Eine Nacht, ein Teleskop, eine Kamera

Vor dem Dreiviertelmond sind Bilder fast aller Planeten mit ihren Monden angeordnet. Auch Pluto und die ISS sind dargestellt. Alle Bilder wurden im selben Maßstab fotografiert.
Bildcredit und Bildrechte: Fernando Cabrerizo (Centro Astronomico de Tiedra)

Diese Postkarten zeigen unser Sonnensystem. Sie entstanden alle in derselben Nacht am selben Ort mit demselben Teleskop. Alle sind im gleichen Maßstab gezeigt. So kann man die scheinbare Größe auf interessante Weise vergleichen.

Der Mond ist ein Mosaik aus sechs Bildern. Am Himmel ist er etwa ½ Grad breit. Die anderen Bilder wurden digital kombiniert oder einzeln fotografiert. Die echte Entfernung der Objekte steht bei jedem Einschub unten. Die Fotos zeigen die meisten Planeten im Sonnensystem mit ihren helleren Monden. Auch Pluto ist dabei. Nur der schwer fassbare Merkur fehlt, denn am Horizont standen Wolken. Dafür ist die Internationale Raumstation ISS abgebildet.

Die Bilder entstanden nachts am 21. Juli. Das Teleskop und die Kamera standen im Centro Astronómico de Tiedra in Spanien.

Zur Originalseite

Marsopposition

Zwei Bilder des Mars wurden mit dem Weltraumteleskop Hubble aufgenommen. Das linke Bild entstand bei der Opposition 2016, die Oberfläche ist klar. Das rechte Bild entstand vor ein paar Tagen, die Oberfläche ist verschwommen wegen eines Staubsturms.
Bildcredit und Bildrechte: NASA, ESA und STScI

Schaut heute Abend in die Richtung, die am Himmel gegenüber der Sonne liegt. Dort seht ihr den Mars so hell wie sonst fast nie. In ein paar Tagen erreicht er seine größte Nähe zur Erde. Mars geht auf, wenn die Sonne untergeht. Auch mit Teleskop sieht man ihn am hellsten und besten, wenn man davon absieht, dass immer noch ein Staubsturm den Roten Planeten einhüllt.

Diese beiden Bilder stammen vom Weltraumteleskop Hubble. Sie vergleichen die Erscheinung des Mars zu den Oppositionen 2016 und 2018. 2016 war die Marsatmosphäre klar. Das Bild von 2018 entstand vor 2 Tagen. Es zeigt fast dieselbe Seite des Mars. Doch die Details der Oberfläche sind vom Staub verdeckt. Der Südpol des Planeten ist in Wolken gehüllt. Er ist stärker zur Sonne geneigt. Im Frühling und Sommer steigt auf der Südhalbkugel die Temperatur. Das löst wahrscheinlich die planetenweiten Staubstürme aus.

Wenn ihr heute Abend zum Himmel schaut, seht ihr den Mars nahe beim Vollmond. Außerhalb von Nordamerika steht der Rote Planet auch noch neben einem roten Mond. Heute ist eine totale Mondfinsternis.

Zur Originalseite

Die Straße zum Mars

Die Straße führt scheinbar zum Planeten Mars. Links sind rötliche Felsen, die vom Scheinwerfer eines Autos beleuchtet werden, rechts oben stehen die Milchstraße und der Planet Saturn.

Bildcredit und Bildrechte: John Chumack

Was ist dieses Licht am Ende der Straße? Es ist der Mars. Gerade ist ein guter Monat, um euren Freundinnen und Familien den Mars zu zeigen. Unser Nachbarplanet leuchtet nicht nur am hellsten seit 15 Jahren, er ist außerdem fast die ganze Nacht sichtbar. Diesen Monat ist Mars etwa 180 Grad von der Sonne entfernt und er erreicht fast die kleinstmögliche Entfernung zum Planeten Erde.

