Spur des Heimkehrers

Diese Nachthimmelsansicht in der Nähe von Zhangye in der chinesischen Provinz Gansu an der Grenze zur Inneren Mongolei zeigt eine helle Feuerspur zwischen den Zwillingssternen Kastor und Pollux.

Bildcredit und Bildrechte: Zhuoxiao Wang

Beschreibung: Die vertrauten Sterne einer nördlichen Winternacht leuchten auf dieser Nachthimmelsansicht, die in der Nähe von Zhangye in der chinesischen Provinz Gansu an der Grenze zur Inneren Mongolei fotografiert wurde. In den frühen Morgenstunden des 17. Dezembers stand Orion in der Mitte dieser Einzelaufnahme.

Über den Himmel blitzte eine Feuerkugel, sie leuchtete fast so hell wie der gelbliche Mars auf der rechten Seite. Die Feuerkugel teilt Geminis helle Zwillinge Kastor und Pollux am oberen Bildrand. Die Spur und der Zeitpunkt stimmen überein mit einem zweiten sprunghaften Eintritt in die Atmosphäre, nämlich dem der Rückkehrkapsel der Mission Chang’e 5.

Die Rückkehrkapsel wurde nach der Landung in der Inneren Mongolei auf dem Planeten Erde erfolgreich geborgen, mit etwa 2 Kilogramm Mondmaterial an Bord. Die Mondprobe enthält vermutlich relativ junges Material. Es wurde in der Region um Mons Rümker im Oceanus Procellarum (Meer der Stürme) gesammelt.

Die chinesische Mission Chang’e 5 startete am 23. November (Weltzeit), sie ist die erste Mission zur Rückführung von Mondproben seit der sowjetischen Mission Luna 24 im Jahr 1976.

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Die Meteore der Zwillinge

Der Meteorstrom der Geminiden über den verschneiten Dolomiten.

Bildcredit und Bildrechte: Stefano Pellegrini

Beschreibung: Am 13. Dezember entstanden in einer Stunde kurz nach Mitternacht 35 Aufnahmen für diese Postkarte von der Erde. Die montierte Nachtaufnahme zeigt den dunklen Himmel über den verschneiten Dolomiten in Italien während des Meteorstroms der Geminiden, der jedes Jahr auf unseren Planeten trifft.

Sirius, Alphastern im Großen Hund und der hellste Stern der Nacht, wird rechts von einer Meteorspur gestreift. Der Sternhaufen Praesepe (Krippe), der auch als M44 bekannt ist, enthält etwa tausend Sterne und erscheint als Lichtfleck hoch oben über den südlichen Alpengipfeln.

Der Radiant des Stroms liegt außerhalb des oberen Bildrandes in der Nähe von Kastor und Pollux, den hellen Zwillingssternen. Der Radianteffekt entsteht durch die Perspektive, da die parallelen Meteorspuren scheinbar in der Ferne zusammenlaufen.

Während die Erde durch den Staubschweif des Asteroiden 3200 Phaethon zieht, tritt der Staub, der die Geminiden-Meteore verursacht, mit ungefähr 22 Kilometern pro Sekunde 22 in die Erdatmosphäre ein.

APOD-Einreichungen: interessante Bilder der Geminiden-Meteore 2020
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Geminiden-Meteore über dem Xinglong-Observatorium

Meteore des Geminiden-Meteorstroms über dem Xinglong-Observatorium in China.

Bildcredit und Bildrechte: Steed Yu und NightChina.net

Beschreibung: Woher kommen die Meteore der Geminiden? Was den Ort am Himmel betrifft, scheinen die sandkorngroßen Gesteinsstückchen, welche die Strichspuren der Geminiden-Meteore hervorrufen, aus dem Sternbild Zwillinge zu strömen, wie dieses Bildkomposit eindrucksvoll zeigt.

Was den Ursprungskörper betrifft, so führen die Flugbahnen im Sonnensystem zum Asteroiden 3200 Phaethon – doch das gibt ein kleines Rätsel auf, weil dieses ungewöhnliche Objekt ziemlich inaktiv wirkt. Vielleicht gibt es auf 3200 Phaethon Ereignisse, bei denen mehr Staub freigesetzt wird, als wir vermuten.

