Meteore der Geminiden

Über einem dunklen, kahlen Baum strömen Meteore vom sternklaren Himmel. Der Radiant liegt im Sternbild Zwillinge. Die verschneite Landschaft ist einsam, nur über dem Horizont leuchten Stadtlichter. Links stehen einige Windräder.

Credit und Rechte des Kompositbildes: Jeff Dai (TWAN)

Meteore regnen in dieser winterlichen Nacht vom dunklen Himmel. Das Bild entstand in der Provinz Heilongjiang im Nordosten von China. Die 48 Meteore stammen vom jährlichen Meteorstrom der Geminiden von letzter Woche. Alle wurden trotz Temperaturen von minus 28 ºC zum Höhepunkt des Spektakels am Himmel fotografiert. Sie strömen aus dem Radianten des Stroms. Er befindet sich hoch über dem Horizont bei den beiden hellen Sternen im Sternbild Zwillinge.

Die Geminiden sind ein sehr aktiver Strom. Sie erreichten dieses Jahr von 13. auf 14. Dezember ihren Höhepunkt. Kurz danach war die größte Annäherung des Asteroiden 3200 Phaethon am 16. Dezember an den Planeten Erde. Der rätselhafte Körper 3200 Phaethon ist der Ursprung des Meteorstroms der Geminiden.

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Geminiden im Norden

Eine einsame Radioschüssel in einer Landschaft mit flachen Bergen zeigt nach oben. Die Milchstraße steigt steil zum Zenit auf. Über der Schüssel leuchtet der helle Stern Sirius, rechts darüber der Orion, rechts über diesem die Hyaden und die Plejaden. Links oben sind die markanten Zwillingssterne Kastor und Pollux. Von dort strömen scheinbar viele helle Meteore aus.

Bildcredit und Bildrechte: Yin Hao

Jedes Jahr trifft der Meteorstrom der Geminiden die Erde. Er enttäuschte nicht, als unser Planet durch Staub des aktiven Asteroiden 3200 Phaethon pflügte. Diese Nachtlandschaft wurde auf der Nordhalbkugel fotografiert. Darauf strömen die Meteore vom Radianten des Meteorstroms aus, der im Sternbild Zwillinge liegt.

In der Nacht von 12. auf 13. Dezember entstanden in einem Zeitraum von 8,5 Stunden 37 Einzelbilder mit den Spuren von Meteoren. Sie wurden zu diesem Kompositbild kombiniert. Dazu wurden die einzelnen Bilder am sternklaren Himmel ausgerichtet. Er breitete sich über einer Radioantenne von MUSER aus. Die Radioteleskope von MUSER gehören zur Station Mingantu, deren Name einen astronomischen Hintergrund hat. Sie dienen der Beobachtung der Sonne. Die Anlage steht in der Inneren Mongolei in China und ist ungefähr 400 Kilometer von Peking entfernt.

Sirius leuchtet hell über der Radioschüssel. Er ist der Alphastern im Großen Hund (Canis Major). Die Milchstraße reicht von dort bis zum Zenit. Der gelbliche Stern Beteigeuze steht rechts neben der nördlichen Milchstraße. Er ist ein Blickfang im Orion. Der Radiant der Sternschnuppen liegt links oben bei Kastor und Pollux. Sie sind die Zwillingssterne in Gemini. Der Radianteffekt entsteht durch die Perspektive. Die Meteorbahnen laufen parallelen. Scheinbar treffen sie sich in der Ferne. Die Meteore der Geminiden treten mit etwa 22 Kilometern pro Sekunde in die Erdatmosphäre ein.

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Orioniden – Meteore von Orion

Über einem Hügel leuchtet das Sternbild Orion. Man erkennt auch die bekannte Barnard-Schleife, die rot leuchtet. Meteore zischen über den ganzen Himmel.

Bildcredit und Bildrechte: Lu Shupei

Aus dem Sternbild Orion schossen Meteore. Das war zu erwarten, denn im Oktober ist die Zeit des Sternschnuppenstroms der Orioniden. Letztes Wochenende landeten hier mehr als ein Dutzend Meteore auf Aufnahmen, die nacheinander entstanden. Das Bild wurde bei der Wulanhada-Vulkangruppe fotografiert. Die Vulkane befinden sich in China in der Inneren Mongolei. Die vielen Meteorspuren kann man mit einer kleinen Region am Himmel links über dem Gürtel des Orion verbinden. Dort liegt der Radiant.

