Koronaler Regen auf der Sonne

Videocredit: Solar Dynamics Observatory, SVS, GSFC, NASA; Musik: „Thunderbolt“ von Lars Leonhard

Regnet es auf der Sonne? Ja, aber nicht Wasser, sondern extrem heißes Plasma. So einen Regen gab es Mitte Juli 2012 nach einer mittleren Eruption auf der Sonne. Dabei kam es auch zu einem koronalen Massenauswurf.

Danach geschah etwas eher Ungewöhnliches. In der nahen Sonnenkorona wurde Plasma gefilmt, als es abkühlte und zurückfiel. Das Phänomen nennt man einen koronalen Regen. Protonen und Ionen sind elektrisch geladen. Daher lenkt sie der koronale Regen entlang von bestehenden Magnetschleifen zierlich zur Oberfläche der Sonne. Die Szene wirkt wie ein surrealer Wasserfall in drei Dimensionen ohne Quelle.

Wir sehen das überraschend ruhige Schauspiel hier in Ultraviolett. Die Materie leuchtet mit einer Temperatur von etwa 50.000 Kelvin. Jede Sekunde im Zeitraffervideo dauert in Wirklichkeit etwa 6 Minuten. Also dauerte der ganze koronale Regenschauer an die 10 Stunden. Aktuelle Beobachtungen zeigen, dass so ein koronaler Regen auch in kleineren Schleifen auftreten kann. Manchmal dauert er bis zu 30 Stunden.

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Korona einer totalen Sonnenfinsternis als HDR

Der Mond bedeckt die Sonne, daher sieht man die riesige Korona aus heißem Plasma. Rosarote Protuberanzen ragen über den Sonnenrand. Auf dem Mond erkennt man einige dunkle Flecken, die Maria oder Meere.

Bildcredit und Bildrechte: Nicolas Lefaudeux

Die große Sonnenfinsternis 2017 war wirklich toll. Dieses HDR zeigt sie etwas prächtiger, als wir sie kennen. Am 21. August bedeckte der Mond auf einem schmalen Pfad ein paar Minuten lang die Sonne. Der Schatten zog quer über die USA. Die Finsternis war eines der am häufigsten fotografierten Ereignisse der Geschichte. Doch dieses Bild wurde erst kürzlich nach einem außergewöhnlichen Aufwand an Digitalbearbeitung vollendet. Es ist eines der detailreichsten Bilder der Sonnenkorona, die je gelungen sind.

Die Sonnenkorona besteht aus extrem heißem Gas. Nur bei einer totalen Sonnenfinsternis sieht man sie mit bloßem Auge. Das Bild kombiniert mehr als 70 verschieden lang belichtete Einzelbilder einer HDR-Serie, die einander ergänzen. Sie lieferten genug Details, um die Bewegung der Sonnenkorona zu erkennen. In Unity in Oregon, wo die Bilder fotografiert wurden, waren morgens die Sichtbedingungen in der Atmosphäre sehr gleichmäßig.

Die nächste totale Sonnenfinsternis auf der Erde findet im Juli 2019 statt. Im April 2024 gibt es die nächste Finsternis, die man in Nordamerika und in den USA sieht.

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Die losgelassene Sonne: Riesenfackel in Ultraviolett

Videocredit: NASA GSFC’s Scientific Visualization Studio, Solar Dynamics Observatory

Wenn eine Sonnenfackel ausbricht, ist das ein sehr eindrucksvoller Anblick auf der Sonne. Im Juni 2011 gelangten aktive Sonnenfleckenregionen durch die Rotation zum Sonnenrand. Dann stieß die Sonne eine mittelgroße Eruption aus. Doch nach dieser Fackel folgte ein gewaltiger Strom aus magnetischem Plasma.

Die Aufnahme stammt vom Solar Dynamics Observatory SDO der NASA. Sie wurde im extremen Ultraviolettlicht gefilmt und zeigt den Ausbruch der riesigen Fackel am Sonnenrand.

