Das Planetensystem Kepler-90

Die Grafik zeigt in der oberen Reihe die Planeten des Systems Kepler-90 und darunter die Planeten des Sonnensystems. Auf den ersten Blick scheinen die Himmelskörper sehr ähnlich. Tatsächlich wissen wir aber nichts über die tatsächliche Natur der Exoplaneten.

Illustrationscredit: NASA Ames, Wendy Stenzel

Haben andere Sterne Planetensysteme wie unseres? Ja. Kepler-90 ist so ein System. Es wurde nach dem Satelliten Kepler katalogisiert. Nun entdeckte man einen achten Planeten. Damit besitzt Kepler-90 die gleiche Zahl bekannter Planeten wie unser Sonnensystem.

In einigen Dingen sind sich Kepler-90 und unser System ähnlich. Dazu gehören ein sonnenähnlicher G-Stern, erdähnliche Gesteinsplaneten und Planeten, die ähnlich groß sind wie Jupiter und Saturn. Zu den Unterschieden zählt, dass alle bekannten Planeten von Kepler-90 relativ eng kreisen. Sie kommen ihrem Stern näher als die Erde der Sonne. Somit sind sie vielleicht zu heiß für Leben. Doch vielleicht entdecken wir durch Beobachtungen über längere Zeiträume weiter außen kühlere Planeten.

Kepler-90 ist etwa 2500 Lichtjahre entfernt. Er ist 14 mag hell. Mit mittelgroßen Teleskopen findet man ihn im Sternbild Drache (Draco). Auch im nächsten Jahrzehnt sind Starts für Suchmissionen nach Exoplaneten geplant. Dazu gehören TESS, das JWST, WFIRST und PLATO.

Zur Originalseite

Höhepunkte am Winterhimmel

Die Infografik zeigt Ereignisse am Nachthimmel im Winter 2018.

Illustrationscredit und -rechte: Universe2go.com

Was passiert diesen Winter am Himmel? Diese Grafik zeigt einige Höhepunkte für die Nordhalbkugel der Erde. Sie ist eine Art Ziffernblatt, das unten zentriert ist. Frühe Ereignisse am Winterhimmel sind links aufgefächert, späte Winterereignisse rechts. Objekte, die der Erde relativ nahe sind, liegen näher an der Gestalt mit Teleskop unten in der Mitte. Doch fast alles, was hier gezeigt ist, sieht man ohne Teleskop.

Ein Höhepunkt am Winterhimmel ist der Meteorstrom der Geminiden. Er erreicht diese Woche seinen Höhepunkt. Am Abendhimmel stehen das auffällige Sternbild Orion und viele Planeten. Sie gehen im Februar vor der Sonne auf. Wie zu jeder Jahreszeit zieht manchmal die Internationale Raumstation ISS über den Himmel. Man sieht sie, wenn man weiß, wann und wo man sie suchen muss.

Zur Originalseite

Merkur, visualisiert von MESSENGER

Videocredit: NASA, JHUAPL, CIW; Bearbeitung: Roman Tkachenko; Musik: Open Sea Morning von Puddle of Infinity

Wie ist es, wenn man über den Planeten Merkur fliegt? Die Robotersonde MESSENGER der NASA umkreiste Merkur von 2011 bis 2015. Ihre Bilder und Daten wurden digital zu einem virtuellen Flug kombiniert. Er zeigt einen Großteil der Oberfläche des heißen Planeten.

Die innerste Welt im Sonnensystem sieht so ähnlich aus wie der Erdmond. Das Gelände auf der Oberfläche ist grau und voller Krater. MESSENGER fand viel über Merkur heraus. Dazu gehört, dass es in den Schatten bei seinen Polen wahrscheinlich Wassereis gibt.

Zu Beginn des Videos sieht man die Seite von Merkur, die zur Sonne zeigt. Am Ende verschwindet die virtuelle Raumsonde in der Merkurnacht. Merkur dreht sich so langsam, dass er bei zwei Wanderungen um die Sonnen nur dreimal um sich selbst rotiert. 2018 soll die europäische und japanische Sonde BepiColombo starten. Sie soll Merkurs Oberfläche besser kartieren und sein Magnetfeld sondieren.

Zur Originalseite

Erde und Mond

Bildrechte: NASA, JPL, Galileo-Projekt; Bearbeitung und Lizenz: Gordan Ugarkovic

Nur selten werden Erde und Mond zusammen fotografiert. Diesen Monat vor 25 Jahren bot sich eine der besten Gelegenheiten. Damals sauste die Jupitersonde Galileo am System unserer Heimatwelt vorbei. Die Raumsonde Galileo näherte sich auf etwa 15 Erde-Mond-Distanzen. Von dort aus sah sie, wie unser natürlicher Begleiter an unserer Heimatwelt vorbeiglitt.

Dieses Video kombiniert 52 historische Bilder, die farbverstärkt wurden. Der Mond wirkt zwar neben der Erde klein. Doch kein anderer Planet im Sonnensystem hat einen Begleiter, dessen Größe so ähnlich ist. Rechts außen ist die Sonne. Sie beleuchtete etwa die Hälfte jeder Kugel. Die rotierende Erde zeigt Wolken, blaue Ozeane und braune Kontinente.

Heute Nacht leuchtet auf der ganzen Erde ein fast voller EichenSupermond. Er scheint von Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang.