Was die Bahn betrifft, nähert sich der Mars auch dem sonnennächsten Punkt auf seiner elliptischen Bahn. Es passiert genau dann, wenn die Erde fast zwischen Mars und Sonne wandert. Diese Anordnung nennt man eine Perihelopposition.

Mars ist nun gut zu beobachten. Der orangefarbene Planet geht im Osten auf, wenn die Sonne im Westen auf der gegenüberliegenden Seite des Himmels untergeht. Der Planet steigt nachts am Himmel auf. Seinen höchsten Stand erreicht er um Mitternacht. Wenn im Osten die Sonne aufgeht, geht er im Westen unter.

Der Rote Planet wurde Mitte Mai fotografiert, kurz bevor er am Ende einer Straße unterging. Das Bild entstand im Arches-Nationalpark nahe bei Moab in Utah in den USA.

Zur Originalseite

Der verhüllte Mars

Zwei Bilder des Planeten Mars. Auf dem linken Bild erkennt man dunkle und rote Gebiete sowie die Polkappen. Das rechte Bild ist fast gleichmäßig rotbraun gefärbt.
Bildcredit: J. Bell (ASU), M. Wolff (Space Science Inst.), Hubble-Vermächtnisteam (STScI / AURA), NASA

Was ist mit dem Mars passiert? 2001 war der Mars in einen gewaltigen planetenweiten Staubsturm gehüllt. Er war einer der größten, die man je von der Erde aus beobachtet hat. Diese beiden Sturmbilder des Weltraumteleskops Hubble veranschaulichen sein Ausmaß. Die beiden Ansichten der Marsoberfläche entstanden Ende Juni und Anfang September 2001. Sie unterscheiden sich stark voneinander.

Am rechten unteren Marsrand liegt die Hellas-Tiefebene. Dort und bei der nördlichen Polkappe ist im linken Bild der Beginn kleinerer „Startwinde“ erkennbar. Das rechte Bild zeigt einen ähnlichen Ausschnitt der Oberfläche. Es wurde mehr als zwei Monate später aufgenommen und zeigt das ganze Ausmaß des globalen Sturms, der den Mars verdunkelt. Der Sturm ließ schließlich nach. Doch in den letzten Tagen erfasste ein neuer großer Staubsturm den Roten Planeten.

Zur Originalseite

Sechs Planeten von Yosemite

Über dem See Tenaya im Yosemite-Nationalpark leuchten fünf Planeten am Nachthimmel hinter dem Leuchten am Horizont. Links steigt die Milchstraße senkrecht auf.
Bildcredit und Bildrechte: Rogelio Bernal Andreo (Deep Sky Colors)

Seit der Antike beobachten Menschen, wie die fünf Planeten Merkur, Venus, Mars, Jupiter und Saturn, die man mit bloßem Auge sieht, über den Nachthimmel des Planeten Erde wandern. Daher überrascht es vielleicht, dass man in dieser Nacht an einem klaren, ruhigen See sechs Planeten mit bloßem Auge sehen konnte. Seht mal!

Links steht der sehr helle gelbliche Mars neben der blassen Milchstraße, man sieht ihn gut. Saturn ist in das diffuse Sternenlicht der Milchstraße gehüllt. Jupiter steht rechts tief über dem Horizont. Er leuchtet hinter den Bäumen vor dem Schein der fernen Stadtlichter. Letztes Wochenende sah der aufmerksame Beobachter noch drei weitere Planeten, als er diese nächtliche Szene bewunderte. Sie breitete sich über dem schönen, hoch gelegenen See Tenaya im Yosemite-Nationalpark aus.

Zur Originalseite

Sterngrößen im Vergleich – Teil 2

Videocredit: morn1415 (YouTube); Bildcredits: NASA (typically); Musik: Alpha (Vangelis)

Wie groß ist unsere Sonne, wenn man sie mit anderen Sternen vergleicht? Beliebte Videos auf YouTube zeigen die relative Größe von Planeten, Sternen und sogar dem ganzen Universum. Das reicht vom Kleinsten bis zum Größten.