Das Zeitraffervideo zeigt das mehrere Stunden lange Ereignis. Dunkles, kühleres Plasma regnete auf einen großen Bereich auf der Oberfläche der Sonne. Es folgt dabei den gebogenen Magnetfeldlinien, die unsichtbar sind. Dabei wurde auch ein koronaler Massenauswurf (KMA) zur Erde geschleudert. Es kam zu einem Streifschuss des Erdmagnetfeldes. Ein KMA ist eine massereiche Wolke aus Teilchen mit viel Energie.

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Partielle Sonnenfinsternis über Buenos Aires

Hinter einer Insel im Meer vor Buenos Aires geht die Sonne hinter Wolken am orangefarbenen Himmel unter. Am oberen Rand der Sonne fehlt ein kleiner Splitter.

Bildcredit und Bildrechte: Fefo Bouvier

Was ist mit dem oberen Rand der Sonne passiert? Letzte Woche war auf der Südhalbkugel der Erde mancherorts eine partielle Sonnenfinsternis zu beobachten. Dabei bedeckt der Mond einen Teil unserer Sonne.

Dieses Bild entstand gegen Ende der Finsternis an der Küste von Uruguay. Der Blick fällt auf Buenos Aires in Argentinien. Vorne ragt die Isla Farallón mit ihrem Leuchttrum aus dem Meer. Links neben der Sonne fliegt ein Flugzeug. Für das Bild wurden zwei Aufnahmen mit derselben Kamera und den gleichen Einstellungen nacheinander fotografiert und digital kombiniert. Ein Bild zeigt die Landschaft, das andere die Sonne zum Höhepunkt.

Die nächste Sonnenfinsternis, die man auf der Erde sieht, ist wieder eine partielle Finsternis. Mitte Juli ist sie in Teilen von Südaustralien und Tasmanien zu beobachten.

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Eine partielle Finsternis über der Manilabucht

Über der Silhouette der Manilabucht auf den Philippinen geht hinter Piers die partiell verfinsterte Sonne unter. Sie ist eine helle, breite Sichel am dunkelroten Himmel.

Bildcredit und Bildrechte: Armando Lee (Astron. League Philippines), F. Naelga Jr., 100 Stunden Astronomie (IYA 2009)

Was passiert mit der Sonne, die hier untergeht? Eine Finsternis! Anfang 2009 verfinsterte der Mond einen Teil der Sonne. Das konnte man in Teilen von Afrika, Australien und Asien beobachten. Dieses Bild entstand an der Ufermauer der Mall of Asia. Es zeigt die partiell verfinsterte Sonne, als sie über der Manilabucht auf den Philippinen unterging. Vorne stehen die Silhouetten der Piers.

Es war die einzige ringförmige Sonnenfinsternis des Jahres. Leute, die Finsternisse jagen und einen guten Ort für die Beobachtung hatten, schufen viele interessante, kunstvolle Bilder. Sie machten Filme, fotografierten die Schatten der Finsternis und Feuerringe.

Am Donnerstag bedeckt der Mond wieder kurz Teile der Sonne. Manche beobachten das auch diesmal als partielle Finsternis der Sonne. Die Finsternis am Donnerstag sieht man nur teilweise im Süden von Südamerika und in der Antarktis.

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Venus und die dreifach ultraviolette Sonne

Die Sonne ist hier ungewöhnlich bunt von SDO abgebildet. Ultraviolettlicht macht heiße Gase sichtbar, das entlang von Magnetfeldlinien strömt. Außerdem zeigt es die Korona der Sonne. Links oben im Bild ist ein schwarzer Kreis, es ist der Planet Venus, der gerade vor der Sonne vorbeizieht.

Bildcredit: NASA/SDO und die AIA-, EVE- und HMI-Teams; Digitaler Aufbau: Peter L. Dove

2012 ereignete sich eine ungewöhnliche Art Sonnenfinsternis. Für gewöhnlich verfinstert der Erdmond die Sonne. Doch in diesem Jahr war der Planet Venus an der Reihe, was ungewöhnlich war. Wie bei einer Sonnenfinsternis durch den Mond wurde zuvor die Phase der Venus eine immer schmälere Sichel, als sich die Venus der Sichtlinie zur Sonne näherte. Am Ende war die Ausrichtung perfekt, und die Phase der Venus fiel auf null.

