Leuchtende Nachtwolken über London

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Bildcredit und Bildrechte: Christoph Malin (TWAN)

Die Szene blickt am frühen Morgen des 3. Juli von der Westminster Bridge über die Themse. Das Bild stammt aus einem lichtdurchfluteten Vimeo-Zeitraffervideo. Es zeigt das bekannte London Eye, das nachts beleuchtet ist.

Etwas weniger Vertrautes leuchtet oben am heiteren, dunklen Himmel. Es sind ausgedehnte leuchtende Nachtwolken. Die Eiswolken sind am Rand des Weltraums, etwa 80 Kilometer über der Erdoberfläche. Dort reflektieren sie immer noch Sonnenlicht, obwohl die Sonne vom Boden aus gesehen unter dem Horizont steht.

Die transparente Erscheinung ist meist im Sommer in hohen geografischen Breiten zu sehen. Manchmal werden sie auch als polare Mesosphärenwolken bezeichnet. Die jahreszeitlichen Wolken entstehen, soweit wir wissen, wenn Wasserdampf in die kalte obere Atmosphäre gelangt. Dort kondensiert er an feinen Staubteilchen. Die Teilchen stammen von zerfallenden Meteoren oder Vulkanasche.

Die NASA-Mission AIM liefert täglich Aufnahmen von leuchtenden Nachtwolken aus dem Weltraum.

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Rückkehr zur Galaxienbucht

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Bildcredit und Bildrechte: Rogelio Bernal Andreo (Deep Sky Colors)

Für so eine Aussicht braucht man Geduld, eine Kamera, und man muss eine Reise machen. Mit Geduld wurde der passende Ort gefunden. Man musste nur noch auf den richtigen Moment warten. Eine kurze Reise führte zu dem felsigen Hochsitz über einer einsamen Bucht im Julia Pfeiffer Burns State Park. Er liegt im US-amerikanischen Kalifornien. Die Langzeitbelichtung gelang mit einer Kamera. Sie zeigt das zarte Licht der Sterne und Nebel in der Milchstraße im Hintergrund.

Das Kompositbild wurde letzten Monat fotografiert. Mondlicht beleuchtete den versteckten Strand und den Eingang hinter den Bäumen. Der McWay-Wasserfall ist meist verdeckt. Er ist unter der Bildmitte zu sehen, links neben dem Pazifischen Ozean. Das Bild ist eine hoch aufgelöste Fortsetzung eines ähnlichen Bildes vom letzten Jahr.

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Konjunktion am Meer

Über dem Meer leuchten Venus und Sichelmond in der Morgendämmerung. Der Himmel ist unten rötlich und oben dunkelblau gefärbt. Am Strand steht ein Holzgebäude auf Stelzen.

Bildcredit und Bildrechte: Mike Black

Eine prachtvolle Konjunktion belohnte Morgenmenschen am 24. Juni. Die Venus begegnete der abnehmenden Mondsichel. Das Strandfoto zeigt die beiden in der Nähe von Belmar im US-amerikanischen New Jersey. Das himmlische Paar leuchtet über dem Horizont des Atlantischen Ozeans. Gerade wurde der Himmel im Osten in Licht der Dämmerung heller.

Am Himmel sind die Silhouetten von zarten Wolken verteilt. Die Aufnahme zeigt auch die Nachtseite der Mondscheibe. Sie liegt in den Armen der sonnenbeleuchteten Sichel. Der schattige Teil des Mondes mit den Umrissen der glatten, dunklen Mondmeere oder Maria ist vom Erdlicht beleuchtet. Es ist Sonnenlicht, das vom Planeten Erde reflektiert wird.

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Rio bei Nacht

Am Strand von Copacabana und Ipanema spiegeln sich Lichter im Wasser. Links ragt dunkel der Berg mit der Christusstatue auf. Am Himmel gehen die Sterne des Orion unter.

Bildcredit und Bildrechte: Babak Tafreshi (TWAN)

Auf dieser nächtlichen Landschaft des Himmels gehen Sterne unter. Sie ziehen Spuren über dem Westhorizont der brasilianischen Stadt Rio de Janeiro. Rio ist ein Veranstaltungsort der Weltmeisterschaft 2014. In der Bildmitte ziehen Orions farbige Sterne sanfte Bögen. Das ganze Sternenfeld der Langzeitbelichtung zeigt zum Himmelsäquator der Erde.

Auch nähere Lichter ziehen schrille Spuren in der Szene. Flugzeuge schmieren rechts ein intensives Leuchten über einen Flughafen. Hubschrauber fliegen über die Stadt, und Boote kreuzen an der Küste. Reizvolle Reflexionen heller Lichter bilden Streifen an den Ufern der Strände von Copacabana und Ipanema. Das hellste feste Licht am Horizont ist die berühmte Christusstatue über Rio.

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Die Raumstation fängt eine Dragon-Kapsel

Die Erde füllt fast das ganze Bild, unten ist der Rand zu sehen. Der Blick fällt auf Meere und Wolken, links oben ist eine Landmasse. Vorne fängt der Canadarm2 der ISS gerade eine Dragon-Kapsel ein.

Bildcredit und Bildrechte: Steve Swanson, Besatzung der Expedition 39, NASA

Die Raumstation hat einen Drachen gefangen. Genauer gesagt fing die Internationale Raumstation Mitte April die unbesatzte SpaceXDragon-Kapsel ein. Sie wurde geschickt, um den Außenposten im All zu versorgen. Der Canadarm2 der Station fasst hier gerade das kommerzielle Raumschiff.

