M7: Offener Sternhaufen im Skorpion

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Credit und Bildrechte: Louie Atalasidis

Beschreibung: M7 ist einer der bekanntesten offenen Sternhaufen am Himmel. Der Haufen besteht vorwiegend aus hellen blauen Sternen und ist bei dunklem Himmel mit bloßem Auge im Schweif des Sternbildes Skorpion zu sehen. M7 enthält insgesamt etwa 100 Sterne, ist etwa 200 Millionen Jahre alt, hat einen Durchmesser von 25 Lichtjahren und ist etwa 1000 Lichtjahre entfernt. Das oben gezeigte lang belichtete Bild wurde letzten Monat im Laufe mehrerer Nächte in Yalbraith (NSW, Australien) aufgenommen. Der Sternhaufen M7 ist von alters her bekannt und wurde schon von Ptolemäus im Jahr 130 n.Chr. erwähnt. Im Bild sind auch eine dunkle Staubwolke und buchstäblich Millionen in keinem Zusammenhang mit dem Haufen stehende Sterne in Richtung des galaktischen Zentrums zu sehen.

Zur Originalseite

Stickney-Krater

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Credit: HiRISE, MRO, LPL (U. Arizona), NASA

Beschreibung: Der Stickney-Krater, der größte Krater auf dem Marsmond Phobos, ist nach Chloe Angeline Stickney Hall benannt, einer Mathematikerin und Gattin des Astronomen Asaph Hall. Asaph Hall entdeckte 1877 beide Monde des Roten Planeten. Stickneys Durchmesser von mehr als 9 Kilometern beträgt fast die Hälfte von Phobos‘ Durchmesser – er ist so groß, dass der Einschlag, der ihn ausgesprengt hat, wahrscheinlich fast den winzigen Mond zertrümmert hätte. Dieses fantastische, farbverstärkte Bild von Stickney und seiner Umgebung wurde von der HiRISE-Kamera an Bord des Mars Reconnaissance Orbiters aufgenommen, als dieser im März 2008 im Abstand von weniger als 6000 Kilometern an Phobos vorbeiflog. Obwohl die Oberflächengravitation des asteroidenähnlichen Phobos weniger als 1/1000stel der Erdgravitation beträgt, erwecken die Schlieren den Eindruck, dass loses Material mit der Zeit die Kraterwände hinabgerutscht ist. Helle bläuliche Regionen nahe dem Kraterrand könnten relativ frisch freigelegte Oberflächen sein. Der Ursprung der seltsamen Kerben an der Oberfläche ist rätselhaft, könnte jedoch in einem Zusammenhang mit dem Impakt, der den Krater gebildet hat, stehen.

Zur Originalseite

Detailreicher Ringnebel

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Credit und Bildrechte: Vicent Peris (DSA / OAUV / PixInsight), Jack Harvey (DSA / SSRO), Steve Mazlin (DSA / SSRO), Jose Luis Lamadrid (DSA / ceFca), Ana Guijarro (CAHA), RECTA, DSA.

Beschreibung: Der Ringnebel (M57), ein vertrauter Anblick für Himmelsschwärmer, sogar solche mit einem kleinen Teleskop, liegt etwa 2000 Lichtjahre entfernt im musikalischen Sternbild Leier. Der Zentralring hat einen Durchmesser von etwa einem Lichtjahr, doch diese außergewöhnlich detailreiche Aufnahme – eine gemeinschaftliche Arbeit, die Daten von drei verschiedenen Teleskopen kombiniert – erforscht die gewundenen Filamente aus leuchtendem Gas, die sich viel weiter vom Zentralstern des Nebels weg ausdehnen. Natürlich stammt das leuchtende Material in diesem gut erforschten Beispiel eines planetarischen Nebels nicht von Planeten. Stattdessen sind die gasförmigen Hüllen die äußeren Schichten, die von einem sterbenden sonnenähnlichen Stern abgestoßen werden. Dieses bemerkenswerte Kompositbild enthält Schmalband-Bilddaten, welche von Emissionen atomaren Wasserstoffs (violett dargestellt) in sichtbarem Licht stammen, sowie Emissionen von molekularem Wasserstoff (oben rot dargestellt) mit Wellenlängen im nahen Infrarot. Die viel weiter entfernte Spiralgalaxie IC 1296 ist oben rechts ebenfalls zu sehen.

Zur Originalseite

Halloween-Mond

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Credit und Bildrechte: Miguel Claro

Beschreibung: Der helle Vollmond dieser Woche, der der am 2. November die ganze Nacht lang die Landschaft erhellte, war auf der Nordhalbkugel als Jägermond bekannt. Doch diese dramatische Ansicht der leuchtenden Mondkugel aus Sobreda in Portugal wurde einige Nächte früher aufgenommen: zu Halloween. In der Stimmung der Jahreszeit spielt das Bild einen kleinen Trick: es besteht in Wirklichkeit aus zwei Digitalfotos – eine kurz und eine lang belichtete Aufnahme. Diese wurden kombiniert, um die Details der hellen Mondoberfläche und die zarteren Strukturen in den dunklen Wolken drumherum auf einem einigen Bild darzustellen. Natürlich können Sie auch so manche gruselige Form in den Wolken erkennen, falls Sie letzte Woche Ihre Nachbarschaft besucht haben – zusammen mit dem Halloweenmond.

