Strichspuren über Indonesien

Zwischen den Gipfeln von Vulkanen auf der indonesischen Insel Java leuchten unter dem Nebel die Lichter von Autos. Über den Vulkanen ziehen Sterne ihre kreisförmigen Bahnen um den Himmelspol.

Bildcredit und Lizenz: HuiChieh (my dark sky)

Land und Himmel waren rastlos. Zur unruhigen Landschaft stand hinten in der Ferne der ausbrechende Semeru. Links ist die Caldera des dampfenden Bromo. Nebel fließen. Auf den Straßen leuchten die Lichter fahrender Autos. Die Straßen verlaufen zwischen den Hügeln und Vulkanen im Nationalpark Bromo-Tengger-Semeru. Er liegt im Osten der indonesischen Insel Java.

Am bewegten Himmel waren Sterne. Sie kreisten um den Himmelssüdpol. Rechts zog ein Meteor durchs Bild. Das Komposit aus 270 Bildern wurde Mitte Juni zwei Stunden lang auf dem King Kong Hill fotografiert. Der aufgehende Mond beleuchtete die Landschaft.

Zur Originalseite

Einsturz in Hebes Chasma auf dem Mars

Mitten in einem Tal, von dem nur ganz oben ein dunkel gefärbter Hang zu sehen ist, ragt ein Tafelberg auf. Er hat vorne eine hufeisenförmige Einkerbung. In der Mitte floss dunkles Material in einer Senke zusammen.

Bildcredit und Bildrechte: ESA/DLR/FU Berlin (G. Neukum)

Was passierte in Hebes Chasma auf dem Mars? Hebes Chasma ist eine Senke nördlich der riesigen Schlucht Valles Marineris. Die Senke ist nicht mit anderen Oberflächenstrukturen verbunden. Daher ist nicht klar, wohin die Materie aus ihrem Inneren verschwand.

In Hebes Chasma befindet sich Hebes Mensa, ein 5 Kilometer hoher Tafelberg. Er überstand offenbar einen ungewöhnlichen teilweisen Einsturz. Dieser Kollaps könnte viele Hinweise liefern.

Die Robotersonde Mars Express umkreist derzeit den Mars. Von ihr stammt dieses Bild. Es zeigt viele Details der Schlucht und der hufeisenförmigen Einkerbung im Tafelberg, die in der Mitte zu sehen ist. Das Material vom Tafelberg floss anscheinend zur Talsohle. Eine dunkle Schicht wurde anscheinend wie talwärts rinnende Tinte abgelagert.

Es gibt eine Hypothese, die besagt, dass einige tiefere Schichten in Hebes Chasma aus salzhaltigem Gestein bestehen. Das Salz löste sich in Strömen aus schmelzendem Eis auf, die Schmelze floss dann durch Löcher in eine unterirdische Grundwasserschicht.

Zur Originalseite

Perseïd da unten!

Über der Erde blitzt in der Bildmitte ein Meteor auf. Am Rand der Erde leuchtet grünliches Nachthimmellicht. Links und rechts oben sind Bauteile der ISS zu sehen, rechts unten ist eine Kapsel.

Bildcredit: Ron Garan, Besatzung der ISS Expedition 28, NASA

Bewohner auf dem Planeten Erde beobachten Meteorströme, indem sie nach oben blicken. Doch hier seht ihr einen Perseïden beim Blick nach unten. Der Astronaut Ron Garan fotografierte das Bild am 13. August 2011 an Bord der Internationalen Raumstation ISS. Aus Garans Blickwinkel fallen die Perseïden-Meteore unten. Die ISS kreist in einer Höhe von etwa 380 Kilometern.

Perseïden sind zusammengefegter Staub, der vom Kometen Swift-Tuttle übrig blieb. Die Staubkörnchen des Kometen werden bis zur Weißglut aufgeheizt. Sie rasen etwa 100 Kilometer über der Erdoberfläche und treten mit ungefähr 60 Kilometern pro Sekunde in die dichte Atmosphäre.

