Wie man ein Licht am Himmel erkennt

Die Grafik erklärt anhand von Abfragen, welche Lichter es am Himmel gibt und wie man sie unterscheiden kann.

Bildcredit und Bildrechte: HK (The League of Lost Causes)

Was ist dieses Licht am Himmel? Diese häufig gestellte Frage kann man nach ein paar kurzen Beobachtungen beantworten. Zum Beispiel: Bewegt es sich oder blinkt es? Wenn ja, und falls ihr in der Nähe einer Stadt lebt, lautet die Antwort meist: Es ist ein Flugzeug, weil es dort oft Flieger gibt. Sterne und Satelliten leuchten selten hell genug, um sie über den gleißenden künstlichen Stadtlichtern zu sehen.

Wenn es sich nicht bewegt und ihr außerdem weit genug von einer Stadt entfernt seid, ist das helle Licht wahrscheinlich ein Planet wie Venus oder Mars. Erstere ist nur in der Dämmerung nahe dem Horizont zu sehen. Manchmal kann man ein Flugzeug schwer von einem hellen Planeten unterscheiden. Doch selbst wenn sich ein Flugzeug in der Nähe des Horizonts kaum bewegt, verrät es sich nach einigen Minuten durch seine Bewegung.

Immer noch nicht sicher? Diese Karte zeigt eine leicht ironische, passable Einschätzung. Wenn ihr ein paar Korrekturen anbringen möchtet, seid ihr herzlich eingeladen, sie zu veröffentlichen (englisch).

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Fackle wohl, AR2673!

SDO machte dieses Bild in extremem Ultraviolettlicht. Rechts am Rand strahlt eine extrem helle Aktive Region, die auf die Rückseite der Sonne verschwindet.

Bildcredit: NASA, SDO und die AIA-, EVE- und HMI-Wissenschaftsteams

Die riesige aktive Region AR2673 rotiert aus der Sicht unseres Planeten am westlichen Rand der Sonne. Am 10. September brach wieder eine intensive Sonneneruption aus. Danach folgte ein großer koronaler Massenauswurf. Die Protuberanz funkelt rechts im Bild. Sie wurde vom Solar Dynamics Observatory (SDO), das auf die Sonne starrt, im extremen Ultraviolett aufgenommen.

Die heftige Protuberanz war die vierte der Klasse X, die AR2673 diesen Monat ausschleuderte. Der letzte koronale Massenauswurf aus dieser aktiven Region traf 2 Tage später auf die Magnetosphäre der Erde. Jetzt nehmen wir Abschied von der mächtigen Region AR2673. In die nächsten zwei Wochen befindet sich die gewaltige Sonnenfleckengruppe auf der Rückseite der Sonne.

Abschied von Cassini

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Eine totale Sonnenfinsternis erleben

Videocredit und -rechte: Jun Ho Oh (KAIST, HuboLab); Musik: Flowing Air von Mattia Vlad Morleo

Wie geht es euch, wenn die Sonne verschwindet? Viele beobachteten die Finsternis in den USA. Sie waren überrascht, wie beeindruckt sie waren und wie laut alle jubelten, als die Sonne kurz hinter dem Mond verschwand. Vielleicht rechneten sie nur mit einer kurzen Dämmerung. Doch das Schauspiel bot eine ungewöhnlich rasche Dunkelheit, atemberaubend helle leuchtende Perlen am Mondrand und rosarote Protuberanzen auf der Sonne. Am Himmel breitete sich eine seltsam detailreiche Korona aus. Sie erwischte viele Grantler am falschen Fuß.

Das Video läuft in Echtzeit und dauert drei Minuten. Es zeigt viele Merkmale der totalen Sonnenfinsternis vom letzten Monat. Die Einzelbilder im Video wurden in Warm Springs in Oregon aufgenommen. Die Ausrüstung dafür wurde von Jun Ho Oh eigens entwickelt. Damit erfasste er das Umfeld der Sonne während der Finsternis. Am Ende des Videos sieht man, wie die Sonne auf der anderen Seite des Mondes, wo sie verschwand, wieder auftaucht.

