Hybride Sonnenfinsternis über Kenia

Auf einem dunklen Hügel ist die Silhouette eines Massai in Kriegertracht. Dahinter geht eine hybride Sonnenfinsternis unter.

Bildcredit und Bildrechte: Eugen Kamenew (Kamenew Photography)

Die Jagd nach einer Sonnenfinsternis kann euch an die spannendsten Orte führen und mit interessanten Menschen in Kontakt bringen. Fast. Die Jagd nach dieser Finsternis 2013 brachte zum Beispiel einen Astrofotografen nach Kenia. Sein Kontakt war ein Mitglied der Massai. Er sollte ihn vom Flughafen abholen und ihm den Süden von Kenia zeigen. Er stimmte sogar zu, in traditioneller Kriegertracht auf einem Hügel zu posieren, als die hoffentlich eindrucksvolle Finsternis dahinter unterging.

Leider verschied die Kontaktperson unerwartet eine Woche vor der Ankunft des Astrofotografen. Daher konnte er nicht auf dem Foto posieren. Er wusste auch nicht, dass das Bild später einen internationalen Preis für Astrofotografie gewann. Es wurde 2013 in Kenia fotografiert.

Bei der hybriden Finsternis bedeckte der Mond einen Großteil der Sonne. Diese seltene Art Sonnenfinsternis erscheint an manchen Orten der Erde total und an anderen ringförmig. Bei der ringförmigen Phase der Finsternis ist der Mond zu weit von der Erde entfernt, um die ganze Sonne zu bedecken.

Im nächsten Monat kreuzt eine totale Sonnenfinsternis die USA.

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Aphel-Sonnenaufgang

Hinter vielen Hochhäusern, auf deren Oberseiten rote Lichter leuchten, geht die Sonne an einem dunkelorangefarbenen Himmel auf.

Bildcredit und Bildrechte: Stephen Mudge

Am 3. Juli erreichte der Planet Erde das Aphel. Es ist der sonnenfernste Punkt der elliptischen Bahn der Erde um die Sonne. Jedes Jahr ist an diesem Tag der größten Entfernung zur Sonne Winter auf der Südhalbkugel. Dieser Sonnenaufgang beim Aphel wurde 2015 als Serie hinter der Silhouette von Brisbane in Australien fotografiert und montiert.

Natürlich entstehen die Jahreszeiten auf unserem Planeten nicht durch die Entfernung zur Sonne, sondern durch die Neigung der Erdachse zur Ekliptik, das ist die Ebene der Erdbahn. Der Neigungswinkel wird unrichtig als Schwankung der Ekliptik bezeichnet. Er beträgt etwa 23,4 Grad zur senkrechten Achse auf die Erdbahn. Daher findet der fernste Sonnenaufgang im nördlichen Sommer statt, wenn der Nordpol des Planeten Erde zur Sonne geneigt ist. Im Norden sind dann die Tage länger und wärmer.

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Eine Sonnenuhr zeigt die Sonnenwende

Diese Sonnenuhr schreibt am Tag der Sonnenwende das Wort SOLSTICE. Zur Tagundnachtgleiche schreibt sie EQUINOXE.

Bildcredit und Bildrechte: Jean-Marc Mari

Welcher Tag ist heute? Wenn Tag und die Zeit passen, zeigt diese Sonnenuhr: SOLSTICE. Nur dann steht unsere Sonne so, dass Sonnenlicht durch die Öffnungen strömt und den Begriff für die längsten und kürzesten Tage des Jahres zeigt. Genau das passiert heute (und im Dezember).

Die Sonnenuhr wurde 1980 von Jean Salins konstruiert und steht an der Ecole Supérieure des Mines de Paris in Valbonne Sophia Antipolis im Südosten von Frankreich. An zwei anderen Tagen des Jahres bekommen Beobachter dieser Sonnenuhr zu sehen, wie sie ein weiteres Wort bildet: EQUINOXE.

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Finsternis über Amerika: Video zeigt Pfadprognose

Videocredit: NASA GSFCStudio für wissenschaftliche Visualisierung; Blaue-Murmel-Daten: Dank an Reto Stöckli (NASA/GSFC)

Wo seid ihr bei der Finsternis in den USA? Am 21. August kreuzt der Mondschatten die Staaten auf dem Kontinent Nordamerika. Das passiert erstmals seit 1979. Der Pfad wurde dank aktuellen astronomischen Wissens präzise berechnet. Ihr seht ihn auf diesem NASA-Video. Die meisten Menschen in den USA sind weniger als eine Tagesreise vom Zentralpfad der totalen Sonnenfinsternis entfernt. Im Rest von Nordamerika sieht man eine partielle Sonnenfinsternis.

Auf dem Pfad der Totalität bedeckt der Mond die Sonne. Dabei verbreitet er ganze 2 Minuten und 40 Sekunden gruselige Dunkelheit, wenn der Himmel ausreichend klar ist. Möchtet ihr während der Finsternis eine Party veranstalten? Dann kontaktiert den örtlichen Verein für Astronomie, ein Zentrum für Wissenschaft oder die Universität. Vielleicht ist dort schon eine geplant.

Manche Leute reisten bis ans Ende der Welt und beobachteten dort eine totale Sonnenfinsternis. Auf dem Weg zeichneten sie unterhaltsame Abenteuer auf.