Das Video beginnt beim Mond der Erde. Von dort wandert es weiter zu immer größeren Monden und Planeten im Sonnensystem. Bald folgt die Sonne. Sie wird mit hellen Sternen verglichen, die in unserer Milchstraße in der Nachbarschaft liegen. Dann sehen wir Sterngrößen im Vergleich zur Milchstraße. Es folgen Galaxien im beobachtbaren Universum und Regionen mit möglicherweise noch größeren Multiversen. Der letzte Schritt ist eine Spekulation.

Außerhalb der Sonne kennt man die wahren Größen der meisten Sterne, zum Beispiel von Beteigeuze, nicht durch direkte Beobachtung. Man ermittelt sie, indem man ihre scheinbare Helligkeit, ihre Temperatur und die Entfernung misst.

Das Video ist als Lerninstrument weitgehend korrekt. Doch wir ermutigen euch, es zu vervollständigen. Zeigt gerne kleine Details im Video auf, die ungenau sind. So werden künftige Versionen davon vielleicht noch besser.

Zur Originalseite

Landschaft mit Mars und Milchstraße

Hinter fernen Hügeln leuchtet Mars, der Rote Planet. Die Milchstraße wölbt einen Bogen vom Horizont nach rechts.
Bildcredit und Bildrechte: Jose Luis Hernandez Verdejo

Der Planet Mars leuchtet gerade hell am Himmel der Erde. Er hat einen gelblichen Farbton. Hier geht er hinter den fernen Hügeln einer ruhigen Landschaft mit Nachthimmel auf. Dieses Panorama wurde letzten Monat in Spanien im Nationalpark Cabañeros fotografiert.

Auch die Milchstraße steigt hinter den Hügeln zum sternklaren Himmel auf. Ihre blassen, rosaroten Nebel, die kosmischen Gräben und Staubflüsse mischen sich mit dem blassen, diffusen Leuchten des Sternenlichtes. Der helle Stern Antares imitiert den gelblichen Farbton des Mars. Er leuchtet rechts neben den Sternwolken der zentralen Milchstraße. CubeSats von der Erde sind auf dem Weg zum Roten Planeten.

Zur Originalseite

Der komplexe Planet Jupiter

Die Raumsonde Juno zeigt ihren Blick auf Jupiter. Um den Pol, der vorne liegt, sind größere Wirbel in den Wolken. Zum Äquator hinten, der heller ist, werden die Wirbel gleichmäßiger. Oben ist ein großes Sturmgebiet.
Bildcredit:  NASA, Juno, SwRI, MSSS; Komposition: David Marriott

Wie komplex ist Jupiter? Die NASA-Mission Juno führte zu Jupiter. Sie zeigt, dass der jovianische Riese komplexer ist als erwartet. Man fand heraus, dass sich Jupiters Magnetfeld ganz anders aufgebaut ist als das einfache bipolare Feld unserer Erde. Mehrere Pole sind in ein komplexes Netzwerk verstrickt. Es ist im Norden stärker verschachtelt als im Süden.

Juno vermisst Jupiter auch in den Wellenlängen von Radio. Diese Messungen zeigen, dass es in Jupiters Atmosphäre Strukturen gibt, die tief unter der oberen Wolkendecke liegen. Sie reichen Hunderte Kilometer in die Tiefe.

Jupiters neu entdeckte Komplexität tritt auch bei südlichen Wolken auf, wie man auf diesem Bild sieht. Zonen und Gürtel reichen den ganzen Planeten umkreisen und prägen das Bild nahe am Äquator. Sie zerfallen dort in ein komplexes Wunderwerk aus wirbelnden Stürmen, die so groß sind wie Kontinente auf der Erde. Juno zieht weiterhin ihre Bahnen in elliptischen Schleifen. Alle 53 Tage saust sie an dem riesigen Planeten vorbei. Bei jeder Runde erforscht sie einen leicht abweichenden Sektor.

Zur Originalseite