Staubstrahl auf der Oberfläche des Kometen 67P

Aus einer Senke in der rauen Oberfläche des Kometen 67P/Tschurjumow-Gerassimenko steigt eine weiße Schwade auf. Dahinter ist eine dunkle Wand, die 10 Meter hoch ist.

Bildcredit und Bildrechte: ESA, Rosetta, MPS, OSIRIS; UPD/LAM/IAA/SSO/INTA/UPM/DASP/IDA

Wie entstehen die Schweife von Kometen? Auf Kometenkernen gibt es keine Orte, wo ganz offensichtlich die Strahlen entstehen, die später einen Kometenschweif bilden. Doch letztes Jahr fotografierte die ESA-Raumsonde Rosetta nicht nur einen Strahl, der vom Kometen 67P/Tschurjumow-Gerassimenko aufstieg. Sie flog sogar durch den Strahl.

Dieses aufschlussreiche Bild zeigt eine helle Schwade. Sie steigt aus einer kleinen runden Senke auf, die auf einer Seite von einer zehn Meter hohen Wand begrenzt ist. Analysen der Daten von Rosetta zeigen, dass der Strahl aus Staub und Wassereis bestand. Das öde Gelände lässt vermuten, dass wahrscheinlich tief unter der porösen Oberfläche etwas geschah, das die Schwade erzeugte.

Das Bild entstand letzten Juli. Etwa zwei Monate später endete Rosettas Mission, indem die Sonde kontrolliert auf der Oberfläche des Kometen 67P einschlug.

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Nacht auf einem schaurigen Planeten

Vor einem grünen Polarlicht tanzen schaurige Säulen aus Wasserdampf.

Bildcredit und Bildrechte: Stéphane Vetter (Nuits sacrées)

Welcher gruselige Planet ist das? Es ist die Erde in einer dunklen, stürmischen Nacht im Jahr 2013. Das Bild entstand in Hverir. Dort ist eine geothermisch aktiven Region. Sie liegt in einer vulkanischen Landschaft im Nordosten von Island. Geomagnetische Stürme führten zu dem Polarlicht am sternklaren Nachthimmel. Aus Fumarolen strömten geisterhafte Türme aus Dampf und Gas. Sie tanzten vor dem schaurigen grünen Licht.

Heute Nacht gibt es wieder eine Gelegenheit für geomagnetische Stürme. Die aktuelle Sonnenaktivität könnte sie auslösen. Seid also in hohen Breiten auf der Hut. Vielleicht tanzen bald auch in eurer Nachbarschaft geisterhafte Gestalten.

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Flugzeugentwurf: Supersonic Green Machine

Hoch über der Erde fliegt ein grün-weißes Flugzeug, das an einen Pfeil erinnert. Über den Turbinen hinten wölbt sich ein Bogen. Die Turbinen sind an kurzen Flügeln befestigt, die weit hinten angebracht sind.

Illustrationscredit: NASA, Lockheed Martin Co.

Wie sehen Flugzeuge für Passagiere der Zukunft aus? Um interessante Vorschläge zu erhalten, die auch brauchbar sind, fördert die NASA Designwettbewerbe. Diese Illustration zeigt den Entwurf eines Flugzeugs. Er wurde 2010 eingereicht. Das futuristische Flugzeug soll schneller fliegen als der Schall. Vielleicht ist es sogar schneller als kommerzielle Überschallflugzeuge vom Ende des 20. Jahrhunderts.

Um den Lärm zu reduzieren, hat der Entwurf des Flugzeugs einen umgekehrten V-Flügel. Er wölbt sich über die Motoren. Diese Konstruktion soll den Lärm des störenden Schallknalls verringern. Zusätzlich sollen Flugzeuge in Zukunft der Umwelt möglichst wenig schaden. Das erreichen sie durch grüne Grenzwerte der Verschmutzung und einen geringen Verbrauch an Treibstoff. Vielleicht gehen schon in den 2030er-Jahren ähnlich entworfene Flugzeuge in Betrieb.

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Solargrafie einer Sonnenfinsternis

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Chuck Bueter (Nightwise.org)

Heute ist das Äquinoktium im September. Der Pfad der Sonne am Himmel führt nach Süden. Um 20:02 UT kreuzt er den Himmelsäquator. Zum Äquinoktium sind auf dem ganzen Planeten Erde Nacht und Tag (fast) gleich lang. Doch am 21. August bot der Pfad der Sonne am Himmel manchen eine kleine Extranacht.

Die kreative Solargrafie entstand mit einer Lochkamera aus einer Getränkedose und lichtempfindlichem Papier. Die Ganztagsaufnahme folgt dem Sonnenpfad an diesem Tag. Sie zeigt den Sonnenbogen, der noch hoch über den nördlichen Himmel führt. Der Schnappschuss darunter zeigt ein Panorama der Landschaft.

Die Lücke im Bogen zeigt die Dauer der partiellen und der totalen Phase der Sonnenfinsternis am klaren Himmel über Lowman in Idaho (USA). Dort dauerte die Extranacht der Totalität etwa 2 Minuten. Die breite Lücke im Sonnenbogen zeigt, wie das Sonnenlicht während der längeren partiellen Phasen der Finsternis abnahm.

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Orion über der Osterinsel

Ein urzeitlicher Moai auf der Osterinsel mustert den gleißenden Stern Sirius. Über ihm leuchten die Sternbilder Orion und Hase (Lepus).

