LL Ori und der Orionnebel

Das Bild wirkt wie ein Gemälde in rosa und gelben Farbtönen, es sind Nebel mit einigen eingebetteten Sternen, um die eine Bugwelle verläuft.

Bildcredit: NASA, ESA und das Hubble-Vermächtnis-Team

Im Gas- und Staubmeer des Orionnebels schlagen die Sterne Wellen. Die ästhetische Nahaufnahme mit kosmischen Wolken und Sternwinden zeigt den Stern LL Orionis, der mit dem Fluss des Orionnebels in Wechselwirkung tritt.

Der veränderliche Stern LL Orionis ist noch in den Jahren seiner Entstehung. Er treibt durch das Sternbildungsgebiet im Orion und erzeugt einen stärkeren Wind als unserer Sonne, die im mittleren Alter ist. Wenn der schnelle Sternwind auf langsames Gas trifft, entsteht eine Stoßfront, ähnlich wie die Bugwelle eines Bootes, das durchs Wasser fährt, oder bei einem Flugzeug, das schneller fliegt als der Schall.

Links über der Mitte ist ein kleiner, zierlicher Bogen. Es ist die kosmische Bugstoßwelle von LL Oris. Sie ist etwa ein halbes Lichtjahr lang. Das langsamere Gas strömt aus dem Trapez, das ist der heiße Sternhaufen im Orionnebel. Es liegt links oben außerhalb des Bildes. Die Stoßfront um LL Ori hat im Raum die Form einer Schale. Sie wirkt dort am hellsten, wo man sie von der Seite sieht.

Das schöne Bild wirkt wie ein Gemälde. Es ist Teil eines großen Mosaiks und zeigt das komplexe Gebiet im Orion mit Sternbildung. Mit den Sternen entstehen auch die vielen fließenden Formen.

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Im Tal des Orion

Vorne blicken wir über roten Nebel, in den in der Mitte ein Tal gegraben ist. Es endet in einem Hohlraum, der von hellen Sternen in der Mitte geschaffen wurde. Oben über dem Hebel, der einen scharfen Rand hat, ist der Himmel dunkel.

Visualisierungscredit: NASA, ESA, F. Summers, G. Bacon, Z. Levay, J. DePasquale, L. Frattare, M. Robberto, M. Gennaro (STScI) und R. Hurt (Caltech/IPAC)

Diese Darstellung zeigt einen ungewohnten Blick auf den Orionnebel. Sie basiert auf astronomischen Daten und Techniken, um Filme zu erstellen. Das digital modellierte Bild zeigt das berühmte Gebiet mit Sternbildung aus nächster Nähe. Normalerweise sehen wir es aus einer Entfernung von 1500 Lichtjahren. Die Darstellung links basiert auf Daten von Hubble im sichtbaren Licht. Rechts geht es zu Infrarotdaten des Weltraumteleskops Spitzer über.

In der Mitte blicken wir über ein Tal in der Wand der riesigen Molekülwolke in der Region. Es ist etwa ein Lichtjahr breit. Das Tal endet in einem Hohlraum, den die energiereichen Winde und die Strahlung der massereichen Zentralsterne im Trapezhaufen gegraben haben. Das Bild stammt aus einem 3D-Video. Es entstand in mehreren Wellenlängen und zeigt uns einen weiten Flug durch den großen Nebel im Orion, der drei Minuten dauert.

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M42 – der große Orionnebel

Der Orionnebel ist sehr detailreich abgebildet, links leuchtet ein blauer Nebel, rechts die bekannte Höhlung mit dem Trapez.

Bildcredit und Bildrechte: Francesco Battistella

Nur wenige Ansichten der Astronomie regen die Fantasie sosehr an wie ein Sternbildungsgebiet in unserer Nähe. Es ist der Orionnebel. Das leuchtende Gas im Nebel umgibt heiße junge Sterne am Rand einer riesigen interstellaren Molekülwolke. Dieses Bild zeigt viele faserartige Strukturen. Es sind Stoßwellen. Sie bestehen aus Fronten, an denen schnelle Materie auf langsames Gas trifft.

