Rosarotes Polarlicht über dem Crater Lake

Über einem See leuchten violette Polarlichter. Der Himmel ist voller Sternbilder.

Bildcredit und Bildrechte: Brad Goldpaint (Goldpaint Photography)

Warum schimmert dieses Polarlicht so auffallend purpurn? Dieses Foto des malerischen Crater Lake im US-Bundesstaat Oregon vom letzten Monat zeigt den Himmel von ungewöhnlich gefärbten Polarlichtern erhellt. Vieles an dem physikalischen Mechanismus, wie Polarlichter entstehen, ist bekannt. Doch die Vorhersage, welche Farben Polarlichter haben und wann sie auftreten, wird weiterhin erforscht.

Wir wissen, dass tiefere Polarlichter meist grün leuchten. Sie entstehen in einer Höhe von etwa 100 Kilometern, wenn Sauerstoffatome in der Atmosphäre von schnellem Plasma aus dem Weltraum angeregt werden.

Polarlichter in einer Höhe von etwa 200 Kilometern erscheinen rot. Sie werden ebenfalls von rekombinierendem Sauerstoff in der Atmosphäre abgestrahlt. Einige der höchsten sichtbaren Polarlichter – in einer Höhe von 500 Kilometern – leuchten blau. Sie entstehen durch Stickstoffionen, die Sonnenlicht streuen.

Wenn man vom Boden aus durch verschiedene Schichten Polarlichter in unterschiedlicher Ferne blickt, können sich ihre Farben vermischen. So können neue, einzigartige Farbtöne entstehen – in diesem Fall die oben gezeigten seltenen Purpurfarben.

In den nächsten Jahren nähert sich die Sonne einem Aktivitätsmaximum. Daher halten die Teilchenströme von der Sonne sicherlich an. Wahrscheinlich treten sogar noch mehr unvergessliche nächtliche Spektakel auf.

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Konjunktionen in der Dämmerung

Die Planeten Venus und Jupiter begegnen dem Sternhaufen der Plejaden. Auch der Asteroid Vesta und der Kleinplanet Ceres sind im Bild. Die Aussicht bei Buenos Aires in Argentinien reicht hinaus übers Meer.

Bildcredit und Bildrechte: Luis Argerich

Die gleißenden Planeten Venus und Jupiter leuchten derzeit am Osthimmel in der Dämmerung. Auf dieser Meeres- und Himmelslandschaft begegnen sie dem Sternhaufen der Plejaden. Das Bild wurde Anfang der Woche in der Nähe von Buenos Aires in Argentinien aufgenommen.

Venus überstrahlt die Szenerie, rechts darunter ist der helle Stern Aldebaran. Morgenmenschen können die Planeten leicht erkennen. Dieses Himmelsporträt zeigt auch zwei kleine Welten im Sonnensystem, Vesta und Ceres. Sie sind für das bloße Auge nicht hell genug. Die Belichtungszeit der Digitalkamera zeigt sie jedoch gerade noch. Wenn ihr den Mauspfeil über das Bild schiebt, werden ihre Positionen angezeigt.

Letzten Juli schwenkte die Raumsonde Dawn der NASA in einen Orbit um Vesta ein. Bald endet ihr Besuch bei diesem Asteroiden im Hauptgürtel. Im August legt sie voraussichtlich ab und reist wie geplant zum Zwergplaneten Ceres, den sie 2015 erreicht.

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Milchstraße über Piton de l’Eau

Über einem ruhigen Kratersee auf einem erloschenen Vulkan wölbt sich die majestätische Milchstraße. Hinten in der Mitte steht der Piton des Neiges, es ist der höchste Gipfel auf der Insel Réunion.

Bildcredit und Bildrechte: Luc Perrot

Wenn ihr lange genug auf eine klare, mondlose Nacht wartet, treten die Sterne manchmal prachtvoll hervor. So eine Gelegenheit gab es Anfang des Monats am Piton de l’Eau auf Réunion. Vorne liegt ein Vulkankrater, er ist mit Wasser gefüllt und von Büschen und Bäumen umgeben. Der ruhige Kratersee reflektiert das Sternenlicht.

