Eine flüchtige Doppelsonnenfinsternis

Links unten bedeckt der Neumond einen Teil der Sonne. Darüber sind viele Silhouetten der Internationalen Raumstation ISS zu sehen. Rechts oben ist eine kleine aktive Region.

Bildcredit und Bildrechte: Simon Tang

Letzte Woche wurde die Sonne im Buchteil einer Sekunde zweimal bedeckt. Heute vor einer Woche gönnten sich viele Menschen in Nordamerika eine partielle Sonnenfinsternis. Sehr viel weniger Menschen erlebten auf einem schmalen Pfad eine schaurige Dunkelheit am Tag. Dort war die Sonnenfinsternis total.

Nur Wenige hatten eine schnelle Kameraausrüstung. Damit konnten sie eine doppelte Finsternis fotografieren. Es war eine gleichzeitige partielle Verfinsterung der Sonne durch den Mond und die Internationale Raumstation (ISS). Die ISS in der Erdumlaufbahn kreuzte die Sonne in weniger als einer Sekunde. Doch damit die ISS nicht verschwommen wirkt, muss die Belichtungszeit jedes einzelnen Bildes kürzer als 1/1000stel Sekunde sein.

Diese Bildkomposition zeigt die ISS mehrmals kurz hintereinander, als sie über die Vorderseite der Sonne sauste. Das Bild wurde in einer charakteristischen Farbe fotografiert, die von Wasserstoff abgestrahlt wird. Es zeigt die Chromosphäre der Sonne. Das ist eine Schicht, die heißer ist als die Photosphäre und höher oben liegt. Sie wird normalerweise nicht fotografiert.

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Diamantanring am wolkigen Himmel

Der Diamantring rund um den Mond gleißt an einem wolkigen Himmel. Er entstand am Ende der Totalität bei der Sonnenfinsternis am 21. August.

Bildcredit und Bildrechte: Ashley Marando

Am 21. August zog der Mondschatten über die USA. Dabei konnte man auf dem schmalen Pfad der Totalität einen Diamantring am Himmel betrachten. Der flüchtige Effekt führt zu Beginn und am Ende der Totalität häufig zu einem hörbaren Raunen im Publikum. Er entsteht kurz vor oder nach dem Erscheinen der zarten Sonnenkorona. Der Diamantring ist ein kurzer Lichtring mit flüchtigem Sonnenblick. Diese Szene entstand in South Carolina am Ende der Totalität. Nahe beim Diamantring der Sonne ziehen Wolken über den Himmel.

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Die Krone der Sonne

Die Silhouette des Mondes ist von der schimmernden Korona der Sonne umgeben. Am Rand sieht man einige rosarote Protuberanzen. Die Nachtseite des Mondes wird zart von der Erde beleuchtet.

Bildcredit und Bildrechte: Derek Demeter (Emil Buehler Planetarium)

Bei einer totalen Sonnenfinsternis sieht man die weite äußere Atmosphäre der Sonne. Es ist die Korona, sie ist ein beeindruckender Anblick. Mit bloßem Auge sieht man Schlieren und schimmernde Strukturen. Die Bandbreite der Helligkeit beträgt mehr als 10.000 zu 1. Daher ist es bekanntlich schwierig, sie auf einem einzigen Foto aufzunehmen.

Diese Komposition entstand aus Teleskopbildern. Viele unterschiedliche Belichtungszeiten zeigen die Krone der Sonne in all ihrer Pracht. Die Bilder wurden während der totalen Sonnenfinsternis am 21. August bei klarem Himmel über Stanley in Idaho in den Sawtooth Mountains fotografiert. Dann wurden sie digital gestapelt und ausgerichtet.

Am rechten Rand der Sonne ragt eine rosarote Protuberanz auf. Auf der Nachtseite des Neumondes erkennt man sogar kleine Details. Sie werden von Sonnenlicht beleuchtet, das von der voll beleuchteten Erde reflektiert wird.