Die Meteore der Orioniden entstehen aus Stücken, so klein wie ein Sandkorn. Sie brachen vom Kometen Halley bei seinen Reisen ins innere Sonnensystem ab. Komet Halley verursacht zwei bekannte Meteorströme. Der andere ist als Eta-Aquariiden bekannt. Wir beobachten ihn jedes Jahr im Mai. Nächsten Monat zieht der Meteorstrom der Leoniden einige helle Meteorspuren. Er stammt vom Kometen Tempel-Tuttle.

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Die Zwillingssterne Pollux und Castor

Vor einem Hintergrund aus fein verteilten Sternen strahlen die Zwillingssterne Castor und Pollux. Links ist der gelbliche Stern Pollux, rechts der blaue Riese Castor.

Bildcredit und Bildrechte: Rogelio Bernal Andreo (Deep Sky Colors)

Wer sind die Zwillinge im Sternbild Gemini? Was astronomische Objekte betrifft, markieren zwei helle Sterne das berühmte Sternbild: Kastor (rechts) und Pollux (links). Die beiden Sterne sind auffällig, weil sie so hell sind. Bei Helligkeit und Blickrichtung liegen sie nahe beisammen, aber sie haben ganz unterschiedliche Farben.

Pollux ist 33 Lichtjahre entfernt. Er ist ein voll entwickelter Riesenstern mit zwei Sonnenmassen. Die Distanz zu Kastor beträgt 51 Lichtjahre. Er ist ein blauer Hauptreihenstern mit etwa 2,7 Sonnenmassen. Von Kastor weiß man, dass er mindestens zwei Sternbegleiter hat. Pollux dagegen wird von mindestens einem massereichen Planeten umkreist.

In der antiken babylonischen, griechischen und römischen Mythologie sind Kastor und Pollux Zwillingsbrüder. Derzeit zieht die Sonne vom Erdorbit aus gesehen vor dem Sternbild Zwillinge vorbei. Daher bleiben Kastor und Pollux für die meisten Menschen nur noch wenige Wochen nach Sonnenuntergang im Westen sichtbar.

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Sharpless 249 und der Quallennebel

Links unten ist der Quallennebel mit seinen markanten Tentakeln, rechts oben der grünliche Emissionsnebel Sharpless 249.

Bildcredit und Bildrechte: Eric Coles

Der Quallennebel ist normalerweise blass und schwer fassbar. Er wurde auf diesem faszinierenden Teleskopmosaik zu sehen. Die Szene wird unten vom Stern Eta Geminorum verankert. Er bildet den Fuß der himmlischen Zwillinge. Der Quallennebel ist der hellere gewölbte Emissionsnebel mit Tentakeln. Sie baumeln unter der Mitte nach links.

Die kosmische Qualle ist Teil des blasenförmigen Supernova-Überrestes IC 443. Er ist die Trümmerwolke eines massereichen Sterns, der explodierte. Die Wolke dehnt sich aus. Das Licht der Explosion erreichte den Planeten Erde erstmals vor 30.000 Jahren. Sein Cousin in astrophysikalischen Gewässern ist der Krebsnebel. Auch er ist ein Supernovaüberrest. Wie dieser enthält auch der Quallennebel einen Neutronenstern. Das ist der Überrest eines kollabierten Sternkerns. Der Emissionsnebel Sharpless 249 liegt rechts oben im Bild.

Der Quallennebel ist ungefähr 5000 Lichtjahre entfernt. In dieser Distanz wäre das Schmalband-Kompositbild etwa 300 Lichtjahre breit. Es wird in den Farben der Hubble-Farbpalette präsentiert.

Ö1-Nachtquartier:Das Jahr in den Sternen“ mit Maria Pflug-Hofmayr

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Geminiden-Meteore über dem Xinglong-Observatorium

Über dem Xinglong-Observatorium ziehen Meteore der Geminiden über den Himmel. Sie strömen vom Sternbild Zwillinge aus, das links oben am Himmel steht. Rechts oben ist der Orion, darunter leuchtet eine helle Feuerkugel auf.