Bildcredit und Bildrechte: Yuri Beletsky (CarnegieLas Campanas-Observatorium, TWAN)

Warum wurden die Statuen der Osterinsel errichtet? Niemand weiß das genau. Sicher ist, dass es dort über 800 große Steinstatuen gibt. Die Statuen der Osterinsel sind im Schnitt mehr als doppelt so hoch wie ein Mensch und haben mehr als die 200-fache Masse.

Über die Geschichte und Bedeutung der ungewöhnlichen Felsskulpturen ist nur wenig bekannt. Viele glauben, dass sie vor etwa 700 Jahren geschaffen wurden. Die Vorbilder waren einheimische Oberhäupter einer untergegangenen Zivilisation.

2016 wurde ein urzeitlicher Moai vor dem Sternbild Orion abgebildet. Im Orion verläuft die berühmte Linie aus drei Gürtelsternen. Der gleißende Stern Beteigeuze leuchtet links in Rot, Rigel steht oben in der Mitte. Der Steinriese mustert scheinbar Sirius, den hellsten Stern am Nachthimmel.

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Ruhiges Wasser und geomagnetischer Sturm

Auf einem glatten Gewässer schwimmt ein Segelschiff. Dahinter schimmert ein grünes Polarlicht, das sich im Wasser spiegelt. Am Himmel erkennt man den Großen und den Kleinen Wagen.

Bildcredit und Bildrechte: Chris Cook

Die Landschaft mit Meer und Himmel wird vom Mond beleuchtet. Sie zeigt das ruhige Wasser vor Cape Cod in Massachusetts. Hinten leuchten bekannte Sterne am Nordhimmel. Das Foto entstand am 7. September. Es zeigt auch ein farbiges Nordlicht – ein Aurora borealis, das von einem heftigen geomagnetischen Sturm ausgelöst wurde.

Dafür war die riesige aktive Sonnenregion AR 2673 verantwortlich. Sie querte gut sichtbar die Sonne und war viel größer als der Planet Erde. Die aktive Region schleuderte die stärkste Fackel des aktuellen Sonnenzyklus aus. Sie führte in den letzten Tagen zu einem koronalen Massenauswurf, der zur Erde gerichtet war.

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Der große Auftritt am Himmel

Sonnenfinsternis in den USA: Hinter einem See und einem bewaldeten Berg leuchtet am dunklen Himmel die Korona der Sonne um den Mond herum.

Bildcredit und Bildrechte: Rogelio Bernal Andreo (Deep Sky Colors)

Am Ufer des Phillips Lake in Oregon tummelten sich am 21. August keine Menschenmassen. Doch einige waren gekommen, um für einen Augenblick im dunklen Schatten des Mondes zu stehen. Das improvisierte Mosaikfoto zeigt, wie die lang erwartete Sonnenfinsternis über dem Ufer steht.

Zwei senkrechte Bilder zeigen die letzten Sekunden der Totalität und den ersten Augenblick des 3. Kontakts. Damit endet die Totalität der Finsternis und das Sonnenlicht kehrt zaghaft zurück. Überall in den USA machten Menschen auf dem Totalitätspfad Fotos und teilten ihr Erlebnis. Vielen ist die Erfahrung vielleicht mehr wert als geplanten oder ungeplanten Fotos der totalen Sonnenfinsternis. Jedenfalls gilt das für die Leute am Phillips Lake.

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Europa und Jupiter von Voyager 1

Mitten im Bild ist der große Rote Fleck auf Jupiter. Darüber ist ein dunkler Fleck, es ist der Schatten des Mondes Io. Rechts unten ist der Mond Europa, der einen Ozean unter der Oberfläche besitzt. Die Oberfläche von Jupiter ist von wild gemusterten Wirbelstürmen überzogen.

Bildcredit: NASA, Voyager 1, JPL, Caltech; Bearbeitung und Lizenz: Alexis Tranchandon / Solaris

Was sind diese Flecken auf Jupiter? Der größte ist der große Rote Fleck. Er ist rechts neben der Mitte und am weitesten entfernt. Der Rote Fleck ist ein riesiges Sturmsystem. Es wütet wohl seit seiner wahrscheinlichen Beschreibung durch Giovanni Cassini vor 352 Jahren auf Jupiter. Noch wissen wir nicht, warum dieser große Fleck rot ist.

Der Fleck links unten ist Europa. Das ist einer von Jupiters größten Monden. Bilder der Voyagersonden aus dem Jahr 1979 stützen die aktuelle Hypothese, dass Europa unter der Oberfläche einen Ozean besitzt. Somit ist der Mond ein guter Ort, um nach außerirdischem Leben zu suchen.

Doch was ist mit dem dunklen Fleck rechts oben? Das ist der Schatten von Io, er ist ein anderer großer Jupitermond. Voyager 1 entdeckte, dass Io vulkanisch so aktiv ist, dass man keine Einschlagkrater fand. Beim Vorbeiflug von Voyager 1 an Jupiter im Jahr 1979 entstanden sechzehn Bilder. Sie wurden kürzlich überarbeitet und zu diesem Bild kombiniert.

Heute vor vierzig Jahren startete Voyager 1 von der Erde zu einer der bisher interessantesten Forschungsreisen im Sonnensystem.

40. Jahrestag: Voyager-Poster kostenlos herunterladen

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