Die Dragon-Kapsel war mit mehr als 2260 Kilogramm an Versorgungsgütern und Experimenten bestückt. Die Güter sind für sechs ISS-Astronauten der Expedition 39 und die sechs Astronauten der Expedition 40. Nach dem Andocken an die ISS wurde die Dragon-Kapsel entladen und danach freigesetzt.

Am 18. Mai wasserte die Kapsel im Pazifischen Ozean. Die Expedition 40 der ISS ist nun vollständig. Eine ihrer Aufgaben ist die Freisetzung eines Experiments, das als Napor-mini RSA bezeichnet wird. Es überwacht mit einer Phased-Array-Antenne und einem kleinen optischen Teleskop mögliche Gefahrensituationen auf der Erde.

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Live-Ansicht der Internationalen Raumstation

Credit: NASA, (UStream), HDEV-Projekt

Wenn wir über der Erde schweben, sehen wir vielleicht das hier. Die Dragon-Kapsel von SpaceX brachte vor zwei Wochen Versorgungsgüter zur Internationalen Raumstation (ISS) im Erdorbit. Sie lieferte auch Kameras für High-Definition-Earth-Viewing (HDEV). Damit werden Live-Ansichten der Erde aufgenommen und gesendet.

Wenn in Betrieb, seht ihr hier einen Live-Videofeed. Er wechselt zwischen vier unterschiedlich ausgerichteten Kameras. Weiße Wolken, braunes Land und blaue Ozeane ziehen vorbei. Das Video erscheint schwarz, wenn auf der Erde unten Nacht ist. Doch der kurze 90-Minuten-Orbit der Raumstation verkürzt die dunkle Zeit auf nur 45 Minuten.

Die aktuelle Position der ISS über der Erde findet ihr im Netz. Wenn das Video grau wird, wechselt die Ansicht zwischen den Kameras, oder die Kommunikation mit der ISS ist unterbrochen.

Beim HDEV-Projekt wird die Videoqualität überwacht. Das soll zeigen, wie sich die energiereiche Strahlung im Weltraum auswirkt, welcher Kameratyp am besten arbeitet und welche Erdansichten am beliebtesten sind. Dieser Feed wird zwar später eingestellt. Doch mit der Erfahrung können in Zukunft bessere Kameras an der ISS installiert werden. So gibt es vielleicht noch interessantere Echtzeitvideos.

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Halleys Staub und die Milchstraße

Der Himmel mit der markanten Milchstraße, die in der Mitte aufsteigt, spiegelt sich im Wasser eines ruhigen Teichs. Er ist von einem Wald umgeben, den man nur als dunkle Silhouette sieht. Rechts über einigen Bäumen, die aus dem Wald aufragen, zischt ein Meteor der Eta Aquariiden über den Himmel.

Bildcredit und Bildrechte: Mike Taylor

Der frühe Morgen am 6. Mai war mondlos, als Körnchen aus kosmischem Staub über den dunklen Himmel zogen. Der jährliche Strom an Meteoren wird aufgefegt, wenn der Planet Erde durch das staubige Geröll des Kometen Halley pflügt. Der Meteorstrom ist als Eta-Aquariiden bekannt.

Die Aufnahme zeigt einen Meteorstreifen. Er bewegt sich von links nach rechts durchs Bild. Seine Bahn zeigt rückwärts zum Radianten des Stroms. Er liegt im Sternbild Wassermann. Die Eta-Aquariiden sind für ihre Geschwindigkeit bekannt. Sie rasen mit etwa 66 Kilometern pro Sekunde in die Atmosphäre.

Das ruhige Wasser eines kleinen Teichs reflektiert die sternklare Szenerie und das orangefarbene Leuchten der nahen künstlichen Lichter. Sie werden von einer niedrigen Wolkenbank gestreut. Das Bild entstand in der Nähe von Albion im US-Bundesstaat Maine. Am 24. Mai erwarten wir auf der Nordhalbkugel einen weiteren Meteorstrom – die Camelopardaliden Sie stammen vom periodischen Kometen 209P/LINEAR.

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Nacht über dem Half Dome

Über einem Panorama des Yosemite-Nationalparks wölbt sich die Milchstraße. Links ziehen Sturmwolken ab. In der Bildmitte blitzt ein Meteor der Eta-Aquariiden.

Bildcredit und Bildrechte: Rogelio Bernal Andreo (Deep Sky Colors)

Dieses Mosaik aus acht Bildern wurde letzten Mai in einer einzigen Nacht fotografiert. Es beginnt links am Northside Drive, der durch den Yosemite-Nationalpark führt. Und es endet Tausende Lichtjahre entfernt, weit hinter dem felsigen Horizont des Parks. Dort wölbt sich der Bogen der Milchstraße nach rechts zum Zentrum der Galaxis.

Die Nacht war noch mondlos. Sturmwolken zogen sich zurück, und die felsigen Vorderseiten der Berge waren von Lagerfeuern und künstlichem Licht beleuchtet. Links sind die Yosemite-Wasserfälle. Die Granitvorderseite des Half Dome ragt mitten im Bild über dem fernen Horizont auf. Der markante Blitz darüber ist ein heller Meteor. Der farbige Streifen gehört zum jährlichen Meteorstrom der Eta-Aquariiden. Seine Spur zeigt nach oben zum Radianten des Stroms im Sternbild Wassermann.

Die Eta-Aquariiden erreichen dieses Jahr am 6. Mai ihren Höhepunkt in den mondlosen frühen Morgenstunden. Dann pflügt die Erde durch den Staub aus dem Schweif des Kometen Halley.

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