Wellen am dunklen Himmel

In der nachtblauen Szene mit dunklen Silhouetten von Wäldern plätschert unten ein Fluss. Seine Wellen spiegeln sich scheinbar am blauen Himmel in der Dämmerung in Form leuchtender Nachtwolken.

Bildcredit und Bildrechte: P-M Hedén (Clear Skies, TWAN)

In dieser schwedischen Sommernacht plätschert Sonnenlicht über das dunkle Firmament. Die leuchtenden Nachtwolken spiegeln scheinbar den Fluss an den Himmel. Diese Wolken treten in den Sommermonaten in hohen Breiten häufig auf. Man kennt sie auch als polare Mesosphärenwolken.

Leuchtende Nachtwolken entstehen, wenn Wasserdampf in die kalte obere Atmosphäre gelangt. Der Dampf kondensiert an feinem Staub von zerfallenden Meteoren oder Vulkanasche. Bei den kalten Temperaturen in der Mesosphäre verwandelt er sich in Eis. Die frostigen Wolken schweben in einer Höhe von etwa 80 Kilometern am Rand des Weltraums. Sie reflektieren tatsächlich Sonnenlicht zum Boden. Hier sah man sie am 16. Juli im schwedischen Nationalpark Färnebofjärden, obwohl die Sonne unter dem Horizont stand.

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Analemma und die blaue Donau

Das Fischaugenbild zeigt ein Panorama vom Ufer der Donau in Budapest. Rechts zieht die Sonne eine Schleife in Form einer 8, ein Analemma. Das Basisbild entstand im Winter, als die Sonne sehr tief stand.

Bildcredit und Bildrechte: György Soponyai

Der jährliche Walzer der Sonne am Himmel des Planeten Erde bildet einen eleganten Bogen. Er ist als Analemma bekannt. Rechts steht die senkrechte Analemma-Schleife in Form einer 8. Die gut komponierte Ansicht entstand mit Fischaugenobjektiv im ungarischen Budapest. Die Sonnenposition wurde immer am selben Ort um 11:44 MEZ am westlichen Ufer der Donau fotografiert.

Die Einzelaufnahmen entstanden an Tagen zwischen dem 23. Juli 2015 und dem 4. Juli 2016. Zur Sommersonnenwende im Norden steht die Sonne am oberen Ende der Kurve. Zum Herbst- und Frühlingsäquinoktium findet man sie an den seitlichen Wendepunkten.

Das Basisbild für das Panoramakomposit wurde am 7. Jänner 2016 fotografiert. Es zeigt Schnee am Boden, den Schatten des Fotografen und die Tasche mit seiner Ausrüstung. Dieser Tag lag zeitlich kurz nach der Wintersonnenwende. An diesem Tag verließ die Sonne den unteren Rand der Kurve an der schönen blauen Donau.

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Jagd auf Juno

Ein Kind läuft einen Sandstrand entlang in Richtung einer startenden Rakete. Die Rakete bringt die Mission Juno ins All.

Bildcredit und Bildrechte: Melissa Christine Kendall

Warte auf mich! 2011 startete die NASA-Mission Juno von Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida. Letzte Woche erreichte sie den Planeten Jupiter. Die Sonde zündete ihre Triebwerke. Sie wurde die erst zweite Raumsonde, die in den Orbit um den größten Planeten im Sonnensystem eintrat.

Juno soll die nächsten zwei Jahre den jovianischen Riesen untersuchen. Sie kreist in einem stark elliptischen Orbit, auf dem sie sich Ende August Jupiters Wolkenoberflächen nähert. Natürlich konnte der Dreijährige auf dem Foto die startende Rakete nicht einholen. Heute, fünf Jahre später, ist er acht Jahre alt und jagt immer noch Raketen. Er will nun Astronaut werden.

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Altiplano-Nacht

Über dem Altiplano steigt die Milchstraße auf. Sie spiegelt sich vorne in einem ruhigen Fluss. Hinten steht ein Vulkan am Horizont. Über einem Dreieck aus Mars, Saturn und Antares steigt Zodiakallicht auf. Links daneben schimmert der riesige rote Nebel Sh 2-27.

Bildcredit und Bildrechte: Babak Tafreshi (TWAN)

Die Milchstraße leuchtet in dieser kalten, klaren Nacht auf dem Altiplano sehr hell. Sie spiegelt sich in einem Fluss in 4500 Metern Seehöhe. Am fernen Horizont steht ein Vulkangipfel. Das zusammengefügte Panorama entstand unter dem natürlich dunklen Himmel in den nördlichen chilenischen Hochländern bei San Pedro de Atacama.

In der Ebene der Ekliptik des Sonnensystems schimmert auch ein Band aus Zodiakallicht. Es verläuft von der Milchstraße aus nach links oben. Die Szene entstand Ende April. Wo die Ekliptik das Zentrum der Milchstraße trifft, bildet der gleißende Mars mit Saturn und Antares ein helles Dreieck am Himmel. Links neben dem Dreieck leuchtet der große, purpurrote Emissionsnebel Sharpless 2-27. Er ist mehr als zwanzig Monddurchmesser breit. In seiner Mitte liegt der Stern Zeta Ophiuchi.