Der Orionnebel ist etwa 40 Lichtjahre groß. Er liegt 1500 Lichtjahre entfernt im selben Spiralarm unserer Galaxis wie die Sonne. Wir sehen den großen Nebel im Orion ist mit bloßem Auge. Er schimmert links unter dem Gürtel aus drei Sternen im beliebten Sternbild Orion, den man leicht erkennt.

Dieses Bild wurde letzten Monat fotografiert. Es wurde zwei Stunden belichtet und zeigt den Nebel in drei Farben. Zum ganze Komplex der Orionnebelwolken gehört auch der Pferdekopfnebel. Er wird im Laufe der nächsten 100.000 Jahre langsam zerstreut.

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Orioniden – Meteore von Orion

Über einem Hügel leuchtet das Sternbild Orion. Man erkennt auch die bekannte Barnard-Schleife, die rot leuchtet. Meteore zischen über den ganzen Himmel.

Bildcredit und Bildrechte: Lu Shupei

Aus dem Sternbild Orion schossen Meteore. Das war zu erwarten, denn im Oktober ist die Zeit des Sternschnuppenstroms der Orioniden. Letztes Wochenende landeten hier mehr als ein Dutzend Meteore auf Aufnahmen, die nacheinander entstanden. Das Bild wurde bei der Wulanhada-Vulkangruppe fotografiert. Die Vulkane befinden sich in China in der Inneren Mongolei. Die vielen Meteorspuren kann man mit einer kleinen Region am Himmel links über dem Gürtel des Orion verbinden. Dort liegt der Radiant.

Die Meteore der Orioniden entstehen aus Stücken, so klein wie ein Sandkorn. Sie brachen vom Kometen Halley bei seinen Reisen ins innere Sonnensystem ab. Komet Halley verursacht zwei bekannte Meteorströme. Der andere ist als Eta-Aquariiden bekannt. Wir beobachten ihn jedes Jahr im Mai. Nächsten Monat zieht der Meteorstrom der Leoniden einige helle Meteorspuren. Er stammt vom Kometen Tempel-Tuttle.

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Leuchtende Salar de Uyuni

Die Salar de Uyuni bedeckt den Boden auf dieser Nachtlandschaft. Darüber strahlen die Sterne des Himmelsjägers Orion und der Hyaden mit dem hellen Stern Aldebaran. Die Landschaft wirkt surreal und fast außerirdisch.

Bildcredit und Bildrechte: Stephanie Ziyi Ye

M. C. Eschers Steindruck „Phosphoreszierendes Meer inspirierte diese kontrastreiche, ruhige Landschaft mit Nachthimmel. Das Bild ist eine moderne Komposition. Am klaren, dunklen Himmel hängen die hellen, vertrauten Sterne des Jägers Orion und Aldebaran, das Auge des Stiers über dem fernen Horizont.

Unten zeichnen blasse Kanten die Muster einer Landschaft in den mineralisch verkrusteten Schlamm, der die Salzebene Uyuni im Südwesten Boliviens bedeckt. Die Szene wirkt fast außerirdisch. Die Salar de Uyuni blieb von einem urzeitlichen See übrig. Er ist die größte Salzpfanne der Erde und liegt auf dem bolivianischen Altiplano in einer Höhe von etwa 3600 Metern.

Eschers Lithografie entstand 1933. Sie zeigt auch vertraute Sterne der Nacht auf dem Planeten Erde. Sie bilden den Pflug oder auch den Großen Wagen über Wellen, die sich an einer nördlichen Küste brechen.

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Nebel mit Laserstrahlen

Der Orionnebel wird von vier Laserstrahlen getroffen. Mit diesen werden künstliche Leitsterne erzeugt, welche die adaptive Optik der UT4 steuern und das Bild verbessern.

Bildcredit und Bildrechte: Stéphane Guisard (Los Cielos de America, TWAN)

Vier Laserstrahlen schneiden durch dieses Bild des Orionnebels. Der Anblick bot sich am Paranal-Observatorium der ESO in der Atacamawüste auf dem Planeten Erde. Die Laser sind kein Zeichen eines interstellaren Konflikts, sondern sie dienen der Beobachtung des Orionnebels mit der UT4, einem der großen Teleskope am Observatorium. Es führt einen technischen Test der adaptiven Optik durch. Damit wird das Bild geschärft.