Hier blitzt der Meteor rechts neben der Bildmitte. Er ist perspektivisch verkürzt unter dem gekrümmten Erdrand. Darüber steht der helle Stern Arktur. Am Rand leuchtet einer Schicht grünliches Nachthimmellicht.

Möchtet ihr einen Meteorstrom oben sehen? Da habt ihr Glück. Der Meteorstrom der 2014-Perseïden erreicht diese Woche seinen Höhepunkt. Leider sind die blasseren Meteore des diesjährigen Stroms schwer zu sehen. Denn der relativ helle Himmel wird vom Licht des fast vollen Mondes erhellt.

Beobachtet Meteore versus Supermond

Zur Originalseite

Eine leuchtende Nacht

Am Himmel ziehen Strichspuren hinter grünem Nachthimmellicht. Im Wasser spiegelt sich ein helles Licht und die Wellen bringen Plankton im Wasser zum Leuchten.

Bildcredit und Bildrechte: Phil Hart

Was leuchtet in der Welt bei Nacht? Das ungewöhnliche elektrische blaue Licht ist mit bloßem Auge kaum sichtbar. Es leuchtete am 16. Jänner 2013 an der Küste des Victoriasees.

Die Langzeitbelichtung wurde digital erstellt. Zwischen der Reflexion eines Lichtes am Horizont und der Biolumineszenz der Meeresleuchttierchen ist ein starker Kontrast. Das blaue Licht stammt von Plankton. Es wird von plätschernden Wellen der Gippsland-Seen im australischen Victoria stimuliert.

Oben schimmert ein zarteres, grünes Nachthimmellicht. Es entsteht, wenn ultraviolettes Sonnenlicht tagsüber die Sauerstoffatome in der oberen Atmosphäre anregt. Nachts erzeugen sie die vergängliche atmosphärische Chemolumineszenz.

Das zarte Band der südlichen Sommermilchstraße wurde durch die Erdrotation ausgewaschen. Es verläuft vom Horizont aus nach oben. Die Strichspuren kreisen um den Himmelssüdpol.

Beobachtet Meteore versus Supermond

Zur Originalseite

Vier Milliarden v. Chr.: Zernarbte Erde

Die Erde ist von oben beleuchtet und kaum zu erkennen. Sie ist von wassergefüllten Kratern bedeckt, unten auf der Nachtseite sind Risse, aus denen glühende Lava leuchtet. Das Bild ist eine künstlerische Illustration.

Bildcredit: Simone Marchi (SwRI), SSERVI, NASA

Kein Ort auf der Erde war sicher. Vor vier Milliarden Jahren war das Zeitalter des Hadaikums. Damals war unser Sonnensystem ein Schießstand für große, gefährliche Brocken aus Gestein und Eis. Aktuelle Untersuchungen der Daten des Mond- und Erdbombardements zeigen, dass die ganze Erdoberfläche umgebrochen wurde. So wurde die urzeitliche geologische Geschichte des Erdballs überdeckt.

Das Bombardement hinterließ eine zernarbte Welt. Keine vertrauten Landmassen blieben übrig. Der Regen der Verwüstung erschwerte jeder Form von Leben die Existenz. Bakterien, die hohe Temperaturen ertrugen, hatten die besten Chancen. Man vermutet, dass die Ozeane in dieser Epoche nach besonders schweren Einschlägen verdampften und später neu entstanden.

Das Bild ist eine künstlerische Illustration. Es zeigt, wie die Erde in dieser Zeit vielleicht ausgesehen habt. Runde Einschlagbecken sind auf der Tagseite verteilt. Auf der Nachtseite leuchten sind heiße Lavaflüsse. Eine Milliarde Jahre später war das Sonnensystem viel ruhiger. Damals entstand der erste Superkontinent der Erde.

Zur Originalseite

Schatten und Schwaden über Enceladus

Ein kleiner Teil des Saturnmondes Enceladus ragt vorne auf. Am oberen Rand des Mondes strömt Wasser und Eis ins All. Die Strahlen werden von der Sonne beleuchtet.