Zum Höhepunkt des Geminiden-Meteorstroms 2015 wurden mehr als 50 Meteore über dem Xinglong-Observatorium in China fotografiert, darunter auch eine helle Feuerkugel.

Die Geminiden im Dezember sind einer der am besten vorhersehbaren und aktivsten Meteorströme. Heute Nacht erreichen die Geminiden dieses Jahres ihren Höhepunkt. Ihr solltet sie besonders gut sehen, weil unter anderem der fast neue Mond erst kurz vor der Morgendämmerung aufgeht und daher den Himmel nicht aufhellt.

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NGC 2392: Planetarischer Nebel mit Doppelhülle

Das Weltraumteleskop Hubble und Chandra zeigen den Inuitnebel NGC 2392. Er erinnert an einen Kopf mit Kapuze.

Bildcredit: NASA, ESA, Hubble, Chandra; Bearbeitung und Lizenz: Judy Schmidt

Manche sehen in NGC 2392 einen Kopf mit einer Kapuze. Im Jahr 1787 entdeckte der Astronom Wilhelm Herschel den ungewöhnlichen planetarischen Nebel. In jüngerer Zeit fotografierte ihn das Weltraumteleskop Hubble in sichtbarem Licht. Doch er wurde auch vom Röntgenteleskop Chandra in Röntgenlicht abgebildet. Für dieses Bild wurden sichtbares Licht und Röntgenstrahlung kombiniert. Das Röntgenlicht stammt vom zentralen heißen Gas und ist rosarot dargestellt.

Die Gaswolken im Nebel sind so komplex, dass man sie nicht ganz versteht. NGC 2392 ist ein planetarischer Nebel mit zwei Hüllen. Das weiter entfernte Gas bildete erst vor 10.000 Jahren die äußeren Hüllen eines sonnenähnlichen Sterns. Die ungewöhnlichen orangefarbenen Fasern in der äußeren Hülle sind etwa ein Lichtjahr lang. Die Filamente im Inneren stammen vom starken Teilchenwind des Zentralsterns. Der Nebel NGC 2392 ist etwa 3000 Lichtjahre entfernt. Er liegt in unserer Milchstraße im Sternbild Zwillinge (Gemini).

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Geminidenmeteore über Chile

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Yuri Beletsky (Carnegie Las Campanas Observatory, TWAN)

Beschreibung: Strömen Meteore von einem Punkt am Himmel aus? In gewisser Weise ja. Wenn die Erde einen Meteorstrom kreuzt, der um die Sonne zieht, scheinen die einzelnen Meteore aus der Richtung des Stroms zu kommen, und dieser Richtungspunkt wird als Radiant bezeichnet. Ein Beispiel – der Meteorstrom der Geminiden – ereignet sich immer Mitte Dezember und war auf diesem Bild zu sehen.

Diese Himmelslandschaft wurde 2013 etwa zum Höhepunkt des Stroms aufgenommen, sie zeigt die Sternschnuppen der Geminiden auf einem Vier-Stunden-Komposit vom dunklen Himmel des Las-Campanas-Observatoriums in Chile. Im Vordergrund steht das 2,5-Meter-Irénée-du-Pont-Teleskop und das 1-Meter-SWOPE-Teleskop. Hinter den Meteoren leuchtet Jupiter markant am Himmel, er ist als heller Fleck nahe der Bildmitte zu sehen, links im Bild verläuft senkrecht das zentrale Band unserer Milchstraße und ganz links steht der rosafarbene Orionnebel.

Die Meteore der Geminiden sind Staub des aktiven Asteroiden 3200 Phaethon, der aus dem Orbit aufgefegt wurde. Sie treten mit etwa 22 Kilometern pro Sekunde in die Atmosphäre ein. Die Geminiden von 2019 erreicht kommendes Wochenende wieder ihren Höhepunkt.

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Sharpless 249 und der Quallennebel

Rechts unten ist eine orange-braune Wolke, die an eine Qualle mit baumelnden Tentakeln erinnert. Links oben schimmert der zarte Nebel Sharpless 249. Die beiden hellen Sterne sind My und Eta Geminorum.