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Mann, Hund, Sonne

Hinter den Silhouetten von Bäumen geht eine riesige Sonne unter. Davor ist die Silhouette eines Mannes mit seinem Hund. Unter den Bäumen ist eine riesige Sonnenfleckengruppe.

Bildcredit und Bildrechte: Jens Hackmann

Das sollte ein Foto mit Bäumen vor der untergehenden Sonne werden. Aber manchmal ist das Unerwartete fotogen. Während einiger Planungsfotos ging unerwartet ein Mann mit seinem Hund vorbei. Das Ergebnisbild war so eindrucksvoll, dass es – nach Beschnitt – das Hauptfoto wurde.

Die Sonne wirkt so groß, weil das Bild mit Teleobjektiv aus einer Entfernung von einem Kilometer fotografiert wurde. Durch die Streuung des blauen Lichts in der Erdatmosphäre leuchtet der untere Teil der Sonne etwas rötlicher als der obere. Wenn ihr die Sonne genau betrachtet, seht ihr über dem Kopf des Mannes eine große Gruppe Sonnenflecken.

Das Bild wurde letzte Woche in Bad Mergentheim in Deutschland fotografiert.

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Kondensstreifen und Sonnenhalo

Die Sonne ist von einem kreisrunden 22-Grad-Halo in Regenbogenfarben umrundet. Innen ist der Halo dunkler als außen. Quer über die Sonne verläuft ein dunkler Streifen, der in der Mitte hell wird, nach oben steigt und einen Schatten wirft. Links unten ist die Silhouette des Horizonts.

Bildcredit und Bildrechte: Alexandros Maragos

Was ist am Himmel passiert? Hier sind mehrere alltägliche Elemente am Tageshimmel auf ungewöhnliche Art und Weise kombiniert. Weit hinter den Silhouetten von Hügeln steht die wie üblich helle Sonne. Vor der Sonne liegen dünne Wolken. Solche Wolken enthalten manchmal eine Schicht sechseckiger Eiskristalle. Diese Kristalle erzeugen den 22-Grad-Halo aus Licht um die Sonne.

Die ungewöhnliche gekrümmte Linie, die das Bild kreuzt, ist ein Kondensstreifen. Das ist eine Art Wolke, die von Flugzeugen ausgestoßen wird. Ein Großteil des Kondensstreifens liegt hinter den dünnen Wolken. Er wirft von dort einen Schatten auf die Wolke. Das verleiht dem Bild eine ungewöhnliche Dreidimensionalität. Das Bild wurde Ende Jänner in der Stadt Patras im Westen von Griechenland fotografiert.

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Ringförmige Finsternis nach Sonnenaufgang

Am klaren Himmel steigt die Sonne am Morgenhimmel auf. Weiter oben wird sie vom Mond bedeckt, bis sie einen Ring um den Neumond bildet.

Bildcredit und Bildrechte: Vincent Bouchama

Am Sonntag, 26. Februar, war der Morgenhimmel im Norden von Patagonien klar und blau. Diese weite Szene ist ein Komposit. Es zeigt den Blick über Valle Hermoso in Facundo (Chubut, Argentinien) und folgt der Sonne nach Sonnenaufgang. Dabei findet eine ringförmige Sonnenfinsternis statt.

Das Panorama entstand aus einer Serie an Aufnahmen, die Abständen von drei Minuten entstanden. Es zeigt die erste Sonnenfinsternis des Jahres. Sie beginnt deutlich über dem fernen östlichen Horizont. Eine Aufnahme entstand etwa zur Finsternismitte. Sie zeigt wie erwartet den Feuerkranz. Das ist die Silhouette des Neumondes, der etwas zu klein ist, um die helle Sonne abzudecken. An diesem Ort auf dem Planeten Erde dauerte die ringförmige Phase der Finsternis kurze 45 Sekunden.

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Sonnenfinsternis mit Perlenschnur und Feuerring

Bei einer Sonnenfinsternis mit Feuerring war eine besonders lange Perlenschnur Bailyscher Perlen zu beobachten.

Bildcredit und Bildrechte: Stephen Bedingfield

Was für eine Finsternis ist das? Am Sonntag bedeckte der Mond bei einer partiellen Sonnenfinsternis Teile der Sonne. Das war in einigen Regionen auf der Südhalbkugel der Erde zu sehen. In manchen Gegenden war das Ergebnis eine seltene Art partieller Finsternis, die man als ringförmige Finsternis bezeichnet. Dort strömte Sonnenlicht um den Rand des Mondes, denn der Mond war zu weit von der Erde entfernt, als dass er die ganze Sonne bedecken konnte. Daher bildete die Sonne einen Feuerring.

An manchen Orten war die seltene Art einer ringförmigen Finsternis zu sehen, wo der Mondrand fast genau auf einer Linie mit einem Sonnenrand liegt. Dabei strömt Sonnenlicht durch Täler auf dem Mond. Diesen doppelt seltenen Effekt bezeichnet man als Bailysche Perlen oder Diamantring. Das Bild wurde am Sonntag im argentinischen Chubut in Südamerika fotografiert.

Diesen Sommer zieht eine totale Sonnenfinsternis über Nordamerika.

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