Diese Ansicht des Nebels mit Laserstrahlen wurde mit einem kleinen Teleskop außerhalb der UT4-Kuppel fotografiert. Man sieht die Strahlen aus diesem Blickwinkel, weil die dichte niedrige Erdatmosphäre wenige Kilometer über dem Observatorium das Laserlicht streut. Die vier kleinen Segmente hinter den Strahlen sind die Emissionen einer Schicht in der Atmosphäre, die Atome von Natrium enthält. Diese Atome werden vom Laserlicht angeregt. Die Schicht liegt in einer Höhe von 80 bis 90 Kilometern.

Von der UT4 aus gesehen bilden diese Segmente helle Flecken. Sie dienen als künstliche Leitsterne. Ihre Schwankungen werden in Echtzeit gemessen. Das hilft, die Unschärfe durch die Atmosphäre in der Sichtlinie zu korrigieren, indem man einen verformbaren Spiegel im Teleskop steuert.

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Schnelle Sterne und Einzelgänger-Planeten im Orionnebel

Das Bild ist von Nebeln gefüllt, in der Mitte leuchten die vier markanten Sterne des Trapeziums im Orionnebel, kaum vom hellen Hintergrund zu unterscheiden. Links oben ist ein großer dunkelroter Nebelbereich, links unten ein kleinerer, violetter Nebelteil mit zwei Sternen.

Bildcredit: NASA, ESA, Hubble

Beginne beim Sternbild Orion. Unter dem Gürtel des Orion ist eine verschwommene Region, der Orionnebel. Darin befindet sich ein heller Sternhaufen, das Trapez. Es wird nahe der Bildmitte von vier hellen Sternen markiert. Die neu entstandenen Sterne im Trapez und in den umgebenden Regionen zeigen, dass der Orionnebel eine der aktivsten Regionen mit Sternbildung in unserem Bereich der Galaxis ist.

Im Orion explodierten viele Supernovae, und es gab enge Wechselwirkungen zwischen den Sternen. Das führte dazu, dass Planeten und Sterne als Einzelgänger durch den Raum rasen. Manche dieser schnellen Sterne wurden entdeckt, als man verschiedene Bilder der Region miteinander verglich. Die Bilder wurden vom Weltraumteleskop Hubble im Abstand von mehreren Jahren aufgenommen.

Viele Sterne im Bild wurden in sichtbarem Licht und in nahem Infrarot abgebildet. Sie erscheinen ungewöhnlich rot, weil wir sie hinter Staub sehen, der einen Großteil ihres blauen Lichtes streut.

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Orions Zentrum

Der Orionnebel leuchtet auf diesem Bild magentafarben. Seine Höhlung öffnet sich nach unten. In der Mitte leuchten vier sehr helle Sterne. Sie sind das Trapez und bringen den Nebel zum Leuchten.

Bildcredit und Bildrechte: Christoph Kaltseis, CEDIC 2017

Dieses scharfe kosmische Porträt zeigt das Zentrum des Orionnebels. Darin befinden sich vier heiße, massereiche Sterne. Sie sind als Trapez bekannt. Der Bereich, in dem sie eng zusammengedrängt sind, hat einen Radius von ungefähr 1,5 Lichtjahren. Sie markieren den Kern des dichten Sternhaufens im Orionnebel. Die ionisierende UV-Strahlung der Trapezsterne stammt hauptsächlich vom hellsten Stern Theta-1 Orionis C. Sie liefert die Energie für das sichtbare Leuchten der komplexen Region, in der Sterne entstehen.

Der Haufen im Orionnebel ist ungefähr drei Millionen Jahre alt. In jüngeren Jahren war er sogar noch kompakter. Eine dynamische Analyse lässt vermuten, dass bei Kollisionen von Ausreißersternen einst ein Schwarzes Loch entstand, das mehr als 100 Sonnenmassen enthält. Das würde die hohe Geschwindigkeit der Trapezsterne erklären, die wir dort beobachten. Der der Orionnebel ist ungefähr 1500 Lichtjahre entfernt. Damit wäre es das erdnächste bekannte Schwarze Loch.

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