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Glühwürmchen blinken vor der Sommermilchstraße

Über einem See geht die Milchstraße auf. Links und rechts ist das Bild von den dunklen Silhouetten von Bäumen gerahmt. Vorne sind die Lichter eines blinkenden Glühwürmchens abgebildet, das von der Kamera zum See fliegt. Links hinten blinkt ein weiter entferntes Glühwürmchen.

Bildcredit und Bildrechte: Malcolm Park (Astronomischer Verein North York)

Es war ein nördlicher Sommerabend. Im Süden von Ontario hielt eine Kamera auf Stativ diese Bildserie fest, aus der eine heitere Landschaft mit Himmel entstand. Das Weitwinkelkomposit entstand aus vier Aufnahmen, die je 15 Sekunden belichtet wurden.

Der Blick zum See rahmt die hübsche Milchstraße über dem ruhigen Wasser und die Lichter der Nacht. Doch die Lichtspuren stammen weder von funkelnden Satelliten, noch sind es Meteorblitze oder Polarlichter. Rechts taucht ein pulsierendes Glühwürmchen auf. Es wandert zur Kamera und fliegt dann nach links zurück zum See, hinter dem die zentrale Milchstraße aufgeht.

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Nordlichter über Lofoten

Polarlichter über Reine auf Lofoten in Norwegen. Die Küste ist hell erleuchtet und zeigt, dass sogar entlegene Gebiete mit Lichtverschmutzung kämpfen.

Bildcredit und Bildrechte: Alex Conu

Nordlichter sind vertraute Besucher am Nachthimmel über Reine auf Lofoten in Norwegen, Planet Erde. Dieser Szenerie wurde auf einem Zeltplatz auf einem Gipfel fotografiert. Hier rufen die Polarlichtschleier trotz der Lichter an der Küste eine schaurige Spannung hervor.

Das fantastische Bild ist eine moderne Perspektive der Welt bei Nacht. Es wurde zum Gesamtsieger beim internationalen Wettbewerb für Erd- und Himmelsfotografie 2016 von The World at Night (TWAN) gekürt. Die Aufnahme wurde aus mehr als 900 Einsendungen gewählt. Sie zeigt die Schönheit des Nachthimmels und den Kampf mit der Lichtverschmutzung.

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Eine Böenwalze über Uruguay

Über einem Meer reicht eine riesige Wolkenwalze bis zum Horizont.

Credit und Lizenz: Daniela Mirner Eberl

Was für eine Wolke ist das? Eine Art Arcus, sie wird als Böenwalze bezeichnet. Diese seltenen langen Wolken können in der Nähe von Wolkenfronten entstehen, wenn sie näher rücken. Der Fallwind einer anrückenden Sturmfront kann feuchte warme Luft aufsteigen lassen. Dabei kühlt sie unter den Taupunkt ab und bildet eine Wolke. Wenn das einheitlich entlang einer langen Front passiert, kann eine Böenwalze entstehen.

In Böenwalzen kann die Luft entlang der waagrechten Längsachse zirkulieren. Eine Böenwalze des Typs Roll Cloud verwandelt sich vermutlich nicht in einen Wirbelsturm. Anders als die ähnliche Shelf Cloud ist eine Roll Cloud vollständig von ihren ursprünglichen Gewitterwolken getrennt. Diese Böenwalze vom Jänner 2009 reichte über Las Olas Beach in Maldonado in Uruguay bis weit in die Ferne.

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Die Oberfläche von Europa

Dieser kleine Ausschnitt zeigt Details auf der Oberfläche von Europa. Der Jupitermond wurde von der Raumsonde Galileo genau untersucht. Die tiefen Gräben in der eisigen Hülle sind rotbraun gefärbt. Das ist ein Hinweis, dass dort organische Stoffe vorkommen könnten.

Bildcredit: NASA, JPL-Caltech, SETI-Institut

Die farbverstärkte Ansicht zeigt eine Schneise auf der Oberfläche von Jupiters interessantem Mond Europa. Sie ist 350 mal 750 km breit. Die Nahaufnahme entstand aus hoch aufgelösten Bilddaten. Diese wurden mit niedrig aufgelösten Daten in Farbe kombiniert. Im Jahr 1998 nahm die Raumsonde Galileo diese Bilder auf.

Unter glatten Eisebenen, langen Rissen und chaotisch verteilten Blöcken im Gelände verbirgt sich vermutlich ein tiefer Ozean aus salzigem flüssigem Wasser. Die eisbedeckte fremde Ozeanwelt liegt zwar außerhalb der Zone im Sonnensystem, die bewohnt werden kann. Doch neue Untersuchungen zeigen eine Chemie, die vielleicht eine Freisetzung von Sauerstoff und Wasserstoff möglich macht. Die vermutete Menge ist etwa gleich groß wie jene auf der Erde. Das ist ein wichtiger Gradmesser der Energie, die für Leben verfügbar ist.

Wasserstoff könnte freigesetzt werden, wenn das salzige Wasser Kontakt mit dem felsigen Boden im Ozean hat. Sauerstoff und andere Verbindungen, die mit Wasserstoff reagieren, stammen vielleicht von Europas Oberfläche. Dort spaltet der heftige Strom an energiereicher Strahlung von Jupiter Moleküle von Wassereis auf und spült sie von oben in Europas Ozean.

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