Zur Originalseite

Blaue borstige Sonne

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Credit und Bildrechte: Alan Friedman (Averted Imagination)

Beschreibung: Unsere Sonne mag ja weich und flauschig aussehen, aber sie ist es nicht. Die Sonne ist eine extrem große Kugel aus brodelndem heißem Gas, hauptsächlich Wasserstoff. Das obige Bild unserer Sonne wurde letzten Monat im Spektralbereich einer speziellen roten Lichtfarbe mit der Bezeichnung H-alpha aufgenommen, die von Wasserstoffgas ausgestrahlt wird. Danach wurden die Farben umgekehrt, sodass das Bild blau erscheint. In diesem Licht sind Details der Chromosphäre der Sonne besonders gut zu sehen, zahlreiche dünne Röhren aus magnetisch gebündeltem heißem Gas, bekannt als Spikulen, die von der Sonne wie Borsten aus einem Zottelteppich aufsteigen, werden hervorgehoben. Unsere Sonne leuchtet, weil sie heiß ist, aber sie brennt nicht. Feuer ist die rasante Verbindung mit Sauerstoff, und es gibt nur sehr wenig Sauerstoff auf der Sonne. Die Energiequelle unserer Sonne ist die Kernfusion von Wasserstoff zu Helium, die tief in ihrem Kern stattfindet. An diesem Tag waren keine Sonnenflecken oder große aktive Regionen auf der Sonne zu sehen, obwohl einige Sonnenprotuberanzen am Rand sichtbar sind.

Zur Originalseite

Siebengestirn versus Kalifornien

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Credit und Bildrechte: Rogelio Bernal Andreo (Deep Sky Colors)

Beschreibung: Oben rechts stehen die blau gekleideten Plejaden. Sie sind auch als die sieben Schwestern oder M45 bekannt und einer der hellsten und am leichtesten sichtbaren offenen Sternhaufen am Himmel. Die Plejaden enthalten mehr als 3000 Sterne, sind etwa 400 Lichtjahre weit entfernt und haben einen Durchmesser von nur 13 Lichtjahren. Die Sterne umgibt ein eindrucksvoller blauer Reflexionsnebel aus feinem Staub. Einer verbreiteten Legende zufolge verblasste einer der helleren Sterne, seit der Haufen benannt wurde. Links weiter unten steht der rot leuchtende Kaliforniennebel. Dieser viel blassere Nebel ist nach seiner Form benannt und daher schwieriger als die Plejaden zu erkennen. Diese Masse an rot leuchtendem Wasserstoffgas, auch bekannt als NGC 1499, ist etwa 1500 Lichtjahre entfernt. Obwohl der Vollmond etwa 250 Mal dazwischenpassen würde, wurden auf dem obigen lang belichteten Weitwinkel-Kompositbild alle beide abgebildet.

Zur Originalseite

Die Ares-1-X-Rakete hebt ab

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Credit und Bildrechte: Rory A. Duncan (United Space Alliance)

Beschreibung: Letzte Woche testete die NASA eine neue Rakete. Die Ares 1-X war die erste am Kennedy Space Center gestartete nicht zum Shuttle gehörende Rakete, seit die Saturn in den 1960er- und 1970er-Jahren Menschen in den Erdorbit und zum Mond brachte. Der NASA-Testflug der Ares war der Auftakt zum Ersatz der in die Jahre gekommenen Shuttleflotte. Die enorme Schubkraft der Ares 1-X kann die massereiche Rakete vom Stand aus in weniger als acht Sekunden auf eine Vertikalgeschwindigkeit von mehr als 100 Kilometern pro Stunde beschleunigen. Die Testrakete, die letzte Woche gestart wurde, war länger als ein Football-Feld und war mit mehr als 700 Sensoren bedeckt, die Daten aufzeichneten, welche es den Ingenieuren ermöglichen sollen die Details künftiger Ares-Raketen weiterzuentwickeln. Oben ist zu sehen, wie die Ares 1-X in den Weltraum schießt, während der obere Teil der Rakete von einer Schockmanschette aus Wassertröpfchen umgeben ist, die wahrscheinlich durch einen plötzlichen Abfall des Luftdrucks entstand.

Zur Originalseite

Die durchschnittliche Farbe des Universums

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Credit: Karl Glazebrook und Ivan Baldry (JHU)

Beschreibung: Welche Farbe hat das Universum? Genauer gesagt, wenn der gesamte Himmel verschmiert würde, wekche Farbe käme schlussendlich dabei heraus? Diese skurrile Frage stellte sich, als man zu bestimmen versuchte, welche Sterne allgemein in nahe gelegenen Galaxien vorkommen. Die oben abgebildete Antwort ist eine je nach Bedingung wahrgenommene Schattierung von Beige. Um das herauszufinden mittelten Astronomen rechnerisch das Licht, das von einer der größten Stichproben an Galaxien ausgestrahlt wird, die bisher untersucht wurden: den 200.000 Galaxien der 2dF-Durchmusterung. Das daraus resultierende kosmische Spektrum weist Emissionen in allen Bereichen des elektromagnetischen Spektrums auf, aber nur eine wahrgenommene Mischfarbe. Diese Farbe wurde im Laufe der vergangenen 10 Milliarden Jahre viel weniger blau, was den Schluss zulässt, dass rötere Sterne überhand nehmen. In einem Wettbewerb, bei dem eine bessere Bezeichnung für die Farbe gesucht wurde, gehörten skyvory und univeige zu den bemerkenswertesten Einträgen, doch der Gewinner war: kosmischer Milchkaffee.

Zur Originalseite