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Der große Auftritt am Himmel

Sonnenfinsternis in den USA: Hinter einem See und einem bewaldeten Berg leuchtet am dunklen Himmel die Korona der Sonne um den Mond herum.

Bildcredit und Bildrechte: Rogelio Bernal Andreo (Deep Sky Colors)

Am Ufer des Phillips Lake in Oregon tummelten sich am 21. August keine Menschenmassen. Doch einige waren gekommen, um für einen Augenblick im dunklen Schatten des Mondes zu stehen. Das improvisierte Mosaikfoto zeigt, wie die lang erwartete Sonnenfinsternis über dem Ufer steht.

Zwei senkrechte Bilder zeigen die letzten Sekunden der Totalität und den ersten Augenblick des 3. Kontakts. Damit endet die Totalität der Finsternis und das Sonnenlicht kehrt zaghaft zurück. Überall in den USA machten Menschen auf dem Totalitätspfad Fotos und teilten ihr Erlebnis. Vielen ist die Erfahrung vielleicht mehr wert als geplanten oder ungeplanten Fotos der totalen Sonnenfinsternis. Jedenfalls gilt das für die Leute am Phillips Lake.

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Ein Blitzspektrum der Sonne

Links ist der Mond vom Diamantring der Sonne umgeben. Der Diamantring wurde aus zwei Aufnahmen vom Beginn und Ende der Finsternis zusammengesetzt. Nach rechts ist das Blitzspektrum der Sonne aufgefächert. Es wurde mit einem Beugungsgitter fotografiert. Zwei farbige helle Streifen verlaufen waagrecht neben den Diamantblitzern. Einzelne Sonnenringe zeigen starke Emissionen der Elemente Wasserstoff und Helium.

Bildcredit und Bildrechte: Yujing Qin (Univ. Arizona)

Das bunte Finsterniskomposit wurde am klaren Himmel über Madras in Oregon fotografiert. Es zeigt das flüchtige Blitz-Spektrum der Chromosphäre der Sonne. Das Bild entstand aus drei Aufnahmen vom 21. August. Sie wurden mit Teleobjektiv und Beugungsgitter aufgenommen und justiert.

Die Erscheinung der Sonne erinnert an einen Diamantring. Sie wurde zu Beginn und am Ende der Totalität direkt fotografiert. Der Ring umklammert die Silhouette des Mondes zum Höhepunkt der Finsternis. Die Photosphäre der Sonne wurde vom Beugungsgitter nach rechts zu einem Farbspektrum aufgefächert. Es zeigt zwei durchgehende Streifen. Diese gehen von den Blitzen im Diamantring aus. Die Blitzer sind winzige Splitter der überbordend hellen Sonne.

In jeder Wellenlänge des Lichts erscheinen auch einzelne Bilder der Finsternis. Das Licht dafür strahlen Atome in den schmalen Bögen der Chromosphäre der Sonne ab. Die hellsten Bilder stammen von Atomen des Wasserstoffs. Sie zeigen die stärkste Strahlung in der Chromosphäre. Ganz rechts befindet sich die rote H-alpha-Emission. Links sind die blauen und violetten Emissions-Serien von Wasserstoff aufgereiht.

Die helle, gelbe Emission dazwischen stammt von Heliumatomen. Das Element Helium wurde erstmals im Blitzspektrum der Sonne entdeckt.

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Der Kletterer und die Finsternis

Die Silhouette des Felsens links erinnert an ein Affengesicht. Darauf steht ein Kletterer, der mit einem Seil gesichert ist. Hinter ihm schimmert die Korona, unter seinen Beinen blitzt der Diamantring am Ende der Totalen Sonnenfinsternis auf.