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Eine totale Sonnenfinsternis über Wyoming

Über dem Green River Lake in Wyoming war die Sonnenfinsternis 2017 gut zu beobachten. Während der Totalität umgibt die Korona den Neumond. Links und rechts daneben strahlen partielle Phasen am klaren Himmel. Hinter dem See vorne ragen Berge auf.

Bildcredit und Bildrechte: Ben Cooper

Ist der Himmel klar genug für die Finsternis? Diese Frage bewegte viele, die gestern die Sonnenfinsternis sehen wollten. Der Pfad totaler Dunkelheit kreuzte das Festland der USA von Küste zu Küste. Die Finsternis zog von Oregon bis South Carolina. Doch fast in ganz Nordamerika fand eine partielle Finsternis statt. Leider sah man an viele Orte vorwiegend Wolken.

Am Ufer des Green River Lake in Wyoming war das anders. Vor der Totalität bedeckten Wolken die Sonne manchmal fast eine Minute lang. Doch dann zogen die Wolken weit genug fort. So gelang diese Komposit-Bildfolge. Der dunkle Mond deckt die Sonne ab. Außerhalb verteilt sich die Korona der Sonne. Die Bilder daneben zeigen die partiellen Phasen der Sonnenfinsternis vor und nach der Totalität.

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Zeitraffer: Eine totale Sonnenfinsternis

Bildcredit und Bildrechte: Colin Legg

Habt ihr schon einmal eine totale Sonnenfinsternis gesehen? Dieses Zeitraffervideo zeigt so eine Finsternis dramatisch detailreich. Die Finsternis war 2012 in Australien zu sehen. Zu Beginn des Videos nimmt man eine leichte Abdunklung der Sonne und der Umgebung auf der Erde kaum wahr. Während der Mond wandert und fast die ganze Sonne bedeckt, zieht von links die Dunkelheit heran. Dort ist der vollständig abgedeckte Teil der Sonne.

Während der Totalität ragt nur die helle Sonnenkorona über den Mondrand hinaus, und ihr seid von Dunkelheit umgeben. Doch der weit entfernte Horizont ist noch hell, weil er nicht im dunkelsten Teil des Schattens liegt. Der Schattenkegel der Erde bildet die Dunkelheit. Zur Mitte der Totalität erreicht er den Horizont unter der verfinsterten Sonne. Dieser Schattenkorridor reicht bis zum Mond. Am Ende der totalen Phase der Sonnenfinsternis kehrt sich der Prozess um. Das passiert meist nach ein paar Minuten. Der Mondschatten zieht dann auf der anderen Seite ab.

Die Sonnenfinsternis morgen Nachmittag sieht man in ganz Nordamerika, zumindest als partielle Finsternis. Man kann sie bei geselligen Treffen erleben. Einige werden in örtlichen Bibliotheken organisiert.

Finsternis: NASA-Infosite

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Ein Tag im Leben einer (großteils) menschlichen Sonnenuhr

Videocredit und Bildrechte: Astronomie-AG, Progymnasium Rosenfeld, Till Credner, AlltheSky.com

Wolltet ihr schon einmal ein Gnomon sein? Ein Gnomon ist der Teil einer Sonnenuhr, der den Schatten wirft. Der Schatten des Schattenzeigers wandert, während die Sonne über den Himmel zieht. Die Position des Schattens zeigt die Zeit auf dem Ziffernblatt.

Am 19. Juli bildete die Astronomiegruppe des Progymnasiums Rosenfeld eine menschliche Sonnenuhr. Jeder Teilnehmer spielte geduldig zehn Minuten lang die Rolle des Schattenzeigers. Für dieses Zeitraffervideo der Entdeckungs-„Zeitreise“ wurde von 8 bis 16 Uhr MESZ alle 20 Sekunden ein Bild fotografiert.