Wenn ihr genau schaut, seht ihr in der Bildmitte den Piton des Neiges, das ist der höchste Gipfel der Insel. Er ist mehrere Kilometer entfernt. Im Hintergrund leuchtet hoch über dem See das Licht Hunderter Sterne. Die meisten davon sind weniger als 100 Lichtjahre entfernt in der unmittelbaren stellaren Nachbarschaft.

Oben wölbt sich weit entfernt das majestätische Zentralband unserer Milchstraße, in der das Licht von Millionen von Sternen leuchtet. Die meisten davon sind Tausende Lichtjahre entfernt. Der Astrofotograf berichtete, dass er fast zwei Jahre warten musste, bis Himmel und Wolken dieses Bild erlaubten.

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Venus quert die Mitternachtssonne

Über einem Gebirge zieht die Sonne waagrecht den Horizont entlang und verschwindet rechts teilweise hinter einem Berg. Oben zieht ein dunkler Punkt über die Sonnenscheibe, es ist der Planet Venus. Die Sonne spiegelt sich vorne im Meer.

Bildcredit und Bildrechte: Babak Tafreshi (TWAN)

Die heutige Sonnenwende ist im Norden der astronomische Beginn des Sommers. Sie findet um 23:09 UT statt. Die Sonne erreicht dann die nördlichste Deklination ihrer scheinbaren Bahn am Himmel des Planeten Erde. Menschen auf der Nordhalbkugel erleben den längsten Tag des Jahres.

Für manche geht die Sonne überhaupt nicht unter. Bis in eine nördliche Breite von etwa 66 Grad steht die Sonne um Mitternacht immer noch über dem Horizont. Wenn im Norden der Sommer kommt, ist die Mitternachtssonne in höheren Breiten natürlich schon früher zu beobachten.

Diese Bildfolge wurde am 6. Juni etwa zu Mitternacht auf 69 Grad nördlicher Breite aufgenommen. Sie folgte der Sonne, während sie über einen gebirgigen Horizont glitt. Die außergewöhnliche Szenerie war im norwegischen Sortland Richtung Norden über dem europäischen Nordmeer zu sehen. Der Venustransit 2012 war bereits im Gange. Der Schwesterplanet der Erde ist links oben als Silhouette vor der hellen Scheibe der Mitternachtssonne zu sehen.

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Venustransit über der Ostsee

Über dem Meer leuchtet die orangerote Sonne hinter schleierartigen Wolken über dem Meer. Oben ist die Sonne noch weiß, dort ist der Fleck des Planeten Venus zu sehen. Recht unten am Horizont des Meeres sind die Silhouetten von Schiffen zu sehen.

Credit und Bildrechte: Jens Hackmann

Jahrelang warten und kilometerweit reisen, das alles nur, um einen Schnappschuss wie diesen zu kriegen. Doch bei aller Planung – etwas Glück gehörte dazu. Letzten Mittwoch ging die Sonne über der Ostsee auf. Dieses Bild stammt von Fehmarn in Norddeutschland.

Der Fotograf Jens Hackmann war darauf vorbereitet, dass der äußerst ungewöhnliche schwarze Punkt der Venus vor der Sonne erscheinen würde. Weniger vorherzusehen war die Maserung aus Wolken und Nebelschleiern, die verschiedene Bereiche der Sonne in unterschiedlichen Rottönen färbte. Doch der vielleicht größte Zufall war ein seltener Grüner Blitz am oberen Ende der Sonne.

Das Bild ist nur eine von vielen spektakulären Aufnahmen, die letzte Woche beim zweiten und letzten Transit des Planeten Venus vor der Sonne für die nächsten 105 Jahre fotografiert wurden.

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NASA bekommt zwei neue Teleskope in Hubble-Qualität

Über der Erde mit Wolken und Ozeanen schwebt das Weltraumteleskop Hubble. Links oben geht die Atmosphäre mit einem blauen Rand in die Schwärze des Weltraums über.