Bildcredit und Bildrechte: Daten: Steve Milne und Barry Wilson, Bearbeitung: Steve Milne

Der blasse, schwer fassbare Quallennebel schimmert im Sichtfeld eines Teleskops. Die Szenerie ist ein Mosaik aus zwei Bildfeldern. Es entstand aus Schmalband-Bilddaten, die das Leuchten der Atome von Schwefel, Wasserstoff und Sauerstoff in roten, grünen und blauen Farbtönen zeigt.

Links und rechts ist das Bild an den hellen Sternen My und Eta Geminorum verankert. Sie leuchten am Fuß der himmlischen Zwillinge. Der Quallennebel liegt rechts neben der Mitte. Er ist der helle, gewölbte Emissionsgrat, an dem Tentakel baumeln. Die kosmische Qualle ist Teil des blasenförmigen Supernova-Überrestes IC 443. Sie ist die expandierende Trümmerwolke eines massereichen Sterns, der explodierte. Das Licht der Explosion erreichte den Planeten Erde erstmals vor mehr als 30.000 Jahren.

Der Cousin des Quallennebels in astrophysikalischen Gewässern ist der Krebsnebel. Auch er ist der Überrest einer Supernova. Beide enthalten einen Neutronenstern. Das ist der dichte Überrest eines kollabierten Sternkerns. Links oben breitet sich der Emissionsnebel Sharpless 249 aus.

Der Quallennebel ist ungefähr 5000 Lichtjahre entfernt. In dieser Distanz ist das Bild etwa 300 Lichtjahre breit.

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Ein Regenbogen-Geminid

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Bildcredit und Bildrechte: Dean Rowe

Beschreibung: Meteore können farbenprächtig sein. Das menschliche Auge kann normalerweise nicht viele Farben erkennen, aber Kameras können das. Hier wurde mit einer Kamera ein Geminid des Meteorstroms von letzter Woche fotografiert, der nicht nur eindrucksvoll hell war, sondern auch farbenprächtig. Der gleißende Kies, der vom Asteroiden 3200 Phaethon abgeworfen wurde, flackerte durch die Erdatmosphäre und zog eine Spur, die länger war als 60 Winkeldurchmesser des Mondes.

Die Farben der Meteore stammen meist von ionisierten Elementen, die freigesetzt werden, wenn sich der Meteor auflöst. Blau-grün stammt typischerweise von Magnesium, Kalzium strahlt violett und Nickel grün. Rot stammt jedoch üblicherweise von angeregtem Stickstoff und Sauerstoff in der Erdatmosphäre. Dieser helle FeuerkugelMeteor löste sich mit einem Blitz auf – in weniger als einer Sekunde -, doch er hinterließ eine vom Wind verwehte Ionisationsspur, die mehrere Minuten lang sichtbar blieb, und deren Ursprung hier zu sehen ist.

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Sharpless 249 und der Quallennebel

Mitten im Bild leuchten rote Nebel. Rechts unten ist ein rundes Gebilde, das an eine Qualle erinnert. Nach links oben breitet sich ein diffuser Nebel aus. Der Raum rundherum ist dicht mit kleinen Sternen gespickt. Zwei hellere Sterne leuchten links und rechts neben den roten Nebelwolken.

Bildcredit und Bildrechte: Albert Barr

Dieses Teleskopbild zeigt den Quallennebel. Er ist normalerweise blass und schwer fassbar. Die Szene in der Mitte ist rechts und links an den beiden hellen Sternen My und Eta Geminorum verankert. Sie liegen am Fuß der himmlischen Zwillinge.

Der Quallennebel ist der helle Emissionsbogen, an dem Tentakel baumeln. Die kosmische Qualle gehört zum blasenförmigen Supernovaüberrest IC 443. Er ist die Trümmerwolke eines explodierten massereichen Sterns, die sich ausdehnt. Das Licht der Explosion erreichte erstmals vor mehr als 30.000 Jahren den Planeten Erde.

Die Qualle hat einen Cousin in astrophysikalischen Gewässern. Es ist ein Supernovaüberrest, der Krebsnebel genannt wird. Dieser enthält – wie auch der Quallennebel – einen Neutronenstern. Das ist der Rest eines kollabierten Sternkerns. Links oben füllt der Emissionsnebel Sharpless 249 das Feld. Der Quallennebel ist ungefähr 5000 Lichtjahre entfernt. In dieser Distanz wäre das Bild etwa 300 Lichtjahre groß.

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