Der dunkle Fleck der Venus kreuzte unseren Heimatstern. Technisch könnte man die Situation als ringförmige Sonnenfinsternis durch die Venus bezeichnen, die einen ungewöhnlich großen Feuerring hat. Das Solar Dynamics Observatory SDO im Erdorbit bildete die Sonne bei der Finsternis in drei Farben von Ultraviolett ab. Die dunkle Region rechts ist ein koronales Loch.

Stunden später war Venus auf ihrer Bahn weitergezogen und tauchte als schmale Sichel wieder auf. Der nächste Venustransit über die Sonne findet 2117 statt.

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Sonnenhalo über Schweden

Videocredit und -rechte: Håkan Hammar (Vemdalen Ski Resort, SkiStar)

Was ist mit der Sonne passiert? Manchmal wirkt es, als wäre sie durch eine riesige Linse zu sehen. Doch in diesem Video sind es Millionen winziger Linsen: Eiskristalle. Wasser kann in der Atmosphäre kleine, flache, sechsseitige Eiskristalle bilden. Wenn sie zur Erde flattern, ist ihre flache Seite die meiste Zeit parallel zum Boden gerichtet.

Bei Sonnenaufgang oder -untergang steht man in der gleichen Ebene wie viele fallende Eiskristalle. Wenn die Kristalle flach ausgerichtet sind, wirken sie wie eine winzige Linse. Sie brechen Sonnenlicht in unsere Richtung. Dabei entstehen Phänomene wie Parhelia. Das ist der technische Begriff für Nebensonnen.

Dieses Video entstand vor einem Monat bei einem Schihügel im Vemdalen Ski Resort. Das Resort befindet sich in der Nähe von Stockholm in Schweden. In der Mitte ist das direkte Bild der Sonne. Links und rechts daneben leuchten zwei markante, helle Nebensonnen. Man sieht auch einen hellen 22-Grad-Ring und sogar den seltenen 46-Grad-Ring, der viel blasser ist. Auch er entsteht durch Sonnenlicht, das von Eiskristallen in der Atmosphäre reflektiert wird.

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Komet Machholz nähert sich der Sonne

Das Bild ist blau gefärbt. Von links oben ragt eine Stange mit einer Abdeckscheibe für die Sonne ins Bild. Hinter der Scheibe strömt die Korona der Sonne ins Bild. Rechts zieht Komet Machholz einen langen Bogen. Dabei zeigt sein langer Schweif von der Sonne fort und zieht dem Kometen leicht hinterher.

Bildcredit: NASA, SOHO, LASCO, Barbara Thompson (NASA’s GSFC)

Warum enthält Komet Machholz so wenige Chemikalien, die Kohlenstoff enthalten? Komet 96P/Machholz rühmt sich, der Sonne näher zu kommen als jeder andere Komet mit kurzer Periode. Er kommt ihr doppelt so nahe wie Merkur, und das alle fünf Jahre. Um diesen ungewöhnlichen Kometen besser zu verstehen, folgte die Sonde SOHO der NASA, welche die Sonne beobachtet, dem Kometen bei seiner jüngsten Annäherung an die Sonne, die im Oktober stattfand.

Dieses Bildkomposit zeigt, wie der Komet mit langem Schweif an der Sonne vorbeisaust. Die helle Oberfläche der Sonne ist von einer dunklen Scheibe bedeckt. Doch man sieht Teile der ausgedehnten Sonnenkorona. Hinten leuchten Sterne. Eine Hypothese besagt, dass Komet Machholz durch diese engen Annäherungen an die Sonne seinen Kohlenstoff verliert. Eine andere Hypothese postuliert, dass der Komet weit entfernt mit dieser Zusammensetzung entstand – vielleicht sogar in einem anderen Sternsystem.

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