üblicherweise kurz am kalten Frühmorgenhimmel des 4. Januar. Der Strom wird nach seinem Radianten am Himmel im astronomisch veralteten Sternbild Mauerquadrant benannt. Diese Position befindet sich nahe der Grenze der aktuellen Sternbilder Herkules, Bärenhüter und Drache. Auf dieser gespenstischen Langzeitbelichtung sind zwei Quadrantiden-Meteorstreifen zu sehen, welche die Sternspuren der aufgehenden Sternbilder Jungfrau und Rabe kreuzen, doch Saturn hinterlässt die hellste „Stern“spur. Die Meteorstreifen, einer hell und einer blass, verlaufen rechts über der Bildmitte fast parallel. Passenderweise liegt die alte Ruine einer Zisterne im Vordergrund über der nunmehr verschütteten Stadt Qumis. Qumis war als Stadt mit vielen Tore bekannt (in der griechischen Geschichte Hekatompylos) und wurde vor 2300 Jahren im antiken Persien gegründet.

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Nahaufnahme von NGC 3521

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Credit: Daten: Hubble Legacy Archive, ESA, NASA; Bearbeitung: Robert Gendler

Beschreibung: Die prächtige Spiralgalaxie NGC 3521 steht etwa 35 Millionen Lichtjahre entfernt im Sternbild Löwe. Ihre Zentralregion erstreckt sich über etwa 50.000 Lichtjahre und ist auf diesem dramatischen Bild zu sehen, das aus Daten aus Hubbles Vermächtnisarchiv erstellt wurde. Die Nahaufnahme betont die charakteristischen multiplen, ungleichmäßigen, irregulären Spiralarme der Galaxie, die von Staub und den Haufen junger, blauer Sterne gesäumt werden. Im Kontrast dazu zeigen viele andere Spiralen große, schweifende Arme. NGC 3521, eine relariv helle Galaxie am Himmel des Planeten Erde, ist leicht mit kleinen Teleskopen zu sehen, wird aber von Amateurfotografen neben den anderen Spiralgalaxien im Löwen, etwa M66 oder M65, häufig übersehen.

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Der Möwennebel

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Bildcredit und Bildrechte: Michael Sidonio

Beschreibung: Diese weite Ausdehnung aus leuchtendem Gas und Staub zeigt Astronomen des Planeten Erde eine vogelähnliche Fratze, was ihren gängigen Spitznamen nahelegt: Möwennebel. Dieses Porträt des kosmischen Vogels bedeckt eine 1,6 Grad große Schneise in der Ebene der Milchstraße nahe der Richtung von Sirius, dem Alphastern im Sternbild Großer Hund. Natürlich enthält die Region auch Objekte mit anderen Katalogbezeichnungen: den bemerkenswerten NGC 2327, eine kompakte, staubhaltige Emissionsregion mit einem eingebetteten, massereichen Stern, der den Vogelkopf bildet (alias Papageiennebel, über der Mitte). IC 2177 bildet den weitreichenden Bogen der Möwenflügel. Der Komplex aus Gas- und Staubwolken mit hellen, jungen Sternen wird vom rötlichen Leuchten atomaren Wasserstoffs dominiert und umfasst mehr als 100 Lichtjahre in einer geschätzten Entfernung von 3800 Lichtjahren.

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Das kosmische Netz des Tarantelnebels

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Credit und Bildrechte: Marcelo Salemme

Beschreibung: Er ist die größte und komplexeste Sternbildungsregion in der ganzen galaktischen Nachbarschaft. Die spinnenartige Erscheinung der Region ist verantwortlich für ihren gebräuchlichen Namen: Tarantelnebel. Er liegt in der kleinen Begleitgalaxie, der Großen Magellanschen Wolke, die unsere Galaxis, die Milchstraße, umkreist. Diese Tarantel jedoch hat einen Durchmesser von etwa 1000 Lichtjahren. Stünde sie in der Entfernung des Orionnebels in unserer Milchstraße, der nur 1500 Lichtjahre entfernt und das der Erde am nächsten gelegene Sternentstehungsgebiet ist, würde er am Himmel etwa 30 Grad abdecken (60 Vollmonde). Faszinierende Details des Nebels sind im obigen Bild zu sehen, das in wissenschaftlichen Farben dargestellt ist. Die spinnenartigen Arme des Tarantelnebels umgeben NGC 2070, einen Sternhaufen, der einige der hellsten, massereichsten Sterne enthält, die wir kennen, und die rechts in blau zu sehen sind. Da massereiche Sterne schnell leben und jung sterben, ist es nicht sonderlich überraschend, dass die kosmische Tarantel auch nahe dem Schauplatz der am nächsten gelegenen Supernova in jüngster Zeit liegt.

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Ein Sonnenhalo bei Stockholm

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Credit und Bildrechte: Peter Rosén

Beschreibung: Was ist mit der Sonne passiert? Manchmal sieht es so aus, als würde man die Sonne durch eine riesige Linse sehen. Im obigen Fall jedoch sind es Millionen von Linsen: Eiskristalle. Wenn Wasser in der oberen Atmosphäre friert, können sich kleine, flache, sechsseitige Eisprismen bilden. Wenn diese Kristalle zu Boden taumeln, sind ihre Stirnseiten die meiste Zeit parallel zur Erde ausgerichtet. Ein Beobachter kann sich kurz nach Sonnenauf- oder vor Sonnenuntergang in der gleichen Ebene bewegen wie viele der fallenden Eiskristalle. Bei dieser Ausrichtung kann sich jeder Eiskristall wie eine Miniaturlinse verhalten, die das Sonnenlicht in unsere Sichtlinie bricht und Phänomene wie Parhelia erzeugt – der technische Ausdruck für Nebensonnen. Dieses Bild wurde letztes Jahr in Stockholm (Schweden) aufgenommen. In der Bildmitte ist die Sonne zu sehen, während links und rechts davon zwei helle, markante Nebensonnen leuchten. Auch ein helles 22-Grad-Halo ist zu sehen – sowie das seltenere und viel blassere 46-Grad-Halo, das ebenfalls durch aus atmosphärischen Eiskristallen hinausreflektiertes Sonnenlicht entsteht.

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