Bildcredit: NASA

Was wäre, wenn ihr kostenlos ein neues Hubble-Teleskop bekommt? Oder gar zwei? Die astronomische Gemeinschaft ist in heller Aufregung, denn die US National Reconnaissance Office übertrug unerwartet die Rechte an zwei weltraumtauglichen Teleskopen in Hubble-Qualität an die NASA.

Nun wird der Nutzen dieser Teleskope für bereits gesetzte wissenschaftliche Ziele geprüft. Es gibt schon Hinweise, dass sogar nur eines dieser Teleskope bei der Suche nach Exoplaneten extrem nützlich wäre. Anhand ferner Galaxien und Supernovae könnte man die Natur der Dunklen Energie besser erforschen.

Nun starten die Teleskope zwar kostenlos, doch es ist teuer, ein Teleskop in Betrieb zu nehmen und mit brauchbaren Kameras auszurüsten. Daher entscheidet die NASA sehr sorgfältig, wie sie die beiden neuen Teleskope in ihr bestehendes Budget einbinden kann.

Oben seht ihr das Original-Weltraumteleskop Hubble, wie es bei der Servicemission 2002 hoch über der Erde schwebte.

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Wenn Venus zusammen mit der Sonne aufgeht

Die Sonne geht über dem Schwarzen Meer am Horizont auf. Oben ist ein schwarzer Punkt, es ist der Planet Venus. Die Sonne ist unten dunkelrot und oben hellorange, sie hat die Form einer etruskischen Vase.

Bildcredit und Bildrechte: Emil Ivanov

Diese Ansicht wurde mit Teleobjektiv fotografiert. Das Bild zeigt, wie die Venus am 6. Juni zusammen mit der Sonne über dem Schwarzen Meer aufging. Die Venus ist die Silhouette vor der roten, verzerrten Sonne. Das Licht wurde in der Erdatmosphäre gerötet. Der seltene Venustransit hatte keinen Einfluss auf die seltsam geformte, verzerrte Sonne.

Die Sonne hat die Form einer etruskischen Vase. Das passiert relativ häufig, besonders im Vergleich zu Venustransiten. Bei Sonnenuntergang und Sonnenaufgang werden die Effekte der Luftbrechung verstärkt. Die sichtbaren Verzerrungen und Luftspiegelungen entstehen durch lange, niedrige Sichtlinien und starke atmosphärische Temperaturschwankungen. So eine Verzerrung kann man oft am Horizont des Meeres beobachten.

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Blick auf die verfinsterte Erde

Auf der Erde ist ein dunkler Fleck. Es ist der Schatten des Mondes bei einer Sonnenfinsternis. Das Bild stammt vom 21. Mai 2012.

Bildcredit: PHL @ UPR Arecibo, NASA, EUMETSAT, NERC-Satellitenempfangsstation, U. Dundee

Was ist der dunkle Fleck auf dem Planeten Erde? Der Schatten des Mondes. Das Bild der Erde wurde letzte Woche während einer ringförmigen Sonnenfinsternis vom Satelliten MTSAT fotografiert.

Der dunkle Fleck sieht ziemlich ungewöhnlich aus, weil auf diesem farbkorrigierten Bild die Wolken weiß und die Ozeane blau erscheinen. Für Erdlinge auf dem dunklen Fleck war ein Teil der Sonne vom Mond bedeckt, sie sahen daher weniger Sonnenlicht als sonst. Der Fleck wanderte mit fast 2000 Kilometern pro Stunde über die Erde. Das bot vielen Schaulustigen in einem Zeitraum von weniger als zwei Stunden die Möglichkeit, eine partiell verfinsterte Sonne zu sehen.

MTSAT umkreist die Erde auf einer geosynchronen Umlaufbahn. Er nahm das Bild aus einer Entfernung von fast drei Erddurchmessern auf. Viele blicken wahrscheinlich nächste Woche wieder zur Sonne, denn am 4. Juni ereignet sich eine partielle Mondfinsternis und am 6. Juni ein Venustransit vor der Sonne.

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