Bildcredit und Bildrechte: Steed Yu und NightChina.net

Woher kommen die Geminiden? Was den Ort am Himmel betrifft, strömen die Streifen des Meteorstroms der Geminiden aus dem Sternbild Zwillinge. Das zeigt dieses Bildkomposit deutlich. Die Leuchtspuren stammen von Steinchen, so groß wie Sandkörner.

Bezogen auf den Ursprungskörper zeigen die Flugbahnen im Sonnensystem zum Asteroiden 3200 Phaethon. Doch das ist ziemlich rätselhaft, weil das ungewöhnliche Objekt anscheinend fast inaktiv ist. Vielleicht finden auf 3200 Phaethon größere Ereignisse statt, die ihn von Staub befreien, von denen wir nichts wissen. Trotzdem ist es ein Rätsel, was genau geschieht und warum.

Beim Höhepunkt letzte Woche wurden mehr als 50 Meteore fotografiert, als sie über dem Xinglong-Observatorium in China ihre hellen Spuren zogen. Dabei war auch eine helle Feuerkugel. Die Geminiden im Dezember sind einer der am besten vorhersagbaren und aktivsten Meteorströme. Daher wird wahrscheinlich weiterhin untersucht, woher sie stammen.

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Gemini schickt Sterne zum Paranal

Über dem Paranal-Observatorium der ESO blitzen Meteore der Geminiden auf. Sie strömen scheinbar von einem Punkt im Sternbild Zwillinge aus. Dort liegt der Radiant. Auch Jupiter, die Plejaden und das Sternbild Orion schmücken den Himmel.

Bildcredit und Bildrechte: Stéphane Guisard (Los Cielos de America), TWAN

Der Radiant lag im Sternbild Zwillinge. Von dort aus regnet der Meteorstrom der Geminiden jedes Jahr auf den Planeten Erde. Am Montag in der Nacht erreichen die Geminiden ihren Höhepunkt. Es könnte atemberaubend werden. Diese Überlagerung von Bildern zeigt den eindrucksvollen Höhepunkt des Meteorstroms im Jahr 2012. Die Himmelslandschaft ist ein Komposit. Es wurde aus 30 Aufnahmen erstellt, die je 20 sec belichtet wurden, und zeigt die hübschen Sternschnuppen der Zwillinge.

Die Bilder wurden in der dunklen chilenischen Atacamawüste über dem Paranal-Observatorium der ESO fotografiert. Die vier großen Teleskope auf dem Paranal, die vier Hilfsteleskope und das VLT-Himmelsdurchmusterungsteleskop sind geöffnet und beobachten. Am Himmel leuchten der helle Jupiter (links), Orion (links oben) und das blasse Licht der Milchstraße. Die Geminiden entstehen aus Staub in der Bahn des aktiven Asteroiden 3200 Phaethon. Sie treten mit etwa 22 km/s in die Erdatmosphäre ein.

Heute: Geminiden-Tweet-Chat der NASA

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Der Medusanebel

Der Medusanebel im Sternbild Zwillinge ist hier besonders farbenprächtig dargestellt. Links ist ein Bogen gefaserter roter Nebel, rechts daneben mischen sich orangefarbene und blaue Nebel. Auch der Stern, der seine Hülle abwirft, ist im Bild.

Bildcredit und Bildrechte: Europäische Südsternwarte, VLT

Verflochtene Fasern aus leuchtendem Gas deuten den landläufigen Namen des Nebels an: Medusanebel. Diese Medusa ist auch als Abell 21 bekannt. Sie ist ein alter planetarischer Nebel, der zirka 1500 Lichtjahre entfernt ist. Er liegt an der südlichen Grenze des Sternbildes Zwillinge.

Wie sein mythologischer Namensvetter geht der Nebel mit einer dramatischen Transformation einher. Die Phase eines planetarischen Nebels ist ein Endstadium in der Entwicklung von Sternen mit geringer Masse wie die Sonne. Dabei verwandeln sie sich von Roten Riesen in heiße weiße Zwergsterne. Dabei stoßen sie ihre äußeren Hüllen ab.

Die Ultraviolettstrahlung des heißen Sterns bringt den Nebel zum Leuchten. Der helle Stern in der Mitte dieser Teleskop-Nahaufnahme liegt im Vordergrund. Er hat keinen Bezug zum Nebel. Der Zentralstern der Medusa, der sich verwandelt, ist der weniger helle Stern mittig im rechten Bildteil. Der Medusanebel ist wohl größer als 4 Lichtjahre.

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