Bildcredit: Cassini-Bildgebungsteam, SSI, JPL, ESA, NASA

Warum strömen Eisschwaden aus Enceladus? Die Strahlen speien Wasserdampf und Eis. 2005 entdeckte die Raumsonde Cassini im Saturnorbit die Strahlen. Woher das Wasser in den Strahlen stammt, wird weiterhin erforscht. Die führende Hypothese besagt, dass es aus einem Meer stammt, das tief unter der Oberfläche liegt. Eine andere These vermutet, es könnte auch einfach Eis sein, das durch Gezeitenreibung des Mondes an den Wänden tiefer Gräben abschmilzt.

Das Bild zeigt vorne die stark strukturierte Oberfläche von Enceladus. Dahinter dringen ganze Reihen von Schwaden aus Eisspalten. Diese Strahlen sind durch den Winkel des Sonnenlichtes und den aufsteigenden Schatten der Nacht deutlicher sichtbar.

Hunderte Bilder von Geysiren über dem Südpol von Enceladus wurden untersucht. In Kombination mit regionalen Temperaturkarten lässt vermuten, dass die Schwaden aus einem Ozean unter der Oberfläche stammen. Das erhöht die Möglichkeit, dass die frostige Kugel Leben enthält.

Zur Originalseite

Teton Range und Snake River, Planet Erde

Über einer Gebirgskette ist der Himmel von Sternen und rot schimmernden Wolken überzogen. Im Vordergrund ist ein Fluss, der Snake River.

Bildcredit und Bildrechte: Babak Tafreshi (TWAN)

Diese Szenerie zeigt eine faszinierende Landschaft mit Nachthimmel. Sie blickt nach Westen über den Grand-Teton-Nationalpark. Er befindet sich im US-Bundesstaat Wyoming auf dem Planeten Erde. Vorne windet sich der Snake River. Über der zerklüfteten Teton Range überzog ein besonders starkes rotes und grünes Nachthimmellicht den sternklaren Himmel.

Das Leuchten der Atmosphäre war in dieser Nacht mit bloßem Auge kaum sichtbar. Seine Farbe und die wellige Struktur konnte man nur mit einer empfindlichen Digitalkamera festhalten.

Ort und Perspektive des neuen Digitalbildes entsprechen einer bekannten Fotografie aus dem Jahr 1942. Es ist The Tetons and The Snake River von Ansel Adams. Er war ein bekannter Fotograf im Westen der Vereinigten Staaten.

Adams‘ Foto ist eines von 115 Bildern, die auf der goldenen Voyager-Schallplatte gespeichert ist. Die Goldenen Schallplatten sind eine Flaschenpost der Menschheit. Sie befinden sich an Bord der Raumsonden Voyager 1 und 2. Die Sonden starteten 1977 und nähern sich nun dem interstellaren Raum.

Zur Originalseite

Mondaufgang am Strand von Alicante

Eine Familie picknickt am Strand von Alicante in Spanien. Zwei Angeln hängen ins Meer, oben leuchtet der rötliche Vollmond im Perigäum größer als sonst.

Bildcredit und Bildrechte: José Carlos González

Auf dieser Landschaft mit Strand und Himmel von Alicante in Spanien scheint der Julivollmond. In der dunkelblauen Dämmerung färbt seine Reflexion das mediterrane Wasser. Der Mond steht nahe am Horizont, daher ist sein Licht durch den langen Pfad in die Erdatmosphäre gerötet.

Dieser Vollmond fand außerdem nahe beim Perigäum statt. Das ist der erdnächste Punkt auf der elliptischen Mondbahn. So kam es zu einem Supermond. Er war gewaltige 14 Prozent größer und 30 Prozent heller als ein Vollmond beim Apogäum. Das ist der erdfernste Punkt der Mondbahn.

Die meisten warmen Sommernächte bieten eine gute Gelegenheit, um mit der Familie ein Picknick am Strand zu genießen. Und was kann man nachts bei Supermond fischen? Das müssten Mondbrassen sein …

Zur Originalseite