Die berechneten Stundenmarkierungen, welche die Ortszeit an genau diesem Tag zeigen sollten, wurden auf den Boden gezeichnet. Die Turmuhr hinten bietet einen Zeitvergleich.

Erkennt ihr die Ortszeit des Sonnenhöchststandes? (Tipp: Beim Sonnenhöchststand steht die Sonne im Meridian.) Die geduldige Gruppe plant für den Winter eine Wiederholung des Auftritts als menschlichen Sonnenuhr, um die Tageslänge und die Höhe der Sonne zu vergleichen.

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Eine totale Sonnenfinsternis von Saros 145

Am 11. August 1999 strahlte die Venus links neben der verfinsterten Sonne. Der Horizont ist hell, oben leuchtet die Korona der Sonne um den Neumond.

Bildcredit und Bildrechte: Tunç Tezel (TWAN), Alkim Ün

Am dunklen Himmel strahlt der Planet Venus. Das Bild einer totalen Sonnenfinsternis zeigt den Neumond als Silhouette und die schimmernde Korona der Sonne. Die Aufnahmen für das Kompositbild wurden gleichzeitig mit Tele- und Weitwinkelobjektiv fotografiert. Es entstand vor 18 Jahren am 11. August 1999 bei Kastamonu in der Türkei auf dem Pfad der Totalität.

Diese spezielle Sonnenfinsternis gehört zum Saroszyklus 145. Historisch gesehen kennt man den Saroszyklus schon lange durch Beobachtung der Mondbahn. Er sagt voraus, wann Sonne, Erde und Mond wieder dieselbe Anordnung für eine Sonnen- oder Mondfinsternis erreichen. Eine Sarosperiode dauert 18 Jahre und 11,3 Tage.

Finsternisse im Abstand einer Sarosperiode gehören zum selben Saroszyklus. Diese Saroszyklen sind nummeriert und einander sehr ähnlich. Doch die Pfade der Totalität von Sonnenfinsternissen im selben Saroszyklus wandern über die Erde. Denn der Planet rotiert während des Tagesbruchteils der Sarosperiode weitere 8 Stunden. Daher ist auch die nächste Sonnenfinsternis von Saros 145 am 21. August 2017 total. Doch der schmale Pfad der Totalität zieht nun quer über die USA, von einer Küste zur anderen.

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Eine totale Finsternis am Ende der Welt

Über dem Horizont aus Schnee und Eis bedeckt der Mond die Sonne, sodass man ihre strahlende Korona sieht. Vor dem Schauspiel prüft gerade ein Fotograf seine Kamera. Links neben ihm steht seine Ausrüstung.

Bildcredit und Bildrechte: Fred Bruenjes (moonglow.net)

Würdet ihr ans Ende der Welt reisen, um eine totale Sonnenfinsternis zu sehen? Und wärt ihr dann überrascht, wenn dort noch jemand wäre? 2003 standen die Sonne, der Mond, die Antarktis und zwei Fotografen bei einer ungewöhnlichen totalen Sonnenfinsternis in einer Reihe. Trotz der extremen Lage wagte sich eine Gruppe an den untersten Rand der Welt, um zu erleben, wie die Sonne auf surreale Weise hinter dem Mond verschwand.

Dieses Bild war einer der Schätze, die gesammelt wurden. Es ist ein digitales Komposit aus vier Einzelbildern. Es zeigt auf realistische Weise, was das menschliche Auge, das sich sehr gut anpassen kann, bei der Finsternis sah. Sonne und Mond ragten zusammen gerade noch über einen antarktischen Bergrücken. In der plötzlichen Finsternis leuchtete die prächtige Korona der Sonne um den Mond herum auf. Zufällig geriet ein weiterer Fotograf auf eines der Bilder, als er seine Videokamera überprüfte. Links neben ihm stehen eine Gerätetasche und ein Klappstuhl.

In drei Wochen ist in den USA eine Sonnenfinsternis, die man leichter beobachten kann.

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