Zur Originalseite

Am Freitag lächelte der Mond

Über dem dunklen Horizont schimmert ein violetter Himmel. Links liegt eine sehr schmale Mondsichel, rechts leuchten zwei Planeten. Venus steht knapp über dem Horizont, Jupiter ist weiter oben.

Bildcredit und Bildrechte: Tunç Tezel (TWAN)

Am Freitag lächelte der alte Mond. Morgenmenschen konnten das sehen. Die abnehmende Sichel war von der Sonne beleuchtet. Sie wurde auf dieser klaren, stimmungsvollen Szene bei Bursa in der Türkei auf dem Planeten Erde fotografiert. In den zarten Farben der Dämmerung leuchten die nahen Himmelslichter Jupiter (oben) und Venus am östlichen Horizont.

Heute ist Samstag und Neumond. Anfang nächster Woche folgt die zunehmende Sichel der untergehenden Sonne, wenn sie im Westen untergeht. Dann begleitet das Lächeln des jungen Mondes Saturn und Merkur am frühen Abendhimmel.

Zur Originalseite

Ein fröhlicher Himmel über Los Angeles

Über einer lichtverschmutzten Stadt, die bis zum Horizont reicht, leuchtet ein Sichelmond, links darüber stehen die Planeten Venus und Jupiter.

Bildcredit und Bildrechte: Dave Jurasevich (Mt.-Wilson-Observatorium)

Manchmal lächelt der Himmel über weiten Teilen der Erde. An einem Tag im Jahr 2008 zeigte er weltweit eine seltene Anordnung. Sie bestand aus dem Mond und den Planeten Venus und Jupiter. Bilder, die zur rechten Zeit fotografiert wurden, zeigen den Sichelmond. Er war von den Planeten Venus und Jupiter begleitet. Die beiden standen scheinbar nahe beisammen. Alle drei Lichter bildeten ein Lächeln.

Diese Szene entstand am 30. November 2008 nach Sonnenuntergang am Mt.-Wilson-Observatorium. Der Blick reichte über Los Angeles in Kalifornien (USA). Am höchsten steht der Planet Jupiter, er ist auch am weitesten entfernt. Deutlich näher steht links unter Jupiter die Venus. Sie wirkt durch die Wolken in der Erdatmosphäre ungewöhnlich blau. Rechts daneben steht der Mond in zunehmender Sichelphase über dem Horizont.

Dünne Wolken werden vom Mond beleuchtet. Sie sind ungewöhnlich orange gefärbt. Am unteren Bildrand breiten sich die Hügel von Los Angeles aus. Viele sind mit einem zarten Dunst bedeckt. Ganz links stehen die Wolkenkratzer von LA.

Stunden nach Aufnahme dieses Bildes näherte sich der Mond dem fernen Duo. Er bedeckte kurz die Venus und wanderte dann weiter. Diese Woche gibt es eine ähnliche Konjunktion von Venus und Jupiter. Man sieht sie auf weiten Teilen des Planeten Erde kurz vor Sonnenaufgang im Osten.

Zur Originalseite

Milchstraße, Zodiakallicht und die australischen Pinnacles

Über den Pinnacles in Westaustralien wölbt sich die Milchstraße. Am Horizont steigt Zodiakallicht auf.

Bildcredit und Bildrechte: Jingyi Zhang

Was ist das für eine seltsame Welt? Es ist die Erde. Vorne im Bild stehen die Pinnacles. Sie sind ungewöhnliche Felsnadeln im Nambung-Nationalpark in Westaustralien. Diese malerischen Zinnen sind so groß wie eine Frau. Wie sie aus urzeitlichen Meeresmuscheln (Kalkstein) entstanden sind, wird weiterhin erforscht.

Das Panorama wurde letzten Monat fotografiert. Ein Strahl aus Zodiakallicht steigt nahe der Bildmitte vom Horizont auf. Zodiakallicht ist Sonnenlicht, das von Staubkörnchen reflektiert wird, die auf Bahnen in der Ebene der Planeten um die Sonne kreisen. Oben wölbt sich das zentrale Band unserer Milchstraße. Hinten sieht man auch die Planeten Jupiter und Saturn sowie mehrere berühmte Sterne am Nachthimmel.

Zur Originalseite

Drei Planeten im September am Morgenhimmel

Über Schloss Veszprém in Ungarn versammelten sich am Morgenhimmel der Mond und die Planeten Mars, Merkur und Venus.

Bildcredit und Bildrechte: Tamas Ladanyi (TWAN)

Am 18. September versammelten sich der Mond, drei Planeten und ein heller Stern am Morgenhimmel über dem ungarischen Schloss Veszprém auf der Ekliptik. Auf dieser himmlischen Landschaft leuchten Merkur und Mars in der Dämmerung am östlichen Horizont. Sie verschwanden aber bald im Glanz der Sonne. Regulus, der Alphastern im Sternbild Löwe, ist das helle Licht beim abnehmenden Sichelmond. Oben steht die gleißende Venus.

Morgens sah man auf dem ganzen Planeten Erde die schöne Konjunktion von Mond, Planeten und dem hellen Stern. Interessanterweise bedeckte der Mond an manchen Orten Regulus. Er wanderte am 18. September in nur 24 Stunden genau vor Regulus und an jedem der drei Planeten vorbei. Doch es war schwierig, die Beobachtung der Mondbedeckung zeitlich zu planen. Meist war es nur am Tageshimmel möglich.

Zur Originalseite