Bildcredit und Bildrechte: Andrew Struder

Was tut ihr, wenn auf eurem Kletterfoto plötzlich eine totale Sonnenfinsternis auftaucht? Jubeln, denn die Planung gelohnt hat sich gelohnt. Monatelang wurde erörtert, welche Schauplätze geeignet wären. Eine Woche lang erkundete man verschiedene Standorte im Smith Rock State Park von Oregon. Dann wählte eine Gruppe von Fotografen und Kletterern den malerischen Monkey Face tower als dramatischen Vordergrund für Bilder der totalen Sonnenfinsternis. Er ist 100 Meter hoch. Ted Hesser, Martina Tibell und Michael Shainblum leiteten die Gruppe.

Die Spannung stieg, als die Finsternis näher rückte. Man prüfte geplante Aufreihungen und passte die Position des Felskletterers Tommy Smith an. Genau wie geplant wanderte der Mond vor die Sonne, und Smith bewegte sich vor den Mond. Dieses Bild der Sonnenfinsternis zeigt einen Diamantring. Das ist eine Phase der Finsternis, bei der ein Teil der fernen Sonne immer noch hinter der Oberfläche des Mondes sichtbar ist.

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Eine Wasserhose in Florida

Hinter einer Palme am Ufer ist eine Bucht. Aus dem Wasser steigt eine riesige Wassersäule auf, die sich oben wie ein Elefantenrüssel windet und in einer dunklen Wolke verschwindet.

Bildcredit und Bildrechte: Joey Mole

Was geschieht über dem Wasser? Hier ist eines der besten Bilder einer Wasserhose, die je fotografiert wurden. Es ist eine Art Wirbelsturm, der über Wasser auftritt. Wasserhosen sind rotierende Säulen aus feuchter Luft, die aufsteigt. Sie entstehen meist über warmem Wasser. Sie können so gefährlich sein wie Wirbelstürme und erreichen eine Windgeschwindigkeit von mehr als 200 km/h.

Manche Wasserhosen entstehen weit entfernt von Gewittern, sogar bei relativ heiterem Wetter. Sie können fast durchsichtig sein. Man erkennt sie dann zunächst nur als seltsames Muster auf dem Wasser. Dieses Bild entstand im Juli 2013 bei der Tampa Bay in Florida. Der Atlantik vor der Küste von Florida ist wohl die aktivste Region der Welt für Wasserhosen. Jedes Jahr entstehen Hunderte. Manche vermuten, dass sie sogar für einige Verluste im Bermudadreieck verantwortlich sind.

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Panorama-Finsterniskomposit mit Strichspuren

Das Panorama ist ein Kleiner Planet, unten ist Nacht, oben Tag. Das Bild entstand in der Nacht vor und am Tag der Sonnenfinsternis.

Bildcredit und Bildrechte: Stephane Vetter (Nuits sacrees, TWAN)

Was geschah bei der totalen Sonnenfinsternis letzte Woche am Himmel? Dieses doppelte Komposit in Zeitraffer wurde digital kombiniert. Es zeigt den ganzen Himmel als Kleinen Planeten. Alle Aktionen eines Ortes wurden bei Tag und Nacht abgebildet. Das Panorama misst 360 mal 180 Grad. Norden und Süden liegen am unteren und am oberen Bildrand. Ost und West sind links und rechts.

Die Strichspuren wurden in der Nacht vor der Finsternis 4 Stunden lang fotografiert. Sie kreisten um den Himmelsnordpol (unten), während die Erde rotierte. Am Tag der totalen Finsternis entstand alle 15 Minuten von Aufgang bis Untergang (oben) ein Bild der Sonne. Manchmal ist sie partiell verfinstert.

Alle Bilder wurden digital mit einem Einzelbild kombiniert, das exakt zur totalen Phase der Sonnenfinsternis entstand. Darauf war die helle Korona der Sonne sichtbar, die um den dunklen Neumond flackerte (links oben). Gleichzeitig leuchtete oben die Venus. Der Baum mitten unter der Kamera ist eine Douglasie. Die Bilder wurden sorgfältig geplant und in Magone Lake in Oregon in den USA aufgenommen.

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